DE409003C - Verfahren und Vorrichtung zur Klaerung von Abwaessern in Klaerbecken, deren Sohle trichterartige Vertiefungen aufweist, aus denen die Sinkstoffe in darunterliegende Schlammsammelraeume gelangen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Klaerung von Abwaessern in Klaerbecken, deren Sohle trichterartige Vertiefungen aufweist, aus denen die Sinkstoffe in darunterliegende Schlammsammelraeume gelangen

Info

Publication number
DE409003C
DE409003C DEZ12135D DEZ0012135D DE409003C DE 409003 C DE409003 C DE 409003C DE Z12135 D DEZ12135 D DE Z12135D DE Z0012135 D DEZ0012135 D DE Z0012135D DE 409003 C DE409003 C DE 409003C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sludge
chamber
depressions
funnel
clarifier
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEZ12135D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ed Zueblin & Cie
Original Assignee
Ed Zueblin & Cie
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ed Zueblin & Cie filed Critical Ed Zueblin & Cie
Priority to DEZ12135D priority Critical patent/DE409003C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE409003C publication Critical patent/DE409003C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F3/00Biological treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F3/28Anaerobic digestion processes
    • C02F3/2866Particular arrangements for anaerobic reactors
    • C02F3/2886Two story combinations of the Imhoff tank type

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Klärung von Abwässern in Klärbecken, deren Sohle trichterartige Vertiefungen aufweist, aus denen die Sinkstoffe in darunterliegende Schlammsammelräume gelangen. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Klärung von Abwässern in Klärbecken, wobei der Schlamm von dem zu der Zulaufstelle am nächsten liegenden Teil schrittweise in entfernter liegende Teile gebracht und von da aus abgeführt wird. Die Klärbecken besitzen zweckmäßig an der Sohle trichterartige Vertiefungen, aus denen die Sinkstoffe in darunterliegende Schlarmnsammelräume gelangen. Das Eigentümliche vorliegender Erfindung besteht darin, daß aus den Schlammsammelräumen jeweils nur die am meisten entwässerten unteren Schlammschichten abgeführt werden, indem durch die Einwirkung eines Saug- oder Druc mittels oder auch durch gleichzeitige Einwirkung beider Mittel eine der aus der ersten Kammer abgeführten Dickschlammenge gleiche Schlammmenge aus dem zweiten Behälter in den ersten und eine gleiche Menge aus dem dritten in den zweiten usw. unmittelbar nachgeschleust wird.
  • Das Verfahren gewährleistet auch in Flachbecken die Möglichkeit, nur dicken, reifen Schlamm zu fördern, so daß die abzuführende Menge auf das geringste Maß zurückgeführt ist. Die zur Durchführung des Verfahrens angewandten Hilfsmittel sind überaus einfach und deshalb in der Wirkung sicher und zuverlässig.
  • Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist in der Zeichnung in einem Ausfühxungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigen: Abb. i einen Längsschnitt durch ein Flachbecken, Abb. z und 3 Querschnitte durch ein. Flachbecken, Abb. q. bis 6 verschiedene Leitungsschaltungen für die Entschlammung von Gruppenanlagen.
  • Das zu entschlammende Abwasser gelangt durch die Zulaufrinne a in das Klärbecken b, durchfließt dasselbe mit geringer Klärgeschwindigkeit und fließt geklärt durch die Ablaufrinne c ab. Während des Durchflusses fallen die ungelösten Sinkstoffe, aus und sammeln sich in- den jeglicher Strömung entzogenen Sohlentrichtern d, welche einseitig, zwei- und mehrseitig angelegt sein können (Abb. a und 3), und gelangen aus den Trichterspitzen in die Schlammverdichtungsräume e, von welchen zweckmäßig jeweils einer für mehrere Sammeltrichter vorhanden ist. Die Verdichtungsräume lassen sich durch Schieber f oder sonstige geeignete Verschlußein:-richtungen von den Sammeltrichtern trennen. Wie in Abb. i angedeutet, können sämtliche Verschlußeinrichtungen derart miteinander gekuppelt sein, daß man sie von einer Stelle aus öffnen und schließen kann.
