DE407191C - Schutzvorrichtung fuer elektrische Stromverbraucher gegen unzulaessige Erwaermung mit einem drehbaren, durch ein leicht schmelzbares Metall o. dgl. festgeloeteten Ausloeser - Google Patents
Schutzvorrichtung fuer elektrische Stromverbraucher gegen unzulaessige Erwaermung mit einem drehbaren, durch ein leicht schmelzbares Metall o. dgl. festgeloeteten AusloeserInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung für elektrische Stromverbraucher gegen unzulässige
Erwärmung mit einem drehbaren, durch ein leicht schmelzbares Lot festgelöteten Auslöser,
der gewöhnlich den die Abschaltung des gefährdeten Stromverbrauchers einleitenden
Schalter in seiner unwirksamen Stellung hält, nach Erweichen der Lötstelle dagegen durch
den selbsttätig in seine wirksame Stellung sich bewegenden Schalter gedreht wird.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß der den Auslöser und die Lötstelle enthaltende
Teil der Vorrichtung seinerseits in einem undrehbaren Teil gleichachsig zum Auslöser drehverstellbar
angeordnet ist. Der Auslöser kann z. B. mit einem Exzenter versehen sein und ist
in einem Metallröhrchen festgelötet, das seinerseits in einem zweiten undrehbaren Metallröhrchen
derart gelagert ist, daß die Reibung zwisehen den beiden Röhrchen größer ist als die
den Schalter in seine wirksame Stellung bewegende Kraft (z. B. die Spannung einer Feder),
wohingegen das Röhrchen von Hand drehbar bleibt. Durch diese Einrichtung wird erreicht,
daß die Schutzvorrichtung nach erfolgtem Ansprechen ohne weiteres wieder gebraucht
werden kann. Es ist hierzu nur nötig, nach Wiedererhärtung des Lötmetalles den Auslöser
unter Vermittlung des ihn enthaltenden Teiles, des inneren der beiden Röhrchen, in diejenige
Stellung zurückzudrehen, in welcher er den Schalter erneut in der unwirksamen Stellung
festhält.
Die neue Vorrichtung eignet sich infolge ihrer Einfachheit und ihrer geringen Raumbeanspruchung
vorzüglich für mit Steckeranschluß versehene bewegliche Stromverbraucher, wie Bügeleisen, Kochplatten u. dgl., bei welchen
bei Gefährdung des Stromverbrauchers ein Kurzschluß zwischen den Steckerpolen herge-
stellt wird, der die Abschaltung des Stromkreises durch eine dem Verbraucher vorgeschaltete
Schmelzsicherung o. dgl. herbeiführt. Hierbei besteht der Kurzschlut schalter erfindungsgemäß
aus einer im wesentlichen U-förmigen Blattfeder, die an ihrem Scheitel mit dem
einen Steckerpol oder einem damit verbundenen Kontakt dauernd in Verbindung steht, während
ihre Schenkelenden sich zu beiden Seiten des ίο anderen Steckerpoles oder eines damit verbundenen
Kontaktes befinden, wobei der Auslöser einen doppelseitigen Exzenter trägt, der die
beiden Schenkel der Kontaktfeder im gespreizten Zustand hält. Wenn die Schutz-Vorrichtung
im beweglichen Stecker untergebracht ist, befindet sich die den Auslöser mit dem ihn umgebenden Röhrchen verbindende
Lötstelle in einem aus dem Stecker nach vorn herausgeführten hohlen Handgriff des Röhrchens,
während das das letztere enthaltende undrehbare Röhrchen im Stecker in gewissen Grenzen achsial verschiebbar ist und unter
Wirkung einer die Teile nach außen drückenden Feder steht, wodurch der die Lötstelle enthaltende
hohle Handgriff in Berührung mit dem Stromverbraucher, z. B. der Oberplatte eines Bügeleisens, der Seitenwandung einer
Kochplatte o. dgl., gehalten wird.
