DE4037373C1 - Winch for coiled metal bands - incorporates shield protecting operating compartment from band guide - Google Patents

Winch for coiled metal bands - incorporates shield protecting operating compartment from band guide

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DE4037373C1 DE19904037373 DE4037373A DE4037373C1 DE 4037373 C1 DE4037373 C1 DE 4037373C1 DE 19904037373 DE19904037373 DE 19904037373 DE 4037373 A DE4037373 A DE 4037373A DE 4037373 C1 DE4037373 C1 DE 4037373C1
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Hubert 5952 Attendorn De Wacker
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H Wacker Maschinenbau 5950 Finnentrop De GmbH
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H Wacker Maschinenbau 5950 Finnentrop De GmbH
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description

Die Erfindung betrifft eine Haspelvorrichtung für Coils mit einer Bandführung, unterhalb der ein Bedienraum zur manuellen Zuführung einer Bandzwischenlage ausgebildet ist.
Haspelvorrichtungen dieser Art sind aus der Praxis bekannt und dienen zum Aufcoilen von Bändern, insbesondere von längsgeteilten Metallbändern. Hierzu wird das Metallband über die Bandführung zum Coil geführt, dessen Durchmesser sich mit zunehmendem Wickelfortschritt vergrößert. Beim Aufcoilen von längsgeteilten Metallbandstreifen ist es erforderlich, zwischen die einzelnen Bandlagen zusätzlich Zwischenlagen einzulegen, beispielsweise in Form von Papierzwischenlagen. Diese Zwischenlagen haben die Aufgabe, unterschiedliche Banddicken der einzelnen Streifen auszugleichen, damit die Durchmesser der einzelnen Teilcoils untereinander gleich bleiben.
Das Einlegen der Zwischenlagen geschieht bei diesen bekannten Haspelvorrichtungen auf manuellem Wege, indem eine Bedienungsperson die Zwischenlage in dem keilförmigen Zwickelbereich, der an der Einlaufstelle des Metallbandes auf dem Coilmantel gebildet wird, einlegt.
Diese Tätigkeit ist sehr gefährlich, da die Person von dem unmittelbar über ihm verlaufenden Metallband in den Zwickelraum hineingezogen werden kann. Insofern sind die bekannten Haspelvorrichtungen von Nachteil.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Haspelvorrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, daß die Verletzungsgefahr bei der Bedienung der Anlage herabgesetzt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer gattungsgemäßen Haspelvorrichtung dadurch gelöst, daß eine den Bedienraum von der Bandführung abschirmende Schutzvorrichtung vorgesehen ist, deren Vorderkante mit dem Coilmantel einen Zwickelraum zur Zuführung der Zwischenlage bildet, wobei eine Stellvorrichtung, welche über einen sich auf dem Coilmantel abstützenden Arm und eine Kurvensteuerung eine vom Wickeldurchmesser des Coils abgeleitete Schwenkbewegung erfährt, die Schutzvorrichtung derart steuert, daß deren Vorderkante in einem vorgebbaren Abstand zum Coilmantel gehalten wird.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die Bedienungsperson einerseits durch die Schutzvorrichtung, die den Bedienraum nach oben hin zur Wandführung abschließt, vom laufenden Band abgeschirmt wird und andererseits der für die Zuführung der Zwischenlage erforderliche im Zwickelraum gebildete Spalt auf ein zulässiges Minimum reduziert ist. Durch diesen Spalt, der zwischen Vorderkante der Schutzvorrichtung und Coilmantel gebildet wird, läßt sich die Papierzwischenlage gefahrlos einschieben. Die von dem auf dem Coilmantel abgestützten Arm geführte Kurvensteuerung sorgt dafür, daß der Abstand zwischen Vorderkante der Schutzvorrichtung und Coilmantel bei jedem Coildurchmesser auf den konstanten vorgegebenen Wert festgehalten wird.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich dadurch, daß die Schutzvorrichtung eine an einem gehäuse­ festen Anschlag angeschlagene teleskopartig ausfahrbare Schutzplatte ist, deren Vorderkante zum Coilmantel hin spitz zuläuft. Hierdurch ergibt sich eine gute Anpaßbarkeit an den jeweiligen Coildurchmesser, so daß stets die gesamte Fläche oberhalb des Bedienraums abgeschirmt ist.
Dadurch, daß an der Schutzplatte eine Kolben/Zylindereinheit gelenkig angeschlagen ist, die im Wickelbetrieb der Bewegung der Schutzplatte folgt und mittels der im Coilwechselbetrieb die Schutzplatte um einen gehäusefesten Anschlag verschwenkbar ist. Die Kolben/Zylindereinrichtung folgt während des Aufcoilens der geführten Bewegung der Schutzplatte kräftefrei und baut hierdurch ein Ölpolster auf, welches eine Abstützung der Stützplatte beim Abbinden der Coils sowie ein Absenken der Stützplatte vor dem Einlegen eines neuen Wickelbundes ermöglicht.
Wenn unterhalb der Schutzplatte im Bereich ihrer spitz zulaufenden Vorderkante eine Zwischenlageneinschuböffnung vorgesehen ist, ist der Bedienungsraum doppelt abgesichert, da zusätzlich zur Schutzplatte eine Abschirmung gegen den rotierenden Teil des Coilmantels gegeben ist.
Eine weiter verbesserte Abschirmung läßt sich erreichen, wenn im Randbereich des durch Papiereinschuböffnung und Schutzplatte gebildeten Zwickelraumes zum Coilmantel hin Lichtschranken vorgesehen sind, die beim Passieren die Anlage stillsetzen.
Eine bevorzugte konstruktive Gestaltung ergibt sich dadurch, daß sich der an einem gehäusefesten Gelenk angeschlagene Arm mittels einer Stützrolle auf dem Coilmantel abstützt.
Die Führung der Vorderkante der Schutzplatte während des Aufcoilens wird besonders robust, wenn der Arm im Bereich der Abstützung annähernd tangential zum Coilmantel abgewinkelt ist und er als Stellvorrichtung einen Schlitten trägt, entlang dem ein mit der Vorderkante der Schutzvorrichtung gelenkig lösbar verbindbarer Verbindungsarm verfahrbar ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert.