  • Als Kupplungsorgan ist eine Welle g gewählt, auf welcher Kegelräder h aufgekeilt sind, die mit den Gegenkegelrädern i der Schieberspindeln zusammenarbeiten.
  • Die Schlammverdichtungsräume stehen untereinander durch Rohrleitungen k in Verbindung, und zwar führt .die Verbindungsleitung von der Decke des dem Beckeneinlauf zunächst gelegenen Raumes nach der Sohle des zweiten, von dessen Decke wieder nach der Sohle des dritten usf. Von der Sohle des ersten Verdichtungsraumes aus führt das gemeinsame Schlammentnehmerrohr L entweder oberhalb oder als Rohr l' bzw. L" unterhalb des Klärb:eckenwasserspiegels aus der Anlage heraus. Ein zweites Rohr m, dessen Anfang im Klärbecken selbst und etwas unter dessen Wasserspiegel liegt, und welches durch einen Schieber verschlossen werden kann, mündet gleichfalls in den ersten Verdichtungsraum, und zwar entweder unter dessen Decke oder, wie punktiert dargestellt, -auch an seiner Sohle. Ein drittes Rohr n, dessen Anfang ebenfalls außerhalb des Klärbeckens liegt, führt unter die Decke des letzten Verdichtungsraumes.
  • Die Schieber und ihre Kupplungsteile liegen in Aussparungen o und die Rohrleitungen in Aussparungen g der Sohlenpyramiden. Durch Paßplatben g werden die Pyramidenausschnitte nach dem Einbau der Einrichtungsteile wieder geschlossen. Beispiel i.
  • Der Schlamm soll nach über dem Wasserspiegel des Klärbeckens liegenden Stellen, beispielsweise auf hochgelegene Felder gefördert werden. Zu dem Zweck werden sämtliche Verbindungen der Verdichtungsräume mit dem Klärbecken, also die Schieber f und der Schieber der Rohrleitung m, geschlossen. Nunmehr wird durch die Rohrleitung n ein Druckmittel unter die Decke des letzten Verdichtungsraumes eingelassen und damit der Inhalt dieses Raumes unter Druck gesetzt. Da die sämtlichen Verdichtungsräume durch die Rohrleitungen k miteinander in Verbindung stehen, pflanzt sich der Druck der Reihe nach auf die einzelnen Verdichtungsräume fort, so daß aus dem ersten Raum der Schlamm durch die Leitung l emporsteigen muß, während entsprechend der fortschreitenden Förderung der Schlamm der nachfolgenden Räume nachwandert. Es können also auf diese Weise sämtliche Räume der Reihe nach in einem ununterbrochenen Strome entschlammt werden. Würde zur Förderung des Schlammes über Klärbeckenwass:erspiegel eine Druckflüssigkeit verwendet, so brauchen zur Wiederherstellung des Normalzustandes der Gesamtanlage nur die Schieber f wieder geöffnet zu werden. War das Druckmittel. aber beispielsweise Preßluft, so werden zunächst die Schlammverdichtungsräume (soweit sie geleert waren) wieder mit Flüssigkeit aufgefüllt, und zwar dadurch, daß die in den geleerten Räumen stehende Preßluft durch die Leitung n abgelassen wird, worauf durch das Rohr m Wasser aus dem Klärbecken in die vorderste Verdichtungskammer eingelassen wird. Sofern die Leitung m nur bis zur Decke dieses Raumes angelegt ist und aus Betriebsgründen nur eine unvollständige Entleerung der Räume vorgenommen wurde, bleibt der im ersten Raum noch befindliche Dünnschlamm in diesem Raum auch noch liegen. Reicht die Leitung m aber bis zur Sohle, so wird der Dünnschlamm zurückgeführt.
  • Die Schlammförderung über Wasserspiegel des Klärbeckens kann auch durch Saugwirkung aus der ersten Verdichtungskammer vollzogen werden. Rohr L wird dann das Saugrohr irgendeiner geeigneten Pumpeneinrichtung. Rohr n steht entweder mit der Atmosphäre in Verbindung oder kommt dann ganz in Fortfall, wenn der letzte mit f bezeichnete Schieber stets geöffnet bleibt.
