DE408331C - Blitzschutz fuer Luftschiffe - Google Patents

Blitzschutz fuer Luftschiffe

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DE408331C
DE408331C DEL57639D DEL0057639D DE408331C DE 408331 C DE408331 C DE 408331C DE L57639 D DEL57639 D DE L57639D DE L0057639 D DEL0057639 D DE L0057639D DE 408331 C DE408331 C DE 408331C
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DE
Germany
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gas
lightning protection
airships
metal
cell wall
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Expired
Application number
DEL57639D
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Luftschiffbau Zeppelin GmbH
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Luftschiffbau Zeppelin GmbH
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D45/00Aircraft indicators or protectors not otherwise provided for
    • B64D45/02Lightning protectors; Static dischargers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)

Description

  • Blitzschutz für Luftschiffe. Die Erfindung bezweckt möglichste Blitzsicherung von Luftschiffen, die mit einem brennbaren Leichtgas gefüllt sind. An sich sind Vorrichtungen bekannt, bei denen der Blitzschutz durch Auffangvorrichtungen (Blitzableiter) in Zusammenhang mit dem den Gasraum umschließenden, metallischen Bauwerk erreicht werden soll.
  • Diese Vorrichtungen erreichen aber ihren Zweck nicht vollkommen, da erfahrungsgemäß bei Blitzschlägen das Metall. an der Einschlagstelle bis zum Schmelzen erhitzt wird, so daß die große Gefahr besteht, daß die abfließenden Metalltropfen die darunter befindliche Gashülle durchbrennen und das austretende Gas zur Entzündung bringen.
  • Diese Gefahr sucht die vorliegende Erfindung dadurch zu beseitigen, daß einmal ein genügend großer leitender Querschnitt für den auftreffenden Blitzstrahl geschaffen wird, anderseits zwischen dem metallischen Blitzschutz und der Gashülle ein Luftzwischenraum angeordnet wird, durch den verhindert werden soll, daß die Einschlagstelle in unmittelbarer Berührung mit der Gashülle steht.
  • Es kann dann ein Blitzstrahl die Gashülle nicht gleichzeitig mit der Außenhülle durchschlagen oder durchbrennen, und die Gashülle erhält als drittes Sicherungsglied außerdem einen besonderen Schutz gegen abschmelzende Metalltropfen.
  • Dieser Schutz besteht entweder aus einer oder mehreren besonderen, außerhalb der Gashülle angeordneten Schutzdecken, z. B. aus Asbestgewebe, oder aus einem flammsicher imprägnierten. Stoff, oder Metallgewebe (Drahtgaze), oder er besteht in einer feuersicheren Imprägnierung der Außenseite der Gashülle selbst. Als Imprägnierungsmittel können bereits bewährte Chemikalien, wie Wolframsalze, Wasserglas, essigsaure Tonerde u. dgl., mit verwendet werden..
  • Während die Einzelanwendung von einem metallischen Schutzkörper oder einem Luftzwischenraum oder einer feuersicheren Hülle keinen genügenden Blitzschutz gewährt, ist die erfindungsgemäße Vereinigung der genannten, drei Mittel geeignet, jede zündende Wirkung eines Blitzschlages auf eine brennbare Gasfüllung zu verhindern.
  • Die Schutzvorrichtungen können schließlich zwecks Gewichtsersparnis erfindungsgemäß auch zu Festigkeitszwecken im Luftschiffgerippe mit herangezogen werden; dadurch, daß der außenliegende Metallschutzkörper, aus Drähten, Stäben oder Blech bestehend, gleichzeitig die Funktion der sonst bei starren Luftschiffen angewandten (diagonalen) Feldverspannungsdrähte übernimmt, während die zwischen Schutzkörper und Gashülle angeordnete feuersichere Schutzdecke an die. Stelle des sonst üblichen Netzes zur Aufnahme des Gasdruckes von den Zellenwänden -treten soll. Auch kann der metallische Schutzkörper aus vollem Blech bestehen, und dann gleichzeitig die sonst übliche Außenhülle ersetzen. Ferner kann er durch eine ausreichende Metallisierung der Außenhülle gebildet werden.
  • Bei Luftschiffen, welche keine Gerüstkonstruktionen besitzen (urstarre oder Pralluftschiffe), kann die erfindungsgemäße Blitzschutzanordntmg dadurch erreicht werden, daß der Metallschutzkörper durch geeignete Formgebung als abstandhaltendes Mittel zwisch en Gaszelle und einer besonderen Außenhülle ausgebildet wird; dies kann z. B. durch wellenförmige oder matratzenartige Ausbildung des Schutznetzes geschehen.
  • Auf der beiliegenden Zeichnung sind mehrere Anwendungsformen der Erfindungen an einem Starrluftschiff und einem Pralluftschiff in einem Teilquerschnitt des Schiffes dargestellt.
  • Bei der in Abb. i dargestellten Anwendungsform der Erfindung bedeuten a zwei benachbarte Längsträger eines Starrluftschiffs, b die Außenhülle, c die Gaszellenwand. Zwischen der Außenhülle b und der Gaszellenwand c befindet sich ein Luftzwischenraum. Innerhalb der Außenhülle ist ein metallisches Netz d angeordnet, das auch durch ein geschlossenes Metallblech oder durch Metallisierung des Stoffes ersetzt werden kann. Dieses Netz d kann gleichzeitig zur Diagonalverspannung der zwischen zwei, thenachbarten Ringträgern befindlichen Felder dienen, während das geschlossene Metallblech als Außenhülle benutzt werden kann. In dem Zwischenraum zwischen Außenhülle und Gaszellenwand ist eine flammsichere Schutzdecke e angeordnet, die aus Asbestgewebe .oder feuersicher imprägniertem Stoff besteht.
  • Die in Abb. z dargestellte Anwendungsform unterscheidet sich von der soeben beschriebenen dadurch, daß die flammsichere Decke e dicht auf. der Gaszellenwand anliegt und so bemessen sein kann, daß sie gleichzeitig den im Innern der Gaszelle herrschenden Gasdruck aufnimmt.
  • Die Abb. 3 zeigt eine Anwendungsform der Erfindung bei einem urstarren oder Prallluftschiff. Zwischen der Gaszellenwand c und der Außenhülle b ist der metallische Schutzkörper d" angeordnet, der zum Zwecke der Abstanderhaltung von Gaszellenwand und Außenhülle wellenförmig gestaltet sein kann. Auf der Gaszelle liegt ferner die feuersichere Decke e, an deren Stelle sowohl bei dieser Anwendungsform als auch. bei der in den Abb. i und 2 dargestellten eine Gaszellenwand treten kann, deren Oberfläche flammensicher imprägniert ist.