Die Zeichnung veranschaulicht ein AusführuögsbeispM
des Erimdungsgegenstandes, und zwar zeigen die Abb. 1 und 2 eine in einem beweglichen
Stecker untergebrachte Schutzvorrichtung im Längsschnitt nach der Linie A-A
der Abb. 2 und im Querschnitt nach der Linie B-B der Abb. 1.
Der Stecker besteht, wie üblich, aus zwei miteinander lösbar verbundenen Körpern a, b aus
Isolierstoff, z. B. keramischer Masse. Im rückwärtigen Körper α sind die mit den nicht gezeichneten
Stromzuführungsdrähten verbundenen Steckhülsen c, c1 befestigt, die in Bohrungen
des vorderen Isolierkörpers b hineinragen. Seitlich der beiden Steckhülsen c, c5· ist im vorderen
Isolierkörper b ein Hohlraum d ausgespart, in dem sich der Kurzschlußschalter befindet.
Zu diesem gehören zwei Kontakte f, g, von welchen der eine mittels eines Gewind<eschaftes
in eine im rückwärtigen Isolierkörper a vorgesehene Mutter k, der andere dagegen in
eine im vorderen Körper b angeordnete Mutter i eingeschraubt ist. Der Kontakt g enthält eine
Bohrung zur Aufnahme eines Ringes k aus Isoliermaterial. Im letzteren ist ein Schutz- oder
Dämpfungswiderstand tu, z. B. ein Silitwiderstand, gehalten, dessen eines Stirnende mit dem
Kontakt g in Berührung steht, während das andere Stirnende mit einem Metalldübei»
Koatakt hat, der in den rückwärtigen Isolierkörper« eüagekittet ist. Der Metalldübel %
steht durch eine Brücke 0 mit der Steckhülse c in Verbindung, wohingegen mit der anderen
Steckhülse c1 der Kontakt f ebenfalls durch eine Brücke^ verbunden ist. Der eigentliche
Kurzschließer besteht aus einer im wesentlichen U-förmigen Blattfeder q, die mit ihrem nahezu
ringförmig gebogenen Scheitel auf dem Kontakt g festgeklemmt ist, während ihre Schenkelenden
zu beiden Seiten des abgesetzten Endes des Kontaktes f liegen. Die beiden Schenkel
der Blattfeder q werden gewöhnlich durch einen als Doppelexzenter wirkenden, schrägstehenden
Knebel r aus Isolierstoff im gespreizten Zustand gehalten. Der Knebel r ist mittels Splint und
Mutter im Körper b auf dem zwischen den Steckhülsen c, c1 angeordneten Auslöser s befestigt,
der in einem Röhrchen t frei drehbar lagert. Dieses Röhrchen t ist an seinem nach
vorn aus dem Isolierkörper δ heraustretenden Ende zu einem hohlen Handgriff t1 mit abnehmbarem
Deckel ausgebildet. In dem hohlen Handgriff befindet sich ein am äußeren Ende des Auslösers s vorgesehener Flansch oder
Kopf s1 und ein Lotmetall u, durch das der
Kopf sx mit dem Handgriff P- fest verbunden
ist, so daß der Auslöser s sich gewöhnlich in dem Röhrchen t nicht zu drehen vermag. Das Röhrchen
t ist von einem zweiten Röhrchen ν umgeben, das in einer Längsbohrung w des Isolierkörpers
b geführt ist, sich darin aber nicht zu drehen vermag. Das innere Röhrchen t ist
dabei in dem äuEeren Röhrchen ν so stramm
eingepaßt, daß die Reibung zwischen den beiden Röhrchen größer ist als die Spannung der Blattfeder
q, so daß der Knebel r durch die Blattfeder q nicht gedreht werden kann, wohingegen
eine Drehung von Hand unter Vermittlung des Handgriffs tl möglich bleibt. Das Röhrchen r
ist in der Bohrung w achsial verschiebbar. Es trägt am unteren Ende einen Flansch v1, auf
den eine gegen eine Schulter der Bohrung w sich stützende Druckfeder χ einwirkt, die das Bestreben
hat, die beiden mittels einer Schulter y gegeneinander abgestützten Röhrchen ν und t
nach außen zu bewegen, wodurch der hohle Handgriff t1 an die Oberfläche des zu schützenden
Stromverbrauchers, z. B. an die Oberplatte ζ eines Bügeleisens o. dgl. angedrückt und so iß
inniger Berührung damit gehalten wird. Ein vollständiges Herausbewegen der beiden Röhrchen
aws dem Isolierkörper b wird dabei durch den auf dem Auslöser s befestigten Knebel r
verhindert.