  • Beispiel 2.
  • Gestatten die örtlichen und die Betriebsverhältnisse das Abziehen des Schlammes unterhalb des Wasserspiegels des Klärbeckens, beispielsweise in Höhe der Rohrleitung l', so wird bei Anwendung von Flüssigkeitsdruck das im Klärbecken selbst aufgespeicherte Druckmittel, das ist die Wassersäule, zwischen Klärbeckenwasserspiegel und dem Scheitel des Rohres L', benutzt.
  • Schieber f bleibt dann offen bzw. kann überhaupt in Fortfall kommen.
  • In dem weiteren, allerdings wohl selteneren Falle, wo die Abführung des Schlammes sogar auf ein Niveau möglich ist, welches noch unterhalb des tiefsten Punktes der Verdichtungskammern liegt - angedeutet durch Rohr L" -, kann die Schlammbeseitigung außer durch die vorgeschriebenen Möglichkeiten auch durch natürliche Abheberung erfolgen.
  • In allen Fällen lädt sich auch die Kombination des Saugens an der Schlammabführungsstelle bei gleichzeitigem Rückendruck auf die zu fördernde Schlammenge ausführen.
  • In den Abb.4, 5 und 6 sind Schaltbilder gegeben, aus denen hervorgeht, wie das beschriebene Entschlammungsverfahren bei einer aus zwei (oder auch mehr) parallel geschalteten Becken b und b' bestehenden Anlagengruppe nach drei verschiedenen Gesichtspunkten - Parallelschaltung, Nacheinanderschaltung, Querschaltung - durchgegeführt «-erden kann;. l bedeutet in den Bildern jeweils die Schlammzersetzungsstelle; k sind die Verbindungsleitungen der einzelnen Verdichtungsbehälter, die durch Ringe angedeutet sind; n ist die Leitung, durch welche evtl. das Druckmittel zugeführt wird.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Klärung von Abwässern in Klärbecken, deren Sohle trichterartige Vertiefungen aufweist, aus denen die Sinkstoffe in darunterliegende Schlammsammelräume gelangen, dadurch gekennzeichnet, daß aus den Schlammsamnielräumen jeweils nur die am meisten entwässerte untere Schlammschicht abgeführt wird, und zwar dadurch, daß durch die Einwirkung eines Saug- oder Druckmittels oder durch die gleichzeitige Einwirkung beider Mittel eine der aus der ersten Kammer (e) abgeführten Dickschlammenge gleiche Schlammenge aus der zweiten Kammer (ei) in die erste und eine gleiche Menge aus der dritten Kammer (e2) in die zweite usf. unmittelbar nachgeschleust wird.
  2. 2. Klärbecken zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruchi, dadurch gekennzeichnet, daß von der Sohle der ersten Verdichtungskammer (e) eine zur Schlammabladestelle gehende Leitung (L oder h) nach außen führt, während die einzelnen Verdichtungskammern (e, el, e2 ... ) selbst unter sich durch Rohrleitungen (k) in Verbindung stehen, die von der Decke der ersten nach dem Sohlentiefpunkt der zweiten, von der Decke der zweiten nach dem Sohlentiefpunkt der dritten usw. führt.
  3. 3. Klärbecken nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die das Druckmittel zuführende Leitung (n) unter-- der Decke des letzten Verdichtungsraumes (e2) einmündet.
  4. 4. Klärbecken nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußvorrichtungen (f) der Verdichtungsbehälter (e, ei, e22...) sämtlich oder gruppenweise miteinander gekuppelt sind.
  5. 5. Klärbecken nach Anspruch 2 bis ¢, dadurch: gekennzeichnet, daß die Verbindung der Schlammverdichtungsräume entweder gruppenweise in Parallelschaltung oder in Hintereinanderschaltung erfolgt.
