DE408C - Feuerungseinrichtung - Google Patents

Feuerungseinrichtung

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DE408C
DE408C DE000000000408DA DE408DA DE408C DE 408 C DE408 C DE 408C DE 000000000408D A DE000000000408D A DE 000000000408DA DE 408D A DE408D A DE 408DA DE 408 C DE408 C DE 408C
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Description

Diese Erfindung bezieht sich auf eine Construction an Feuerungen, mittelst welcher der Flamme oder dem Feuerraume der Brennstoff sicher und leicht von unten zugeführt werden kann, wie es bisher nur bei den Lampen mit den Leuchtstoffen der Fall ist.
Beiliegende Zeichnung stellt die für dieses Princip gemachten Constructionen dar.
Fig. ι ist eine Vorderansicht der Feuerung; Fig. 2, ein Längen-Durchschnitt, Fig. 3, die vordere Ansicht des Rostes; Fig. 4, die Horizont al-Ansicht des Rostes.
Die ganze Einrichtung dieses Systems besteht aus einem Zuflihrungsrohre A mit innenliegender Schnecke a, einem Roste B und einem Schlackenschieber C.
Diese Construction bedingt eine mechanische Kraft, wenn die Kohlenzuführung ununterbrochen, wie es von vorn herein bestimmt ist, stattfinden soll. Fehlt diese Kraft, so mufs sie durch Handarbeit ersetzt werden, indem man von Zeit zu Zeit die Schnecke α umdreht und dadurch die Kohlen, je nach Bedürfnifs in den Feuerraum nachdrückt. Die dabei aufzuwendende Handarbeit ist jedoch immer viel geringer und weniger anstrengend als die, welche zur Bedienung einer gleich grofsen, gewöhnlichen Feuerung erforderlich ist.
Das Rohr A reicht aus der Wand des Kesselmauerwerks ein Stück heraus und trägt oben den Füllkasten D. Im Innern des Rohres A liegt die Schnecke a, deren Welle in einem langen Lager in der Verschlufsplatte b ruht und aufserhalB dieses Lagers ein Schneckenrad c trägt, durch welches dieselbe bewegt wird. Das Rohr A ist vorn mit seinem unteren Theile an das hohle Sohlenstück d des Kanales E festgeschraubt. Dieses Sohlenstück d ist unten mit einem Windzuftihrüngsrohre F versehen, und hat an der ,^vorderen Seite, mit welcher es an die schräg 'ansteigende Fläche des Rostes B stöfst, eine Reihe kleiner, in der Richtung jener Fläche eingebohrter Löcher, durch welche die von einem Ventilator, oder besser von einem Dampfstrahl-Gebläse kommende, verdichtete Luft in die immer frisch nachrückenden Kohlen geführt wird. Diese Vorrichtung kommt nur da ii. Anwendung, wo es sich, wie bei Schweifs- und Schmelzöfen etc. darum handelt, in kurzer Zeit hohe und. constante Hitzgrade zu erhalten.
Das Zuführungsrohr A mündet in den Kanal E; dieser hat einen rechteckigen Querschnitt; die Seitenwände und die Decke sind aus Mauerwerk hergestellt, und die Sohle wird durch das schon genannte hohle Stück d gebildet. Von der Mündung des Rohres A bis an die schräge Fläche des Rostes B erweitert sich der Kanal E bis zu der Breite der Rostrinne, deren Boden jene schräge Fläche bildet, während sich die Decke desselben nach dieser Richtung senkt, also die Höhe des Kanales vermindert. Die Roststäbe, welche den Boden der Rinne bilden, sind bis zu dem Punkte i ohne Rostfugen und schliefsen dicht aneinander. Zu beiden Seiten der Rinne, deren Tiefe vorn am Roste in drei gleich hohe Terrassen getheilt ist, sind solche Roststäbe angebracht, deren Winkel mit den bei c mit der Horizontal-Linie des des Rostes (gleich Mittelpunkt des Zuführungsrohres A) zusammen laufenden Linien der Terrassen, übereinstimmen. Hinter dem Roste liegt der Schlackenschieber C. Derselbe kann durch zwei Handhaben / bewegt werden. Die Schnecke α wird an der rechten Seite im Zuführungsrohre A (nach welcher Richtung sie sich dreht), so weit dasselbe oben offen ist, etwas überdeckt, und die hintere Linie der Oeffnung, über welcher der Füllkasten D steht, hat genau dieselbe Richtung, wie die äufsere Linie der Schnecke: beide Constructionen sind deshalb nothwendig, damit sich an diesen Stellen Kohlenstücke nicht festklemmen können, welche entweder von der Schnecke zerdrückt werden müfsten,'oder diese zum Stillstand bringen würden^-
