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Als Tank ausgebildeter Trägerrahmen für Motorräder. Die aus Blech
hergestellten Trägerrahmen für 'Motorräder mit als Benzin- bzw, Oltank ausgenutztem
Hohlraum bilden einen verhältnismäßig großen freien Querschnitt. Eine Aussteifung
des Trägers ist nur durch eingesetzte Querwände möglich, von denen nicht sicher
ist, ob sie dem Rahmen die zur Aufnahme der Verwindungskräfte erforderliche Starrheit
geben, da sich alle derartigen Kräfte leim 'Motorrad der Rechnung entziehen. Der
Konstrukteur ist deshalb bei der Wahl der Blechstärken und der Aussteifung des Trägerrahmens
mehr auf seine Erfahrungen und sein Gefühl angewiesen. Eine wesentlich größere Sicherheit
und Starrheit bieten Trägerrahmen, wenn sie gemäß vorliegender Erfindung in der
Längsrichtung und senkrecht in zwei im wesentlichen symmetrische Behälter unterteilt
sind. Dadurch entsteht ein Träger, der außer seinen äußeren Längswänden noch in
der Mitte durch die Tankwände besonders versteift ist. Der ganze Träger erhält damit
eine jeder Beaiispruchu-:ig Rechnung tragende Widerstandsfähigkeit, ohne daß besonders
kräftige Blechstärken gewählt werden müßten, weil die Verdoppelung der Trägerwand
in der Längsrichtung Gewähr für die sichere Ausgleichung
aller
auftretenden Beanspruchungen bietet. Ein weiterer wichtiger Vorteil der Konstruktion
ist das zwangläufige Vorhandensein zweier Brennstoffgefäße. Während ein lecker Tankrahmen
unbrauchbar ist, steht hier ein zweiter Behälter zur Verfügung, der überhaupt als
Reservetank behandelt werden kann. Auch bietet sich die Möglichkeit der Auswechselung
einer leck gewordenen Tankrahnienhälfte, Die einem solchen Trägerrahmen eigene Starrheit
läßt sich auch auf die Gabelscheiden für das Hinterrad übertragen, wenn diese als
hoble Fortsetzung ihrer Trägerhälfte gestaltet sind, wie es ähnlich bereits bei
Sessehnotorradrahinen bekannt ist. In diesem Fall wird die am L`l:ergang aus dein
Tankrahmen in die Gahel sonst vorhandene schwache Stelle umgangen. Die hohlen Gabelscheiden
bieten zugleich Gelegenheit zur Aufnahme eines über den normalen Inhalt der gebräuchlichen
Benzintanks hinausgehenden Vorrat, der nach Verbrauch der Brennstoffmenge im Hauptbehälter
zur Verfügung steht.
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Abgesehen von solchen Trägerrahmen für Motorräder, die als Tank ausgebildet
sind, ist es auch bekannt, den Rahmen aus zwei längsgehenden Hälften zusammenzusetzen.
Beide Hälften bestehen aus mit eingebördelten Rändern versehenen Werkstücken, die
an den Stoßkanten verbunden sind. Die Rahmenhälften bilden jedoch nicht selbständige
Tanks. Daher fehlt auch .die durch die Doppelwand der vereinigten Rahmenhälften
entstehende Aussteifung gegen Verwindung. Auch sind Doppeltanks bekannt, die zu
beiden Seiten des Rohrrahmens an den Rahmenstreben angekleinint sind. Die Tankhälften
dienen dabei nicht zur Aussteifung des Rahmens, sondern belasten ihn im Gegenteil.
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Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Abb.
i in Seitenansicht und in Abb. z in Oberansicht auf den Trägrrrahmen dar. Die Abb.
3 und d. sind Querschnitte nach den L iirieii 3-3 bzw. .I-.1 in Abb. i. Abb. 5 und
6 sind ähnliche Querschnitte einer anderen Ausführungsform. Abb. 7 -neigt die zwischen
dein vorderen Benzintank im Hauptrahmen und dein Vorratsraum in der zugehörigen
Gabelscheide eingebaute L`berlaufwand. Abb. 8 zeigt eine andere Ausführungsform
der Verbindung zwischen dem Haupttank und dein Gabelhohlraum.
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Der Trägerrahmen des Motorrades festeht aus zwei gleichartigen Hälften
a, a', die sich je in eine Gabelscheide b, b' fortsetzen. Jede Trägerhälfte
bildet einen für sich abgeschlossenen bzw. von der anderen unabhängigen Benzintank
riiit besonderem Ablaufhahn, die jedoch in eine gemeinsame Leitung münden können.
Die Gabelscheiden b, b' sind gleichfalls hohl gestaltet, jedoch steht ihr
Hohlraum mit dein , der Rahmenhälften a, ä
in einer gegebenenfalls verschließbaren
`'erbin.dung. Die Rahmenhälften können jeden geeigneten Querschnitt aufweisen, z.
B. einen mehr runden gemäß Abb. 3 und .I oder auch für einen größeren Benzinvorrat
den aus Abb. 5 und 6 ersichtlichen rechteckigen. Zwischen dem Haupttank a bzw. ä
und den Hohlräumen ihrer Gabelscheiden b bzw. b' kann eine Scheidewand c gemäß Abb.
7 eingebaut sein, die zweckmäßig nach vorn geneigt ist und den kleineren Teil der
insgesamt mitgeführten Benzinmenge zurückhält, damit der Fahrer darauf aufmerksam
wird, daß sein Benzinvorrat zur Neige geht, nachdem er die Benzinmenge in den beiden
Tankräumen a, ä verbraucht hat. Er hat dann die 'Möglichkeit, durch Anheben des
Motorrarles am Hinterrad die in den Scheidenhohlräumen der Gabel b, b enthaltenen
Benzinmengen über die Scheidewand c überlaufen zu lassen und damit weiterzufahren.
Naturgemäß könnten die Scheidenhohlräume auch selbständige Behälter mit Füllschraube,
an der tiefsten Stelle ähnlich wie die Haupttankräume a, ä finit Ablaufhahn
sein. Anstatt die Wände c als Überlauf zu benutzen, könnte in eine geschlossen eingebaute
Wand d gemäß Abb.8 eine verschließbare öffnung finit einem von außen einstellbaren
Ventil e eingeschaltet sein, uni den Benzinrest in den vorderen Tank überlaufen
zu lassen, abgesehen von der -Möglichkeit, eine kleine Pumpe zum 1`herfül.len anzuordnen.