Die Haspelvorrichtung gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung besteht zunächst aus einem ortsfesten Gehäuse 4, welches eine erste Stütze 4c für den Winkelbund eines Coils bildet. Der Wickelbund, der durch die gestrichelte Linie mit dem kleineren Durchmesser dargestellt ist, ist in einer Lagervorrichtung gelagert. Über eine Bandführung wird Metallband 3 in Pfeilrichtung von rechts nach links auf den Wickelbund geführt, wie dies durch die im wesentlichen waagerechte gestrichelte Linie dargestellt ist. Mit zunehmendem Wickelfortschritt vergrößert sich der Durchmesser des Coilmantels 2 und weist bei einem mittleren Wickelfortschritt den in der Zeichnung durch die durchgezogene Linie dargestellten Durchmesser auf. Die äußere gestrichelte Kreislinie entspricht dem maximalen Wickeldurchmesser vor dem Abbinden des Coils.
An einer anderen Gehäusestütze 4c ist ein gehäusefestes Gelenk 16 vorgesehen. an dem eine Schutzvorrichtung in Form einer teleskopartig ausfahrbaren Schutzplatte 12 befestigt ist.
Die Schutzplatte 12 ist nach unten über eine Kolben/Zylindereinrichtung 15 mit der Gehäusestütze 4c gekoppelt.
An ihrer vorderen, dem Coilmantel 2 benachbarten Kante ist die teleskopartig ausfahrbare Schutzplatte 12 spitz zulaufend ausgebildet. Hierdurch wird in dem unterhalb der Schutzplatte 12 ausgebildeten Bedienraum B gemeinsam mit einer Papiereinschuböffnung 14, die ebenfalls unterhalb der Schutzplatte 12 angeordnet ist, ein keilförmiger Zwickelraum ausgebildet, durch die die Bedienungsperson Papierzwischenlagen gemeinsam mit dem einlaufenden Band 3 einschieben kann.
Auf einer weiteren im linken Teil der Zeichnung dargestellten Gehäusestütze 4a ist ein Drehpunkt 7 ausgebildet, an der ein Arm 6 angelenkt ist, der sich über eine Stützrolle 5 auf dem Außenmantel 2 des Coils abstützt. In seinem der Stützrolle 5 benachbarten Bereich ist der Arm 6 etwa tangential zur Coilmanteloberfläche abgewinkelt und trägt einen Schlitten 11a. Auf dem Schlitten 11a verfahrbar ist ein Verbindungsarm 11b angeordnet, der im Bereich der Vorderkante 13 mit der Schutzplatte 12 gelenkig verbunden ist. Diese Gelenkverbindung ist als lösbare Verbindung gestaltet.
Der Schlitten 11a ist über einen Gelenkmechanismus mit einer Kurvensteuerung 10 verbunden, deren Kurve geeignet an die Schwenkbewegung des Armes 6 infolge der mit zunehmendem Wickelfortschritt durch die Stützrolle 5 vollzogenen Ortskurve angepaßt ist.
Die Kurvensteuerung 10 ist über ein V-förmiges Laschenpaar 9, welches im Mittelbereich ebenfalls am Arm 6 gelenkig angeschlagen ist, und eine Lasche 8 über einen weiteren Gelenkstab mit dem Drehpunkt 7 des Armes 6 verbunden.
Die Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird im folgenden näher erläutert:
Bei Beginn des Haspelvorgangs befindet sich die Stützrolle 5 auf der Oberfläche des unbewickelten Wickelbundes, der durch die innere Kreislinie dargestellt ist. Die Spitze der Vorderkante 13 der Schutzplatte 12 wird durch die Kolben/Zylindereinrichtung 15 soweit hoch gefahren, bis das ihr zugeordnete Ende des Verbindungsarmes 11b mittels des Verbindungsgelenkes 17 mit der Vorderkante 13 gelenkig verbunden werden kann.
Anschließend wird die Haspelvorrichtung in Bewegung gesetzt, wobei dies gefahrlos durch die im Bedienraum B befindliche Bedienungsperson geschehen kann. Die Bedienungsperson kann dabei Papierzwischenlagen durch den zwischen der Papiereinschuböffnung 14 und dem unteren Bereich der Vorderkante 13 der Schutzplatte 12 gebildeten keilförmigen Zwickelraum einschieben, dessen Durchtrittsöffnung auf ein Maß von etwa 5 bis 8 mm eingestellt ist.
Mit zunehmendem Wickelfortschritt bewegt sich die Stützrolle 5 auf dem Coilmantel 2 entlang der dargestellten Ortskurve. Das aus Arm 6, Kurvensteuerung 10 und den zugehörigen Laschen 8, 9 gebildete System verfährt dabei den Schlitten 11a entlang des abgewinkelten Bereichs des Arms 6 in einer solchen Weise, daß der Verbindungsarm 11b über das Verbindungsgelenk 17 die Vorderkante 13 der Schutzplatte 12 bei jedem beliebigen Coildurchmesser in dem vorgegebenen Abstand von 5-8 mm zur Coiloberfläche konstant hält.
Durch die teleskopartige Auslegung der Schutzplatte läßt sich dabei die unterschiedliche erforderliche Länge der Schutzplatte 12 einstellen. Dies gewährleistet ein nahezu gefahrloses Arbeiten durch die Bedienungsperson, da sich die Durchtrittsöffnung mit zunehmendem Wickelfortschritt nicht verändert.
Die Kolben/Zylindereinrichtung 15 wird im Verlaufe der Aufwärtsbewegung der Schutzplatte 12 mitgenommen und füllt sich dabei mit Hydraulikmedium, so daß hierdurch ein Stützpolster gebildet wird.
Wenn der Coildurchmesser das Wickelende erreicht hat, stützt die Kolben/Zylindereinrichtung 15 die Schutzplatte 12 gegen die Gehäusestütze 4c ab, so daß das Verbindungsgelenk 17 zwischen Verbindungsarm 11b und Schutzplatte 12 gelöst werden kann und das Gelenksystem 6-11b um den Drehpunkt 7 von der Haspel weg verschwenkbar ist.
Anschließend erfolgt das Abbinden des Wickelbundes. Damit der abgebundene Wickelbund von seinem Lagerpunkt 1 entfernt werden kann, wird die Schutzplatte 12 teleskopartig eingefahren und über die Kolben/Zylindereinrichtung 15 nach unten hin verschwenkt.
Nach Einlegen eines neuen Wickelbundes wird die Schutzplatte 12 wiederum an den Anfangspunkt verfahren und der Vorgang beginnt wie oben dargestellt von neuem.