In der gezeichneten Ruhelage-der Vorrichtung
sind die beiden Schenkel der Blattfeder q gespreizt, so daß sie nicht mit dem Kontakt f in
Berührung kommen. Das Lot η ist, wie bekanfit,
so zusammengesetzt, daß es bei Überschreitung der für den zu schützenden Stromverbraucher
zulässigen Temperatur erweicht. Tritt also eine gefährlich Wätmesteigerung iao
im zu schützeaden Stromverbraucher auf, so
wird die Lötstelle aufgelötet, so daß der Aus-
leser s sich im Röhrchen t frei zu drehen vermag.
Der Knebel r wird dann durch die Federspannung der Blatifederschenkel q in die in
Abb. 2 strichpunkiiert gezeichnete Stellung gedreht,
während die Schenkel der Feder q mit dem Kontakt f in Berührung treten. Dadurch
werden die beiden Steckerpole vor dem Verbraucher über den Schutzwiderstand m kurzgeschlossen, wodurch das Abschalten desStrom-
kreises durch die dem Verbraucher wie üblich | vorgeschaltete Schmelzsicherung hervorgerufen :
wird. Hat die Schutzvorrichtung angesprochen, ' so zieht man den Stecker von den Steckerstiften
des Verbrauchers ab und läßt die Lötstelle erkalten. Ist das Lotmetall wieder erhärtet, so '
wird der Handgriff t1 im einen oder anderen | Sinne um einen angemessenen Winkel gedreht, j
An dieser Drehung nimmt der Auslöser s teil, wodurch der Knebel r wieder in seine, am
ao besten durch einen Anschlag festgelegte Schrägstellung
gelangt, worauf die Schutzvorrichtung ' erneut gebrauchsfähig ist. Natürlich muß
außerdem die Schmelzsicherung in bekannter Weise wieder erneuert werden.
Statt mit den seitlich der Steckhülsen ange- j ordneten besonderen Kontakten f, g könnte j
der Kurzschließer q auch unmittelbar mit den ' Steckhülsen c, c1 zusammenwirken, in welchem
Falle der Auslöser s mit dem Knebel r und den beiden Röhrchen t, ώ zwischen den beiden Steckhülsen
c, c1 angeordnet wird, wodurch der Stecker wesentlich schmaler wird. Statt am
beweglichen Stecker könnte die neue Vorrich- : tung auch unmittelbar am oder im Stromverbraucher
angeordnet werden und dann mit dessen Steckerstiften zusammenwirken. Statt durch Reibung könnte das innere Röhrchen t j
mit dem äußeren ν auch durch andere geeignete ■ Mittel, z. B. ein Gesperre, drehverstellbar ver- ■
bunden sein. j
Statt durch die vorgeschalteten Abschmelzsicherungen könnte die Abschaltung des gefährdeten
Stromverbrauchers auch durch einen | Höchststromschalter 0. dgl. erfolgen. Ferner
könnte an Stelle eines den Stromkreis vor dem Verbraucher kurzschließenden Schalters auch
ein Schalter vorgesehen sein, der durch öffnen oder Schließen einen Hilfsstromkreis steuert,
der seinerseits durch elektromagnetische Schal- 1 ter 0. dgl. die Abschaltung des Stromkreises bewirkt,
ι
Endlich könnten Schalter und Auslöser auch zu einem einheitlichen Ganzen vereinigt sein,
indem z. B. die Drehachse eines Schalters in einem seinerseits drehverstellbaren Lager festgelötet
ist.
