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Verfahren zur Verzierung von Metallgegenständen durch Ätzen. Zur Verzierung
von Metallgegenständen ätzt oder graviert man in diese vielfach ein Bild, das durch
entsprechende Vorbehandlung des :Metalls oder Nachbehandlung des aufgebrachten Bildes
sich gegenüber dem Grund durch eine andere Farbe hervorhebt. Die Art des Aufbringens
des Bildes ist fast durchweg dieselbe. 'Man bedeckt dazu das Metall rnit einem säurebeständigen
Überzug, in den man, bis auf den 'Metallgrund gehend, das Bild einzeichnet, oder
man kopiert bei Verwendung eines lichtempfindlichen Überzugs das Bild und wäscht
danach die nicht belichteten Stellen wieder ab. Die so vorbereitete Platte wird
danach in ein Säurebad ,gelegt, in dem das freigelegte 'Metall geätzt wird.
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Zur Hervorbringung besonderer Wirkungen kann das eingeätzte oder eingravierte
Bild mit irgendeiner 'lasse, wieAsphalt, Emaille u. d-1., ausgelegt oder auch auf
galvanischem Wege mit einem Nickel-, Silber- oder anderem Metallüberzug versehen
werden, während der übrige Teil des Metalls unverändert bleibt, oder man kann auch
das Bild in der Metallfarbe erscheinen lassen und den Hintergrund andersfarbig gestalten.
In letzterem Falle he-Z, man meist die ganze Platte entsprechend vor dem Aufbringen
des Bildes. So ist z. B. bei Verwendung von Eisen und Stahl ein vorheriges Anlassen
auf schwarze oder schwarzblaue Farbe vorgeschlagen worden. Ferner ist es auch nicht
mehr neu, die noch mit dem Schutzüberzug von Bitumen versehene Platte gleichmäßig
mit einer Schicht in Alkohol gelösten dunklen Lackes zu überziehen und danach in
eine Mischung von Benzin Terpentin zu tauchen, wobei sich die Bitumenschicht löst
und die Metallfarbe wieder zum `Torschein kommt, während das Bild dunkel bleibt.
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Diese Verfahren sind umständlich und erfordern meist eine umfangreiche
und kostspielige Einrichtung. Die auf diese Weise hergestellten Platten gestatten
auch kein nachträgliches Biegen und Formen, da dabei die Füllung oder der Überzug
springen R-ürde.
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Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren unterscheidet
sich von den bekannten Verfahren -im wesentlichen dadurch, daß das zur Verwendung
kommende Metall zunächst farbig gebeizt, danach in bekannter Weise ein Bild so eingeätzt
wird, daß die ursprüngliche M etallfarb@e zum Vorschein kommt und schließlich das
Metall mit einem hellen Lacküberzug versehen wird, der eingebrannt wird. Je nach
der Dauer und der Temperatur des Einbrennens erhält hierbei der Lack die verschiedeste
Färbung von Hellgelb bis Purpurrot oder Dunkelbraun. Da das Metall meist ganz dunkel
gebeizt ist, kommt dieser Ton nur an der Stelle des Bildes zum Vorschein. DieWirkung
wird also fast ausschließlich durch den Lacküberzug und die entsprechende Behandlung
beim Brennen erreicht, wobei der Künstler ohne Zuhilfenabrne umständlicher Einrichtungen
die Möglichkeit hat, die feinsten \uancierungen zu erzielen.
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Die Erfindung betrifft auch insbesondere ein Verfahren zur Herstellung
von Reklameschildern,
das in folgender Weise ausgeführt wird.
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Zunächst wird eine der Größe des herzustellenden Reklameschildes entsprechende
Metallplatte, vorzugsweise Ejektronblech, gut abgeschliffen. Diese wird sodann schwarz
gefärbt, darauf die Schrift bzw. die Zeichnung mit der Hand, durch Überdruck oder
mittels eines Kopierverfahrens aufgebracht und ein Ätzgrund, z. B. Asphalt, aufgetragen.
Die so vorbereitete Platte wird nun geätzt. Nach dem ätzen wird der Ätzgrund wieder
abgewaschen, die Platte lackiert und durch Einbrennen gehärtet. Die so behandelte
Platte hat genau dasselbe Aussehen wie eine Glasplatte mit Gold- bzw. Silberschrift.
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Die fertigen Schilder haben aber dieser gegenüber den Vorzug, daß
sie bedeutend billiger, unzerbrechlich sind und dauernd :ihr schönes Aussehen behalten.
Außerdem. lassen sie sich auch, ohne daß derLack oder dieFarbe abspringt, nach jeder
Richtung biegen, so daß die Herstellung gebogener Schilder im Gegensatz zu den Glasschildern
nicht wesentlich teurer wird als die ebener Schilder. Die neuen Schilder sind Wetter-
und sogar säurefest. Es lassen sich nach dem beschriebenen Verfahren nicht nur Reklameschilder
herstellen, sondern natürlich auch Bilder in hochkünstlerischer Ausführung in Strichzeichnung
sowie Halbton. Das Verfahren eignet sich somit auch besonders für das Kunstgewerbe,
z. B. zur Herstellung von Medaillons u. dgl. Um die künstlerische Wirkung zu erhöhen,
können die Gegenstände noch mit farbigen Verzierungen versehen werden.
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Statt des schwarzen Grundes kann durch entsprechende Wahl .des Beizbades
auch ein anderer Ton, z. B. ein dunkelrotbrauner, erreicht werden. Bei geschicktem
Arbeiten ist es ferner möglich, durch entsprechende Wahl der Temperatur und Dauer
des Härtens statt des Goldtones der Musterung eine andere, z. B. bernsteinartige
oder kastanienbraune bis purpurrote Färbung hervorzurufen. Man hat auf diese Weise
die Möglichkeit, die verschiedensten Stoffe täuschend nachzuahmen, insbesondere
Schildpatt u. dgl. In dieser Ausführungsform eignet sich das Verfahren vorzugsweise
zur Herstellung von Serviettenringen, Haarschmuck und anderen Gegenständen aus Metall.