DE413256C - Verfahren zum Gerben tierischer Haeute - Google Patents

Verfahren zum Gerben tierischer Haeute

Info

Publication number
DE413256C
DE413256C DEF52901D DEF0052901D DE413256C DE 413256 C DE413256 C DE 413256C DE F52901 D DEF52901 D DE F52901D DE F0052901 D DEF0052901 D DE F0052901D DE 413256 C DE413256 C DE 413256C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
tanning
leather
animal skins
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF52901D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Robert Mueller
Dr Karl Schirmacher
Dr Arhur Voss
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF52901D priority Critical patent/DE413256C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE413256C publication Critical patent/DE413256C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Gerben tierischer Häute. Durch Patent ¢12a28 ist ein Verfahren zum Gerben tierischer Häute geschützt, dadurch gekennzeichnet, daß man die harzartigen, phenolischen Produkte, welche bei der Darstellung von Plienolen als Destillationsrückstand entstehen, zum Gerben verwendet.
  • Bei weiterer Bearbeitung des Verfahrens des Hauptpatents wurde nun gefunden, daß diejenigen Produkte, welche durch Behandlung mehrfach hydroxylierter aromatischer Verbindungen der Benzolreihe mit kondensierend wirkenden Mitteln entstehen und welche vermutlich ähnliche komplexe Verbindungen darstellen wie die nach dem Hauptpatent verwendeten Produkte, sich gleichfalls in ausgezeichneter Weise zum Gerben tierischer Häute eignen. Zur Darstellung solcher Komplexverbindungen kann man in der Weise verfahren, daß man wasserlösliche, hydroxylhaltige aromatische Verbindungen. wie z. B. Resorzin, mit kondensierend wirkenden Mitteln behandelt, wie z. B. den Halogeniden von Metallen (Chlorzink, Aluminiumchlorid) oder von Metalloiden Chlorschwefel, Thionylchlorid) oder auch starke Säuren (Salzsäure). Das Verfahren der Gerbung entspricht dem des Hauptpatents; die erhaltenen Leder haben den gleichen Charakter wie lobgares Leder. Beispiele. i. 6o Teile Resorzin werden mit 5 Teilen Aluminiumchlorid vermischt und auf 8o bis .9o' erhitzt. Die Mischung schmilzt zusaminen unter gleichzeitigem lebhaften Aufschäumen. lach beendigter Reaktion wird die weiche hell- bis dunkelbraun gefärbte Harzmasse in 12o Teilen Wasser aufgenommen und die erhaltene Lösung von geringen Mengen ungelösten Rückstandes durch Filtrieren befreit. .1o Teile dieser Lösung setzt man i oo Teilen Blöße, die im Fasse walkt, in steigenden Anteilen (5-6) nach je 3 Stunden hinzu. In 2o bis 2.1 Stunden ist die Durchgerbung erreicht. Das Leder ist voll, weich und in Farbe und Charakter wie lobgares Leder.
  • 2. 6o Teile Resorzin werden mit :l Teilen Thionylchlorid vermischt und in einem geschlosenen Gefäß i Stunde auf 12o° erhitzt. lach Erkalten wird die harzartige Reaktionsmasse in ioo Teilen Wasser gelöst. .15 Teile der Lösung läßt man, wie in Bei: spiel i, auf i oo Teile Blöße einwirken. Die Durchgerbung ist nach 2o Stunden vollendet. Das Leder ist sehr voll, weich, rötlichgrau und verhält sich auch sonst wie lobgares Leder. Teile Hydrochinon werden in 150 Teilen Benzol gelöst, in die Lösung unter Umrühren Zog Chlorschwefel einlaufen gelassen und sie alsdann etwa. I bis 11,4 Stunden unter Rückflußkühlung im Sieden gehalten. Es findet besonders im Anfang lebhafte Entwicklung von Chlorwasserstoff statt, die allmählich nachläßt. Die flüchtigen Stoffe werden zuerst mit indirektem, dann mit direktem Wasserdampf abgetrieben. Es hinterbleibt eine dunkelrot gefärbte wäßrige Lösung, welche von geringen Mengen eines irl Wasser unlöslichen Harzes abgegossen wird. Die Lösung kann unmittelbar zum Gerben verwendet werden. Man erhält mit ihr ein gelblichbraunes bis hellbraunes Leder von vollem Griff und hoher Reißfestigkeit. ..
  • 4. 45 Teile Brenzkatechin werden mit 3 Teilen Chlorzink vermischt und im geschlossenen Gefäß, am besten unter Rühren, 2 bis 3 Stunden auf 13o bis i35° erhitzt. Nach Erkalten wird die Masse in wenig heißem Wasser gelöst und die Lösung filtriert. Das Filtrat wird unmittelbar zum Gerben verwandt und liefert ein graugefärbtes Leder von guter Faserisolierung und Reißfestigkeit.
  • 5. 5o Teile Pyrogallol werden mit 2o Teilen Resorzin und 5 Teilen Chlorzink vermischt,, der Mischung noch 15 Teile technisches Kresol hinzugefügt, worauf man sie im geschlossenen Gefäß i bis 2 Stunden auf 14o° erhitzt. Nach beendeter Verharzung wird die Schmelze wie in den vorhergehenden Beispielen in hei-1?em Wasser gelöst, das unveränderte Kresol durch Einblasen von direktem Wasserdampf entfernt und die erhaltene Gerbbrühe, nachdem sie auf die gewünschte - Konzentration gebracht worden ist, unmittelbar zum Gerben verwendet. Das gewonnene Leder gleicht dem des vorhergehenden Beispiels. Die Farbe ist bräunlich.
  • 6. 7o Teile Kresorzin werden in Gegenwart von 5 Teilen konzentrierter Salzsäure im geschlossenen Gefäß 6 Stunden auf i 5o' erhitzt. Die erhaltene Harzmasse wird in wenig Wasser gelöst und vom Ungelösten filtriert. Die Lösung. kann unmittelbar zum Gerben verwendet werden. Man erhält mit ihr Leder von ähnlichen Eigenschaften, wie sie in den Beispielen i und 2 beschrieben sind.
  • . 55 Teile des nach Ber. d. d. Chem. Gesellschaft 10 (1877), S.1464, dargestellten Resorzinäthers werden mit 5 g Chlorschwefel gemischt und ..etwa 2o Minuten über seinen Schmelzpunkt erhitzt. Die Masse schmilzt unter geringem Schäumen zusammen. Nachdem das Schäumen nachgelassen, wird erkalten gelassen. Der Harzkuchen löst sich fast völlig in Wasser und kann in seiner wäßrigen Lösung unmittelbar zum Gerben verwendet werden. Man erhält Leder von ähnlichen Eigenschaften wie nach vorhergehendem Beispiel.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCFL: Abänderung des durch Patent 4i2228 geschützten Verfahrens zum Gerben tierischer Häute, darin bestehend, daß man an Stelle -der harzartigen Destillationsrückstände von Phenolen hier komplexe, wasserlösliche Kondensationsprodukte von mehrfach hydroxylierten aromatischen Verbindungen der Benzolreihe verwendet.
DEF52901D 1922-11-14 1922-11-14 Verfahren zum Gerben tierischer Haeute Expired DE413256C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF52901D DE413256C (de) 1922-11-14 1922-11-14 Verfahren zum Gerben tierischer Haeute

