DE440299C - Verfahren zur Herstellung von biegsamen Spiegeln - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von biegsamen SpiegelnInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B32B—LAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
- B32B27/00—Layered products comprising a layer of synthetic resin
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Description
- Verfahren zur Herstellung von biegsamen Spiegeln. Es ist bekannt, zum Überziehen von Gelatine und anderen plastischen Stoffen mit Metall, eine Unterlage mit einer Metallschicht zu versehen, auf diese Gelatine o. dgl. aufzugießen und nach dem Erstarren der Gelatine die erhaltene Platte von der Unterlage abzuziehen, wobei die Metallschicht sich ebenfalls ablöst, da sie an der Gelatineplatte festhaftet. Gemäß der Erfindung wird dieses Verfahren zur Herstellung von biegsamen Spiegeln benutzt. Dabei wird auf eine auf einer wagerecht eingestellten geschliffenen Glasplatte gebildete Spiegelfläche eine Tragschicht aus solchem Stoff, z. B. Gelatine oder Celluloid, aufgegossen oder aufgetragen, der bei seiner Trocknung besser an der Spiegelfläche haftet als diese an dem Glas.
- Dadurch kann man fehlerlose planparallele Spiegel herstellen, die elastisch, nicht brüchig sind, die zur Zeit gebräuchlichen Glasspiegel ersetzen, leicht bearbeitbar, schneidbar, stanzbar, preßfähig sind, als Schmuckstück für innere Architektur und hauptsächlich als billige und wirksame Reklamegegenstände ausgezeichnet verwendet werden können. Hierbei wird die spiegelnde Fläche, abweichend von den gegenwärtig gebräuchlichen Spiegeln, auf die Vorderseite der Tragfläche aufgetragen, die spiegelige Fläche kann also unmittelbar und nicht durch die Tragschicht hindurch betrachtet werden.
- Auf eine genau wagerecht eingestellte geschliffene Glasplatte (Marmorplatte o. dgl.) wird eine Spiegelschicht aufgetragen und auf diese sodann eine beliebige, zumindest l@lp mm dünne, vollständig ebene Tragschicht, z. B. eine Gelatine-oder Celluloidschicht, gegossen.
- Nach dem Aufgießen wird die geschliffene Glasplatte lotrecht gestellt, damit der untere Teil der Tragschicht zufolge Abwärtsziehung der Feuchtigkeit langsamer trocknet als der obere Teil.
- Nach vollständiger Trocknung wird die Tragschicht - ringsum durchschnitten, von oben beginnend sanft gebogen und allmählich von der Arbeitsplatte abgezogen. Die abgezogene Tragschicht nimmt die Spiegelfläche von der Arbeitsplatte ganz auf sich derart, daß die Glanzseite der Spiegelfläche nach oben zu liegen kommt.
- Auf die Rückseite der Tragschicht kann noch vor dem Abziehen zwecks Erreichung einer genügenden Stärke eine zweite, Sogenannte Verstärkungs- oder Versteifungsschicht gegossen-oder in irgendeiner anderen Weise befestigt werden. Bei größeren Spiegeln kann man in die Verstärkungsschicht in bekannter Weise ein Versteifungsgitter, Hartgummi-, Metall- oder Holzeinlagen einlegen, die aber derart elastisch sein müssen, daß sie das allmähliche Abziehen (Abtrennen) von der Arbeitsplatte nicht hindern.
- Die spiegelnde Seite der abgezogenen Tragschicht muß gegenüber der schädlichen Einwirkung von Feuchtigkeit und Luft sowie zur Ermöglichung der Reinigung mit einem vollständig durchsichtigen Schutzlack überzogen werden. Für diesen Zweck eignen sich sehr gut die bekannten harten Lacke, z. B. Celluloid-, Kopal-, Dammar-, Sandarak-, Mastix- usw. Lacke, oder deren Mischungen.
- Der Lack wird in einer vollständig gleich starken, also die Gleichmäßigkeit der Strahlenbrechung nicht beeinflussenden Schicht derart aufgetragen, daß die mit der spiegelnden Fläche überzogene Platte lotrecht eingestellt, in die Lösung des zur Verwendung gelangenden Hartlackes eingetaucht und aus derselben unter Einhaltung der lotrechten Lage langsam gleichmäßig herausgehoben wird. Auf beiden Seiten des dieser Art behandelten Arbeitsstückes entsteht nun eine außerordentlich gleichmäßige, vollständig durchsichtige dünne Schutzschicht. .
