DE41200C - Controlschlofs - Google Patents
ControlschlofsInfo
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- DE41200C DE41200C DENDAT41200D DE41200DA DE41200C DE 41200 C DE41200 C DE 41200C DE NDAT41200 D DENDAT41200 D DE NDAT41200D DE 41200D A DE41200D A DE 41200DA DE 41200 C DE41200 C DE 41200C
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Links
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B39/00—Locks giving indication of authorised or unauthorised unlocking
- E05B39/04—Locks giving indication of authorised or unauthorised unlocking with counting or registering devices
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Schlösser, welche, an Eisenbahnwagen, Kisten etc.
angebracht, nachweisen sollen, ob sie von demjenigen, welchem darin eingeschlossene
Güter zur Aufsicht oder Beförderung auf weite Strecken anvertraut waren, in Abwesenheit des
Eigenthümers unbefugt geöffnet worden sind. Dieser Zweck soll dadurch erreicht werden, dafs
man die nach dem Zuschliefsen des Schlosses durch eine Oeffnung sichtbaren Buchstaben oder
sonstigen Zeichen, welche sich bei jedesmaligem Verschliefsen ändern, in die betreffenden Beförderungsdocumente,
z. B. beim Eisenbahnverkehr in die Frachtbriefe etc. einschreibt.
Die Erfindung soll an drei Beispielen erläutert werden.
I. Vorlegeschlofs. System A., Fig. 1 bis 5.
An dem Riegel B, dessen linkes Ende B' in
die Oeffnung des Bügelschnabels D eingreift, ist direct unter der Schlofsdecke der Blechstreifen
E befestigt, welcher mit einem Längsschlitz C und einem in der Schlufsstellung mit
dem Schlüsselloch H correspondirenden Ausschnitt für den Schlüssel H', Fig. 1, versehen
ist und den Zweck hat, das Herausnehmen des Schlüssels bei geöffnetem Schlofs zu verhindern.
Die gabelartigen Enden e e' des Stiftes d von elastischem Stahl dienen zur Fortbewegung der
gezahnten Scheiben I, II und III, Fig. 1 und 2.
Die Sperrkegel h h sollen die Bewegung der Scheiben in entgegengesetzter Richtung verhindern,
m m', Fig. 3 und 4, ist ein zweitheiliges Schildchen, von welchen jeder Theil
sich in einem im Deckblech angebrachten Schlitz auf- und abwärts bewegen läfst. Es dient dazu,
im geschlossenen Zustand des Schlosses sowohl das Schlüsselloch wie das Fensterchen k, Fig. 5,
zu verdecken und gegen Nässe, Staub etc. zu schützen. Die Scheiben I, II und III, Fig. 1
und 2, mit Sperrzähnen an der Peripherie und mit Buchstaben, Zahlen oder sonstigen Zeichen
auf der flachen Seite versehen, stellen die eigentliche Controlvorrichtung dar. Sie können
in beliebiger Anzahl, jedoch nicht weniger als zwei, auf einer einzigen oder auf mehreren
neben einander liegenden Achsen drehbar angebracht sein. Im vorliegenden Falle sind,
Fig. 2, die Scheiben I und II auf einer gemeinschaftlichen Achse und die Scheibe III auf einer
neben dieser befindlichen Achse angebracht, so dafs die Zeichen von III auf der rechten Seite
neben der Peripherie von I und II sichtbar sind. Wesentlich bei diesen Scheiben ist der
Unterschied der Anzahl ihrer Zähne und Zeichen derart, dafs jede Scheibe einen Zahn mehr bezw.
weniger hat als die benachbarten, so dafs z. B. für drei Scheiben die Zähnezahlen 17, 18 und ig
anzuwenden wären. Hierdurch entstehen bei der Drehung der Scheiben um je einen Zahn
Zeichencombinationen in sehr grofser Zahl. Bei Anwendung mehrerer Scheiben, von denen die
oberen die unteren decken, bekommen die vorderen Scheiben entsprechende Ausschnitte i z,
Fig. 2, welche die Buchstaben der unteren Scheibe in dem Fenster k sichtbar werden
lassen.
Diese mit Ausschnitten versehenen Scheiben (Wechselscheiben genannt) enthalten aufser den
Ausschnitten auch Zeichen, wie Scheibe I, Fig. 2, zeigt. Die Zeichen sind in unregelmäfsiger
Reihenfolge angebracht. Es sind somit die Buchstaben der Wechselscheibe I wie die der
tiefer unter dieser liegenden vollen Scheibe II und eventuell der Scheibe III in einer der
Drehung der Scheiben entsprechenden Combination in dem Fenster k sichtbar, Fig. 5.
