DE412437C - Verfahren und Vorrichtung zum Aufschneiden und Entgraeten von Grossfischen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Aufschneiden und Entgraeten von Grossfischen

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DE412437C
DE412437C DEN22596D DEN0022596D DE412437C DE 412437 C DE412437 C DE 412437C DE N22596 D DEN22596 D DE N22596D DE N0022596 D DEN0022596 D DE N0022596D DE 412437 C DE412437 C DE 412437C
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fish
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RUDOLF BAADER KOMM GES
Nordischer Maschinenbau Rud Baader GmbH and Co KG
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C25/00Processing fish ; Curing of fish; Stunning of fish by electric current; Investigating fish by optical means
    • A22C25/16Removing fish-bones; Filleting fish

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Processing Of Meat And Fish (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Aufschneiden und Entgräten von Großfischen. Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Aufschneiden und Entgräten von Großfischen, wie Lachs, Schellfisch, Kabeljau, Dorsch u. dg1. Die Vorrichtung eignet sich besonders zur Herstellung von Klippfisch, d. h. getrocknetem und gesalzenem Großfisch, bei dem der vordere, prismat ische Teil der Mittelgräte herausgeschnitten wird, während «der hintere, ovale Teil der Gräte im Fisch verbleibt.
  • Am Ende des prismatischen-Teils der Mittelgräte, etwa oberhalb der Afteröffnung, befindet sich ein Blutgefäß, welches als der Ausgangspunkt für die Zersetzungsvorgänge im Fisch bezeichnet wird, so daß dieses vor allen Dingen zum Zwecke der Haltbarinachung der Fische mit entfernt werden muß.
  • Die Vorrichtung arbeitet vollkommen selbsttätig. Nach einmaliger Einstellung setzen die Messer zum Herausschneiden der Mittelgräte kurz vor dem Blutgefäß ein, schneiden die Gräte spitzwinklig durch und schälen sie dann der Länge nach aus dein Fleisch heraus. Teilt man den Fisch.von der Schwanzwurzel bis zum Nacken oder bei abgeschnittenem Kopf bis zu dieser Abschnittstelle in drei Teile, so liegt das Blutgefäß etwa am Ende des ersten Drittels. Die Entgrätungsmesser treten also in Tätigkeit, sobald die Schwanzflosse und das erste Drittel des Fisches an den Messern vorbeigeführt ist, wobei die Gesamtlänge des Fisches gleichgültig ist. Soll die Mittelgräte bei Bearbeitung von Lachs o. dgl. zwecks Räucherns in ganzer Länge aus dem Fisch leerausgenommen werden, oder soll weniger oder mehr als ein Drittel der Gesamtlänge der Mittelgräte im Fisch verbleiben, so ist eine diesbezügliche Einstellung der Vorrichtung erforderlich, worauf sie ohne Rücksicht auf die Gesamtlänge des Fisches selbsttätig arbeitet.
  • Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigen Abb. i eine Rückansicht, Abb.2 und 3 je eine Seitenansicht geschnitten, Abb. .4 einen senkrechten Längsschnitt durch die Antriebsteile, Abb. 5 die Kurvenscheibe zur Bewegung der Messer, Abb. 6 die Einrichtung zur Hemmung der Hebelbewegung, Abb. 7 die Einrichtung zum Festhalten des Fisches im Arbeitsgang, Abb.8 den Antrieb für die Entgrätungsmesser von oben, Abb.9 die Entgrätungsmesser in Oberansicht, Abb. io den aufgeschnittenen und entgräteten Fisch, Abb. i i bis 16 schematische Darstellungen eines Arbeitsganges bei Herausnahme von etwa zwei Dritteln der Gräte, Abb. 17 die Einstellung der Nutenscheibe bei Herausnahme der halben Gräte, Abb. 18 die