DE4108643C2 - Verfahren zur Verminderung des Wasser- und Energieverbrauchs beim Betreiben einer Waschmaschinenstraße - Google Patents
Verfahren zur Verminderung des Wasser- und Energieverbrauchs beim Betreiben einer WaschmaschinenstraßeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verminderung des
Wasser- und Energieverbrauchs beim Betreiben einer
Waschmaschinenstraße.
Es sind die unterschiedlichsten Waschvorrichtungen bekannt;
so z. B. Durchlaufwaschmaschinen- und Waschmaschinenstraßen.
Aus dem DE-GM 74 07 956 ist eine Durchlaufwaschmaschine
bekannt, bestehend aus einer Trommel, die in verschiedene
Kammern unterteilt ist. Hierbei wird die Wäsche während der
Drehbewegung der Trommel im Verlaufe des Waschvorgangs von
der ersten Kammer ausgehend in die jeweils nachfolgende
Kammer übergeben. Auch aus der EP 217 981 A1 ist eine
Durchlaufwaschmaschine bekannt. Hier ist bekannt, das
verschmutzte Wasch- und Spülwasser durch einen Wärmetauscher
zu führen, und hierbei die Abwärme des verschmutzen Wassers
zur Aufheizung des Frischwassers zu verwenden.
Grundsätzlich nachteilig bei derartigen
Durchlaufwaschmaschinen ist, daß sich über die Zeit im
Bereich der Spülzone eine gleichmäßig belastete Waschflotte
einstellt. Das heißt, daß die Wäsche, wenn sie nach
Durchlaufen der letzten Spülkammer herausgenommen wird, noch
erhebliche Waschmittelrückstände aufweist. Diese Problematik
besteht bei einer aus mehreren Waschmaschinen
bestehenden Waschmaschinenstraße nicht.
Eine Waschmaschinenstraße besteht aus mehreren, vorzugsweise
zwei Reinigungswaschmaschinen, in denen die Wäsche vom Schmutz
gereinigt wird, und nachfolgenden Spülwaschmaschinen, in
denen die Wäsche teilweise bei hohen Temperaturen gespült
wird.
Hieraus ergibt sich, daß der größte Schmutzanfall in den
Reinigungswaschmaschinen entsteht, während in den nachfolgend
angeordneten Spülwaschmaschinen im Waschwasser bzw.
Spülwasser nur noch geringe Schmutz- bzw.
Waschmittelrückstände zu finden sind. Hierbei nimmt
der Grad der Verschmutzung des Wassers auch an
Waschmittelrückständen entsprechend der Anzahl der
durchlaufenen Spülvorgänge ab.
Um eine effiziente Nutzung des Wassers zu erreichen, wird bei
der bekannten Waschmaschinenstraße das Frischwasser für die
Spülwaschmaschinen fast ausschließlich zunächst der letzten
Spülwaschmaschine zugeführt und dann in einem sogenannten
Badstrom entgegen der Förderrichtung der Wäsche der jeweils
vorgeschalteten Waschmaschine übergeben. Der Badstrom wird
unterbrochen, wenn der Badstrom, in Richtung des Badstromes
folgend, die erste Reinigungswaschmaschine erreicht hat.
Das von der Reinigungswaschmaschine verbrauchte Wasser wird
der Kanalisation zugeführt. Der ersten
Reinigungswaschmaschine (in Förderrichtung der Wäsche
gesehen) wird Frischwasser, im wesentlichen zusammen mit der
Wäsche, zugeführt. Dieses Wasser wird ebenfalls nach
Durchlaufen der Reinigungswaschmaschine als Abwasser
behandelt.
Es hat sich gezeigt, daß bei einer Waschmaschinenstraße,
bestehend aus zwei Reinigungswaschmaschinen und sechs
nachgeschalteten Spülwaschmaschinen, der
Frischwasserdurchsatz ca. 6 Kubikmeter pro Stunde beträgt.