Claims (4)
1. Schutzvorrichtung für elektrische Stromverbraucher gegen unzulässige Erwärmung
mit einem drehbaren, durch ein leicht schmelzbares Metall 0. dgl. festgelöteten Auslöser, der gewöhnlich den die
Abschaltung des gefährdeten Stromverbrauchers einleitenden Schalter in seiner unwirksamen Stellung hält und nach Erweichen
der Lötstelle durch den selbsttätig in seine wirksame Stellung sich bewegenden
Schalter gedreht wird, dadurch gekennzeichnet, daß der den Auslöser (s) und die Lötstelle
(u) enthaltende Teil (t) seinerseits in einem undrehbaren Teil (v) gleichachsig zum
Auslöser (s) drehverstellbar angeordnet ist.
2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslöser
mittels eines Exzenters (?) auf den Schalter (q) wirkt und die Reibung seines als Metallröhrchen
ausgebildeten Aufnahmeteiles (t) in dem ebenfalls als Metallröhrchen ausgebildeten
undrehbaren Teil (v) größer ist als die den Schalter (q) in seine wirksame
Stellung bewegende Kraft.
3. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 und 2 in Verbindung mit einem Stecker,
wobei die Abschaltung des gefährdeten Stromverbrauchers durch Herstellung eines Kurzschlusses zwischen den Steckerpolen
eingeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Kurzschlußschalter {q) aus einer im
wesentlichen U-förmigen Blattfeder besteht, die an ihrem Scheitel mit dem einen Stecker- go
pol oder einem damit verbundenen Kontakt (g) dauernd in Verbindung steht, während
ihre Schenkelenden sich zu beiden Seiten des anderen Steckerpoles oder eines damit verbundenen Kontakts (f) befinden,
und der Auslöser aus einem doppelseitigen Exzenter oder Knebel (r) besteht, der die
beiden Schenkel der Kontaktfeder (q) im gespreizten Zustand hält.
4. Im beweglichen Steckerteil untergebrachte Schutzvorrichtung nach Anspruch 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die den Auslöser (s) mit dem ihn umgebenden Röhrchen
(t) verbindende Lötstelle (w) in einem aus dem Stecker (a, b) nach vorn herausgeführten
hohlen Handgriff (t1) des Röhrchens
(t) angeordnet ist, und das dieses Röhrchen (t)
enthaltende undrehbare Röhrchen (v) gemeinsam mit dem Röhrchen [t) im Stecker.
in gewissen Grenzen achsial verschiebbar ist und unter Wirkung einer die Teile nach
außen drückenden Feder (x) steht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEC33280D DE407191C (de) | 1923-03-04 | 1923-03-04 | Schutzvorrichtung fuer elektrische Stromverbraucher gegen unzulaessige Erwaermung mit einem drehbaren, durch ein leicht schmelzbares Metall o. dgl. festgeloeteten Ausloeser |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEC33280D DE407191C (de) | 1923-03-04 | 1923-03-04 | Schutzvorrichtung fuer elektrische Stromverbraucher gegen unzulaessige Erwaermung mit einem drehbaren, durch ein leicht schmelzbares Metall o. dgl. festgeloeteten Ausloeser |
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| DE407191C true DE407191C (de) | 1924-12-18 |
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Family Applications (1)
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| DEC33280D Expired DE407191C (de) | 1923-03-04 | 1923-03-04 | Schutzvorrichtung fuer elektrische Stromverbraucher gegen unzulaessige Erwaermung mit einem drehbaren, durch ein leicht schmelzbares Metall o. dgl. festgeloeteten Ausloeser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE407191C (de) |
-
1923
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