DE4132829C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Auftrageeinrichtung für
verschiedene Sorten von Haarkosmetik-Flüssigkeiten gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Haarkosmetik-Flüssigkeiten können etwa
Haartönungsmittel, Haarfestiger, Dauerwellenmittel, Haarbe
handlungsmittel und dergleichen sein.
Bei herkömmlichen Auftrageeinrichtungen für Haarkosmetik-Flüssigkeiten
ist in einem Schaft ein mit einer Kosmetikflüssigkeit
imprägnierter sogenannter Wattebausch auf
genommen, wobei der Wattebausch mit einem Kernstück in
Verbindung steht, das durch Kapillarwirkung zum Auftragen
der Kosmetik-Flüssigkeit dient. Ein vorderer Endabschnitt
des Kernstücks steht von dem Schaft hervor. Beiderseits des
Kernstücks schließt sich ein Kamm an. Auf das Vorderende
des Schafts ist eine Kappe aufgesetzt, die sowohl das
Kernstück als auch den Kamm abdeckt.
Um bei derartigen Auftrageeinrichtungen ein Aus
trocknen des vorderen Endabschnitts des Kernstücks zu ver
hindern und um dadurch die Ablagerung von in der Kosmetik-
Flüssigkeit enthaltenen Pigmenten oder dergleichen und ein
Zusetzen des Kernstücks zu verhindern, kann im Inneren der
Kappe eine Aufnahme aus Filz oder dergleichen für das
Vorderende des Kernstücks zum Kontakt mit dem Vorderende
des Kernstücks angebracht sein. Im vorliegenden Fall wird
jedoch eine Mehrzahl von Kernelementen verwendet, die meist
in einer geradlinigen Reihe angeordnet sind, so daß die
Form der oben beschriebenen Aufnahme für das Vorderende
des Kernelements verlängert werden mußte. Um weiter den
Kontakt des Kernstücks mit der Aufnahme für das Vorderende
des Kernstücks in der Kappe sicherzustellen, mußte man die
Ausrichtung der Aufnahme für das Vorderende des Kernstücks
und die Ausrichtung der Reihen der Kernstücke zueinander in
Übereinstimmung bringen. Wenn die Kappe so ausgebildet war,
daß sie durch Aufschrauben auf den Schaft befestigt wurde
und daher die die Kappe gegenüber dem Schaft drehbar war,
so war es schwierig, die Ausrichtung der oben beschriebenen
Aufnahme für das Vorderende des Kernstücks und die Aus
richtung der Reihen des Kernstücks zueinander in Überein
stimmung zu bringen. Deswegen mußten andere Befestigungs
arten als Schraubverbindungen gewählt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Auftrageein
richtung für Haarkosmetik-Flüssigkeiten derart auszubilden,
daß trotz Vorhandenseins einer Mehrzahl von Kernstücken,
die in einer geradlinigen Reihe vom Vorderende des Schafts
abstehen, eine im Inneren der Kappe angebrachte, langge
streckte Vorderendaufnahme für Kernstücke auch dann in Kon
takt mit den Vorderenden sämtlicher Kernstücke gebracht
werden kann, wenn die Kappe auf den Schaft schraubbar ist,
wobei der Kontakt der Aufnahme für Vorderenden der Kern
stücke mit den Kernstücken durch gegenseitige Ausrichtung
der Aufnahme für Vorderenden der Kernstücke und der Reihen
der Kernstücke sichergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der
gattungsgemäßen Art mit den Merkmalen des
Kennzeichens des Anspruchs 1 gelöst.
Im wesentlichen wird die gestellte Aufgabe
somit dadurch gelöst, daß ein durch Schrauben
an das Vorderende des Schafts entfernbar anbringbarer
Kappenhauptkörper so ausgebildet ist, daß eine Innenkappe,
die zur Aufnahme von Vorderenden der Kämme beiderseits der
Aufnahme mit Ausnehmungen versehen ist, in dem Kappenhaupt
körper angeordnet ist und die Innenkappe darin sowohl längs
einer Axialrichtung frei verschiebbar als auch in Schraub
drehrichtung frei drehbar ist. Die Innenkappe ist durch
eine Feder in Richtung einer Öffnung des Kappenhauptkörpers
vorgespannt.