Verbunden mit diesem hohen Frischwasserdurchsatz ist ein
hoher Energieverbrauch, resultierend aus der Aufheizung des
Wassers.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur
Verminderung des Wasser- und Energieverbrauchs beim Betrieb
einer Waschmaschinenstraße bereitzustellen, mit dem nicht nur
der Energieverbrauch, sondern auch der Wasserverbrauch
gesenkt werden kann, ohne daß sich dies nachteilig auf das
Waschergebnis auswirkt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in einer
aus mehreren Waschmaschinen bestehenden Waschmaschinenstraße
im Bereich der Spülwaschmaschinen ein Badstrom erzeugt wird,
daß bei Anordnung vom mehreren, den Reinigungswaschmaschinen
nachgeordneten Spülwaschmaschinen der Badstrom nach
Durchlaufen von wenigstens zwei Spülwaschmaschinen
unterbrochen wird, daß das Wasser eine Reinigungsvorrichtung
durchläuft und daß das Wasser dem Badstrom zugeführt wird.
Durch die Rezirkulation des Waschwassers wird gleichfalls
eine Reduzierung des Waschmitteleinsatzes erreicht, da in dem
rezirkulierten Wasser noch waschaktive Substanzen vorhanden
sind. Dies bedeutet gleichfalls eine erhebliche Entlastung
für die Umwelt.
Als besonders vorteilhaft hat sich herausgestellt, den
Badstrom nach Durchlaufen von drei Spülwaschmaschinen zu
unterbrechen, um das Waschwasser jeweils der
Reinigungsvorrichtung zuzuführen und nachfolgend wieder dem
Badstrom zuzuleiten.
Nach einem besonderen Merkmal des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird der Badstrom zweimal unterbrochen, wobei das
Waschwasser jeweils der Reinigungsvorrichtung und
anschließend der Waschmaschinenstraße zugeleitet wird. Das
der Waschmaschinenstraße unmittelbar zugeführte gereinigte
Wasser wird hierbei bei der Entnahmespülwaschmaschine
nachfolgend angeordneten Spülwaschmaschine zugeführt.
Insbesondere durch dieses Verfahren wird eine Reduzierung des
Frischwassersverbrauchs um mindestens 50% mit einer
entsprechenden Einsparung an Energiekosten für die Aufheizung
des Waschwassers erreicht.
Das Fließschema des Wassers nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren wird anhand der Zeichnung näher erläutert.
Die Waschmaschinenstraße besteht aus den beiden
Reinigungswaschmaschinen 1 und 2 und den nachgeschalteten
Spülwaschmaschinen 3 bis 8. Die Förderrichtung der Wäsche ist
durch den Pfeil X bezeichnet; der Badstrom
(Verbindungsleitungen 15) verläuft entgegen der
Förderrichtung der Wäsche.
Die Frischwasserleitung 10 mündet in die Verzweigung 10a für
die Leitungen 11 und 12. Die Ableitung 11 endet in der
Verzweigung 11a, die sich aufteilt an die Leistungen 13 und
14. Die Leitung 13 führt das Wasser in die Spülwaschmaschine
8. Im Badstrom, dargestellt durch Verbindungsleitungen 15,
wird das Wasser entgegen der Förderrichtung der Wäsche (Pfeil
X) bis in die Spülwaschmaschine 6 geleitet. Hier wird der
Badstrom unterbrochen und das Wasser über die Leitung 16
durch einen sogenannten Badstromteiler der insgesamt mit 17
bezeichneten Reinigungsvorrichtung zugeführt. Die aus der
Reinigungsvorrichtung 17 kommende Leitung 18 mündet in die
Verzweigung 18a. Aus der Verzweigung 18a teilen sich die
Ableitungen 12 und 19. Die Leitung 19 führt hierbei
gereinigtes Wasser der Spülwaschmaschine 5 zu, von wo es im
Badstrom bis in die Spülwaschmaschine 3 gelangt, von wo es
wiederum durch die Leitung 20 der Reinigungsvorrichtung 17
zugeführt wird.
