DE40780C - Apparat zur fabrikmäfsigen Herstellung von carburirtem Wasserstoffgas für Beleuchtungs-, Heizungs- und andere Zwecke - Google Patents
Apparat zur fabrikmäfsigen Herstellung von carburirtem Wasserstoffgas für Beleuchtungs-, Heizungs- und andere ZweckeInfo
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- DE40780C DE40780C DENDAT40780D DE40780DA DE40780C DE 40780 C DE40780 C DE 40780C DE NDAT40780 D DENDAT40780 D DE NDAT40780D DE 40780D A DE40780D A DE 40780DA DE 40780 C DE40780 C DE 40780C
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L3/00—Gaseous fuels; Natural gas; Synthetic natural gas obtained by processes not covered by subclass C10G, C10K; Liquefied petroleum gas
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Fig. ι der Zeichnung stellt den Apparat im Verticalschnitt, Fig. 2 in oberer Ansicht dar.
Der Apparat besteht aus dem in den Boden versenkten Behälter a, in welchen die aus Blei,
Kupfer, verzinntem Kupfer oder sonst geeignetem Metall gefertigte, unten offene Glocke c
eingesetzt wird. Innerhalb dieser Glocke ist ein Behälter d angeordnet, dessen durchlochter
Boden d1 etwa in der Mitte der Höhe der am unteren Rande mit Ausschnitten ds versehenen
Seitenwandung c?2 angebracht ist. Der untere
Rand der Seitenwandung der Glocke ist ebenfalls mit Ausschnitten c1 versehen, so dafs die
in den Behälter α eingefüllte Säure bis in das innerste Gefäfs d eindringen kann.
Der durchbrochene Boden dl und die Decke
der Glocke c sind durch Stehbolzen e mit Bund e1 und Flügelmutter/ mit einander verbunden.
Die Glocke c ist mittelst eines Auges ρ an zwei Tauen oder Ketten q r aufgehängt, welche
über auf einem fahrbaren Kran montirte Rollen, im bezw. no geleitet und an den Enden
durch Gewichte s bezw. t belastet sind.
Der Kran besteht aus den beiden Wagen j mit Plattform h, auf welcher die Ständer g
aufgestellt sind, die oben die Querbalken k tragen. Auf letzterem sind die Lager für die
Seil- bezw. Kettenrollen befestigt.
Das Füllen des Apparates erfolgt in folgender Weise:
Die Glocke c wird zusammen mit dem Behälter d durch Ziehen an den Tauen oder
Ketten q und r aus dem Behälter α herausgehoben, mittelst des Kranes seitwärts gefahren
und auf dem Boden niedergestellt. Alsdann löst man die Flügelmuttern /, so dafs die
Glocke c durch Ziehen an den Tauen oder Ketten q und r angehoben werden kann;
hierauf füllt man den Raum über dem durchbrochenen Boden dl mit Zink- oder Eisenstücken.
Dann senkt man die Glocke c wieder herab, so dafs die oberen Enden der Stehbolzen
e durch die betreffenden Löcher im Glockendeckel hindurchtreten, schraubt die
Flügelmuttern f auf, hebt die Glocke c und den Behälter d wieder vom Boden ab, führt
dieselben über den inzwischen bis zur Höhe A-B mit verdünnter Schwefelsäure gefüllten Behälter
und senkt c und d in die Flüssigkeit hinab, so dafs beide Gefäfse c und d mit dem unteren
Rande auf dem Boden von α aufstehen.
Die verdünnte Schwefelsäure dringt durch die Randausschnitte c1 bezw. d3 in die Glocke c
und den Behälter d ein und tritt durch Löcher des Bodens dl mit den Zink- oder Eisenstücken
in Berührung. Es beginnt somit die Entwickelung von Wasserstoffgas, welches sich unter
der Decke der Glocke c ansammelt und durch ein biegsames Rohr u entweder direct zum
Gebrauch oder nach einem Reservoir bezw. zur weiteren Behandlung abgeleitet werden
kann.
So lange das sich bildende Wasserstoffgas in dem Grade seiner Entwickelung abgeführt wird,
stehen die Glocke c und der Behälter d auf dem Boden von α auf. Wird jedoch nicht
so viel abgeleitet, als sich entwickelt, so wird
die stärkere Gasansammlung in der Glocke zur Folge haben, dafs ein Theil Säure aus der
Glocke c verdrängt wird und die Glocke selbst mit dem Behälter d aufsteigt.