Um beim Aufschrauben des Kappenhauptkörpers auf den
Schaft die auf den Kämmen liegende Last zu entfernen, wenn
die Innenkappe in ihre Lage zum Schaft gebracht wird, kann
der Schaft mit Rippen und die Innenkappe mit Nuten versehen
sein, die in die Rippen derart hineinpassen, daß die Vorder
enden der Kernstücke mit der Aufnahme für die Vorderenden
der Kernstifte in Kontakt gebracht werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausfüh
rungsbeispiels unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnun
gen erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt der Auftrageeinrichtung;
Fig. 2 zeigt eine zu Fig. 1 um 90° gedrehten Längsschnitt;
Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt der Kappe;
Fig. 4 zeigt eine Vorderansicht des offenen Endes der Kappe;
Fig. 5 zeigt eine Perspektivansicht der Aufnahme für
Vorderenden der Kernstifte;
Fig. 6 zeigt eine Vorderansicht des Schafts;
Fig. 7 zeigt eine Aufsicht auf den Schaft;
Fig. 8 zeigt eine Seitenansicht des Schafts;
Fig. 9a bis 9d zeigen jeweils eine Vorderansicht, eine
Seitenansicht, eine Hinteransicht und eine
Aufsicht auf den vorderen Schaft;
Fig. 9e zeigt eine teilweise geschnittene Ansicht entlang
der Linie A-A in Fig. 9d;
Fig. 9f zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie B-B
in Fig. 9b;
Fig. 10a bis 10c zeigen jeweils eine Vorderansicht, eine
Seitenansicht und eine Rückansicht der Innenkappe;
Fig. 10d zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie C-C in
Fig. 10a;
Fig. 10e zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie D-D in
Fig. 10b;
Fig. 11a bis 11e zeigen jeweils eine Vorderansicht, eine
Seitenansicht, eine Rückansicht, eine Aufsicht und
eine Untersicht des Kamms und
Fig. 11f zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie E-E in
Fig. 11d.
Ein Schaft 1 umfaßt einen Außenschaft 11, einen Innen
schaft 12 und einen vorderen Schaft 13. Der Innenschaft 12
nimmt ein Vorratselement 2 für Kosmetika auf. Ein Halter 14
ist in einen zentralen Abschnitt des vorderen Schafts 13
eingepaßt. Kernstifte 3 durchdringen den Halter 14. Auf
einem Außenumfangsabschnitt des Innenschafts 12 ist ein
Gewindeabschnitt 15 vorgesehen, auf den ein weiter unten
beschriebener Kappenhauptkörper aufgeschraubt werden kann.
Das im Inneren des Innenschafts 12 aufgenommene Vorratsele
ment 2 hat eine Struktur, die durch bringen verfilzter
Fasern 16 in eine Zylinderform und Beschichten der Umfangs
fläche des zylinderförmigen Körpers mit einem Kunstharzfilm
17 erhalten wird, und die die Haarkosmetik-Flüssigkeit
darin speichert. Die den Halter 14 durchdringenden und in
den vorderen Schaft 13 eingepaßten Kernstifte 3 werden
durch Formen des harzbehandelten Filzes in dünne Stifte
erhalten. Der hintere Endabschnitt jedes Kernstifts 3 ist
zu einem Punkt zugespitzt und vom Vorderende des oben
beschriebenen Vorratselements 2 für Kosmetika in das Vor
ratselement eingesetzt. Der vordere Endabschnitt jedes Kern
stifts hat eine gekrümmte Oberfläche und steht über die
Stütze 14 nach vorne vor. Die Kernstifte 3 sind dichter als
das Vorratselement 2 für Kosmetika und führen die kosmeti
sche Flüssigkeit von dem Vorratselement 2 mit Hilfe von
Kapillarwirkung. Die Kernstifte 3 sind an dem Halter 14 in
zwei Gruppen von je sechs Kernstiften in zwei geradlinigen
Reihen angebracht. Beiderseits der Kernstifte 13 sind auf
den vorderen Schaft 13 Kämme 4 aufgepaßt. Wie in den
Fig. 11c und Fig. 11e gezeigt, haben die Kämme 4 auf
beiden Seiten ihres hinteren Endabschnitts Hakenteile 18,
und wie in den Fig. 9a und Fig. 9b gezeigt, hat der
vordere Schaft 13 oben und unten beiderseits des vorderen
Endabschnitts hakenartige Vorsprünge 19. Die Hakenteile 18
sind vorgesehen, um mit den hakenartigen Vorsprüngen 19 in
Eingriff zu treten. Zwischen den hakenartigen Vorsprüngen
19 des vorderen Schafts 13 sind vorspringende Rippen 9
angeordnet.
