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Einrichtung für begrenzte Kraftübertragung. Gegenstand der Erfindung
ist eine Ein. richtung für begrenzte Kraftübertragung an Arbeitsgeräten, Werkzeugen
und Maschinen, durch welche verhindert wird, daß ein, die zulässige Grenze überschreitender
Kraftaufwand durch den Arbeiter ausgeübt wird. Gemäß der Erfindung erfolgt die Kraftübertragung
von einem Griffhebel oder Arm aus unter Zwischenschaltung einer in verschiedenem
Hebelabstand einstellbaren Feder auf einen zweiten Hebel oder Arm, der als Lastarm
bzw. als Mitnehmer oder Schaltorgan lösbar oder fest mit dem wirkenden Teil des
Gerätes verbunden ist, wobei, wenn Gier als zulässig eingestellte Kraftaufwand überschritten
wird, infolge Nachlassens der zwischengeschalteten Feder eine Verstellung des Griffhebels
gegenüber dem Lasthebel erfolgt, die gegebenenfalls von einer sichtbaren oder fühlbaren
Bewegung von Anzeigeteilen begleitet sein kann. Diese Anzeigeteile können auch dazu
dienen, um zu ermöglichen, daß die einwirkende Kraft sich zwischen einem Minimal-
und Maximalbetrag hält.
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Die Zeichnung zeigt eine Anzahl von Arbeitsgeräten, die unter Zugrundelegung
des Erfindungsgedankens ausgebildet sind, und zwar zeigen die Abb. i bis 6 einen
sogenannten Gefühlshebel, wie er beispielsweise bei einer Bohrmaschine, Fräsmaschine,
Revolverbank und anderen Arbeitsmaschinen für Schaltzwecke dient. Abb. i ist unter
der Annahme, daß die von dem Gefühlshebel betätigte Spindel senkrecht verläuft,
eine Oberansicht, Abb. 2 ein Längsschnitt, Abb. 3 eine Vorderansicht bzw. eine untere
Ansicht zu Abb. i. Abb. .l bis 6 zeigen Einzelheiten.
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Abb. 7 bis 9 zeigen eine andere Ausführungsform des Gefühlshebels
in Ansicht bzw. im Längsschnitt und in Stirnansicht.
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Abb. io zeigt einen Schraubenschlüssel gemäß der Erfindung und Abb.
ioa die zugehörige Endansicht. Abb. i i zeigt einen Schraubenschlüssel mit einstellbarer
Backe. Abb. 12 ist ein Schneideisen gemäß der Erfindung. - Abb. i2a zeigt den angelenkten
Schneidbackenhebel. Abb. 13 ist eine Bohrratsche, Abb. 1¢ eine Zange gemäß der Erfindung.
Abb. 15 bis 17 zeigen eine Kurbel gemäß der Erfindung, und zwar ist Abb. 15 ein
Aufriß, Abb. 16 ein Längsschnitt durch den Kurbelgriff und @Abb. 17 ein Grundriß.
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Ein Griffhebel i und ein Lasthebel oder Lastarm 2 sind derärt zueinander
angeordnet, daß die am Griffhebel i wirkende Kraft durch eine zwischengeschaltete
Feder .3 auf den Lasthebel 2 übertragen wird, wobei der Lasthebel 2 einen Anlenkungspunkt
4. beispielsweise am Griffhebel i besitzt und der Abstand der Kraftübertragungsfeder
; vom Anlenkpunkt 4. durch Einstellung änderbar ist. Mit der Änderung des Abstandes
der Feder 3 vom Drehpunkt q. ändert sich auch das Drehmoment, welches der Lastarm
2 ohne ein Ausweichen der Feder 3 ausüben kann. Wird ein stärkerer Druck am Griffhebel
i ausgeübt, als der gegebenen Federstärke ; entspricht, dann weicht die Feder 3
und mit ihr der Lasthebel 2 aus und zeigt. durch diese Bewegung an, daß die Kraftaufwendung
die zulässige Grenze überschritten hat. Ein solches Anzeigeorgan ist beispielsweise
ein am Lasthebel 2 angelenkter Arm 5, welcher beim Nachgeben der Feder 3 mit dem
Lasthebel 2 gegen die Hand des Arbeiters ausschwingt und gegebenenfalls durch einen
nachgiebigen leisen Druck der Stelle 5a in fühlbarer Weise die erfolgte Überschreitung
der zulässigen Kraftaufwendung anzeigt. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i
bis 6 ist der Griffhebel i mit einer Nabe lose schwenkbar um eine Spindel 6 angeordnet;
mit der Spindel 6 fest verbunden, beispielsweise verkeilt, ist ein Stirnrad 7. Der
übergang der Griffhebelnabe ia in den Griffhebel i kann in seinem schildartigen
Teile den Lagerbolzen q. für den Lasthebel 2 tragen, an welchem der Fühlerarin 5
bei 2a angelenkt ist und unter der Wirkung einer Feder 8 steht. Die Nase 5b des
Armes 5 dient als Anschlag gegenüber
dem Hebel 2, so daß man bei
unmittelbarem Erfassen des Hebels 5 den Lastarm 2 um den Zapfen 4 ausschwingen und
aus den Stirnradkerben herausheben kann.
