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Vorrichtung zum Einstellen der Kupplung von Kraftfahrzeugen und Regeln
der Geschwindigkeit. Die Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätige Einstellvorrichtung
für die Maschinenkupplung und die Geschwindigkeitsreglung an Kraftfahrzeugen mit
Ableitung der Bewegung von einer vom Fahrzeugmotor anzutreibenden Welle.
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Nach der Erfindung ist zwischen zweä parallel zueinander angeordneten
Schnecken, die vom Fahrzeugmotor ständig mit verschiedener Umlaufzahl angetrieben
werden, ein Schneckenrad gelagert, welches mit seiner sich über einen geringeren
Umfangsteil als i8o° erstreckenden Verzahnung durch Hebelzug zunächst mit der schnellaufenden
Schnecke in Eingriff gebracht wird, um durch seine Teildrehung die Reibungskupplung
auszurücken, worauf nach erfolgter Getriebeschaltung und Rückbewegung des Schalthebels
durch abermalige Freigabe eines Spannhebels der gezahnte Teil des Schneckenrades
mit der anderen Schnecke in Eingriff gelangt und mittels einer mit der Schneckenradwelle
umlaufenden Kurbel das allmähliche Einrücken der Reibungskupplung wieder bewirkt
wird, nachdem durch einen mit der gleichen Welle umlaufenden Daumen die Reglung
der Motorgeschwindigkeit erfolgt ist.
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Diese Vorrichtung arbeitet selbsttätig und unabhängig von dem Fußtritt
der Reibungskupplung und des Geschwindigkeitsreglers, wodurch jeglicher Irrtum in
der Bedienung des Fahrzeuges verhindert wird. Sie wird in an sich bekannter Weise
nur durch einen einzigen Handhebel bedient, und der Führer hat seine Füße während
der Arbeit des Geschwindigkeitswechsels vollkommen frei. Es ist völlig unmöglich,
das Wechselgetriebe zu betätigen, bevor die Kupplung von der Motorwelle vollkommen
frei ist, wodurch die größte Dauerhaftigkeit der Wechselgetriebe und der urigen
Getriebe gewährleistet ist. Es ist ferner ein sehr gleichmäßiges anrücken der Reibungskupplung
gesichert in Verbindung mit der Betätigung des Wechselgetriebes. Wegen der Gleichmäßigkeit,
mit welcher die Reibungskupplung selbsttätig einrückt, kann dies mit größerer Schnelligkeit
geschehen als bei der gewöhnlichen Fußtrittanordnung. Die Arbeit geschieht ohne
Stöße und Geräusche. Die Zeichnung zeigt in Abb. i und 2 Ansichten der Anlaßvorr
ichtung von entgegengesetzten Seiten unter Fortlassung einer Gehäusewand; Abb. 3
und q. sind Einzelansichten des Getriebes; Abb.5 bis io die Wirkungsweise der Schaltvorrichtung.
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Die Anlaßvorrichtung ist im Innern eines rechteckigen Gehäuses C -untergebracht,
das mit gegenüberliegenden abnehmbaren Wänden versehen und mit Schmiermittel füllbar
ist. Die Vorrichtung setzt sich aus folgenden Teilen zusammen: Zw eii zueinander
parallele Schnecken 1, 2 sind in Kugellagern 3a, 3v, 36@, 3bl gelagert, welche an
den abnehmbaren Wänden des Gehäuses C befestigt sind. In einem Lager der einen Seitenwand
des Gehäuses ruht eine ständig umlaufende Welle q., die ihre Bewegung von der Antriebsmaschine
erhält und dieselbe auf die Schnecken 1,:2 durch folgendes Getriebe übermittelt:
ein Rad 5, das auf der Welle q. festsitzt und mit einem auf einem Ende der Schnecke
i festsitzenden Rade G in Eingriff steht, ein Rad 7, das auf einem im Gehäuse C.'
festen Bolzen 8 drehbar ist, ein Rad 9, ebenfalls. auf dem Bolzen 8 gelagert und
am Rade 7 befestigt, ein Rad io, das auf einem Ende der Schnecke :2 festsitzt.
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Mittels dieser Getriebeanordnung treibt die Welle .4 die Schnecke
i mit größerer Geschwindigkeit als die Schnecke 2.
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Zwischen den beiden Schnecken i und 2 isst ein Schneckenrad i i auf
einer Welle 12 befestigt, so daß es von jeder der Schnecken bewegt werden kann.