DEZ12135D 1921-03-04 1921-03-04 Verfahren und Vorrichtung zur Klaerung von Abwaessern in Klaerbecken, deren Sohle trichterartige Vertiefungen aufweist, aus denen die Sinkstoffe in darunterliegende Schlammsammelraeume gelangen Expired DE409003C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEZ12135D DE409003C (de) 1921-03-04 1921-03-04 Verfahren und Vorrichtung zur Klaerung von Abwaessern in Klaerbecken, deren Sohle trichterartige Vertiefungen aufweist, aus denen die Sinkstoffe in darunterliegende Schlammsammelraeume gelangen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEZ12135D DE409003C (de) 1921-03-04 1921-03-04 Verfahren und Vorrichtung zur Klaerung von Abwaessern in Klaerbecken, deren Sohle trichterartige Vertiefungen aufweist, aus denen die Sinkstoffe in darunterliegende Schlammsammelraeume gelangen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE409003C true DE409003C (de) 1925-01-30

Family

ID=7622310

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEZ12135D Expired DE409003C (de) 1921-03-04 1921-03-04 Verfahren und Vorrichtung zur Klaerung von Abwaessern in Klaerbecken, deren Sohle trichterartige Vertiefungen aufweist, aus denen die Sinkstoffe in darunterliegende Schlammsammelraeume gelangen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE409003C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2842623A1 (de) Verfahren zur verarbeitung des schlammwasserinhalts einer abwassergrube und vorrichtung zur durchfuehrung eines solchen verfahrens
DE69416605T2 (de) Anlage und Verfahren zum Filtern und Eindicken von Schlämmen
DE1642432A1 (de) Anlage zur hochgradigen Reinigung einer Fluessigkeit mittels eines seriengeschalteten Flotations- und Filtrierverfahrens
DE1517394B2 (de) Vorrichtung zur Reinigung von Wasser
DE1658101C3 (de) Vorrichtung zum Reinigen von organische Abfallstoffe enthaltendem Abwasser
DE2353469A1 (de) Verfahren zur aufbereitung eines lackwasser-gemisches in lackieranlagen
DE409003C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Klaerung von Abwaessern in Klaerbecken, deren Sohle trichterartige Vertiefungen aufweist, aus denen die Sinkstoffe in darunterliegende Schlammsammelraeume gelangen
DE2439311B2 (de) Filtereinrichtung für die Reinigung von Flüssigkeiten
DE2856843A1 (de) Verfahren zum betreiben einer brunnenanlage fuer wasser sowie anordnung zur durchfuehrung dieses verfahrens
EP0105225B1 (de) Verfahren zum Reinigen eines Flüssigkeitsfilters und einer dieses enthaltenden Abscheideranlage
DE3011482A1 (de) Abscheider fuer schwimm- oder sinkstoffe
DE425787C (de) Schlammheber fuer Klaeranlagen, bestehend aus einer unter Wasserdruck setzbaren Druckkammer
DE2547347A1 (de) Entwaesserungseinrichtung mit abscheider, sammelbehaelter und pumpe, sowie verfahren zu ihrem betrieb
DE1931777A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Klaerung von truebstoffhaltigen Fluessigkeiten
DE3126801A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum beschicken von druckfiltrationsanlagen mit schlaemmen
DE2357461A1 (de) Vorrichtung zum klaeren von fluessigkeiten
DE2413894A1 (de) Vorrichtung zur enteisenung und reinigung von brauchwasser
DE202016003845U1 (de) Abfördereinrichtung für gereinigtes Wasser aus einer Kläranlage
DE2917883A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum entleeren von abscheideranlagen fuer abwaesser
DE886726C (de) Verfahren und Vorrichtung zum stufenweisen Waschen von in Klaerbecken abgesetztem Abwasserschlamm
DE402496C (de) Verfahren zur mechanischen Klaerung von Abwasser
DE3134043C1 (de) "Verfahren und Anlage zum Klären von Abwasser"
DE950150C (de) Vorrichtung zum Reinigen von aus Samen oder Nuessen gewonnenen OElen oder Fetten
DE489804C (de) Vorrichtung zum Reinigen von Bierleitungen
AT102055B (de) Vorrichtung zur Behandlung von Flüssigkeiten, insbesondere von Wasser für Brauerei-, Brennerei-, Färberei- und ähnliche Zwecke.