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF52901D DE413256C (de) 1922-11-14 1922-11-14 Verfahren zum Gerben tierischer Haeute

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE413256C true DE413256C (de) 1925-05-04

Family

ID=7105833

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF52901D Expired DE413256C (de) 1922-11-14 1922-11-14 Verfahren zum Gerben tierischer Haeute

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE413256C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE611671C (de) Verfahren zur Darstellung von gerbend wirkenden Kondensationsprodukten aus Dioxydiphenylsulfonen
DE413256C (de) Verfahren zum Gerben tierischer Haeute
DE852392C (de) Verfahren zur Darstellung von Selencyanverbindungen bzw. Selenazolen von aromatischen Aminen
DE549759C (de) Verfahren zur Umwandlung von Kautschuk
DE908196C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten schwefelhaltiger Polyurethane bzw. Polyharnstoffe
DE2236842A1 (de) Ueberzugsmittel sowie verfahren zu deren herstellung
DE336895C (de) Verfahren zum Gerben tierischer Haeute
DE408871C (de) Verfahren zur Darstellung von Sulfobenzylaethern von aus Phenolen sich ableitenden harzartigen Kondensationsprodukten
DE332334C (de) Verfahren zur Herstellung harzartiger Kondensationsprodukte
DE562503C (de) Verfahren zur Darstellung von Trihalogenarylthioglykolsaeuren
DE225132C (de)
DE821253C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Farbstoffen
DE388628C (de) Verfahren zum Gerben tierischer Haeute
DE648717C (de) Verfahren zur Herstellung von gerbend wirkenden Kondensationsprodukten
DE540361C (de) Verfahren zur Darstellung von Produkten, die sowohl Harzals auch Wachseigenschaften besitzen
DE671019C (de) Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen
DE274784C (de)
DE456931C (de) Verfahren zur Darstellung wasserloeslicher Kondensationsprodukte
DE388794C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden
DE247272C (de)
DE873835C (de) Herstellung eines nicht plastischen Schwefels
DE1206578B (de) Verfahren zum Isomerisieren von Kautschuk
DE680329C (de) Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes
DE571133C (de) Verfahren zur Herstellung von Kautschukumwandlungsprodukten, die mit Kautschuk isomer sind
DE255304C (de)