- Gegebenenfalls kann man an Stelle vollständig durchsichtiger Lacke zwecks Erreichung verschiedener Farben- oder Reflexwirkungen mild gefärbte Schutzlacke verwenden. Die Anwendung von Gelatine als Tragschicht ist aus dem Grunde vorteilhaft, da sie als indifferenter Stoff beim Lackieren in den ätherischen Ölen sich nicht löst. Wird als Tragschicht ein in ätherischen Lösungen löslicher Stoff verwendet, dann muß man vor der Lackierung auch noch die Rückseite des Arbeitsstückes, also jene Seite, die keine spiegelige Fläche aufweist, finit einer neutralen Schutzschicht überziehen, oder man muß mit einem Lacke arbeiten, welcher die Tragschicht nicht löst.
- Die Tragschicht kann, wenn man die Durch- . sichtigkeit des Spiegels vollständig vermeiden will, vor dem Aufgießen unter Zusatz entsprechender Farbstoffe dunkelfarbig oder schwarz gefärbt werden, damit der bieg-Same Spiegel trotz dünner Spiegelfläche das Licht nicht hindurchläßt.
- Gewünschtenfalls kann auf die Rückseite der durchsichtigen Tragschicht eine Text- i oder Bildreklame oder ein beliebiges Ornament aufgetragen, gemalt odef nit Hilfe eines der bekannten photochemig. ap@hhiischen Verfahren aufkopiert werden, die sodann nur bei der Durchlichtung sichtbar wird.
- Auch die Vorderseite des Spiegels kann beinalt werden, in welchem Falle die Spiegelfläche einen wirkungsvollen Hintergrund bildet, ohne daß die bei den Glasspiegeln auftretenden störenden Doppelkonturen entstehen.
- -Im Falle der Verwendung einer Verstärküngsschic'ht @ ka:nn " die Verstärkungsmasse dunkelfarbig sein. Bei Verwendung einer Gelatinetragschicht hat man es durch Wahl der Zusammensetzung in der Hand, derart dünne und biegsame Spiegelplatten herzustellen, daß dieselben an Stelle des gegenwärtigen Stanniols zur Luft- und feuchtigkeitsfreien Verpackung von Zucker- und Schokoladenwaren verwendet werden können.
- Beim Abziehen der Tragschicht von der Arbeitsfläche vor ihrer Trocknung ist die lotrechte Einstellung der Arbeitsfläche von besonderer Bedeutung, da sonst bei der außerordentlich starken Haftung und der nach allen Richtungen gleichmäßig wirkenden Sinterung der Tragschicht große Kräfte auftreten, die neben der Verzerrung und dem Blasigmachen der Spiegelfläche auch die Tragschicht leicht zum Springen bringen können. Wird die Spiegelplatte finit der Zeit dunkel, so kann sie, in ein Lackierungsbad getaucht, wieder vollständig in Ordnung gebracht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: " Verfahren zur I-Ierstellung voll bic:gsainen Spiegeln, dadurch gekennzeichnet, daß auf eine auf einer wagerecht eingestellten geschliffenen Glasplatte gebildete Spiegelfläche eine Tragschicht aus solchem Stoff, z. B. Gelatine oder Celluloid, aufgegossen oder aufgetragen wird; der bei seiner Trocknung besser an der Spiegelfläche haftet als diese an dem Glas. .
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| HU440299X | 1923-01-18 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE440299C true DE440299C (de) | 1927-02-02 |
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ID=10979171
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DED44665D Expired DE440299C (de) | 1923-01-18 | 1923-12-22 | Verfahren zur Herstellung von biegsamen Spiegeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE440299C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1033636B (de) * | 1955-02-01 | 1958-07-10 | Walter Lennartz | Aktenhuelle aus durchsichtigem Kunststoff |
-
1923
- 1923-12-22 DE DED44665D patent/DE440299C/de not_active Expired
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