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Der Griffhebel i ist zweckmäßig hohl ausgebildet und erhält beispielsweise
einen U-förmigen Querschnitt, so daß der Lasthebel 2 in den Griffhebel i ganz oder
teilweise versenkt sein kann. Die Kraftübertragungsfeder 3 ist mit einem Gleitstück
oder Schlitten 3« in einem Längsschlitz 1b des Griffhebels i geführt und von Hand
einstellbar, indem der Griffknopf 3b, welcher aus dem Schlitz iL hervorschaut, erfaßt
und verschoben wird.
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Ist das an dem wirkenden Teil der Vorrichtung von dem Lastarm 2 ausgeübte
Moment (also bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Abb. i), abhängig von dem Schaltdruck
der Schaltklinke 2b auf das Stirnrad 7, größer als das von der konstanten Kraft
der Feder 3 und dem Abstand vom Drehpunkt 4 bestimmte Moment, dann erfolgt eine
relative Lagenänderung vom Lasthebel 2 und Griffhebel i gegeneinander, die an sich
schon die Überschreitung des zulässigen Drehmomentes bei der Kräftübertragung anzeigt
und sie auch noch z: B. Sicht- oder fühlbar für den. Arbeiter angibt.
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Bei dem in den Abb. 7 bis 9 dargestellten Ausführungsbeispiel ist
der Lasthebel 2 starr mit dem wirkenden Teil des Gerätes verbunden, z. B. durch
einen Dorn 9. Das Gerät selbst ist hier nicht weiter angedeutet, es kann angenommen
werden, daß die Büchse i o beispielsweise mit der Spindel eines Arbeitsgerätes oder
einer Werkzeugmaschine verbunden ist. Der Lasthebel 2 ist vollständig in den Griffhebel
i eingelassen, der den Lastarm 2 gehäuseartig umgibt. Die Feder 3 sitzt bei dieser
Ausführungsform verschiebbar auf dem Lastarm 2, man kann hierzu beispielsweise eine
Hülse Y auf dem Lastarm 2 verschiebbar anordnen. und an der Hülse 3c ein Griffstück
3d vorsehen, welches durch einen Längsschlitz des Griffhebels 1 hervorragt. Am Griffhebel
i kann eine Einteilung angebracht sein, welche die Einstellung der Feder 3 für verschiedene
zulässige Kraftmomente am Griffhebel i angibt oder unmittelbar für verschiedene,
im gegebenen Falle verwendete Werkzeuge. Der Griffhebel i schwingt lose um eine
Drehachse und kann hierzu lose mit einem Auge auf die Büchse i o aufgeschoben sein.
Die zum Anzeigen des ausgeübten Kraftmomentes dienenden Mittel sind im vorliegenden
Falle Stifte i i, welche querliegend am Lasthebel 2 befestigt sind, wobei im Griffhebel
i Durchtrittsöffnungen 12 für die Stifte i i vorgesehen sind. Überschreitet das
Kraftmoment am Griffhebel i die durch die jeweilige Einstellung der Feder 3 zulässige
Grenze, dann gibt die Feder .3 nach, der Griffhebel i nähert sich dem Lasthebel
2, und die Stifte i i treten durch die Löcher 1 2 hervor, was sich in einem leisen
Druck auf die Hand des Arbeitenden fühlbar macht. Bleibt andererseits das Kraftmoment
am Griffhebel i unter dem zulässigen Höchstwert, dann stehen die Stifte i i an der
den Löchern 12 gegenüberliegenden Wand des Griffhebels i hervor, also in Abb. 7
in der unteren Wand, und zeigen dadurch an, daß das Kraftmoment den zulässigen Höchstwert
noch nicht erreicht oder gar überschritten hat.