Gemäß Fig. 3 umfaßt ein Kappenhauptkörper 24 an der
Innenoberfläche seines offenen Endes einen Gewindeabschnitt
20, der auf den Gewindeabschnitt 15 des oben beschriebenen
Innenschafts 12 geschraubt werden kann. Der Kappenhauptkör
per 24 umfaßt weiter Vorsprünge 21, die an der Innenum
fangsfläche ein wenig innerhalb des Gewindeabschnitts 20
vorgesehen sind. Die Innenkappe 7 ist im Inneren des Kappen
hauptkörpers 24 derart angeordnet, daß sie sowohl der Axial
richtung frei verschiebbar als auch in Schraubdrehrichtung
frei drehbar ist. Zwischen die Innenkappe 7 und den Kappen
hauptkörper 24 ist eine Feder 8 eingesetzt, die die Innen
kappe 7 in Richtung der Öffnung des Kappenhauptkörpers 24
vorspannt. Auf der Außenumfangsfläche der Innenkappe 7 sind
Vorsprünge 22 vorgesehen, die mit den oben beschriebenen
Vorsprüngen 21 des Kappenhauptkörpers 24 in Eingriff treten
können, so daß - wie in Fig. 3 gezeigt - die Innenkappe 7
aus dem Kappenhauptkörper 24 nicht herausfallen kann. Wie
in Fig. 10d dargestellt, ist die Innenkappe 7 in der Mitte
ihres vorderen Endabschnitts mit Klemmplatten 23 und weiter
hin beiderseits der Klemmplatten 23 mit Ausnehmungen 6
versehen. Die Aufnahme 5 für Vorderenden der Kernstifte ist
aus Filz hergestellt. Wie in Fig. 5 gezeigt, hat die
Aufnahme 5 die Form einer Rechtecksäule mit einem Vorsprung
an einer Seitenfläche. Die Aufnahme 5 wird durch die Klemm
platten 23 der Innenkappe 7 festgehalten. In die Innenkappe
7 sind Nuten 10 eingeformt, in die die an dem vorderen
Schaft 13 vorgesehenen Rippen 9 derart hineinpassen, daß
die vorderen Endabschnitte sämtlicher oben beschriebenen
Kernstifte 3 in Kontakt mit der Seitenfläche der vorderen
Aufnahme 5 in dem Zustand in Kontakt treten können, in dem
die Ausrichtung der Reihen Kernstifte 3 und die Aus
richtung der Aufnahme 5 übereinstimmen. Bevor der Kappen
hauptkörper 24 auf den Innenschaft 12 geschraubt ist, ist -
wie in Fig. 3 gezeigt - die Innenkappe 7 wegen der Feder 8
ein wenig näher an dem offenen Ende des Kappenhauptkörpers
24 angeordnet. Wenn die Innenkappe 7 ein wenig in den
Kappenhauptkörper hinein geschoben ist, und durch Eintreten
der Rippen 9 des vorderen Schafts 13 in die Nuten 10 der
Innenkappe 7 die offenen Endabschnitte der Kernstifte 3 in
Kontakt mit der Seitenfläche der Aufnahme 5 gebracht sind,
und wenn weiter die vorderen Endabschnitte der Kämme 4 in
die Ausnehmungen 6 eingetreten sind, können der Gewindeab
schnitt 20 des Kappenhauptkörpers 24 und der Gewinde
abschnitt 15 des Innenschafts 12 in Eingriff miteinander
treten. Wenn demgemäß der Kappenhauptkörper 24 sich zu
drehen beginnt, ist die Innenkappe 7 wegen der in die Nuten
10 passenden Rippen 9 nicht länger drehbar, und als
Ergebnis bleibt die Ausrichtung der Aufnahme 5 trotz der
Drehung des Kappenhauptkörpers 24 ohne Änderung konstant,
so daß der Kontakt der Aufnahme 5 mit den vorderen Endab
schnitten der Kernstifte 3 immer erhalten bleibt.
Falls der vordere Schaft 13 und die Innenkappe 7 keine
Rippen 9 und Nuten 10 aufweisen, übernehmen die Kämme 4 und
die Ausnehmungen 6 ihre Funktion, wobei jedoch die Kämme 4
belastet werden. Um dies zu vermeiden, sind bevorzugt die
Rippen 9 und Nuten 10 vorgesehen.