Einstellung der IlTutenscheibe bei Herausnahine der ganzen Gräte, Abb. ig einen kurzen und Abb. 2o einen längeren Fisch mit eingestellter Nutenscheibe zur Herausnahme von etwa zwei Dritteln der Gräte: Auf der im 'Maschinengestell i gelagerten Welle 2 sitzen fest mit der Büchse 3 verbunden zwei mit Abstand voneinander senkrecht umlaufende Scheiben 4., 5, deren Ränder flach nach außen gerichtet sind und stumpfwinklig zueinander stehen (Abb. i, 7). Neben der Scheibe 4 sind die Antriebsteile angeordnet. Das Zahnrad 6 ist fest mit der Büchse 3 verbunden, während die danebenliegende Kurvenscheibe 7 lose auf der 13üclise 3 aufgesetzt ist. Neben der Kurvenscheibe 7 befindet sich eine mit einem Ansatz 8 versehene Scheibe g, die fest mit der Büchse 3 verbunden ist. Auf der Welle 2 sitzt ferner eine Doppelscheibe i i, 12, deren Scheibe 12 fest auf der Welle :2 sitzt, während die Scheibe i i. in deren L,mfang eine Nut io vorgesehen ist, beweglich und feststellbar mit der Scheibe 12 verbunden ist. Neben der Scheibe i i, 12, sitzt lose auf der Welle 2 ein Hebel 13, an dem einerseits ein unter der Wirkung der Feder 14 stehender Bolzen 15, anderseits zwei um die Zapfen 16 schwingende federbelastete Klinken 17, 18 befestigt sind, und außerdem sitzt an dem Hebel 13 ein Doppelhebel, dessen einer Arm ig in den Bolzen 15 eingreift, während der andere Arm 2o unmittelbar neben einer lose auf der Nabe 2 i des Hebels 13 angeordneten, fest mit dem Maschinengestell i verbundenen, zum Teil mit nach aufwärts gerichteten Zähnen versehenen Scheibe 22 angeordnet ist. Die Klinke 17 ist außerdem rückfedernd gelagert, und an der Klinke 18 sitzt ein Stift 23, der auf der Klinke 17 liegt, so daß die Klinke 18 bei jeder Aushebung der Klinke 17 aus den Zähnen der Scheibe 22 mit angehoben wird. Die Auslösung der Klinken 17, 18 erfolgt durch ein einerseits fest mit dem Gehäuse der Klinke 17, anderseits fest mit einem im oberen Teil des Hebels 13 befestigten, parallel zur Antriebswelle 2 gerichteten Arm 24 verbundenes Hebelgestänge z-5. Auf der Nabe der Zahnscheibe 22 sitzt lose ein Zahnbogen 26 für die Klinke 18, in dem zwei sich diametral gegenübersitzende Stifte 27, 28 befestigt sind, die oberhalb der Scheibe 9 enden und mit je einem fest auf einem drehbar in der Kurvenscheibe 7 gelagerten Bolzen 29 angebrachten Hebel 30 im Eingriff stehen. Fest auf dem Bolzen 29 sitzen auf der andern Seite der Kurvenscheibe 7 j e eine federbelastete Klinke 31, die mit den Zähnen des Zahnrades 6 im Eingriff stehen. Fest auf der verlängerten Nabe 2i des Hebels 13 sitzt ein Kloben 32, in dem ein federbelasteter Bolzen 34 gelagert ist, der einerseits durch einen Schlitz 33 in der Scheibe 22 hindurchreicht, an dessen unterem Ende eine 1ceilförmige Auflauffläche 89 für den Bolzen 34 vorgesehen ist, anderseits mit dem Ansatz 8 der Scheibe 9 im Eingriff steht.
  • Auf der Welle 35 sitzt fest ein Arm 36, in dem ein neben den Umfang der Scheiben q., 5 gestelltes Scheibenmesser 37 drehbar gelagert ist. Der Antrieb des Messers 37 erfolgt durch das fest mit der Welle 35 verbundene Zahnrad 38 durch Vermittlung des Zahnrades 40 und des auf der Messerwelle angebrachten Zahnrades 3,9. Fest auf der Welle 35 ist auch ein Hebelarm 4.1 angebracht, der mit der Kurvenscheibe 7 im Ein-W CY iff steht, und außerdem zwei Arme d.2, die einen neben den Umfang der Scheiben 4., 5 gestellten Formkörper .43 tragen, der mit einem Schlitz für das Messer 37 versehen ist.
