DE412818C - Verfahren zur Herstellung von hydraulischen Bindemitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hydraulischen Bindemitteln

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DE412818C
DE412818C DER54672D DER0054672D DE412818C DE 412818 C DE412818 C DE 412818C DE R54672 D DER54672 D DE R54672D DE R0054672 D DER0054672 D DE R0054672D DE 412818 C DE412818 C DE 412818C
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silicates
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/02Portland cement

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von hydraulischen Bindemitteln. Zusatz zum Patent 377098. Das Hauptpatent hat ein Verfahren zurr Gegenstand, zweckentsprechende wasserdichte und in bezug auf das Quellen. und Schwinden regelbare hydraulische Bindemittel herzustellen, indem je nach dem beabsichtigten Zweck für die Gegenwart ausreichender Mengen Barium- oder Strontiumverbindungen und solcher Sulfate gesorgt wird, die mit den B'ariurri- oder Strontiumverbindungen unter Bildung schwer bzw. unlöslicher Verbindungen reagieren. Durch die vorliegende Erfindung wird das Bereich der verwendbaren Erdalkaliverbindungen erweitert und ferner Beine h'esondere Art der Herstellung dieser Verbindungen vorgeschrieben.
  • Nach dem neuen Verfahren werden Silikate von Barium oder Strontium als 'Zusatzmittel genommen.- Hierdurch entstehen einmal sehr große wirtschaftliche Vorteile, da. die Herstellung der Silikate in ihren Kosten weit unter der anderer Verbindungen bleibt und beispielsweise der Erzeugung von Portlandzerrvent ziemlich nahekommt. Als Nebenerzeugnis wird Schwefelsäure gewonnen. Sodann wirken, wie eingehende Versuche gezeigt haben, Erdalkalisilikate günstiger auf den Zement ein als irgendwelche anderen Verbindungen des Bariums oder Strontiums.
  • Diese günstige Wirkung der Erdalkalisilikate beruht darauf, daß bei der Reaktion mit Sulfat neben Erdalkalisulfat ein Silikat, z. B. Kalziumsilikat, gebildet wird, das als ein in den hydraulischen Bindemitteln in großen Mengen. an und für sich vorhandener Stoff und selbst ein Hydraulefaktor deren Eigenschaften nie verschlechtern, *ondern nur verbessern kann. Neben den @einfachen Silikaten der angegebenen schwefelsäurebindenden Erdalkalien kommen auch noch die Doppelsilikate, wie Barium-Aluminium-Silikat und Barium-Eisen-Silikat, in Betracht. Sämtliche anderen Erdalkaliverbindungen, außer den Silikaten, können naturgemäß derartige günstige Wirkungen nicht ausüben.
  • Einen guten, Einfluß haben aber auch schon solche Silikate von Barium und Strontium; die nur gewisse Mengen Aluminium und Eisen enthalten und damit in ihrer Zusammensetzung z. B. dem Portlandzement oder der Hoch.ofenschlacke verwandt sind.
  • Die vorliegende Erfindung kann auf verschiedene Weise nutzbar gemacht werden. Die Grundform ist der Zusatz von gesondert hergestellten Erdalkalisilikaten zu fertig gebrannten, im übrigen aber mehr oder weniger weit verarbeiteten Bindemitteln.. Die Silikate oder Dioppelsilikate des Bariums oder Strontiums können also vor, während oder nach der Vermahlung des zu verbessernden hydraulischen Bindemittels, schließlich auch bei der Bereitung des Mörtels zugegeben werden. Die zweite Form stellt die Erzeugung eines von vornherein Barium- oder Strontiumsilikat bzw. zum Teil noch Aluminat und Ferrat enthaltenden hydraulischen Bindemittels dar. Hierzu wird der Rohmasse, aus der der hydraulische Mörtelbildner erbrannt wird, eine geeignete Ausgangsverbindung von Barium oder Strontium zugefügt. Dabei kann man so weit gehen, daß Kalk durch die anderen Erdalkalien, selbst in wesentlichen Mengen, ersetzt wird. Bei dieser Barium- oder Strontium -Silikat -Erzeugung zusammen mit dem Entstehen des .eigentlichen Mörtelbildners sind auch Sulfate, Schwerspat oder Cölestin als Ausgangsstoffe verwendbar, da sie durch den reduzierend verlaufenden Brennprozeß unter Freiwerden von Schwefelverbindungen zersetzt werden und glatt in die Silikate übergehen.
  • Durch Änderung des Prozentgehaltes an Erdalkalioxyd einerseits und Kieselsäure bzw. Kieselsäure-Eisenoxyd-Aluminiumaxyd anderseits können Erdalkaliverbindungen hergestellt werden, die mehr oder weniger schnell mit Sulfaten reagieren und deshalb sogar in der Lage sind, in den hydraulischen Bindemitteln, an und für sich vorhandene Mengen von Sulfaten schnell genug unschädlich zu machen.

Claims (3)

  1. PATEN T-ANSPRÜcHE: i. Verfahren zur Herstellung von verbesserten, gegen Sulfate beständigen hydraulischen Bindemitteln nach Patent 377o98, dadurch gekennzeichnet, daß dem Bindemittel vor, während oder nach der Vermahlung oder dem aus diesem Bindemittel hergestellten Mörtel in irgendwelcher Stufe der Verarbeitung Barium- oder Strontiumsilikate oder Gemische aus beiden zugesetzt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Erzeugung von Barium-,oder Strontiumsilikaten oder Gemischen aus beiden in dem Bindemittel durch Zusatz von Barium-oder Stroniiumverbin-Üungen vor oder während des Brennens der Rohmasse oder durch Verarbeitung von vornherein entsprechende Mengen Barium- oder Strontiumverbindungen @enthaltender Rohmaterialien.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Zementrohmasse wesentliche Mengen. Barium-,oder Strontiumverbindungen an Stelle von Kalk verarbeitet werden.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2348081A1 (de) * 1973-09-25 1975-04-24 Hans Jaklin Beton- und moertelzusatzmittel
CN1091676C (zh) * 1997-08-23 2002-10-02 布劳恩有限公司 干式剃须装置

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2348081A1 (de) * 1973-09-25 1975-04-24 Hans Jaklin Beton- und moertelzusatzmittel
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