DE407682C - Mehrpoliger OElschalter fuer hohe Leistungen - Google Patents

Mehrpoliger OElschalter fuer hohe Leistungen

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DE407682C
DE407682C DEM80984D DEM0080984D DE407682C DE 407682 C DE407682 C DE 407682C DE M80984 D DEM80984 D DE M80984D DE M0080984 D DEM0080984 D DE M0080984D DE 407682 C DE407682 C DE 407682C
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DEM80984D
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/022Details particular to three-phase circuit breakers

Landscapes

  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)

Description

Bei Hochleistungsölschaltern hat man im Augenblick der Unterbrechung den durch die Entwicklung des Lichtbogens auftretenden Druck zur Auslösung desselben benutzt, indem man wenigstens zeitweilig das Volumen des ölraumes, in welchem sich ,der Lichtbogen bildete, unveränderlich machte.
Eine Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß man die Abbrennkontakte in eine Löschkammer einschachtelte, so daß der Überdruck erst allmählich aus ihr heraus konnte; eine andere ist die, daß man den ganzen ölschalter derart druckfest ausbildete, ,daß er den gesamten, im Innern entstehenden Druck aushielt.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung sollen bei einem mehrpoligen Ölschalter innerhalb des gemeinsamen ölkessels die Schaltteile jedes einzelnen Pols von einer einheitlichen, in das ölgefäß eingebauten Polkammer abgeschlossen sein, die nur geringfügige Öffnungen aufweist, sonst aber vollständig geschlossen ist. Auf diese Weise wird die erste Druckwelle der Ausschaltung zunächst aufgefangen und durch die kleinen Öffnungen allmählich in den größeren Ölraum übertragen. Jede Kammer fängt den Überdruck zeitweilig auf und gibt ihn entsprechend verkleinert an die große ölmenge weiter. Es ist wesentlich, daß innerhalb der Ölkammer, im Gegensatz zu den bekannten Löschkammern, ein größeres ölquantum vorhanden ist und daß deshalb verbrannte ölteile nicht an den Abbrennkontakten oder in ihrer Nähe haften bleiben, sondern sich allmählich innerhalb der Polkammer niederschlagen und durch reines öl ersetzt werden. Durch zweckmäßige Ausbildung der innerhalb der Polkammer beweglichen Teile läßt sich auch eine gewisse Bewegung des Öles hervorrufen, die ,den Austausch in diesem Sinne erleichtert.
In der Zeichnung stellt
Abb ι. einen Seitenschnitt durch einen Pol,
Abb. 2 einen Längsschnitt durch die drei Pole dar.
Im Deckel D sind in bekannter Weise die Durchführungsisolatoren / angebracht, welche die ruhenden Kontakte, in diesem Falle die Bürsten B, tragen. Im unteren Teil des ölkessels K bewegt sich die Traverse T, an der für jeden Pol ein senkrecht stehender, im wesentlichen zylindrischer bzw. rohrförmiger Stützer S angebracht ist, der am oberen Ende das Schaltmesser M trägt, welches in der Einschaltstellung, wie sie Abb. 1 deutlich zeigt, sich gegen die Bürsten B legt. Mit den Bürsten B und dem Messer M sind in bekannter Weise Abbrennkontakte sowie gegebenenfalls Vorkontakte zur Einschaltung und Ausschaltung von Schutzwiderständen verbunden.
Der Gegenstand der Erfindung ist nun die Polkammer, welche aus einer oberen an den
Durchführungsisolatoren innen oder an den daran befestigten ruhenden Kontakten angebrachten Platte P1 einer unteren, parallel zu dieser stehenden Platte P" und einer zwischen beiden Platten angebrachten Zarge, etwa ovalen Querschnittes, besteht. Die beiden Platten P werden mit der Zarge in an sich bekannter und hier nicht dargestellter Weise, z. B. durch Druckschrauben, zusammengezogen, ίο In dem Längsschnitt ist die Anordnung so dargestellt, daß eine gemeinsame Platte P1 und eine gleiche P- die drei Zargen der einzelnen Polkammern zusammenhalten, so daß für jede Polkammer eine besondere Zarge, für alle drei zusammen aber je eine gemeinsame obere und untere Platte vorhanden sind. Eine derartige Zusammenfassung, die an sich natürlich nicht notwendig ist, erleichtert die Befestigung der beiden Platten gegeneinander und verringert die Zahl der Befestigungsschrauben, was für die Öffnung der Polkammer zwecks Nachsehens der Kontakte von praktischer Bedeutung ist.
