DE408360C - Vorrichtung zum Entgasen von Fluessigkeit durch Erwaermen - Google Patents

Vorrichtung zum Entgasen von Fluessigkeit durch Erwaermen

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DE408360C
DE408360C DEM79933D DEM0079933D DE408360C DE 408360 C DE408360 C DE 408360C DE M79933 D DEM79933 D DE M79933D DE M0079933 D DEM0079933 D DE M0079933D DE 408360 C DE408360 C DE 408360C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D19/00Degasification of liquids
    • B01D19/0042Degasification of liquids modifying the liquid flow
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D19/00Degasification of liquids
    • B01D19/0005Degasification of liquids with one or more auxiliary substances
    • B01D19/001Degasification of liquids with one or more auxiliary substances by bubbling steam through the liquid

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Degasification And Air Bubble Elimination (AREA)
  • Physical Water Treatments (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Entgasen von Flüssigkeit durch Erwärmen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahre-i und eire -\'orr ichtung zum Entgasen strömenfler Flüssigkeiten, besonders: von Kesselspeisewasser. Das Verfahren besteht darin. (laß die strcknende Flüssigkeit wiederholt auf den dem herrschenden Druck entsprechenden Siedepunkt erwärmt wird.
  • Die Entgasung ruhender Flüssigkeiten durch Erwärmen ist bekannt. Im vorliegenden Fall ist aber die Aufgabe eine andere, da es sich um die Entgasung strömender Flüssigkeit handelt. Die Entgasung erfolgt in mehreren Entgasungsstufen, bei deren jeder die Flüssigkeit auf den jeweiligen Siedepunkt erwärmt ist. Die Entgasung ist in einer Stufe nicht vollständig durchführbar, sie muß also wiederholt werden, bis die Flüssigkeit vollständig entgast ist.
  • Da die Flüssigkeit sich zwischen jeder Erwärmung, also zwischen je zwei Entgasungsstufen, abkühlt, muß sie in der nächsten Stufe wieder erwärmt «-erden.. Man kann sie auch zwischen den Entgasungsstufen kühlen, die in einer Stufe behandelte Flüssikeit fler einer früheren Stufe zufließenden' Flüssigkeit beimischen, um den Gasgehalt der letzteren zu verringern und die Wärme der behandelten Flüssigkeit zur Vorwärmung der Rohflüssigkeit ausnutzen.
  • Auf der Zeichnung sind einige Ausfülirungsbeispiele von Entgasern dargestellt. Abb. i und 2 zeigen in zwei zueinander rechtwinklig stehenden Schnitten einen Entgasen; Abb. 3 ist ein Schnitt durch eineu Entgasen mit Überströmung; Abb. d. zeigt einen zweistufigen Entgasen mit Kühler zwischen den Stufen, Abb. j einen Entgasen finit Kühler für das entgaste Wasser, Abb.6 einen Etitgaser mit zwei Druckstuf en; Abb.7 bis 9 zeigen verschiedene Anordnungen eines Entgasers bei einem Kondensator; Abb. io zeigt einen Entgasen mit Vakuumsauger.
  • Der Entgasen i ist in zwei Kaminern2 und 3 g ;teilt, die die der Kammer 2 bei s zugeleitete Flüssigkeit in Serie durchüießt. Dies heißt, das die Flüssigkeit in beide Kammer, von unten eintritt und oben abfließt. Die Flüssigkeit steigt vom Eintritt .a- aus in der Kammer 2 nach oben, überfließt die Scheidewand, geht nach unten, tritt von unten in flie Kammer 3 ein und durchfließt diese in gleicher Weise über eine zweite Scheidewand, worauf sie unten in den Auslaß 7 fließt. Die Ausiaßleitting ist durch eine Röhre 8 mit fleni Gasraum des Entgasers verbunden. Die abgeschiedenen Gase strömen durch einen Stutzen 8a ab. In den Kammern 2 und 3 sind angebohrte Rohre 9 vorgesehen, aus denen Dampf in das Wasser geleitet wird. Die Dampfmenge wird so bemessen, flaß (las Wasser in den Kammern bei dem herrschenden Druck ungefähr siedet. Im vorliegenden Fall herrscht Atmosphärendruck in den Kammern.
  • Der Entgasen nach Abb. 3 ist ähnlich ausgeführt, hat aber eine L`berströinunb io, die einen Teil des behandelten Wassers aus fier Kammer 3 durch ein Rückschlagventil i i zum Eintritt der Kammer 2 zurückleitet. Die entgaste Flüssigkeit mischt sich hier finit der kühleren, noch gashaltigen Flüssigkeit.
  • Bei beiden Ausführungsformen verliert die Flüssigkeit beim Übergang von einer Kammer zur andern etwas Wärme durch Ausstrahlung. Um die Abkühlung- zu verstärken, kann man gemäß Abb.4 zwischen den Stufen oder Kammern 2 und 3 eine Kühlschlange 12 anbringen.
  • Bei dem Entgasen nach Abb. 3 fließt das ,-arme, entgaste Wasser aus der letzten Entgasungskanimer durch einen Stutzen 13 in einen Kühler 6, durchzieht dessen Rohre i.4, kehrt um und fließt durch den Stutzen i, endgültig ab, während die frische Flüssiglreit, die bei 16 in den Kühler eintritt, im 'Mantel 6 die Rohre von außen umspült, ebenfalls umkehrt und von unten in die Kammer 2 tritt. So wird die frische Flüssigkeit vorgewärmt, die entgaste gekühlt, wie in der Einleitung näher erläutert. Natürlich . kann auch umgekehrt die frische Flüssigkeit durch die Rohre 14 und die entgaste durch den -Mantel 6 ziehen. Die Vorrichtung nach Abb. 5 hat drei Kammern. Die erste Kammer 2 trägt einen Rieselkondensator 2a zum Niederschlagen des oben abziehenden Dampfe.