  • Einerseits auf dem Aciisenstück 44 (Abb. 1, 8), anderseits auf der Büchse .I6 der Welle :I7 sitzt fest ein Bügel 45, in dessen Arm 4.8 eine senkrecht oder nahezu senkrecht gestellte Welle 49 gelagert ist. Auf der Welle .I7 ist ein Kegelrad 5o festgekeilt, das mit einem auf der Welle 5i angebrachten Kegelrad 52 innerhalb des Bügels 45 kämmt. Auf der Welle 5 i sitzt auch ein Stirnrad 53, (las durch Vermittlung des Stirnrades 54 mit einem auf der Welle 4.g angebrachten Stirnrad 55 im Eingriff steht. Auf dem oberen Ende der Welle d9 ist ein Kegelrad 56 aufgesetzt, das mit zwei Kegelrädern 57, 58 kämmt, die mit den im Bock 59 gelagerten Wellen der spitzwinklig zueinander stehenden, senkrecht neben dein Umfang der Scheiben 4, 5 umlaufenden Scheibenmesser 6o, 61 verbunden sind. Das Messer 6o steht etwas über das Messer 61 vor, so daß es tiefer in das Fleisch eindringt als das Messer 61. Auf der Achse 4.4 sitzt fest ein Hebel 62, der mit der Kurve 7a der Kurvenscheibe 7 im Eingriff steht.
  • An den Scheiben ,., 5 ist eine Klemmvorrichtung für den Fischschwanz zum Festhalten des Fisches während des Schneidens und Entgrätens vorgesehen. Sie besteht (Abb. 7) aus dem Bügel 63, der drehbar in den Lagern 64 an den Scheiben 4, 5 angebracht ist. Fest reit dem Bügel 63 verbunden ist eine Klemmbacke 65, die mit ihrer freien flachen Seite etwa in der Mitte zwischen den Scheiben 4, 5 liegt. Die zweite Klemmbacke 66 sitzt auf einem verlängerten, an seinem äußeren Ende mit einem Bund 67 ausgestatteten Bolzen 68, der unter Wirkung der Feder 69 steht.
  • Zwischen Bund 67 und Lager 64 greift ein schwingbar an der Scheibe 5 gelagerter Hebel 7o an dem Bolzen 68 an und steht im Eingriff mit einer am Maschinengestell i angebrachten Stirnkurvenfläche 71.
  • Der Antrieb der Vorrichtung erfolgt von der lose auf der Welle 2 sitzenden Riemscheibe 72 aus. Fest mit der Riemscheibe 72 verbunden sind die Stirnräder 73 und 7.4. Das Stirnrad 73 überträgt die Bewegungen des Riemscheibe 72 durch Vermittlung der Stirnräder 75, 76, 77 auf die Welle 4.7 und gleichzeitig durch Vermittlung des Stirnrades 78 auf das auf der Welle 35 angebrachte Zahnrad 38. Das Stirnrad 74 überträgt die Bewegungen der Riemscheibe 72 auf das Stirnrad 79 und damit gleichzeitig auf das auf der gleichen Welle 8o sitzende Stirnrad S1. Das letztere kämmt mit einem fest auf der Büchse 3 der Scheiben 4., 5 angebrachten Stirnrad 83 und gleichzeitig mit einem Stirnrad 84., das mit einem fest auf der Welle 2 angebrachten Stirnrad 85 im Eingriff steht. ! )1 -ircli diese Anordnun" wird erreicht, daß die Welle 2 und die damit fest verbundenen Feile eine gegenläufige Bewegung zu den Scheiben 4, 5 und den anderen auf der Büchse 3 angebrachten Teilen erhalten.
  • Die vorbeschriebene Einrichtung arbeitet wie folgt: Mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung kCnnen sowohl frische als auch getrocknete und gesalzene Großfische bearbeitet werden. Kommen frische Fische zur Bearbeitung, so werden diese in einem voraufgehenden Arbeitsgang geköpft und ausgeweidet und werden dann sofort in die Vorrichtung überführt. Die Überführung kann durch eine Gleitfläche, ein Förderband o. dgl. selbsttätig oder auch mittels Hand erfolgen.