Die Zähne des Schneckenrades i i sind auf einem Bogen eingeschnitten, der kleiner
ist als i8o°, so daß, wenn es zwischen die Schnecken gebracht wird, seine Zähne
in die Nähe der Schnecken, jedoch nicht mit deren Gewinde in Eingriff gelangen.
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Die Kanten der Zähne des Schneckenrades i i sind an dem nicht gezahnten
Teil desselben verstärkf, um den durch die Zahnlücken bedingten Mangel des Gleichgewichtszustandes
wieder auszugleichen.
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In Abb. q. ist oben ein Zahn des Schneckenrades i i in Eingriff mit
der Schnecke i sichtbar, während unten der nicht gezahnte Teil
des
Rades 1-1 über die Schnecke -2 gleitet; an diesem Teil sind die Verstärkungskanten
i 1a vorgesehen. Neben dem Schneckenrad i i befindet sich auf einer Seite ein Sperrad
13 und auf der anderen Seite ein Nocken 1.4 mit gleichen Schultern ida, i.IP, die
sich diametral gegenüberstehen.
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Auf dem einen Ende einer Welle 15, die parallel zur Welle 12 liegt
und in festen Teilen des Gehäuses C schwingen kann, ist ein Hebel 1611 und auf dem
anderen Ende der Welle 15 ein zweiter Hebel i6b befestigt; die Arme 162 und 16b
stehen winklig zueinander und bilden einen Winkelhebel. Der Arin 162 kann zu gegebener
Zeit durch die Wirkung einer Feder 16e mit dem Nocken 14 (Abb. 2) in Berührung kommen;
die Feder 16c ist einerseits am Arm 16b und anderseits am Gehäuse C befestigt. Der
Arm 16b ist durch einen Lenker 17 mit einem' um die Welle 12 des Schneckenrades
i i schwingbaren Hebel 18 verbunden. An dem schwingbaren Hebel 18 ist eine Sperrklinke
i9 vorgesehen, die durch die Feder 19a in die Zähne des Sperrades 13 gedrückt wird,
so daß, wenn der Hebel 18 in einer Richtung bewegt wird, das Sperrad 13 zusammen
finit dem Schneckenrad i i um einen geringen Winkel verdreht wird.
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Auf dem Lager 3a ist bei 2o eine Klinke 21 angelenkt, die einen Zahn
besitzt, der das äußere Ende des Schwinghebels i8 in Richtung der Bewegung des Sperrades
13 festhält. Eine Schraubenfeder 22, die einesteils an der Klinke 21 und andernteils
am Lager 3a befestigt ist, hält die Klinke 21 mit dem Hebel 18 in Eingriff.
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Die Klinke 2 i wird in die Stellung zur Freigabe des Schwinghebels
i8 durch eine Hebelverbindung bewegt, die von der Hand betätigt wird und in einiger
Entfernung von der Vorrichtung angebracht sein kann, wobei ein nachgiebiges Verbindungsglied
verwendet wird. ker 23. der an Hebelsystem Klinke 21 angreift und Dieses Hebelsystem
besteht aus dem Lenmittels Auge und Zapfen an einen Arm 2.a. angeschlossen ist,
der bei 25 an das Lager 3a angelenkt ist.
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An den Gelenkpunkt des Armes 2.4 und des Lenkers 23 ist das eine Ende
einer Feder 26 angeschlossen, deren anderes Ende am Lager 311 befestigt ist. Diese
Feder ist bestrebt, den Lenker 23 und den Arm 24 in einer Winkelstellung zueinander
zu halten (Abb. i), in welcher die Klinke 21 den Schwinghebel 18 zurückhält. Ein
in einer biegsamen Hülle ioo geführtes Zugglied ioi wirkt der Feder 26 entgegen,
um die Hebel 23, 2,4 zu strecken und mittels der Klinke 21 den Schwinghebel 18 auszulösen,
so daß das Sperrad gedreht werden kann. 1811 ist ein am Gehäuse C befestigter Anschlag
zur Begrenzung der Bewegung des Schwinghebels 18 unterhalb der Klinke 21.
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Die Enden der Welle 12 des Schneckenrades i i treten aus dem Gehäuse
C heraus und tragen einerseits einen Arm 27 (Abb. 5), der mittels eines Lenkers
io2 (oder eines Systems von Lenkern und Hebeln) die Reibungskupplung einstellt,
welche die Motorwelle mit der Übertragungswelle verbindet.
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Auf demselben Ende der Welle 12 ist ein Daumen 28 befestigt, der auf
einen Hebel 103 einwirkt, der am Fahrzeug drehbar gelagert ist und mittels Lenker
oder Hebel die Geschwindigkeitsreglung des Motors bewirkt.
