DE406751C - Vorrichtung zum Einschalten oder Festhalten der Betonungsvorrichtungen bei pneumatischen Musikwerken - Google Patents

Vorrichtung zum Einschalten oder Festhalten der Betonungsvorrichtungen bei pneumatischen Musikwerken

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DE406751C
DE406751C DER60865D DER0060865D DE406751C DE 406751 C DE406751 C DE 406751C DE R60865 D DER60865 D DE R60865D DE R0060865 D DER0060865 D DE R0060865D DE 406751 C DE406751 C DE 406751C
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    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/02Pianofortes with keyboard

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Description

  • Vorrichtung zum Einschalten oder Festhalten der Betonungsvorrichtungen bei pne umatischen Dlusikwerken. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einschalten oder Festhal'en von Betonungsvorrichtungen bei pneumatischen Musikwerken mit Fuß- oder elektromotorischem Antrieb.
  • Die Instrumente werden, -wie bekannt, durch gelochte Notenrollen bedient, auf denen sich neben den Schlitzen oder fortlaufenden Lochungsreihen fÜr die Töne auch Schlitze oder Lochungen für die Betonungsvorrichtungen befinden, und zwar die letzteren meistens an den Rändern der Notenrollen. Die Betonungslächer der Note wirken auf die Piano- und Fortezüge und auf die Luftdrosselung für Pianospiel use. ein. Die neue Vorrichtung soll ermöglichen, daß verschiedene Notenrollensyseme, z. B. 88tönige oder 73tÖnige, verwendet werden können. Die Saugstöcke für 88tönige Notenrollen 'haben beispielsweise sehr dicht aneinander befindliche Luftlöcher, die 73tönigen weiter auseinanderstehende, und dementsprechend sind auch die zugeltörigen Notenrollenlochungen angeordnet. Der Raum an der Seite der Notenrolle, welcher bei 88töriigen Rollen übrigbleibt, ist nur sehr knapp bemessen. Bei diesen engen Teilungen, d.h. also bei einem schmalen Notenrollensystem, kann man am Rand der Notenrolle nicht gut Schlitzstanzungen ausführen, zumal wenn es sich um lange Betonungen handelt, da die Notenrolle zu sehr geschwächt werden #würde. Das Papier würde sich an seinen Längskanten zusammenschieben oder umlegen, und die Ränder würden defekt werden. Man verwendet deshalb* statt eines Schlitzes oder einer Lochreihe nur ein Loch für das Anstellen der Betonungsvorrichtung und ein später folgendes Loch für das Abstellen derselben auf der Notenrolle, so daß der ganze zwischen beiden befindliche Zwischenraumi ungeschwächt bleibt.
  • Die neue Vorrichtung bezieht sich nun auf ein Ventil, vorteilhaft ein Kippventil, dessen Einrichtung so getroffen ist, daß es die Betonungsvorrichtung sowohl dann an- und abstellt, wenn nur Anfangs- und Endlöcher zum An- und Abstellen der Betonungsvorrichtung, vorhanden sind, als auch. wie z.B. bei den breiteren 73er Notenrollen dann, wenn Schlitze oder Lochreihen vorhanden sind, welche die Betonungsvorrichtung anstellen und während ihrer überlaufzeit über dem entsprechenden Loch des Saugstockes in Tätigkeit halten.
  • Abb. i zeigt ein solches Ventil, als Kippventil ausgebildet, im Schnitt. In Abb. 2 ist ein 88 töniger, in Abb. 3 ein 73töniger Saugstock dargestellt.
  • Das Ventil d besitzt bei o und n Abdichtungsplättchen gegenüber den Öffnungen p und it, ist um die Achse J schwingbar und oben durch ein Bleiplättchen e belastet. i und g sind Membranen, welche auf die-Stößel k und h einwirken können. Der Stößel k hat einen größeren Abstand a, der Stößel li einen kleineren Abstand b vom Schwingpunkt f.