Durch die Leitung 12 wird die Verzweigung 10a neben dem
Frischwasser ebenfalls gereinigtes Waschwasser zugeführt.
Diese Mischung aus gereinigtem Wasser und Frischwasser wird
über die Leitung 11 der Waschmaschinenstraße übergeben, wobei
über die Leitung 14, die sich aus der Verzweigung 11a bildet,
ein Teil des Mischwassers dem Behälter 3a zugeführt wird.
Dieses Mischwasser im Behälter 3a wird zusammen mit der
Wäsche über den Wäscheaufgabetrichter 1a der
Reinigungswaschmaschine 1 zugeführt. Dieses in die
Reinigungswaschmaschine 1 eingeführte Wasser wird nach
Durchlaufen der Reinigungswaschmaschine 2 (Verbindungsleitung
9) als Abwasser über die Leitung 21 abgeführt.
Die mit 17 bezeichnete Reinigungsvorrichtung umfaßt einen
Behälter 22, in den die Ableitungen 16 und 20 münden. Das in
dem Behälter 22 gesammelte Abwasser wird über die Leitung 23
der Siebmaschine 24 zugeführt, von wo es über die Leitung 25
dem Behälter 26 übergeben wird. Das durch die Leitung 25 in
den Sammelbehälter 26 eingeführte Wasser ist im wesentlichen
frei von Flusen, da es die Siebmaschine 24 passiert hat.
Durch den Einsatz der Siebmaschine 24 dann bei zweimaliger
Unterbrechung des Badstromes 15 um ca. 75% reduziert werden. Aus
dem Behälter 26 gelangt das Waschwasser durch die Leitung 27
in den Sammelbehälter 28, von wo es über die Leitung 18 der
Verzweigung 18a zugeführt wird. Die beiden Behälter 26 und 28
fungieren hierbei nicht nur als Zwischenpuffer, sondern
können auch als Absetzbehälter ausgebildet sein.
Claims (5)
1. Verfahren zur Verminderung des Wasser- und
Energieverbrauchs beim Betreiben einer
Waschmaschinenstraße,
dadurch gekennzeichnet, daß
in einer aus mehreren Waschmaschinen bestehenden
Waschmaschinenstraße im Bereich der
Spülwaschmaschinen ein Badstrom (15) erzeugt wird,
daß bei Anordnung von mehreren, den Reinigungswaschmaschinen (1, 2) nachgeordneten Spülwaschmaschinen (3-8) der Badstrom (15) nach Durchlaufen von wenigstens zwei Spülwaschmaschinen (8, 7) unterbrochen wird,
daß das Wasser eine Reinigungsvorrichtung (17) durchläuft und daß das Wasser dem Badstrom (15) zugeführt wird.
daß bei Anordnung von mehreren, den Reinigungswaschmaschinen (1, 2) nachgeordneten Spülwaschmaschinen (3-8) der Badstrom (15) nach Durchlaufen von wenigstens zwei Spülwaschmaschinen (8, 7) unterbrochen wird,
daß das Wasser eine Reinigungsvorrichtung (17) durchläuft und daß das Wasser dem Badstrom (15) zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Badstrom (15) nach Durchlaufen von drei
Spülwaschmaschinen (8, 7, 6) unterbrochen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Badstrom (15) zweimal unterbrochen wird, wobei
das Waschwasser jeweils der Reinigungsvorrichtung
(17) und anschließend der Waschmaschinenstraße
zugeleitet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Wasser aus dem Badstrom (15), zumindest auch in
der der letzten Reinigungswaschmaschine (2)
nachfolgenden Spülwaschmaschine (3) abgezogen und der
Reinigungsvorrichtung (17) zugeführt wird und daß das
gereinigte Wasser partiell dem Frischwasserstrom (9)
beigefügt und partiell der Waschmaschinenstraße
unmittelbar zugeführt wird.
5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das der Waschmaschinenstraße unmittelbar zugeführte
gereinigte Wasser der der Entnahmespülwaschmaschine
nachfolgenden Spülwaschmaschine (5) zugeführt wird.
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Publications (2)
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