DE404285C - Einrichtung zur Ausgleichtung des durch Gebirgs- oder Grundwasser erzeugten aeusseren UEberdrucks auf Wasserbauten - Google Patents

Einrichtung zur Ausgleichtung des durch Gebirgs- oder Grundwasser erzeugten aeusseren UEberdrucks auf Wasserbauten

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DE404285C
DE404285C DESCH67646D DESC067646D DE404285C DE 404285 C DE404285 C DE 404285C DE SCH67646 D DESCH67646 D DE SCH67646D DE SC067646 D DESC067646 D DE SC067646D DE 404285 C DE404285 C DE 404285C
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KARL SCHALLER DIPL ING
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B1/00Equipment or apparatus for, or methods of, general hydraulic engineering, e.g. protection of constructions against ice-strains
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B3/00Engineering works in connection with control or use of streams, rivers, coasts, or other marine sites; Sealings or joints for engineering works in general
    • E02B3/16Sealings or joints

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Bulkheads Adapted To Foundation Construction (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Ausgleichung des durch Gebirgs- oder Grundwasser erzeugten äußeren Überdrucks auf Wasserbauten. Der Gebirgs- und Grundwasserdruck bei Wasserbauten sind meist Größen, mit denen beim Entwurf, beim Bau und im Betrieb in erster Linie gerechnet werden muß. Bekanntlich wird der äußere Überdruck dann gefährlich, wenn das Grund- oder Gebirgswasser über der Drucklinie der Leitung oder des Behälters liegt oder wenn Leitung oder Behälter bei gelegentlichen Trockenlegungen ihren Innendruck verlieren. Eine Folge dieses Überdrucks ist häufig eine teilweise oder gänzliche Zerstörung der nicht dem möglicherweise auftretenden Überdruck entsprechend bemessenen Leitung oder des Behälters.
  • Zur Ausgleichung dieses äußeren Überdrucks auf Wasserbauten war man bisher genötigt, den Überdruck entsprechend stark zu bemessen, oder man hat vrsucht, eine Entlastung durch Einbau einer- das ganze Bauwerk entlang führenden, kostspieligen, auf die Dauer aber meist versagenden Drainage herbeizuführen.
  • Diese aus einem äußeren Überdruck sich ergebenden Nachteile werden bei zweckmäßiger Anordnung gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, daß in das Mauerwerk von Wasserbauten eine der Größe des zu erwartenden Überdrucks entsprechende Anzahl Klappen oder Ventile eingebaut wird, die sich selbsttätig nach der Innenwasserseite öffnen, sobald der äußere Gebirgs- oder Grundwasserdruck den Innendruck übersteigt, und im umgekehrten Falle sich von selbst schließen.
  • Die Zeichnung zeigt e.ls Beispiel eine solche Klappe, die in die Sohle eines Wasserbau Werks, z. B. eines Wasserbeckens, zum Ausgleich äußeren Überdrucks eingebaut ist.
  • Durch Vermehrung der in das Wasserbauwerk eingebauten selbsttätigen Ventile oder Klappen über das. unbedingt erforderliche Maß hinaus kann eine genügende Sicherheit dafür erzielt werden, däß die Bemessung der Querschnitte des Bauwerks ohne Rücksicht auf überdruck ausreicht, da nicht anzunehmen ist, daß sämtliche Klappen zugleich versagen werden, zumal die Sicherheitsfrage im vorliegenden Falle auch nicht die einschneidende Rolle spielt, wie z. B. bei Tragwerken, da, wenn tatsächlich einmal aus irgendwelchen unerwarteten und vielleicht zu vermeidenden Umständen - etwa weil der Einbau nicht mit der nötigen Sorgfalt vor sich ging oder nicht geeignete Vorkehrungen gegen Verschlammen oder Verstopfen getroffen worden sind - ein Versagen, eines Teils der Klappen oder Ventile eintritt, das Wasser durch die anderen mit um so größerer Geschwindigkeit ausströmen würde.
  • Ein i,'erschlammen oder Verstopfen und damit ein Versagen der Ventile oder Klappen kann überdies durch geeignete Vorkehrungen verhindert werden, im losen Gebirge oder Untergrund z. B. dadurch, daß man den Einlauf zum selbsttätigen Ventil oder zur Klappe gegen die Hinterlagerung etwa mit einem halbkugelförmigen, möglichst weitmaschigen Stahlgitter abschließt, über welches eine Steinpackung gelegt wird, bestehend aus Gesteinsstücken, die so groß sind, daß sie auf keinen Fall durch die Maschen hindurchfallen. Infolge der kugelförmigen Gestaltung des Stahlgitters wird dem Wasser immer Gelegenheit gegeben sein, durchzusickern, ohne daß Steine, die eine Verstopfung herbeiführen könnten, mitgerissen werden. Eine dem Bauwerk Gefahr bringende Verstopfung durch Sand oder Schlamm ist nicht zu befürchten, da die Fließgeschwindigkeit des Außenwassers immer so groß sein wird, daß es zu Ablagerungen. nicht kommen kann. Sollte aber trotzdem eine Verstopfung eintreten, dann wird diese ohne, Gefahr für das Bauwerk nur so lange andauern, bis der äußere Überdruck so groß geworden ist, daß diese Ablagerungen durchbrochen werden und ein freier Abfluß wieder hergestellt ist.
  • Zusammenfassend bezwecken die in einer dem zu erwartenden äußeren Überdruck entsprechenden Anzahl in das Mauerwerk von Wasserbauten eingebauten selbsttätigen Ventile oder Klappen eine Ausgleichung des durch Gebirgs- oder Grundwasser erzeugten äußeren überdrucks auf einem bisher nichtgegangenen Wege und damit i. die Möglichkeit der Bemessung der Querschnitte des Bauwerks ohne Rücksicht auf äußeren überdruck, 2. einen wesentlich einfacheren, schnelleren und billigeren Bauvorgang, 3. die Vermeidung der das ganze Bauwerk entlang führenden, kostspieligen Drainage, die wegen der größeren Länge der Zulaufleitung weniger betriebssicher ist, als es die selbsttätigen Ventile oder Klappen sind.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH: Einrichtung zur Ausgleichung des durch Gebirgs- oder Grundwasser erzeugten äußeren Überdrucks auf Wasserbauten, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Größe des zu erwartenden Überdrucks entsprechende Anzahl bei dem Auftreten äußeren Überdrucks nach der Innenwasserseite selbsttätig sich öffnender Klappen oder Ventile in das Mauerwerk eingebaut ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3219474A1 (de) * 1981-11-02 1983-05-11 VEB Spezialbaukombinat Wasserbau, DDR 5300 Weimar Vorrichtung zur vermeidung von hydrostatischem ueberdruck unter membrandichtungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3219474A1 (de) * 1981-11-02 1983-05-11 VEB Spezialbaukombinat Wasserbau, DDR 5300 Weimar Vorrichtung zur vermeidung von hydrostatischem ueberdruck unter membrandichtungen

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