DE628015C - Anordnung zur Verhinderung von Fehlausloesungen an in Starkstromkreise ueber einen Strom- oder Spannungswandler eingeschalteten Relais bei Stoerungen im Starkstromnetz - Google Patents

Anordnung zur Verhinderung von Fehlausloesungen an in Starkstromkreise ueber einen Strom- oder Spannungswandler eingeschalteten Relais bei Stoerungen im Starkstromnetz

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DE628015C
DE628015C DES100770D DES0100770D DE628015C DE 628015 C DE628015 C DE 628015C DE S100770 D DES100770 D DE S100770D DE S0100770 D DES0100770 D DE S0100770D DE 628015 C DE628015 C DE 628015C
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Expired
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DES100770D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Dr-Ing E H R Ruedenberg
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H1/00Details of emergency protective circuit arrangements
    • H02H1/04Arrangements for preventing response to transient abnormal conditions, e.g. to lightning or to short duration over voltage or oscillations; Damping the influence of DC component by short circuits in AC networks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Relay Circuits (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 27. MÄRZ 1936
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 628015 ' KLASSE 21c GRUPPE 68eo
5 ΐοογγο VIII bj2i c Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: i2.%Märs
Siemens-Schuckertwerke Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. September 1931 ab
Beim Auftreten starker Kurzschlußströme in elektrischen Leitungsnetzen erhält man häufig Fehlauslösungen von Relais, die sich vermeiden lassen, wenn man eine Verzögerung einschaltet, durch welche die ersten starken Stromspitzen unwirksam gemacht werden. Die nähere Untersuchung dieser Vorgänge zeigt, daß nicht die Wechselströme, sondern die überlagerten Gleichströme, die einen Teil des gesamten Kurzschlußstromes bilden, für diese Störungen verantwortlich zu machen sind. Die Gleichströme können einerseits in den messenden Relais Falschmessung hervorrufen, anderseits bewirken sie in den Meßwandlern eine überlagerte Gleichmagnetisierung, die zu starken Magnetisierungsströmen und Verzerrungen der Primärströme führen kann.
Gemäß der Erfindung sind bei über einen Strom- oder Spannungswandler in Starkstromkreise eingeschalteten Relais in dem Relaisstromkreis Kombinationen von Drosselspulen und Kondensatoren vorgesehen, die einen Übertritt des bei der Störung im Starkstromnetz auftretenden Ausgleichgleichstromes in das Relais verhindern, jedoch diesem Gleichstrom eine Entwicklung im Sekundärkreis des Stromwandlers bzw. bei Verwendung von Spannungswandlern der Gleichspannung eine Entwicklung im Sekundärkreis des Spannungswandlers ermöglichen. Die Anordnung ist also derart, daß durch die Einrichtungen nach der Erfindung die überlagerten Ausgleichgleichströme bzw. -spannungen einerseits von dem Relais ferngehalten werden, anderseits jedoch diesen Strömen oder Spannungen eine "Entwicklung im Sekundärkreis des Strom- oder Spannungswandlers ermöglicht wird, um den primär auftretenden Gleichströmen oder -spannungen ein Gegengewicht zu bilden und die Gleichmagnetisierung des Wandlereisens möglichst zu verhindern. Ebenso ist bei Spannungswandlern die Ausbildung der sekundären Gleichspannung bzw. die Vermei- 4D dung eines Kurzschlusses für die primäre Gleichspannung erwünscht. Da diese schädlichen Gleichströme mit Zeitkonstanten abklingen, die meistens in der Größenordnung Y10 bis r Sekunde liegen, so ändern sie sich langsam gegenüber den regulären Wechselströmen von 50 PS, deren Änderungszeit in der Größenordnung 1Z100 Sekunde liegt. Es soll daher gemäß Fig. 1 dem Relaiskreise r, der von dem Stromwandler w gespeist wird, ein Nebenschluß Z gegeben werden, der vorwiegend von den langsamen Ausgleichgleichströmen durchflossen wird, während die schnellen anzuzeigenden Wechselströme durch das Relais r selbst fließen. Um die
*} Von dem Patetitsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Dr.-Ing. e. h. Reinhold Rüdenberg in Berlin-Grunewald.