Die Zarge kann beliebig ausgebildet werden, wird aber zweckmäßig den Raum eines Poles so eng umfassen, wie dies mit Rücksicht auf eine Sicherung der Zarge gegen die Lichtbogen möglich ist.
Die erwähnte Elastizität der Polkammern wird zweckmäßig dadurch hervorgerufen, daß man ihre Wände, und besonders die Zarge, etwas elastisch macht, also z. B. aus federndein, für eine gewisse Nachgiebigkeit konstru- > iertem Blech oder aus Hartpapier herstellt. Die Zarge kann aus Metall oder aus Isolationsmaterial bestehen. Letzteres ist zweckmäßig, um gleichzeitig eine Verbreiterung der Lichtbogen und ein Überschlagen gegen das Gehäuse zu vermeiden.
In der Polkammer sind bei der beispielsweise gezeichneten Anordnung drei öffnungen notwendiger Weise- vorhanden, nämlich diejenigen, in denen die Durchführungsisolatoren bzw. die oberen feststehenden Kontakte und der untere Traversenstützer in die Kammer hereintreten. Nach Bedarf wird man auch weitere Öffnungen anbringen, um den Ausgleich des Druckes zwischen der Polkammer und dem äußeren ölvolumen des Kessels K zu erleichtern, und ferner zu vermeiden, daß sich in der Polkammer eine stehende Gasblase bildet. Wenn diese Öffnungen nicht allzu groß sind, so lassen sie die Druckwellen nicht zu schnell heraustreten und beeinträchtigen die Wirkung, welche angestrebt wird, nur in ge- ' ringem Maße.
Durch die allmähliche. Ausgleichung der ersten, in der Polkammer auftretenden Druck-' welle wird das Ölvolumen des äußeren Gefäßes, also im Kessel K, in Schwingungen versetzt und wirkt als Druckausgleich, ähnlich wie das bei anderen Konstruktionen durch angesetzte Gefäße und Taschen gemacht worden ist, aber mit dem Unterschied, daß bei der vorliegenden Konstruktion sich diese Wirkung gewissermaßen nebensächlich undkostenlos, also besonders billig, erzielen läßt.
In der Zeichnung sind die Abbrennkontakte nur rein schematisch dargestellt. Eine wesentliche Erhöhung der Schaltleistung wird unter gleichen Umständen durch eine Erhöhung : der Schaltgeschwindigkeit an den Abbrennkontakten allein, ohne Beeinträchtigung der Traverse, also durch eine Schnappbewegung, erzielt. An sich ist die Verwendung der Schnappbewegung von Abbrennkontakten bekannt. . Im vorliegenden Falle erzielt sie bei der Verbindung mit der eingangs beschriebenen Konstruktion besondere ν orteile, weil nämlich durch die schnelle Bewegung der Abbrennkontakte allein die Möglichkeit gegeben ist, der Traverse oder dem Messer M eine größere Masse und Ölverdrängung zu geben, also insbesondere sie in wagerechter Richtung breiter auszuführen, so daß sie bei der Ausschaltbewegung einen stärkeren Umlauf des Öles in der Polkammer hervorrufen. Dies hat in bereits beschriebener Weise eine Spülwirkung zur Folge, welche verbrannte Ölteile aus der Nähe der Abbrenn- go kontakte entfernt und für die nächste Schaltung reines Öl dorthin bringt.
Die Einrichtung für die Schnappbewegung der Kontakte ist in den Abbildungen nicht dargestellt, weil sie an sich bekannt ist und daher eine besondere Darstellung nicht erfordert. Es genügt, auf die Verbindung der Schnappbewegung mit der Anordnung einzelner, geschlossener Polkammern in dem großen Ölgefäß hinzuweisen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Mehrpoliger ölschalter für hohe Leistungen mit mindestens zwei Unterbrechungsstellen für jeden Pol, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltteile jedes einzelnen Poles von einer im wesentlichen geschlossenen, in das gemeinsame Ölgefäß eingebauten Polkammer umgeben sind.
2. ölschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Kontaktteile auf senkrechten, im wesentlichen zylindrischen Stützern gelagert sind, welche durch im Boden der Polkammer angebrachte Löcher senkrecht auf und 115' nieder bewegt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEM80984D 1923-03-29 1923-03-29 Mehrpoliger OElschalter fuer hohe Leistungen Expired DE407682C (de)

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