H H sind zwei, nach innen zu niedrigerwerdende Schüröffnungen. Der Heizer kann das flache Schüreisen durch diese kleinen Oeffnungen einbringen und die zu beiden Seiten und hinter der Rostrinne sich bildenden Schlacken losr stofsen und auf den Schlackenschieber C treiben. Letzterer braucht täglich' nur zweimal geöffnet zu werden, um die angesammelten Schlacken zu entfernen. In der Rostrinne und auf den einfassenden Terrassen entstehen keine Schlacken, weil dort die Kohlen nicht vollständig verbrennen, sondern durch die frisch nachrückenden, langsam aber stetig nach allen Seiten auf den flachen Rost geschoben werden, und hier vollzieht sich erst die vollständige Verbrennung derselben.
-Beim Beginn des Betriebes einer solchen neu hergestellten Feuerungs - Anlage, müssen . die ersten Kohlen aits dem Füllkasten durch die Schnecke in die Rostrinne und auf den Rost gebracht werden, indem man mit der Hand das Vorgelege k so lange in Betrieb setzt, bis der Rost ziemlich bedeckt ist (man kann auch durch die kleinen Schüröffnungen H einige Kohlen einbringen); dann wird das Feuer, wie gewöhnlich, angezündet, und so lange mittelst Handbetrieb mit frischen Kohlen gespeist, bis der Dampfdruck im "Kessel die Höhe erreicht hat, welche für den Betrieb der vorhandenen Maschine erforderlich ist. Wird dann die Schnecke durch Maschinenkraft bewegt, und das Feuer ist im vollen Gange, so brennen die Kohlen ■ auf der ganzen Oberfläche im Feuerraume. / -.■·■·■
*- Die von-unten, stetig nachgeforderten Kohlen heben ·-" und! schieben die oberen brennenden Schichten nach beiden Seiten und nach dem hinteren Theile des Rostes, und ersetzen so ganz regelmäfsig das von dem Feuer verzehrte Quantum, ohne dafs dabei der Feuerraum abgekühlt werden kann. Ueber der Rostrinne und über den Terrassen bildet sich dabei ein flacher Haufen, der sich langsam fortbewegt, und von dessen Scheitel die brennenden Kohlen nach allen Richtungen herunterrollen, weil die frischen, durch die Schnecke nachgedrückten Kohlen sich in der Mitte des Haufens nach oben und nach vorwärts Platz machen. Giebt man der Schnecke pro Minute eine Umdrehung, so befördert sie in einer Stunde ι hl Kohle in die Feuerung, und da man die Geschwindigkeit des Vorgeleges leicht reguliren kann, so hat man es vollständig in der Hand, in einer bestimmten Zeit ein bestimmtes Quantum Kohlen zur Verbrennung zu bringen.
Wird eine solche Feuerung nur am Tage benutzt, so läfst der Heizer abends einen kleinen Haufen Kohlen in der Rostrinne liegen und fördert noch so viel zu, dafs auch der Kanal gefüllt bleibt, und schliefst dann den Axenschieber. Am andern Morgen findet er die Kohlen im Kanal und in der Rinne glühend und kann die Arbeit gleich beginnen, denn die frisch nachgeförderten Kohlen werden sofort entzündet, wenn sie. mit den brennenden Massen in Berührung kommen.
Die Constructionen dieses Systems müssen natürlich verschiedenen Veränderungen unterliegen, indem sie örtlichen Verhältnissen und verschiedenen Brennmaterialien angepafst werden müssen. So kann z. B. bei einer kleineren Feuerung das Zuführungsrohr, der Kanal und die Rostrinne an der Seite der Feuerung angebracht werden, so dafs der Brennstoff nur nach einer (der freien) Seite auf den dort flach abfallenden Rost gelangen kann. Bei geringerem Brennstoff mufs die Rostrinne die ganze Länge des Rostes einnehmen, um dadurch eine gröfsere Fläche für die Vertheilung der gröfseren Masse des ersteren zu schaffen. Bei Anwendung von Gebläseluft wird die Sohle der Rostrinne um 30 mm tiefer gelegt, damit der Wind mitten in die Kohlen geführt werden kann; der Rost wird jedoch dabei kleiner, weil eben nur die entstehenden Koks darauf weiter verbrannt werden sollen.
Dieses System läfst sich leicht für jeden besonderen Zweck passend machen, es sind auch bereits Vorbereitungen im Gange, dasselbe bei Schiffskesseln, Locomotiven, Schweifs- und Schmelzofen, Brennofen und auch bei Zimmer- und Kuchen-Oefen in Anwendung zu bringen.
Im Vorstehenden werden die Patent-Ansprüche zunächst auf das Princip der Kohlenzuführung von unten, wie dasselbe durch die Constructionen beiliegender Zeichnung dargestellt ist, begründet; aber auch auf die erwähnten Abänderungen derselben, welche durch örtliche Verhältnisse, oder durch die Beschaffenheit des zur Verfugung stehenden Brennstoffes bedingt werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE000000000408DA 1877-09-11 1877-09-11 Feuerungseinrichtung Expired - Lifetime DE408C (de)

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DE408T 1877-09-11

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  • 1877

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