Wirkung dieser Stromweiche zu unterstützen, wird erfindungsgemäß vor 'das Relais noch eine Kapazität c geschaltet, die das ihre ,dabei beiträgt, um den langsamen Gleichstrom vom Relais fernzuhalten und auf den Nebenzweig abzuleiten, den schnellen Wechselstrom jedoch zum Relais hinzusaugen. Man kann diese Kapazität sogar auf die innere Selbstinduktion des Relais abstimmen ίο und dadurch auch besonders wirksame Effekte erzielen.
Die Anordnung nach der Erfindung hat den besonderen Vorteil, daß sie für alle beliebigen Zeitkonstanten der gleichgerichteten Ausgleichsströme des Starkstromes 7 wirksam ist, sofern diese Zeitkonstante überhaupt einen erheblich größeren Betrag hat als die Halbwellendauer des Wechselstromes. Sie arbeitet also für nahe oder entfernte Kurz-Schlüsse oder irgendwelche "sonstigen Störungen gleich gut und braucht weder für jeden Fall noch für jede besondere Anwendung extra abgestimmt zu werden. \.
Eig. 2 zeigt eine Schaltung bei Verwendung von Spannungswandlern für die Speisung der Relais. Der Spannungswandler w speist das Relais erfindungsgemäß über einen Kondensator, an dessen Klemmen hauptsächlich die Gleichspannung auftritt, während die Wechselspannung sich vor allem auf das Relais r wirft. Durch einen induktiven Nebenschluß I wird erfindungsgemäß dem Relais überdies noch ein weiterer Teil der restlichen Gleichspannung ferngehalten. Ebenso wie sich in der Schaltung· der Fig. 1 die im Wandler übertragenen Gleich- und Wechselströme ungleich auf Relais und Nebenschluß aufteilen, so teilen sich hier die sekundären Spannungen ungleich auf das Relais und Vorkapazität auf und entlasten Relais und Wandler von schädlichen Gleichspannungswirkungen.
Ein besonderer Vorteil dieser Anordnungen 1st, daß sie nicht nur die Gleichstromanteile der zu messenden Größen E oder J vom Relais fernhalten, sondern sie bewirken auch einen Ausgleich der eigenen Schaltströme des Wandlereisens -selbst außerhalb des Relais, die durch die Eigenzeitkonstante der Wandler bedingt sind. Man kann diese Anordnung daher auch mit Nutzen verwenden, um veränderliche Wechselströme und -spannungen zu oszillographieren, ohne durch die Wandlerausgleichströme gestört zu werden. .
An Stelle der Induktanzen und Kapazitanien in den Strom- und Spannungsweichen kann man mit noch besserer Wirkung kettenartige Leitergebilde geeigneter Art, wie Sperrketten, Siebketten usw., verwenden und kann dadurch eine noch weitgehendere Ausscheidung der unerwünschten langsamen Gleichströme von den Relais oder sonstigen Meßeinrichtungen erreichen.
In Verbindung mit diesen Anordnungen kann man natürlich auch Siebketten verwenden, um Oberwellen der Wechselströme und Wechselspannungen von den Relais oder sonstigen Meßeinrichtungen fernzuhalten.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Anordnung zur Verhinderung von Fehlauslösungen an in Starkstromkreise über einen Strom- oder Spannungswandler eingeschalteten Relais bei Störungen im Starkstromnetz, dadurch gekennzeichnet, daß im Relaisstromkreis Kombinationen von Drosselspulen und Kondensatoren vorgesehen sind, die einen Übertritt des bei der Störung im Starkstromnetz auftretenden Ausgleichgleichstromes oder -. der Ausgleichgleichspannung in das Relais verhindern, jedoch diesem Gleichstrom eine Entwicklung im Sekundärkreis des Stromwandlers bzw. der Gleichspannung eine Entwicklung im Sekundärkreis des Spannungswandlers ermöglichen.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, bei der das Relais über einen Spannungswandler an den Starkstromkreis angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu dem Relais eine Drosselspule geschaltet ist und Drosselspule und Relais über einen Kondensator an die Sekundärwicklung des Spannungswandlers angeschlossen sind (Fig. 2).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES100770D 1931-09-04 1931-09-04 Anordnung zur Verhinderung von Fehlausloesungen an in Starkstromkreise ueber einen Strom- oder Spannungswandler eingeschalteten Relais bei Stoerungen im Starkstromnetz Expired DE628015C (de)

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DE628015C true DE628015C (de) 1936-03-27

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