Claims (1)

  1. PATENT- ANSPRÜCHE: i. Blitzschutz für Luftschiffe mit brennbarer Gasfüllung, gekennzeichnet durch die Vereinigung eines die Gaszellen umschließenden metallischen Schutzkörpers in Form eines Metallgerippes, -netzes oder Mantels, eines zwischen Schutzkörper und Gaszellenwand angeordneten Luftzwischenraums und einer die Gaszellenwand an den vom Blitz am meisten gefährdeten. Stellen umschließenden flammsicheren Hülle. z. Blitzschutz nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die Gaszellen umschließende metallische Schutzkörper in Form eines Drahtnetzes bei Starrluftschiffen gleichzeitig zur Verspannung des Gerüsts benutzt wird. 3. Blitzschutz nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die Gaszellen umschließende metallische Schutzkörper in Form eines Metallmantels bei Starrluftschiffen gleichzeitig als Außenhülle benutzt wird. q.. Blitzschutz nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei urstarren oder Pralluftschiffen der den Gasraum umschließende Metallkörper als abstandhaltendes Mittel zwischen Gaszelle und Außenhülle ausgebildet ist. 5. Blitzschutz nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hammsichere Decke gleichzeitig zur Aufnahme des auf die Gaszellenwandung ausgeübten Gasdrucks dient. 6. Blitzschutz nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Gaszellenwand selbst durch Imprägnierung Hammsicher gemacht ist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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