DE403210C - Pendelgleichrichter mit schwingendem Anker - Google Patents
Pendelgleichrichter mit schwingendem AnkerInfo
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- DE403210C DE403210C DEM78530D DEM0078530D DE403210C DE 403210 C DE403210 C DE 403210C DE M78530 D DEM78530 D DE M78530D DE M0078530 D DEM0078530 D DE M0078530D DE 403210 C DE403210 C DE 403210C
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-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
- H02M7/00—Conversion of AC power input into DC power output; Conversion of DC power input into AC power output
- H02M7/02—Conversion of AC power input into DC power output without possibility of reversal
- H02M7/30—Conversion of AC power input into DC power output without possibility of reversal by dynamic converters
- H02M7/32—Conversion of AC power input into DC power output without possibility of reversal by dynamic converters using mechanical contact-making and -breaking parts
- H02M7/36—Conversion of AC power input into DC power output without possibility of reversal by dynamic converters using mechanical contact-making and -breaking parts with electromagnetically-operated vibrating contacts, e.g. chopper
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Description
Bei der Gleichrichtung von Wechselstrom mit Hilfe eines vom Netzstrom angetriebenen
Pendels, dessen mechanische Schwingungen zeitlich übereinstimmend mit den elektrischen
Schwingungen des Netzstromes verlaufen, können nur verhältnismäßig geringe Stromstärken
und Spannungen umgeformt werden, wenn nicht die Kontakte des Pendelgleichrichters
durch Funkenbildung sehr bald zerstört werden sollen. Dieser Nachteil zeigt sich besonders bei der Aufladung von Sammlern.
Er wird nur dann vermieden, wenn die Zahl der gleichzeitig in Reihe zu ladenden Zellen auf 12 bis 15 und die Ladestromstärke
auf etwa 5 Amp. beschränkt wird.
Ist eine Batterie zu laden, deren Anfangsspannung in der Abb. 1 ihrer Größe nach
durch die Linie zwischen 1 und 3 dargestellt ist, so müssen die Kontakte so eingestellt
sein, daß das Pendel den Stromweg in dem Augenblick schließt oder öffnet, wo die Ladespannung,
die bekanntlich in Form einer Sinuslinie verläuft, annähernd gleich der Gegenspannung
der Batterie ist, d. h., daß im Stromwege Spannung und Strom annähernd gleich Null sind. Da jedoch die Gegenspannung
einer Batterie während der Ladung wächst, und zwar für jeden Bleisammler von 2 Volt auf 2,8 Volt, und da anderseits die
Schwingungsweite des Pendels während der Ladung nicht verändert werden kann, so vergrößert
sich die Gegenspannung bis zum Ende der Ladung auf die Größe der Linie zwischen 2 und 4 in Abb. r, und die Energiemengen
im Stromwege werden beim Zeitpunkte 1 bzw. 6 so groß, daß sie die Grenzen der
Schaulinie in Abb. 2 überschreiten. Je größer die Zahl der Zellen ist, desto größer wird
der Unterschied. Ihre Zahl muß also beschränkt und die Schwingungsweite des Pendels
so eingestellt werden, daß sich der Kontakt zeitlich in der Mitte zwischen 1 und 2
der Abb. 1 schließt bzw. zwischen 5 und 6 öffnet. Auf diese Weise wird die überschüssige
Energiemenge sowohl aus dem Transformator beim Ladebeginn wie aus der Batterie am Ende der Ladung unter den Grenzen der
Abb. 2 gehalten, so daß das Pendel funkenfrei arbeiten kann. Bei dieser Sachlage muß
die Ausnutzbarkeit eines Pendelgleichrichters auf das Laden von höchstens 15 Bleisammlern
bei einer Stromstärke von höchstens Amp. beschränkt werden.