Im übrigen ist das Schlo/s von bekannter
Construction, im vorliegenden Fall ein dreitouriges mit der Zuhaltung u.
Zum Oeffnen des Schlosses schiebt man den oberen Theil m des Schildchens in die Höhe
und den unteren Theil m' nach unten, Fig. 4, bringt den Schlüssel in die für ihn bestimmte
Oeffnung H, mit welcher die vordere Decke wie auch das Sperrblech E, Fig. 1, versehen
ist, und dreht ihn rechts herum, wobei das Riegelende B', Fig. 1, in der Richtung von
links nach rechts aus der Oeffnung des Bügels D gleitet. Gleichzeitig macht auch das Sperrblech
E, Fig. i, mit den an diesem befestigten Stofshaken e e' diese Bewegung mit,, welche
letztere die Scheiben I, II und III in der Richtung des Pfeiles um einen Zahn verschieben.
Der Schlüssel läfst sich jetzt nicht herausziehen, weil das Schlüsselloch durch das mit dem
Riegel verschobene Blech E zur Hälfte verdeckt ist, Fig. 2. Infolge dessen kann auch der
untere Theil m' des Schildchens, Fig. 4, nicht _ in die Höhe geschoben werden, weshalb jetzt
die veränderte Zeichencombination verdeckt ist. Erst bei der durch entgegengesetzte Umdrehungen
des Schlüssels wieder herbeigeführten Schlufsstellung des Riegels B kann der Schlüssel herausgenommen,
die untere Hälfte m' des Schildchens in die Höhe geschoben und somit das Fensterchen k geöffnet werden. Beim Zuschliefsen
gleiten die elastischen Stahlspitzen e e' über die schiefe Ebene der Zähne wirkungslos
hinweg, um beim nächstfolgenden Aufschliefsen die Scheiben wiederum um einen Zahn bezw.
Buchstaben zu verschieben und ■ somit eine neue Zeichencombination zu schaffen.
II. Kastenschlofs. System B., Fig. 6 bis 11.
Dieses Schlofs beruht auf denselben Principien wie System A. und ist zum Verschliefsen der
ThUren von Güterwaggons, Speichern u. dergl.
bestimmt. Es besteht aus folgenden Theilen:
Drei gezahnte Rädchen M M' M", Fig. 8, welche in ihrer Anoidnung und Wirkungweise
den Scheiben I, II und III des Systems A genau entsprechen, sind auf zwei am Schlofsgehäuse
befestigten Stiften drehbar angebracht. L L sind Ausschnitte der Scheibe M'. Oberhalb dieser
gezahnten Scheiben bewegt sich der Riegel D, Fig. 6, mit dem an ihm befestigten stählernen
Stofshaken G, Fig. 6 und 7. Das vordere Riegelende D' greift bei Güterwagen in die mit
Ringen versehene Thür oder an der Thür befestigte Klinken ein, wenn das Schlofs zugeschlossen
wird. H ist ein bei JD" am Riegel befestigter Blechstreifen und dazu bestimmt,
den Schlüssel zu sperren, sobald das Schlofs geöffnet ist. Die auf dem Stift X drehbare
Blechplatte R steht mit dem Schildchen T, Fig. g, durch einen in diesem letzteren befestigten,
in einem Schlitz der Schlofsdecke verschiebbaren und in einen Schlitz der Platte R hineinragenden
Stift Q in Verbindung, so dafs die Platte R durch das Schildchen T bewegt wird-Diese
Einrichtung bezweckt das Verdecken des Fensterchens S, wenn das Schlofs geöffnet ist.
T' ist ein Schildplättchen, gegen welches sich T anlegen kann. In der Seitenansicht dieses
Schlosses, Fig. 10, ist O die Oeffnung, durch
welche das abgerundete Riegelende D' gleitet, B die obere tiefere Hälfte de.? Schlofsgehäuses,
in deren Raum der Riegel und die sonstigen Schliefstheile sich befinden, und A die untere
flachere Hälfte, in welcher die Controlrädchen und die Deckplatte R nebst Fensterchen S angebracht
sind; Fig. 1 1 zeigt den Schlüssel.