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Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende: Wenn der Stellhebel
des Wechselgetriebes mit der Hand erfaßt wird, um die Geschwindigkeit zu ändern
oder den Motor anzulassen, so tritt der Anlasser, welcher seine Bewegung vom Motor
erhält, in Tätigkeit und trennt schnell die Motorwelle von der Übertragungswelle.
Hierbei zieht das Zugorgan ioi (Abb. i und 5) an dein Kniehebelgelenk 23, 2d., so
daß letzteres unter Überwindung der Spannung der Feder 26 aus der Lage der
Abb. 5 die Lage nach Abb. 7 einnimmt; aber in der Zwischenstellung nach Abb. 6 wird
die Klinke 21 angehoben, welche dabei den Schwinghebel 18 freigibt, der alsdann
infolge der Wirkung der Feder 16c durch den Lenker 17 die Klinke 19 in das Sperrad
13 greifen läßt. Letzteres wird dadurch verdreht und nimmt das Schneckenrad i i
mit, das seine Zähne mit großer Geschwdndigkeit mit der Schnecke i in Eingriff bringt,
die durch den Motor dauernd schnell gedreht wird; hierdurch nehmen das Schneckenrad
i i, die Welle 12, die Nocken id.a, 1.I", Hebel 27 und Daumen 28 an der Bewegung
teil und bewirken das Ausrücken der Reibungskupplung (Abb. 12). Der mit der Welle
12 umlaufende Nocken 1411 trifft gegen den Hebel 16a, der dadurch aus seiner Lage
geworfen wird und seine Bewegung der Welle 15 und dem Hebel 1611 übermittelt, der
unter Überwindung der Feder 16c den Eingriff des Schwinghebels i 8 finit der Klinke
21 mittels des Lenkers 17 bewirkt.
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Wenn der gezahnte Teil des Schneckenrades ii an der Schnecke i vorübergegangen
ist (Abb.8), so ist die Auslösungsbewegung der Reibungskupplung durch den Arm 27
und Stange io2 vollkommen beendet.
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In dieser Stellung bleibt das Schneckenrad i i stehen, weil der einen
Winkel mit dem Auslösehebel bildende Arm 27 unter seinem Einfluß steht und auch
die Bewegung nicht umkehrt, weil die Klinke i9 das Rad 13
sichert
und den Hebel i8 gegen den Anschlag 18° stoßen läßt.
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Die Ühertragungsvorrichtung des Fahrzeuges bleibt ausgerückt, solange
das Kniehebelgelenk 23, 24 in der gezeichneten Lage bleibt. Einrücken der Reibungskupplung
und Geschwindigkeitsreglung des-Motors.
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Wenn das Zugorgan ioi keinen Zug auf das Kniehebelgelenk 23, 24 mehr
ausübt, wird letzteres durch die Feder 26 in die Knicklage gezogen (Abb.5); wenn
hierbei die Zwischenstellung nach Abb. g erreicht ist, wird die Klinke 21 angehoben
und gibt den Sch-,vinghebel18 frei, worauf sich der zu Abb. 6 beschriebene Vorgang
wiederholt. Dadurch wird der gezahnte Teil des Schneckenrades i i mit der ständig,
aber langsamer als die Schnecke i umlaufenden Schnecke 2 in Eingriff gebracht.
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Das Schneckenrad ii wird jetzt entsprechend langsamer gedreht (Abb.
io) und damit zugleich auch Welle 12 und Nocken 14a. Letzterer kommt mit dem Hebel
1611 in Berührung, wodurch der für Abb.8 beschriebene Vorgang sich wiederholt, und
Hebe127 beginnt die Reibungskupplung langsam einzurücken, während Daumen 28 mit
Hebel 103
in Berührung kommt und ihn bewegt. Dadurch wird mittels Hebel die
Geschwindigkeitsreglung des Motors bewirkt, bis gemäß Abb.5 die Kurbel
27 ihre Arbeit des Einrückens der Reibungskupplung beendet hat und der Daumen
28 den Hebel io3 verläßt, wodurch die Beschleunigung des Motors aufhört. Gleichzeitig
ist der gezahnte Teil des Schneckenrades i i durch die Schnecke--> gelaufen,
und es wiederholt sich der zu Abb. 14 beschriebene Vorgang der Bereitstellung für
erneute Einwirkung des Zugorgans ioi auf das Kniehebelgelenk 23, 24.
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Es ist zu beachten, daß die Feder 16° sehr stark sein muß, um den
gezahnten Teil des Schneckenrades i i mit großer Geschwindigkeit mit der Schnecke
i oder 2 in Eingriff bringen zu können.