Es ist bekannt, daß ein Dauergleichstrom in zerhackten Gleichstrom oder infolge Umkehrung
der Stromrichtung jedes zweiten Stromstoßes in Wechselstrom umgewandelt werden kann und daß dabei Funkenbildung
nicht auftritt, wenn eine Reihe von Kontakten einander parallel in den Stromweg eingeschaltet
ist und die Einzelkontakte zeitlich nacheinander geöffnet oder geschlossen werden.
Dieser Gedanke ist aber bisher nur auf die Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom
und auch nur auf umlaufende Maschinen mit Kollektorringen und Stromabnahme durch Bürsten beschränkt geblieben, während
seine Umkehrung, die Anwendung auf die Verwandlung von einphasigem Wechselstrom in Gleichstrom, unbeachtet geblieben und
nicht erkannt worden ist, daß die Umkehrung des Gedankens auch auf Pendelgleichrichter
mit schwingendem Anker anwendba-r sei. Denn bei der funkenfreien Herstellung von zerhacktem
Gleichstrom handelte es sich um eine konstante Spannung, während bei der Ladung einer Batterie durch gleichgerichteten Wechselstrom
zwar die Wechselstromspannung konstant bleibt, die Spannung der zu ladenden
Batterie aber dauernd zunimmt. Die Verschiedenheit der Verhältnisse bei der Umkehrung
verhinderte die Erkenntnis, daß trotz zunehmender Gegenspannung auch bei Benutzung
eines Pendelgleichrichters Funkenfreiheit erreicht werden und dadurch der Ausnutzungsbereich des Pendelgleichrichters
sowohl in bezug auf die Ladestromstärke als auch auf die Zahl der zu ladenden Zellen
erheblich gesteigert werden kann.
Die Erfindung, welche sich als Vereinigung go
von zwei bekannten Gedanken darstellt, war erst möglich, nachdem erkannt war, in
welcher Weise die erforderlichen Kontakte durch einen einzigen Anker oder durch ein
einziges Pendel geöffnet und geschlossen werden konnten und wie die Einzelkontakte anzuordnen
waren. Die Abb. 4 und 5, bei denen zur Darstellung ein Pendel gewählt
worden ist, zeigen, daß zwei Anordnungsmöglichkeiten vorhanden sind. Bei beiden Arten too
können die Kontaktfedern sich in einer Richtung frei bewegen, während sie in der anderen
durch ein Widerlager begrenzt sind. Macht man dies Widerlager durch Exzenterscheiben oder auf andere Weise verstellbar,
so kann der Zeitpunkt des Öffnens und Schließens der Kontakte nach Erfordern festgelegt
werden.
Die Wirkungsweise soll an der Abb. 3 für ein bestimmtes Beispiel erörtert werden,
Es ist eine Batterie von 30 Zellen zu laden, d. h. eine veränderliche Gegenspannung von
60 bis 84 Volt, und zwar mit einer gleichbleibenden Stromstärke von 15 Amp., die mit
einem Instrument für Gleichstrom festgestellt wird. Dafür muß eine effektive Stromstärke
von rund 25 Amp. aufgewendet werden. Bei einem Widerstand von 6 Ohm im Stromwege
am Ende der Ladung, der auf die halbe Sekundärwicklung des Transformators entfällt,
ist demnach eine effektive Spannung von 150 Volt als Überschuß über die Gegenspannung
der Batterie mit 84 Volt, insgesamt also eine effektive Spannung von rund 240 Volt erforderlich. Damit die Nutzwirkung
der Ladeeinrichtung groß wird, ist der Zeitpunkt jeder Kontaktbetätigung möglichst nahe
an die Nullpunkte der Sinuswelle zu legen.
