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Spannvorrichtung für die Gurte von Polsterstühlen. Die Erfindung bezieht
sich auf eine Spannvorrichtung für die Gurte bei Polsterstühlen, Matratzen u. dgl.
Die Spannvorrichtung besteht in bekannter Weise aus einer Hebelklemme, bei der das
bewegliche Glied durch die Zugspannung des herumgeführten Gurtbandes in der Schließstellung
gehalten wird. Die Spannvorrichtung gemäß der Erfindung unterscheidet sich von den
bekannten Einrichtungen dadurch, daß das bewegliche Glied der Hebelklemme verschiebbar
auf dem Hebel lagert. Durch diese Anordnung tritt die Klemmwirkung mit Bezug auf
das Gurtband ein, wenn der Winkel zwischen dem Hebel und dem Gurtband größer wird
als 9o°. Der Vorteil der Einrichtung gemäß der Erfindung den bekannten Anordnungen
gegenüber liegt darin, daß besondere Scharnierverbindungen
in Fortfall
kommen, wodurch es möglich ist, die Hebelklemme aus einer einzigen Drahtlänge in
einfacher Weise herzustellen.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, und
zwar zeigt: Abb. i die Ansicht einer Ausführungsform der Vorrichtung.
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Abb. z ist der untere Teil der Vorrichtung einer anderen Ausführungsform
der Abb. i. Abb.3 und q. sind weitere Ausführungsformen der Vorrichtung.
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Abb.5 zeigt die Anwendung der Vorrichtung auf einem Stuhlrahmen.
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Gemäß Abb. i besteht die Vorrichtung aus einem Metalldraht oder einer
Stange, die gabelförmig so gebogen ist, daß zwei Arme a von gleicher Länge entstehen.
In der Mitte sind diese Arme zusammengezogen, um einen Handgriff b zu bilden. Die
unteren Teile der Arme liegen in einem Abstand vonieinander, der etwas größer ist
als die Breite des zu spannenden Gurtbandes, wobei die Arme parallel zueinander
geführt sind. Die oberen, dicht nebeneinanderliegenden Teile der Arme sind der bequemen
Handhabung wegen etwas schräg gegeneinander abgebogen. An den freien Enden der Arme
sitzt .ein Block c von rechteckigem Querschnitt aus Holz oder einem anderen geeigneten
Material. Die Arme a sind fest in den Block eingeschlagen.
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Vor der Befestigung des Blocks wird eine längliche Metallplatte oder
ein Querstück (l auf die Arme der Stange aufgeschoben. Dieses Querstück kann leicht
auf der Stange verschoben werden und sich gegen den Block c legen oder von diesem
nach oben bewegt werden. Die breiten Kanten des Querstücks d können aufgerauht oder
mit Sägezähnen versehen sein. Das Querstück d besteht aus einem zusammengefalteten
Metallstreifen, der so gebogen ist, daß er auf den Armen a der Stange geführt wird
und den Raum zwischen den beiden Armen a überbrückt.
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Anstatt die Enden der beiden Arme senkrecht in den Block c einzustecken,
können diese auch an den Enden umgebogen werden und in Stirnseitenlöchern des Blocks
eingreifen. Die Stirnflächen des Blocks können mit Nuten versehen sein, in welche
die Stangen eingreifen, um dadurch den Block in seiner richtigen Lage festzuhalten
(Abb. 2 rechts). An den Armen der Stange können Schultern vorgesehen sein, um den
Hub des Querstücks d zu begrenzen. Bei der Anwendung der Vorrichtung wird das Gurtband
über das Querstück d gelegt und dann zwischen dem Querstück und dem Block c durchgezogen.
Letzterer wird gegen den Stuhlrahmen abgestützt und der Handgriff von dem Stuhlrahmen
wegbewegt. Dadurch greift das Querstück und der Block das Gurtband, und es wird
gleichzeitig auf das Gurtband ein Zug ausgeübt, bis die erforderliche Spannung des
Bandes erreicht ist, wie es in der Abb. 5 veranschaulicht ist.
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An Stelle des Holzblocks kann auch die Stange länger sein, und die
Enden der Stange werden nach innen gegeneinandergebogen, wie es in der Abb.3 dargestellt
ist. Diese gegeneinandergebogenen Enden bilden dann das Gegendruckstück, gegen welches
sich das Querstück d legt.
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Bei einer weiteren in der Abb. q. dargestellten Ausführungsform kann
die Vorrichtung mit zwei Einspannschenkeln versehen sein, so daß zwei Gegendruckstücke
an beiden Enden und zwei Querstücke d', d°
zur Anwendung kommen. Die Stange
wird dann in geeigneter Weise gebogen. Bei dieser Ausführungsform kann der eine
Schenkel der Spannvorrichtung für eine bestimmte Breite des Gurtbandes dienen, während
der andere Schenkel für eine andere Breite des Gurtbandes geeignet ist.
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Die Vorrichtung dient in der Hauptsache zum Spannen von Gurtbändern
bei Stühlen und anderen Sitzgelegenheiten; sie kann jedoch auch zum Spannen der
Gurtbänder für Matratzen, Motorwagenverdecke und für andere Zwecke benutzt werden.