Der Vorgang beim Schliefsen dieses Schlosses ist folgender: Schiebt man vermittelst des
Schlüssels das Schildchen T, Fig. 9, von links nach rechts, bis das Schlüsselloch frei wird, so
dreht sich dabei zugleich das Deckblech R derart um die Achse X, dafs das Fensterchen S verdeckt
ist, Fig. 6. Dreht man nun den Schlüssel drei ganze Touren rechts herum, so zieht ,sich das
Riegelende D' in das Schlofsinnere zurück, das Sperrblech H sperrt den Bart des Schlüssels,
und die Stofshaken G haben die Controlräder M M' M" um je einen Zahn vorwärts gebracht.
Erst wenn das Schlofs vollständig zugeschlossen worden ist, kann der Schlüssel
herausgezogen, das Schildchen T über das Schlüsselloch geschoben und dadurch die Plattei?
von dem Fenster S entfernt werden, wodurch die neue Zeichencombination sichtbar wird.
III. Controlschlofs mit Sicherheitsschlüssel. System' C, Fig. 12 bis 19.
Dieses System eignet sich sowohl für Vorhänge- als auch für Kastenschlösser, und zwar
für erstere mit Bügel, wie Fig. 18, und für letztere mit verlängertem, aus dem Schlofs
hervorragenden Riegelende B', Fig. 12. An dem durch den Stift D der Platte A geführten
Riegel ist der Stift e befestigt, dessen eines Ende bis an die obere vordere Decke./!', Fig. 16,
und dessen anderes Ende bis an die hintere A" reicht. Bei B" ist das Sperrblech C, Fig. 12,
angebracht. Der Stift e bewegt sich mit seinem hinteren, durch die Platte A gehenden Ende, in
dem Schlitz L von A, Fig. 13, und trägt den Stofskegel i. Auf der Achse G, Fig. 13, bewegt
sich die winkelartige Blechplatte EE', deren oberer Arm mit einem Schlitz versehen ist, in
welchen der Stift e eingreift, während der untere Arm E' zwei quadratische Oeffnungen
hat, unter welchen bei der Schlufsstellung des Riegels die Zeichen der Scheiben H und H1 erscheinen.
Diese Scheiben werden bei der Riegelbewegung durch den Stofskegel i um je einen
Zahn gedreht und durch die Sperrkegel m mit der Feder η an der umgekehrten Drehung verhindert.
Die Zuhaltung £, Fig. 14 und 15, dreht sich auf
dem runden Theil des Führungsstiftes D und ist mit vier gleichgestalteten Schlitzen ο ο' ο" ο'" versehen,
welche sich beim Schliefsen abwechselnd unter dem Druck der Feder r auf den Stift e
legen und.somit den Riegel festhalten. SolcherZuhaltungen können nach Art der Chubbschlösser
mehrere angewendet werden, Fig. 16 und 17. Das Schildchen S, Fig. 18, läfst sich auf der
Decke von rechts nach links verschieben. In verschlossenem Zustande des Schlosses verdeckt
es das Schlüsselloch, Fig. 18, und während des Schliefsens das Fensterchen, Fig. ig, über
welches sich aufserdem auch noch bei geöffnetem Schlofs das Blech E E' schiebt.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:
Bei Controlschlössern mit Buchstabenscheiben , welche beim Schliefsen des Schlosses durch ein mit dem Riegel verbundenes Schaltwerk verstellt werden, die Anordnung einer Deckscheibe R (Fig. 6, 7, 9) bezw. E (Fig. 13) im Innern des Schlosses, welche durch die Verschiebung des Schlüssellochschildes oder des Riegels derart von diesen Theilen bewegt wird, dais die in den Oeffnungen der Deckplatte des Schlosses erscheinenden Controlzeichen verdeckt sind, wenn sich der Schlüssel im Schlofs befindet. In Verbindung mit der im Anspruch 1. gekennzeichneten Vorrichtung die Anordnung eines Sperrbleches E (Fig. 1 bis 2), H (Fig.6) und C (Fig. 12, 14 bis 16), welches mit dem Riegel fest verbunden ist und sich beim Schliefsen zwischen Schlüsselbart und . Schlüsselloch schiebt, wodurch ein Herausziehen des Schlüssels aus dem Schlosse nur dann möglich ist, wenn das Schlofs vollständig geschlossen bezw. geöffnet ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE41200C true DE41200C (de) |
Family
ID=316697
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT41200D Expired - Lifetime DE41200C (de) | Controlschlofs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE41200C (de) |
-
0
- DE DENDAT41200D patent/DE41200C/de not_active Expired - Lifetime
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