DE403271C - Aus magnetisierbaren Segmentringen bestehende Abdichtung der Elektroden von Elektrooefen - Google Patents
Aus magnetisierbaren Segmentringen bestehende Abdichtung der Elektroden von ElektrooefenInfo
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- H—ELECTRICITY
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- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B7/00—Heating by electric discharge
- H05B7/02—Details
- H05B7/12—Arrangements for cooling, sealing or protecting electrodes
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Description
(B iog552
Ein gutes Abdichten der Elektroden von Elektroofen ist wichtig, da dadurch der Elektroden-
und Stromverbrauch verringert, der Ofenprozeß verkürzt und andere Vorteile erreicht
werden. Man hat versucht, die Elektroden durch eigens geformtei Segmentsteine
abzudichten, jedoch ohne genügenden Erfolg, da die Zwischenräume, insbesondere die zwischen
den Segmenten und der Elektrode, nicht
ίο geschlossen gehalten werden konnten, weil
die Elektrodendurchmesser nicht immer gleich und eine gewisse Querbeweglichkeit der Elektroden
erforderlich ist, insbesondere aber auch, weil sich das Mauerwerk des Ofendeckeis,
in dem sich die Öffnungen für die Elektroden befinden, ungleich ausdehnt, so daß sich diese Öffnungen sehnig zur Elektrodenachse
verschieben.
Um eine zuverlässigere, den Betrieb weniger störende Abdichtung zu erhalten, werden
teleskopartige Abdichtungen verwendet, die außer dem Nachteil der Kostspieligkeit auch
noch den Nachteil haben, daß ihr Einbau zumeist den Umbau der Ofenanlage erfordert
und die Elektrode, insbesondere ihr stromrlurchflossener Teil, länger sein muß als bei
Ofen ohne einen solchen Verschluß, was außer der \*ergrößerung der Stromverluste und der
vergrößerten Gefahr von Elektrodenbrüchen auch den Nachteil hat, daß die Stelle, an der
die Elektroden zwecks Verlängerung aneinander befestigt zu werden pflegen, dem Stromdurchgang
auf eine längere Zeit ausgesetzt ist und das Umstellen der Elektrodenbacken häufiger erfolgen muß.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, die Elektroden durch magnetisierbare Segmentringe
abzudichten, die durch den die Elektroden durchfließenden Strom magnetisiert werden sollen, so daß sie die Neigung
erhalten, sich dicht um die Elektroden zu schließen; jedoch bleiben die zwischen den
einzelnen Segmenten entstehenden Fugen entweder ungedeckt oder wurden mit Platten
aus magnetisierbarem Stoff bedeckt, so daß die einzelnen Segmente magnetisch kurzgeschlossen
wurden. Der Magnetismus wurde dann so geschwächt, daß die gewünschte Wirkung ausblieb.
Auch hatten die einzelnen Segmente untereinander keine Verbindung, so daß sie sich
regellos an einer Seite zusammendrängten und an der anderen Seite weite Fugen ließen.
Demgegenüber besteht die Erfindung darin, bei Abdichtungen aus magnetisierbaren
Segmentringen die benachbarten Ringsegmente durch je zwei an die Ringsegmente aneinandergelenkte Lenker zu verbinden, die
gegen die Ringsegmente nur begrenzt beweglich sind und die noch verbleibenden
Fugen der Ringsegmente durch Platten aus unmagnetischem Stoff zu überdecken, wobei
im Falle mehrerer übereinandergelegter Segmentringe verschiedenen Durchmessers
Zwischenlagen aus unmagnetischem Stoff eingeschaltet werden.
Die Zeichnung zeigt ein Ausiführungsbeispiel
der Erfindung, Abb. ι bei geschlossenem Segmentring,
ίο Abb. 2 bei gegenseitiger Verschiebung der
Segmente.
Der Segmentring besteht aus mehreren, z. B. vier Segmenten a. Benachbarte Segmente
sind durch zwei Lenker b miteinander verbunden, die sowohl an den Segmenten wie
aneinander angelenkt sind. Die Befestigung an den Segmenten ist so eingerichtet, daß die
Lenker sich nur in begrenztem Maße gegen die Segmente drehen können. Der Ring von
Segmenten wird auf den gewöhnlich wassergekühlten, festen Ring aufgelegt, der die
Elektrodenöffnung des Ofendeckels umgibt. Der Innendurchmesser des Segmentringes ist
so groß, als der Durchmesser der Elektroden zumindest zu sein pflegt, z. B. 396 mm bei
Elektroden von regelmäßig 400 mm 0. Die Segmente bestehen aus Eisen, die Lenker ganz
oder teilweise aus unmagnetischem Stoff. Durch den die Elektrode durchfließenden
Strom werden die Eisensegmente kräftig magnetisiert und ziehen einander an. Der Magnetismus sucht die Luftspalten zu verringern,
den Segmentring also zusammenzuziehen, und preßt infolgedessen die Innenkanten
der Segmente an die Elektrode an. Infolgedessen liegen diese an der Elektrode gasdicht an, auch wenn der Durchmesser der
Elektrode von dem des Segmentringes ein wenig verschieden ist. Trotz dieser Abdichtung
klemmen die Segmente nicht an der Elektrode, weil infolge der wechselnden Stromstärke der Magnetismus ebenfalls wechselt
und der Ring infolgedessen unmerklich erzittert. Die Lenker b verhindern dadurch,
daß ihre Beweglichkeit begrenzt ist, daß sich ein einzelnes Segment erheblich weiter gegen
den Kreismittelpunkt verschiebt, wie die anderen und daß der Spalt zwischen zwei Segmenten
ein gewisses Maß überschreitet, so daß sich sowohl die Zusammenziehung des Ringes als eine etwa nötige Dehnung gleichmäßig
auf die Segmente verteilt.