  • Der Fisch gelangt reit seiner Schwanztiosse zwischen die Klemmbacken 65, 66 der Scheiben 4., 5 und wird, da die Scheiben .4, 5 ständig in Umlauf sind, mitgenommen, wobei er sich unter Drehung des Bügels 63 der Klemmbacken 65, 66 um etwa d.5° (weil sonst die Mittelgräte an der Schwanzwurzel einbrechen würde) mit dem Rücken in den Zwischenraum zwischen die Scheiben ¢, 5 legt. Soll z. B. der prismatische Teil der Mittelgräte, von dem Blutgefäß bis zur Al;-schnittsteile des Kopfes (Abb. 12, Pfeil .i), entfernt werden, so wird die Scheibe ii entsprechend auf der Scheibe 12 eingestellt. Das Blutgefäß liegt, wie einleitend bereits gesagt ist, am Ende des ersten Drittels vier gesamten Fischlänge. Die Scheibe i i, 12 bewegt sich ohne Unterbrechung gegenläufig zu den Scheiben 4, 5. Sobald die Nut io unterhalb des Bolzens 15 angelangt ist, fällt der letztere in die Nut io ein, so daß der Hebel 13 mit der Scheibe i i, 12 gekupppelt ist und nun ebenfalls gegenläufig zu den Scheiben bewegt wird. In dieser Stellung ist die Abschnittstelle der Gräte von festen Punkten aus bestimmbar, und zwar liegt sie auf dem Schnittpunkt eines vom Endpunkt des auf (!ein Fisch entlanggleitenden Tasthebels 82 bis zur Kopfabschnittstelle des Fisches gezogenen Kreisbogens mit einer durch die Mitte dieses Kreisbogens und der Antriebwelle 2 gezogenen Linie (Abb. 12, 17, 18, ig, 2o). Bei der einsetzenden Bewegung des Hebels 13 gleitet zunächst die Klinke 17 auf dem ungezahnten Teil der ortsfesten Zahnscheibe 22 entlang. Die Länge dieses Weges entspricht der Fischschwanzflosse (Abb. i3). Inzwischen ist der Fisch so weit weitergeführt, daß sein Fleischteil an der Schwanzwurzel gegen den fest mit dein Arm 24 des Hebels 13 verbundenen gabelförmigen Hebel 82 trifft (Abb. 1, 13). Der letztere wird dadurch angehoben, wobei durch Vermittlung des ebenfalls mit dem Arm 24 fest verbundenen Hebelgestänges 25 die Klinke 17 und gleichzeitig die Klinke 18 angehoben wird (Abb. 13). Die Kurvenscheibe 7 steht still, das Messer 37 steht in der Schneidestellung (Abb. 3, ausgezogene Stellung), und die Messer 6o, 61 stehen vom Umfang der Scheiben 4., 5 ab (Abb. 2, ausgezogene Stellung). Beim weiteren Umlauf der Scheiben 4, 5 trifft nun der Schwanz gegen das Messer 37, und dieses schneidet ihn der Länge nach, von der Flosse bis zum Blutgefäß, neben der ovalen Mittelgräte auf (Abb. 14). Kurz vor Beendigung dieser Schneidetätigkeit des Messers 37 geht das Ende des Fisches unter dem Hebel 82 vorbei, und dieser fällt vom Fischkörper -ab (Abb. 14). Dadurch fällt die Klinke 17 infolge Wirkung der Feder 86 in einen Zahn der Zahnscheibe 22 ein, und gleichzeitig legt sich die Klinke 18 in einen Zahn des Zahnbogens 26 ein. Da immer noch- durch den Bolzen 15 eine feste Verbindung zwischen der Scheibe 11, 12 und dem Hebel 13 besteht, so bewegt sich der Hebel 13, wenn die Klinke fest gegen einen Zahn der Scheibe 22 liegt, noch ein kurzes Stück weiter, wobei sich die Klinke 17 entgegen der Wirkung der Feder 87 in ihr Gehäuse hineindrückt. Hierbei stößt ein an der Klinke 17 sitzender Anschlag 98 gegen den Arm 2o des Doppelhebels rg, 2o, der dadurch ausschwingt, so daß der Arm rg den Bolzen 15 aus der Nut ro der Scheibe 11, 12 aushebt. Dadurch wird die Verbindung zwischen Scheibe 11, r2 und Hebel 13 gelöst. Die Scheibe 11, 12 bewegt sich weiter, während der Hebel 13 nunmehr stillsteht (Abb. 15). Während sich die Klinke 17 bei der restlichen Vorwärtsbewegung in ihr Gehäuse hineinschiebt, bewegt die starre Klinke 18 den Zahnbogen 26. Infolge dieser kurzen Bewegung des Bogenstückes 26 fallen die Hebel 30 von den Stiften 27, 28 des Zahnbogens 26 ab, so daß die Klinke 31 in die Zähne des fest mit der Büchse 3 verbundenen Zahnrades 6 einfällt. Damit ist die Kurvenscheibe 7 mit der Büchse 3 gekuppelt und wird in der Drehrichtung der Scheiben 4, 5 mitgenommen.