Die Gegengewichte s und t sind in Hinsicht auf das Gewicht der Glocke c, des Behälters d
und der darin befindlichen Eisen- oder Zinkstücke so bestimmt, dafs die Glocke c mit ausreichendem
Uebergewicht auf das Gas drückt, um dieses durch das Rohr u hindurchzutreiben.
Sammelt sich in der Glocke c jedoch mehr Gas an, als durch dieses Uebergewicht nach dem
Rohr u geprefst wird, so schwimmt die Glocke c mit dem Behälter d allmälig in die Höhe, so
dafs immer mehr und mehr Zink- oder Eisentheile aus der Säure emportauchen und schliefslich
die Gasentwickelung ganz aufhört.
In dem Mafse, wie nun von dem aufgespeicherten Gase verbraucht wird, sinkt die
Glocke c mit dem Behälter d wieder herab, so dafs die Zink- bezw. Eisenstücke nach und
nach wieder in die Säure eintauchen und die Gasentwickelung wieder ihren Fortgang nimmt.
Es findet also bei vorliegendem Apparat eine ständige Selbstregulirung zwischen Gasableitung
und Entwickelung statt, so dafs der Druck in der Glocke c annähernd derselbe bleibt.
Das entwickelte Wasserstoffgas wird durch das biegsame Rohr u hindurch erforderlichenfalls
noch durch einen geschlossenen Carburirbehälter ν geleitet, welcher durch das Rohr χ
mit der erforderlichen Menge flüssigen Hydrocarbons versehen werden kann. An dem
Deckel w des Carburirbehälters sind frei nach unten hängende Streifen y aus Flanell oder
anderem absorbirend wirkenden Material befestigt, welche mit der unteren Kante in die
Carburirflüssigkeit eintauchen und sich somit mit dieser Flüssigkeit vollsaugen.
Durch den Druck des von dem einen Ende aus eintretenden Gases werden die Flanellstreifen
am unteren Rande umgebogen, so dafs diese Ränder gewissermafsen schwimmend erhalten
werden und das Gas unter innigster Berührung mit der Carburirflüssigkeit zwischen
dieser und dem damit getränkten Streifen aus einer Abtheilung in die andere übertritt. Das
Gas macht also den durch die Pfeile bezeichneten Weg und entweicht schliefslich in carburirtem
Zustande durch das Rohr ^. Um das flüssige Hydrocarbon in dem Carburirbehälter ν
auf constantem Niveau zu erhalten, kommt die aus Fig. 3 und 4 ersichtliche Vorrichtung
zur Anwendung. Dieselbe besteht aus einem kleinen, in die Zuleitung 3, 2 der Carburirflüssigkeit
eingeschalteten Behälter 1, in welchem ein Schwimmer angeordnet ist, der auf einen
am Ende des Zuflufsrohres 3 angebrachten Hahn regulirend wirkt und hierdurch das
Niveau der Flüssigkeit in diesem Behälter 1 und damit auch in dem Carburirgefäfs ν auf
nahezu gleicher Höhe erhält.
Die in Fig. 5 und 6 dargestellte Modification des Gasentwickelungsapparates unterscheidet sich
von der in Fig. 1 und 2 dargestellten und oben beschriebenen nur dadurch, dafs der Behälter
α über dem Boden angeordnet, nicht in denselben versenkt ist, und dafs die Behälter
α c d viereckige anstatt runde Form haben.
Fig. 7 zeigt eine weitere Modification, bei welcher der Boden des Behälters α zugleich
die Decke des Carburirgefäfses ν bildet und das Ganze fahrbar ist. Der Boden dl des Behälters
d ist in der Mitte durchlocht und hier mit einem Rohrstutzen 8 versehen, welcher
bis über das Niveau der Säure reicht. Dieser Rohrstutzen umgiebt das obere Ende eines den
Gassammeiraum unter der Glocke c mit dem Carburirgefäfs ν verbindenden Rohres 7.
Die mit Augen ρ versehene Glocke c ist mittelst Taue oder Ketten 15 bezw. 18 an den
beiden äufseren, nach Kreisbogen geformten Enden iia, I2a zweier Balanciere 11, 12 aufgehängt,
deren Drehzapfen 13, 14 in einem umgekehrt U-förmigen Rahmen 9 befestigt sind.
Die nach abwärts gerichteten Schenkel 9a dieses
Rahmens führen sich in Oesen 10, welche aufsen an dem Behälter α befestigt sind. Das
Gegengewicht 17 für die Glocke c und den mit Zink- oder Eisenstücken beschickten Behälter
d ist mittelst der Taue oder Ketten 10, 19
an den inneren, ■ ebenfalls nach Kreisbogen geformten Enden iib, i2b der beiden Balanciere
aufgehängt.