Solange die Ebene der für die Elektrode bestimmten Öffnung senkrecht zur Elektrodenachse
steht, was bei neuen Deckeln der Fall zu sein pflegt, bilden die Segmente einen geschlossenen Ring, wenn die Elektrode bei
dem obigen Beispiel 396 mm 0 hat. Besitzt sie einen größeren Durchmesser, z. B. 400 mm,
so entstehen zwischen benachbarten Segmenten schmale Luftspalten.
Zur Bedeckung dieser Luftspalten dienen federnde Bleche aus unmagnetischem Stoff,
\ die je an einem Segment befestigt sind. (Sie sind in der Zeichnung nicht dargestellt). Verzieht
sich der Ofendeckel, so daß die Ebenen •der Deckelöffnungen nicht mehr senkrecht zu
den Elektrodenachsen stehen, ein Schnitt der Elektrode in der Ebene der Öffnung also eine
Ellipse bilden würde, so verschieben sich die Segmente auf dem Deckel so, daß sie angenähert
dieselbe Ellipse (Abb. 2) bilden, ohne daß die Abdichtung zwischen Segmentinnenkanten
und Elektrode erheblich leidet.
Die Abdeckung der Fugen der Segmente ist nur an den Außenkanten notwendig, wenn
auf den Segmentring, wie es bereits bekannt ist, ein zweiter, dritter usw. aufgelegt wird,
wobei die Fugen versetzt zueinander ange- ! ordnet werden. Nach der Erfindung werden
! dann zwischen je zwei Segmentringen ! Zwischenlagen aus unmagnetischem Stoff eingeschaltet. Mehr als zwei Ringe werden
jedoch kaum verwendet, weil auch bei schwierigen Verhältnissen zwei Ringe genügen.
Benutzt man einen Segmaentring aus einer großen Anzahl von Segmenten, so bilden diese
eine Art Kette, die sich infolge des auftretenden Magnetismus um die Elektrode eng herumlegt
und vorteilhaft in Verbindung mit einem Ring aus vier Segmenten verwendet wird. Man kann auch leichte Halter anbringen,
die das Abheben der Ringe von dem Deckel, z. B. beim Herausziehen fehlerhafter Elektroden, hindern sollen.
Claims (2)
1. Aus magnetisierbaren Segmentringen bestehende Abdichtung der Elektroden
von Elektroöfen, dadurch gekennzeichnet, daß die benachbarten Ringsegmente durch je zwei an die Ringsegmente und
aneinandergelenkte Lenker verbunden sind, die gegen die Ringsegmente nur begrenzt
beweglich sind.
2. Abdichtung nach Anspruch 1 mit die Fugen der Ringsegmente überdeckenden
Platten oder aus mehreren übereinandergelegten Segmentringen verschiedenen Durchmessers, dadurch gekennzeichnet,
daß die Überdeckungsplatten aus unmagnetischem Stoff bestehen und zwischen je zwei Segmentringen Zwischenlagen
aus unmagnetischem Stoff eingeschaltet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB109552D DE403271C (de) | 1923-05-05 | 1923-05-05 | Aus magnetisierbaren Segmentringen bestehende Abdichtung der Elektroden von Elektrooefen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB109552D DE403271C (de) | 1923-05-05 | 1923-05-05 | Aus magnetisierbaren Segmentringen bestehende Abdichtung der Elektroden von Elektrooefen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE403271C true DE403271C (de) | 1925-06-04 |
Family
ID=6992498
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB109552D Expired DE403271C (de) | 1923-05-05 | 1923-05-05 | Aus magnetisierbaren Segmentringen bestehende Abdichtung der Elektroden von Elektrooefen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE403271C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE944026C (de) * | 1950-10-19 | 1956-06-21 | Demag Elektrometallurgie Gmbh | Elektrodentieffassung |
| DE1129634B (de) * | 1958-07-22 | 1962-05-17 | Aei Birlec Ltd | Elektrischer Lichtbogenofen |
| DE1167992B (de) * | 1960-06-02 | 1964-04-16 | Bbc Brown Boveri & Cie | Elektrodenabdichtung fuer elektrische Lichtbogen- und Reduktionsoefen |
-
1923
- 1923-05-05 DE DEB109552D patent/DE403271C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE944026C (de) * | 1950-10-19 | 1956-06-21 | Demag Elektrometallurgie Gmbh | Elektrodentieffassung |
| DE1129634B (de) * | 1958-07-22 | 1962-05-17 | Aei Birlec Ltd | Elektrischer Lichtbogenofen |
| DE1167992B (de) * | 1960-06-02 | 1964-04-16 | Bbc Brown Boveri & Cie | Elektrodenabdichtung fuer elektrische Lichtbogen- und Reduktionsoefen |
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