Claims (7)

1. Haspelvorrichtung für Coils mit einer Bandführung, unterhalb der ein Bedienraum (B) zur manuellen Zuführung einer Bandzwischenlage ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine den Bedienraum (B) von der Bandführung abschirmende Schutzvorrichtung (12) vorgesehen ist, deren Vorderkante mit dem Coilmantel (2) einen Zwickelraum zur Zuführung der Zwischenlage bildet, wobei eine Stellvorrichtung, welche über einen sich auf dem Coilmantel abstützenden Arm (6) und eine Kurvensteuerung (10) eine vom Wickeldurchmesser des Coils (2) abgeleitete Schwenkbewegung erfährt, die Schutzvorrichtung (12) derart steuert, daß deren Vorderkante (13) in einem vorgebbaren Abstand zum Coilmantel (2) gehalten wird.
2. Haspelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzvorrichtung (12) eine an einem gehäusefesten Gelenk (16) angeschlagene teleskopartig ausfahrbare Schutzplatte ist, deren Vorderkante (13) zum Coilmantel (2) hin spitz zuläuft.
3. Haspelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Schutzplatte (12) eine Kolben/Zylindereinheit (15) gelenkig angeschlagen ist, die im Wickelbetrieb der Bewegung der Schutzplatte (12) folgt und mittels der im Coilwechselbetrieb die Schutzplatte (12) um einen gehäusefesten Anschlag verschwenkbar ist.
4. Haspelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Schutzplatte (12) im Bereich von deren spitz zulaufender Vorderkante (13) eine Einschuböffnung (14) für die Zwischenlage, insbesondere Papierzwischenlage, vorgesehen ist.
5. Haspelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Randbereich des durch die Einschuböffnung (14) und die Schutzplatte (12) gebildeten Zwickelraumes zum Coilmantel (2) hin Lichtschranken vorgesehen sind.
6. Haspelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich der an einem gehäusefesten Gelenk (7) angeschlagene Arm (6) mittels einer Stützrolle (5) auf dem Coilmantel (2) abstützt.
7. Haspelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (6) im Bereich der Abstützung annähernd tangential zum Coilmantel (2) abgewinkelt ist und er als Stellvorrichtung einen Schlitten (11a) trägt, entlang dem ein mit der Vorderkante (13) der Schutzvorrichtung (12) lösbar gelenkig verbindbarer Verbindungsarm (11b) verfahrbar ist.
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