Steht die Glocke c mit dem unteren Rande auf dem Boden von α auf, so ruht der Rahmen
9 mit den Bunden 9b auf den oberen Führungsösen 1 o.
Der Behälter α wird etwa bis zum Niveau A-B mit verdünnter Schwefelsäure gefüllt. Das sich
entwickelnde, unter dem Glockendeckel sich ansammelnde Gas wird durch den auf dasselbe
ausgeübten, nahezu gleichmäfsigen Druck durch das Rohr 7 nach dem Carburirgefäfs und durch
die einzelnen Abtheilungen desselben hindurchgeprefst und in carburirtem Zustande durch
Rohr % abgeführt. Ein nach Fig. 7 eingerichteter Apparat würde sich z. B. für Eisenbahnzüge
zur Erzeugung des Leucht- und Heizgases ganz besonders eignen.
Fig. 8 zeigt die Anwendung vorliegender Erfindung bei einer transportablen, mehrflammigen
Lampe. Die Einrichtung zur Gasentwickelung und Carburirung entspricht vollkommen
der in Fig. 7 dargestellten und ist in dem Lampenfufs 20 untergebracht. Die Ketten
28, 29, an welchen einerseits das Gegengewicht 17, andererseits die Gasglocke c aufgehängt
ist, sind hier über Rollen 26, 27 geführt, deren Drehstifte 24, 25 in dem oberen
Theil 21 des Lampenfufses befestigt sind. Die
beiden Theile des Lampenfufses sind bei D E mittelst cylindrischer Theile 22, 23 auf einander
gepafst.
Der eine Griff 30 wird mittelst einer Schraube 31 mit dem unteren Lampenfufstheil
verbunden. Der andere Griff 32 ist hohl und bildet in Verbindung mit dem am Fufstheil 20
angebrachten Rohrstück 33, welches zugleich den unteren Theil des Griffes darstellt, die
Leitungsröhre für das aus dem Carburirgefäfs ν
kommende Gas. Die Verbindung zwischen 32 und 33 erfolgt durch die Muffe 37.
Das carburirte Gas tritt aus dem hohlen Griff 32 in den Raum 34 und geht von hier
durch den Hahn 38 nach den Brennern 36.
Die vorliegende Einrichtung zur Entwicke-' lung von Wasserstoffgas und Carburirung desselben
läfst sich natürlich auch noch für manche andere praktische Zwecke anwenden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Bei Apparaten zur Erzeugung von Wasserstoffgas die lösbare Verbindung der Gassammelglocke (c) mit dem auf perforiertem Zwischenboden (dx) die Zink- oder Eisenstücke tragenden Behälter (d) durch Stehbolzen (e), sowie die Aufhängung der Glocke (c) an über Rollen geführten, mit Gegengewicht versehenen Ketten oder Tauen bezw. an Balanciere, Fig. 7, derart, dafs die Zink- oder Eisenmasse bei überschüssiger Gasentwickelung mehr oder minder aus der Säureflüssigkeit gehoben und bei zu schwacher Gasproduction wieder in dieselbe niedergetaucht und somit eine selbstthätige Regelung des Gasdruckes erreicht wird.In Verbindung mit dem unter 1. angegebenen Wasserstoffgasgenerator ein Carburirgefäfs, von dessen Decke eine Anzahl Streifen aus Flanell oder anderem, das flüssige Carburirmittel aufsaugenden Material derart herabhängen, dafs der untere Rand derselben in die Carburirflüssigkeit eintaucht, so dafs das durch den Carburirbehälter streichende Gas gezwungen wird, sich zwischen dem unteren Rand der vollgesaugten Streifen und der Oberfläche der Flüssigkeit selbst hindurchzuzwängen und hierdurch vollständig mit Carburirflüssigkeit zu sättigen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40780C true DE40780C (de) |
Family
ID=316313
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT40780D Expired - Lifetime DE40780C (de) | Apparat zur fabrikmäfsigen Herstellung von carburirtem Wasserstoffgas für Beleuchtungs-, Heizungs- und andere Zwecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE40780C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2941130A (en) * | 1956-09-14 | 1960-06-14 | Siemens Ag | Polarized relay |
-
0
- DE DENDAT40780D patent/DE40780C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2941130A (en) * | 1956-09-14 | 1960-06-14 | Siemens Ag | Polarized relay |
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