  • Angenommen, es werde eine 88tönige No-' tenrolle mit einem Anfangs- und einem Endloch im obigen Sinne für die Betonung verwendet. Erscheint das Anfangsloch über dein entsprechenden Betonungsloch x des Saugstockes, welches zu der Röhrenleitung t der Membran i gehört, so wird diese Membran hochgehoben und damit auch der Stift k. Er klappt das Ventil d nach rechts herüber, und es bleibt durch sein Schwergewicht in dieser Lage. Infolgedessen tritt Außenluft in bekannter Weise in die öffnung p, und diese geht. durch Rohr in zu den Betonungsvorrichtungen oder Forte- und Pianozügen und löst hierdurch die bekannte Wirkung aus, so daß das Instrument dann leise oder mittelleise spielt, je nach dem Notenrollenloch, für welches die Wirkung eingestellt ist.
  • Das zweite oder Endloch auf der Notenrolle für die Ausschaltung der Betonungsvorrichtung ist gegenüber dem ersten seitlich versetzt, und ihm entspricht ein Loch y au! dem Saugstock, das mil- de.n Loch s des Ventils in #er#,indung steht. Konimt das Endloch des Notentlattes mit dem Loch y des Saugstockes zur Dec)cung, so tritt Außenluft unter die Membran g«. Diese wird aufgeblasen, und der Stift li stößt das Ventil d in die gezeichnete Lage nach links, wobei es die öffnung p wieder verschließt. Man hat dann also wieder normale Spielwirkung. Verwendet man nun bei Benutzung desselben Instrumentes einen anderen Saugstock mit anderen Notenblättern, z. B. 73tönige gemäß Abb. 3, bei denen Schlitze oder ganze Lochreih#en für die Betonung vorgesehen sind, so ist die Wirkung folgende: Mit den Schlitzen steht das Rohr s in Verbindung, so daß bei Luftzutritt der Stößel h das Ventil dauernd in die links gezeichnete Lage drückt. Dieser Stift li befindet sich näher am Drehpunkt als der Stiftk der zweiten Membran. Erscheint nun die Schlitzreihe für das Rohr t auf der Notenrolle über der Öffnung des Saugstockes, so bläst sich die Membran i auf und der Stift k drückt das Ventil nach rechts, wobei er infolge seines längeren Hebelabstandes a gegenüber dem Stift li eine Überkraft besitzt. Das Ventil bleibt also kraftschlüssig so lange nach rechts übergekippt, als dieser Schlitz über seiner Saugstocköffnung gleitet, und die Außenluft kann, wie früher beschrieben, durch die öffnung p eintreten. Ist der Schlitz oder die Lochreihe zu Ende, so fällt das Ventil d wieder unter dem Einfluß des Stiftes A nach links.
  • Statt dieser auf verschiedener Hebelarmlänge a und b beruhenden überdruckwirkung könnte auch das Ventil 1 größer als das Ventil g ausgefülhrt sein.

Claims (2)

  1. PA T L i""r -A.-z S PR il C 11 r: i. Vorrichtung zum Einschalten oder Festhalten der BetonungsvorricIr.ungen bei pneumatischen Musikwerken, gekennzeichnet durch ein Doppelventil solcher Anordnung, daß bei Einwirkung derselben Luftdruckgröße auf die Flächeneinheit das eine Ventil gegenüber dem andern einen Überdruck erhält, um einen Schluß nach der unterbelasteten Seite herbeizuführen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein um eine Achse drehbares Kippventil (d) zum Schluß zweier öffnungen, welches sich durch je einen zu beiden Seiten der Achse angreifenden Stößel mit Membranen umlegen läßt, und ferner dadurch gekennzeichnet, daß der eine Stößel eine üLerkraft ausübt. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die C.berkraft der einen Seite durch größeren Ab- stand des Membranstößels von der Schwingachse des Ventils herbeigeführt wird.
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