  • Wenn sich der gekuppelte Hebel 13 gegenläufig zu den Scheiben 4, 5 bewegt, so bewegt sich natürlich auch der fest auf der Nabe 21 des Hebels 13 sitzende Kloben 3a. Dabei bewegt sich der Bolzen 34 in dem Schlitz 33 der Scheibe 22 und gleitet von der Keilfläche 89 ab; inzwischen ist der Ansatz 8 durch die Bewegung der fest mit der Büchse 3 verbundenen Scheibe 9 unter dein Bolzen 34 fortbewegt worden, so daß der letztere sich frei gegen die Scheibe g bewegen kann. Beim weiteren Umlauf der Scheibe g trifft nun der Ansatz 8 gegen den Bolzen 34 und nimmt diesen und damit den Kloben 32 und den dainit verbundenen Hebel 13 mit (Abb. 16), bis der Bolzen durch die Keilfläche 89 außer Eingriff mit dem Ansatz 8 gebracht ist. Nun ist die Anfangsstellung aller Teile wiederhergestellt.
  • Sobald, die Kurvenscheibe 7 gekuppelt ist, und zwar kurz bevor das Blutgefäß des Fisches unter dem Messer 37 durchgegangen ist, schwingt der Hebel 41 durch die Kurve 7 aus, wodurch das Messer 37 vom Scheibenumfang 4, 5 fortbewegt wird (Abb. 15). Hierauf läuft der Hebel 62 in die Kurve 7a ein, so daß die Messer 6o, 61 durch das Gegengewicht go gegen den Umfang der Scheiben 4, 5 bewegt werden (Abb. 15), und zwar in dem Augenblick, in dem sich die festgelegte Schnittstelle der Gräte in Richtung der Messerschneiden befindet. Infolge der Gegenbewegung der Messer 6o, 61 gegen den Scheibenumfang wird durch die ununterbrochene Weiterbewegung des Fisches die hräte keilförmig abgeschnitten, worauf die Messer in das Fleisch neben der prismatischen Gräte eindringen und sie frei abschneiden (Abb. g).
  • Die Kurvenscheibe 7 erhält bei jedem Arbeitsgang, d. h. bei einmaliger Umdrehung der Scheiben 4, 5, nur eine halbe Umdrehung. Der Kloben 32 trifft bei seiner durch die Scheibe g veranlaßten Rückbewegung am Ende seiner Bewegung gegen den Zahnbogen 26 und bewegt diesen und damit die Stifte 2-7,28 in die Ausgangsstellung zurück. Die Hebel 30 laufen nun auf die Stifte 27, 28 auf, wodurch die Klinken 31 ausgehoben werden und damit die Kurvenscheibe 7 entkuppelt wird.
  • Kurz vor Beendigung des Arbeitsganges läuft der Hebel 7o auf die Stirnkurve 71 auf, wodurch die Schwanzklemme 65, 66 geöffnet wird, so daß der Fisch von dem Scheibenumfang abfallen kann. Nun trifft der Bügel 63 der Klemmscheiben 65, 66 mit einem Anschlag gr (°rbb. 37) gegen einen am Maschinengestell 1 befestigten Arm g2, der den Bügel 63 in die Ausgangsstellung zurückbewegt.