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Schließlich ist es auch möglich, den Griffhebel i und den Lasthebel
2 miteinander starr zu verriegeln, was erforderlich ist, wenn größere Kraftmomente
übertragen werden sollen, als für gewöhnlich zulässig ist. Hierzu ist zwischen den
beiden Hebeln i und 2 ein, entsprechend einstellbarer Anschlag vorgesehen. Nach
Abb. 7 ist in dem Hohlraum des Griffhebels i ein Anschlagstift i ; angeordnet, der
für gewöhnlich in ein Loch 14 des Lasthebels 2 eintreten kann. «Wird die Schieberhülse
3c so weit verschoben, daß sie das Loch 14 verdeckt, dann wird eine Verdrehung des
Griffhebels i gegenüber dem Lasthebel 2 verhindert, und die beiden Hebel i und 2
sind starr miteinander verbunden.
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Bei dem Schraubenschlüssel nach Abb. io sitzt eine Backe des Schraubenschlüssels
am Griffhebel i, die zweite Backe am Lasthebel ä, und beide Hebel sind miteinander
durch den, Zapfen 4. gelenkig verbunden, wobei der Lasthebel 2 in den Griffhebel
i versenkt ist und einen Fühlerstift i i trägt, der bei Überschreitung des- zulässigen
Kraftmoments aus dem, Loch 12 des Griffhebels i hervortritt. Der Griffhebel i und
der Lasthebel 2 können auch nur als Träger der Schraubenbacken dienen, wie Abb.
i o zeigt, und die Schraubenschlüsselbacken können auch nachstellbar sein (Franzosenschlüssel).
Ebenso kann man beispielsweise Schneidbacken am Griffhebel i oder am Lasthebel 2
vorsehen. Abb. 1 2 zeigt als Ausführungsform ein Windeeisen, bei dem wiederum der
Lasthebel 2 im Griffhebel i gelagert ist. Abb. 13 zeigt eine Bohrknarre, die in,
der Art ausgebildet ist, wie Abb. i angibt, und Anzeigestifte i i, wie die Ausführungsform
gemäß Abb. 7 besitzt. Abb. 14 zeigte eine gemäß der Erfindung ausgebildete Rohrzange.
Der Griffhebel i ist hier über einem Zangenarm vorgesehen, welcher als Lasthebel
2 im Sinne vorliegender Erfindung wirkt. Durch die Zange wird ein Erfassen des Gegenstandes
mit vorbestimmtem Druck ermöglicht und der Gegenstand daher vor übermäßigem Druck
geschützt.
Auch bei dieser Zange ist die Ausbildung in der Art durchführbar,
daß der Lasthebel 2 den Griffhebel i zum Teil umgibt.
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Bei dem Kurbeltrieb nach Abb. 15 bis 17 erhält der Griffhebel i einen
Handgriff 15 und ist, wie üblich, lose drehbar um die Spindel 6 gelagert, während
der Lasthehel2 in das Schaltrad 7 eingreift, wobei die hbertragung der Kurbelbewegung
von dem Griffhebel i auf den Lasthebel 2 durch die zwischengeschaltete Feder 3 erfolgt.
Hier sind der Griffhebel i und der Lasthebel 2 nebeneinander bzw. übereinander angeordnet.
Tritt eine Verschiebung zwischen beiden -ein, dann tritt aus dem Handgriff 15 der
als Anzeigemittel dienende Stift heraus, und zwar wird er dadurch herausgedrängt,
daß das Unterende des Bolzens i i sich über eine schräge Fläche des Lasthebels a
verschiebt, wodurch eine achsiale Verstellung des Stiftes i i veranlaßt wird, der
dann einen Druck auf die Hand ausüben kann.
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Der Erfindungsgedanke ist bei jeder Art von Werkzeug und Werkzeugmaschinen
bzw. Instrumenten und Arbeitsgeräten und Arbeitsmaschinen anwendbar, und zwar bei
Kraftübertragung für Erzielung einer Drehbewegung oder einer hin und her gehenden
Bewegung oder von achsialen Verschiebungen.
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Die Einrichtung kann auch mit Federn änderbarer einstellbarer Spannung
in Verbindung mit dem verstellbaren Hebelabstand gebaut werden.