  • Die bisher beschriebenen Ausführungen arbeiten siimtlich bei Atmosphärendruck und können mit einem Kondensator zur Aufnahme des abziehenden Dampfes und der freien Gase versehen sein, in dem die Dämpfe niedergeschlagen werden.
  • Bei dem Entgaser nach Abb. 6 steht dagegen mir die erste Kammer 17 unter Atmosphären-, die zweite Kammer i8 dagegen unter einem höheren Druck, der durch die Belastung eines in die Gasableitung 2o eingesetzten Ventils i9 bestimmt wird. Die frische Flüssigkeit tritt bei 21 in die erste Kammer 17, übersteigt die Scheidewand 22 und gelangt durch die Leitung 23 zur zweiten Kaminer 18, aus der sie über die Scheidewand 24 zur Ableitung 25 geht.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. ; ist der Entgaser i an einen Kondensator 26 angeschlossen, in dem Unterdruck herrscht. Auch in den Kammern des Entgasers herrscht L'iiterdrucl;, doch ist dieser weniger tief als im Kondensator und wird durch die Belastung eines Ventils 27 in der den Aufsatz 8a mit dein Kondensator 26 verbindenden Leitung bestimmt. Das mit Luft und anderen Gasen gemischte Wasser aus dem Kondensator wird durch eine Pumpe 28 in die erste Kammer 2 des Entgasers gefördert, durchläuft den Entgasen und wird von eitler Pumpe 29 zur Verbrauchsstelle gebracht.
  • Die Ausfiihrungsforin nach Abb.8 gleicht der vorigen, doch herrscht in den beiden Kammern 2 und 3 ein verschieden hoher, durch die Belastung der beiden Ventile 27 gegebener Unterdruck. Das Ventil der Kammer 3 ist stärker belastet als das der Kammer 2, so daß in der Kammer 3 ein höherer absoluter Druck herrscht als in der Kaminen 2. -Um die dazu erforderliche Wasser-S. iu!e zu erreichen, ist die Kammer 3 dem Druckunterschied entsprechend tiefer gelegt als die Kammer 2.
  • Der Einfachheit wegen ist in allen Beispielen außer Abb. 5 ein zweistufiger Entgasen angenommen. Selbstverständlich ist die Stufen- oder Behälterzahl beliebig und hat sich nach den Anforderungen des gegebenen Falles zu richten.
  • Bei Kesselspeiseanlagen, für die sich der Erfindungsgegenstand besonders gut eignet, genügt ein Zweistufenentgaser in der Regel vollkommen. Bei der Ausführungsform nach Abb. o ist der Entgaser insofern besonders vereinfacht, als der Kondensator 26 selbst die erste Stufe bildet, in der das Wasser schon teilweise entgast wird, ehe es zur Weiterbehandlung in die Kammer 2 tritt. Diese ist unten mit dem Wasserraum und oben mit dem Gasraum des Kondensators verbunden.
  • Bei Entgasern, die mit Unterdruck arbeiten, wird dieser entweder in der beschriebenen Weise durch Anschluß an einen Kondensator gewonnen oder auch gemäß Abb. io durch einen Sauger 28 erzeugt, unter dem eine Kühlschlange 29 zum Niederschlagen mitgenommenen Dampfes liegt.
  • Die Erfindung ist in erster Linie zur Anwendung bei Speiseanlagen von Kesseln bestimmt und schafft hier eine zweckmäßige und wenig Platz einnehmende Entgasungseinrichtung, doch kann sie allgemein überall angewendet werden, wo Flüssigkeiten von Luft und anderen Gasen zu befreien sind.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Entgasen von Flüssigkeit durch Erwärmen, dadurch gekennzeichnet, daß die strömende Flüssigkeit in mehreren hintereinanderliegenden Heizräumen so oft auf den Siedepunkt erwärmt wird, bis sie den gewünschten Grad der Entgasung erreicht hat.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in einem Heizraum behandelte Flüssigkeit mit der einem vorhergehenden Heizraum zufließenden Flüssigkeit gemischt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die behandelte Flüssigkeit im Wä rmeaustausch mit der Rohflüssigkeit geführt wird.
  4. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizräume übereinander angeordnet sind.
  5. 5. @-orrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, däß die Heizräume (2, 3) zwischen einer Speisepumpe (28) und einem Kondensator (26) angeordnet sind und ihre Wasser- und Gasräume mit den entsprechenden Räumen des Kondensators verbunden sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ventil (27) in der Leitung angeordnet ist, die den Gasraum der Heizräume (2, 3) mit dem Kondensator verbindet, um den Druck in den Heizräumen zu regeln.
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Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE897707C (de) * 1949-03-06 1953-11-23 Steinmueller Gmbh L & C Entgasungsanlage, insbesondere fuer Kesselspeisewasser
DE935131C (de) * 1943-03-02 1955-12-07 Philipp Mueller Nachf Eugen Bu Vorrichtung zur Speisewasservorwaermung und -speicherung mit doppelter Entgasung
DE946147C (de) * 1938-12-28 1956-08-02 Atlas Werke Ag Vorrichtung zum Entgasen von Wasser durch Entspannen
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DE1022598B (de) * 1952-11-19 1958-01-16 Stork Koninklijke Maschf Einrichtung zum Entgasen von Wasser, insbesondere von Kesselspeisewasser
DE1048927B (de) * 1955-09-15 1959-01-22 Fritz Schupp Einrichtung zur mehrstufigen Vorwaermung von Speisewasser unter gleichzeitiger Entgasung

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