  • Der der Stellung des Umfanges der Scheiben entsprechend ausgebildete Körper 43 klappt den Fisch, sobald er durch das Messer 37 aufgeschnitten ist, auseinander und hält ihn auseinandergeklappt so lange auf dem Umfang der Scheiben 4., 5 fest, bis die Gräte herausgeschnitten. ist.
  • Vorteilhaft ist es, die Messer 37, 6o und 61 statt mit glatter Schneide mit- einer gezahnten oder gerillten Schneide zu versehen, um neben einer Schneidewirkung eine sägende oder reißende Wirkung zu erzielen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Aufschneiden und Entgräten von Großfischen, dadurch gekennzeichnet, daß die geköpften Fische, nachdem der Schwanzteil der Länge nach neben dem ovalen Teil der Mittelgräte aufgeschnitten ist, auseinandergeklappt gegen zwei in an sich bekannter Weise spitzwinklig zueinander gestellte Scheibenmesser (6o, 61) geführt werden, die unabhängig von der Gesamtlänge des Fisches die Mittelgräte der ganzen Länge nach oder einen Teil derselben, z. B. den prismatischen Teil einschließlich des Blutgefäßes, der in einem bestimmten Verhältnis zu der gesamten Länge des Fisches steht, spitzwinklig abschneiden und aus dem Fleisch herausschälen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschnittstelle der Mittelgräte in die Mitte zwischen zwei bestimmten Punkten gelegt ist, nämlich zwischen die das Ende des Fisches bildende Kopfabschnittstelle einerseits und die Ausgangsstellung eines gegenläufig zur Fischbewegung beweglichen Tasthebels anderseits (Abb. 12 und 17 bis 2o).
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Antriebwelle (2) eine mit einer Quernut (io) versehene Scheibe (ii) angebracht ist, um einen den Tasthebel (82) tragenden oder beeinflussenden Hebel (13) zeitweise mit dem Antrieb zu kuppeln.
  4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2 und der Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (i i) verstellbar ist, um die Kupplung des Hebels (13) mit dem Antrieb früher oder später zu bewirken, j e nachdem in welcher Länge die Mittelgräte aus dem Fisch herausgenommen werden soll.
  5. 5. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2 und der Vorrichtung nach Anpruch 3 und dadurch gekennzeichnet, daß die Kupp-Jung zwischen Hebel (13) und Antrieb in dem Augenblick gelöst wird, wenn der Tasthebel (82) von der Kopfabschnittstelle des Fisches abfällt.
  6. 6. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Fische führenden Tellerscheiben (4, 5) fest mit einer lose auf der Antriebwelle (2) sitzenden Büchse (3) verbunden sind und daß die Welle (2) gegenläufig zu den Scheiben (4,5) angetrieben wird.
  7. 7. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Doppelkurvenscheibe (7, 7a), durch die mittels eines Hebelarmes (¢i) das Scheibenmesser (37) und mittels eines zweiten Hebelarmes (62) die Entgrätungsmesser (6o, 61) gesteuert werden (Abb.2). B. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß von den in bekannter Weise in einem spitzen Winkel zueinander stehenden Entgrätungsmessern (6o, 61) das eine Messer über das andere vorsteht, so daß die Gräte vollkommen freigeschnitten wird. g. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Entkupplung des Hebels (13) und die Kupplung der Kurvenscheibe (7) zeitlich v ollkommen oder nahezu zusammenfallen. io. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch eine in einem drehbar in den Scheiben (.4, 5) gelagerten Bügel (63) angeordnete Schwanzklemme (65, 66), deren eine Backe (65) fest mit dem Bügel (63) verbunden ist, während die andere Klemmbacke (66) an einem federbelasteten Bolzen (68) sitzt und durch einen kurvengesteuerten Hebel (70) aus der Klemmstellung bewegt wird. i i. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2 und der Vorrichtung nach Anpruch io, gekennzeichnet durch einen am Maschinengestell sitzenden Arm (g2), gegen den ein Anschlag (gi) des Bügels (63) trifft, um den durch den Fisch nach dem Festklemmen verschwenkten Bügel nach Öffnung der Klemmbacken (65, 66) in die Ausgangsstellung zurückzubewegen.
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