Wenn der Kappenhauptkörper 24 auf den Schaft 1 auf
geschraubt wird, dreht sich der Kappenhauptkörper 24,
jedoch dreht sich die Innenkappe 7 wegen der in den Aus
nehmungen 6 aufgenommenen Kämmen 4 nicht, so daß die Aus
richtung der Aufnahme 5 unverändert bleibt. Als Ergebnis
bleibt die Aufnahme 5 mit den Kernstiften 3 in sicherem
Kontakt.
Falls der Schaft 1 mit Rippen 9 und gleichzeitig die
Innenkappe 7 mit Nuten 10 versehen ist, wird die Drehung
der Innenkappe 7 wegen der Passung der Rippen 9 und Nuten
10 verhindert, so daß eine auf die Kämme 4 wirkende
Belastung vollständig verhindert werden kann.
Die Erfindung wirkt folgendermaßen. Obwohl der Kappen
hauptkörper auf den Schaft durch Schrauben befestigt wird,
dreht sich die Innenkappe im Inneren des Kappenhauptkörpers
auch dann nicht, wenn der Kappenhauptkörper gedreht wird.
Somit kann die Aufnahme für Vorderenden der Kernstifte
immer in Kontakt mit den Vorderendabschnitten einer Mehr
zahl von Kernstiften in Kontakt gebracht werden, wobei die
Ausrichtung der Aufnahme für Vorderenden der Kernstifte und
die Ausrichtung der Reihen von Kernstiften stets in Ober
einstimmung zueinander gebracht werden. Aus diesem Grund
können die Vorderendabschnitte der Kernstifte vor Aus
trocknung geschützt werden, wodurch eine Ablagerung von in
der Kosmetik-Flüssigkeit enthaltenen Pigmenten oder derglei
chen und ein Zusetzen der Kernstifte verhindert werden
kann.
Claims (2)
1. Auftrageeinrichtung für Haarkosmetik-Flüssigkeiten, bei
der im Inneren eines Schafts (1) ein mit Haarkosmetik-Flüs
sigkeit imprägniertes Vorratselement (2) aufgenommen ist
und an einem vorderen Endabschnitt des Schafts (1) eine
Mehrzahl Kernstifte (3) zum Auftragen der Haarkosmetik-
Flüssigkeit durch Kapillarwirkung in einer geraden Reihe
befestigt ist, wobei hintere Endabschnitte der Kernstifte
(3) mit dem Vorratselement (2) in Verbindung stehen, wäh
rend vordere Endabschnitte der Kernstifte (3) sowie beider
seits der Kernstifte (3) angeordnete Kämme (4) von dem
Schaft (1) abstehen,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einem durch Schrauben an das Vorderende des Schafts (1) entfernbar anbringbaren Kappenhauptkörper (24) eine Innenkappe mit einer Aufnahme (5) aus Filz oder dergleichen für Vorderenden der Kernstifte zum Kontakt mit den Vorder enden der Kernstifte (3) angeordnet ist,
daß die Innenkappe (7), die zur Aufnahme von Vorderenden der Kämme (4) beiderseits der Aufnahme (5) mit Ausnehmungen (6) versehen ist, in dem Kappenhauptkörper (24) sowohl längs einer Axialrichtung frei verschiebbar als auch in Schraubdrehrichtung frei drehbar ist, und
daß die Innenkappe (7) durch eine Feder (8) in Richtung einer Öffnung des Kappenhauptkörpers (24) vorgespannt ist.
daß in einem durch Schrauben an das Vorderende des Schafts (1) entfernbar anbringbaren Kappenhauptkörper (24) eine Innenkappe mit einer Aufnahme (5) aus Filz oder dergleichen für Vorderenden der Kernstifte zum Kontakt mit den Vorder enden der Kernstifte (3) angeordnet ist,
daß die Innenkappe (7), die zur Aufnahme von Vorderenden der Kämme (4) beiderseits der Aufnahme (5) mit Ausnehmungen (6) versehen ist, in dem Kappenhauptkörper (24) sowohl längs einer Axialrichtung frei verschiebbar als auch in Schraubdrehrichtung frei drehbar ist, und
daß die Innenkappe (7) durch eine Feder (8) in Richtung einer Öffnung des Kappenhauptkörpers (24) vorgespannt ist.
2. Auftrageeinrichtung für Haarkosmetik-Flüssigkeiten nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaft (1) mit Rippen (9) und daß die Innenkappe
(7) mit Nuten (10) versehen ist, in die die Rippen derart
hineinpassen, daß die Vorderenden der Kernstifte (3) mit
der Aufnahme (5) für die Vorderenden der Kernstifte in
Kontakt gebracht werden.
Applications Claiming Priority (1)
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