DE412648C - Einrichtung zur Verhinderung von Kippueberspannungen in durch Nullpunktsdrosselspulen geschuetzten Hochspannungsanlagen - Google Patents
Einrichtung zur Verhinderung von Kippueberspannungen in durch Nullpunktsdrosselspulen geschuetzten HochspannungsanlagenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H9/00—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection
- H02H9/005—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection avoiding undesired transient conditions
- H02H9/007—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection avoiding undesired transient conditions avoiding or damping oscillations, e.g. fenoresonance or travelling waves
Landscapes
- Emergency Protection Circuit Devices (AREA)
Description
In durch Nullpunktsdrosselspulen geschützten Hbchspannungsanlagen können bei
plötzlichem Auftreten einer großen kapazitiven Netzunsymmetrie (z. B.Leitungsbruch)
an der Nullpunktsdrosselspule Überspannungen auftreten, die in dem plötzlichen Hinaufschnellen
der Nullpunktsspannung ihren Grund haben. Diese sogenannten Kippüberspannungen sind um so höher, je geringer der
Verlustwiderstand des Netzes ist. Sie werden oft auch durch die Einwirkung eines
zweiten induktiv und kapazitiv mit dem betrachteten Netz gekuppelten, parallel verlegten
Netzes hervorgerufen, z. B. wenn das zweite Netz plötzlich in Erdschluß gerät.
Es ist nun Gegenstand der Erfindung eine Einrichtung zur Verhinderung von Kippüberspannungen
in durch NuHpunktsdrosselspulen geschützten Hochspannungsanlagen, bei welcher zu einem Teil der Nullpunktsdrosselspule
eine Funkenstrecke parallel geschaltet ist, wobei in dem Stromkreis der Funkenstrecke ein Dämpfungswiderstand
eingefügt sein kann. Bei Auftreten einer Kippüberspannung an der Nullpunktsdrossel- »5
spule schlägt bei dieser Einrichtung an der
Funkenstrecke ein Funken über. Der sich bildende Lichtbogen überbrückt einen Teil
der Drosselspule über seinen eigenen und gegebenenfalls über den eingefügten Dämpfungswiderstand.
Dadurch wird die Induktivität der Drosselspule gerade im kritischen Moment herabgesetzt und die Resonanzabgleichung
so lange vermieden, als der Lichtbogen bestehen bleibt.
In Abb. ι ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es bedeutet:
N ein geschütztes Dreiphasennetz mit den Netzleitern I, II und III,
G eine das Netz N speisende Generatorwicklung,
O den Nullpunkt der Wicklung G,
D eine Nullpunktsdrosselspule mit den Teilen α und b,
• F eine Funkenstrecke parallel zu b,
W einen Dämpfungswiderstand.
Bei dieser Einrichtung ist parallel zur Funkenstrecke F noch eine mit dem Schalter
5 versehene Überbrückungsleitung vorgesehen. Falls die Ursache der Überspan-
»5 nung bestehen bleibt, ist es nicht empfehlenswert, die Änderung der Induktivität vom
Übergangslichtbogen allein abhängig zu machen. In diesem Falle kann durch Einlegen
des Schalters S die Verkleinerung der Induktivität sichergestellt werden, bis die
erforderlichen Maßnahmen zur Behebung des Fehlers getroffen sind.
Abb. 2 zeigt eine Abänderung der Einrichtung nach Abb. i, indem die Drosselspule D
in zwei magnetisch unabhängige Drossel-
spule» D1 und D2 zerlegt ist. In diesem
Falle kann die Funkenstrecke parallel zu der einen passend gewählten Drosselspule gelegt
werden. Wegen der Unabhängigkeit der magnetischen Kreise kann in diesem Falle 40
der Dämpfungswiderstand in Fortfall kommen, da die unmittelbare Überbrückung der einen Drosselspule keinen Kurzschluß
für die andere bedeutet. Die Bezeichnung der Buchstaben ist im übrigen die gleiche wie 45
in Abb. 1.
Claims (3)
1. Einrichtung zur Verhinderung von Kippüberspannungen in durch NuIlpunktsdrosselspulen
geschützten Hochspannungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu einem Teil der Nullpunktsdrosselspule
eine Funkenstrecke geschaltet ist, wobei in den Stromkreis der Funkenstrecke ein Dämpfungswiderstand
eingefügt sein kann.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Null- 6q
punktsdrosselspule in zwei in Reihe geschaltete, magnetisch voneinander unabhängige
Drosselspulen zerlegt ist, wobei die Funkenstrecke parallel zu einer der beiden Drosselspulen geschaltet ist. &5
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Funkenstrecke
durch eine mit einem Schalter versehene Überbrückungsleitung kurzgeschlossen werden kann. f»
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA37148D DE412648C (de) | 1922-02-17 | 1922-02-17 | Einrichtung zur Verhinderung von Kippueberspannungen in durch Nullpunktsdrosselspulen geschuetzten Hochspannungsanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEA37148D DE412648C (de) | 1922-02-17 | 1922-02-17 | Einrichtung zur Verhinderung von Kippueberspannungen in durch Nullpunktsdrosselspulen geschuetzten Hochspannungsanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE412648C true DE412648C (de) | 1925-04-23 |
Family
ID=6930055
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA37148D Expired DE412648C (de) | 1922-02-17 | 1922-02-17 | Einrichtung zur Verhinderung von Kippueberspannungen in durch Nullpunktsdrosselspulen geschuetzten Hochspannungsanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE412648C (de) |
-
1922
- 1922-02-17 DE DEA37148D patent/DE412648C/de not_active Expired
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