KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Neuerung ist auf beiliegender Zeichnung in Fig. ι bis 7 erläutert, und zwar zeigt Fig. 1
eine Hinteransicht mit auf der rechten Seite fortgelassenem Metallkasten c, Fig. 2 eine Seitenansicht
von rechts, Fig. 3 dieselbe Ansicht mit aufgesetztem und festgeklemmtem Metallkasten c,
Fig. 4 veranschaulicht den Metallkasten c, während Fig. 5 einen Querschnitt desselben darstellt.
Fig. 6 ist ein Querschnitt nach der Linie a-a der Fig. 3 und Fig. 7 zeigt die wichtigsten
Theile des Mechanismus in gröfserem Mafsstabe.
c ist der Metallkasten, der in die beiden hinteren Stuhlbeine eingelassen ist. Derselbe
hat der früheren Construction, P. R. No. 37904, gegenüber eine wesentlich einfachere Form bekommen
(s. Fig. 4 und 5). Die Schienen dd führen sich in den Kästen c und legen sich
gegen die Ansätze d1 dx desselben, Fig. 5 und 6.
An ihrem oberen Ende tragen die letzteren zwei Stangen b b, zwischen denen sich zwei
Hebel α α bewegen. Diese sind um die Zapfen a1 al drehbar und an ihren einander
zugekehrten Enden mit einem Griff e gelenkartig verbunden, während an ihren anderen
Enden, welche durch die Schlitze d2 der Schienen d hindurchreichen, die eigenartig geformten
Hebel / drehbar befestigt sind. Die inneren Enden der Hebel α α werden von einer
kräftigen Feder g constant nach unten und dadurch die äufseren mit den Hebeln / nach
oben getrieben. Die Schienen dd tragen oben Knaggen h /7, welche die Form eines Keiles
haben und mit ihrer schrägen Fläche gegen die Hebel / gerichtet sind. Die Feder g ist
bestrebt, den Hebel / nach oben und mit seinem längeren Hebelarm gegen die Keilfläche
des Knaggens h zu drücken. Es resultirt hieraus eine Bewegung des Hebelendes /' in
der Richtung des Pfeiles Fig. 7, durch welche wiederum der kurze Hebelarm /2 welcher
gleichsam als Excenter wirkt, mit grofser Kraft gegen die innere Wandung des Kastens c gedrückt
wird und so die Schiene d in dem Kasten c feststellt. Es sind hier also die
Zähne des Kastens c der durch das Patent No. 37904 geschützten Construction und die
Sperrklinke g durch einen Keil und einen als Excenter wirkenden Hebel ersetzt. Der Mechanismus
wirkt nun wie folgt:
Soll der Sitz i des Stuhles aus seiner in Fig. 3 gezeichneten Lage in eine höhere gebracht
werden, so drückt man den Griff e nach oben, wodurch der von der Feder g auf
die inneren Enden der Hebel α α ausgeübte Druck überwunden wird und die .mit den
Hebeln/ versehenen Enden herabgehen. Hierdurch hört der Druck des Hebelarmes /2 f'2
gegen die Wand des Kastens c auf und die Schienen d d können sich in den letzteren frei
hin- und herbewegen, d. h. also der Sitz kann verschoben werden. Hört der Druck auf den
Griff e nach oben auf, so tritt wieder die Feder g in Thätigkeit und die Arme /2 der
Hebel / ziehen wieder die Schienen d d fest gegen die Wandungen von c c.
Pateντ-Ansρrüche:
i. An einem Stuhl mit verstellbarem Sitz die Anordnung eines vertical verstellbaren, um
einen Zapfen drehbaren zweiarmigen Hebels/
in Verbindung mit einem keilförmigen Knaggen h derart, dafs der Hebel, wenn
er gegen die Keilfläche bewegt wird, sich um jenen Zapfen dreht, sein Arm_/2 gegen
die Wandung des Kastens c gedrückt und dadurch der Sitz des Stuhles in seiner Lage
festgestellt wird.