In Abb. 1 ist dafür der Abstand —, als Kreis-12
frequenz ausgedrückt, gewählt. Sind nun ferner die Kontakte 9 und 10 der Abb. 3 so
eingestellt, daß ihr Abstand von der Mittellage des Pendels 8,4 mm beträgt, während
bei ihrem Schluß der Transformator eine Spannung von 84 Volt liefert, die Kontakte
ir und 12 auf 8,0 mm bzw. 80 Volt, die Kontakte 13 und 14 auf 7,5 mm bzw. 75
Volt, die Kontakte 15 und 16 auf 7,0 mm bzw. 70 Volt, so ergeben sich für den Beginn
der Ladung, wo noch ein veränderlicher Widerstand von ο bis 2 Ohm in den Ladekreis
geschaltet ist, folgende Verhältnisse. Nachdem die Kontakte 15, 13, 11 und 9 nacheinander
geschlossen sind, besteht im Stromwege eine Spannung von 84 bis 60 Volt und eine
Stromstärke von ^ = 3 Amp. Ebenso ist es beim öffnen der Kontakte, wobei 9 den
Anfang macht. Da nach Abb. 2 bei 24 Volt nur eine Stromstärke von 0,5 Amp. am Kontakt
zulässig ist, muß in diesem Augenblick für die überschüssigen 2,5 Amp. ein zweiter
Stromweg bestehen. Dieser führt über Widerstand τη zu Kontakt 11. Der Widerstandswert
von 17 ist daher auf — — 8 = 1,6
Ohm zu bemessen. Beim Öffnen des Kontaktes 11 ist die Spannung bereits auf 80 — 60
= 20 Volt und die Stromstärke auf —s
9,6
= 2,09 Amp. gesunken. Da nach Abb. 2 bei 20 Volt noch 0,5 Amp. für einen Kontakt
zulässig sind, müssen die überschüssigen 2,09 — 0,5 = 1,59 Amp. wiederum abgeleitet
werden. Dies geschieht über Widerstand 18,
dessen Wert also auf 9,6 = 12,56 — 9,6
= 2,96 Ohm zu bemessen ist. Beim Öffnen des Kontaktes 13 ist die Spannung auf
75 — 60 = 15 Volt und die Stromstärke
! κ
auf —^ = 1,2 Amp. gesunken. Bei 15 Volt
j sind 0,75 Amp. für einen Kontakt zulässig. ; Der Überschuß von 0,45 Amp. erfordert für
j den Ableitungswiderstand 19 einen Wert von
! -^7 — 12,56 = 33,33 —12,56 = 20,77 Ohm.
Nunmehr werden an Kontakt 15 noch 70 — 60
= 10 Volt und = 0,3 Amp. frei. Funken-
33.33 F
bildung ist demnach ausgeschlossen. Der andere äußerste Fall der Spannungs- und
Strom Verhältnisse tritt am Ende der Ladung ein, wo die Gegenspannung = 84 Volt geworden
und der veränderliche Widerstand von 2 Ohm kurzgeschlossen ist. Beim öffnen
des Kontaktes 9 ist Spannung und Strom gleich Null. Beim Öffnen des Kontaktes 11
ist die Wechselstromspannung aber auf 80 Volt gesunken. Die Überspannung der Batterie
von 4 Volt liefert einen Rückstrom von
61,6
! = 0,53 Amp. Dabei ist Funkenbildung ausgeschlossen. Beim Öffnen des Kontaktes 13
j liefert die Überspannung der Batterie von 84· — 75 = 9 Volt einen Rückstrom von
= 0,9 Amp. Auch dabei ist Funken-
31)33
10,50
bildung ausgeschlossen. Beim öffnen des Kon- go
taktes 15 ist die Überspannung auf 14 Volt
gestiegen, die Stromstärke aber auf
= 0,45 Amp. gesunken. Auch diese Werte bewegen sich unterhalb der Grenzen der Abb. 2.
Claims (3)
1. Pendelgleichrichter mit schwingendem Anker, dadurch gekennzeichnet, daß bei
jeder Kontaktgebung der Anker nacheinander mehrere Kontaktstücke berührt, welche über Widerstände parallel in den
Stromweg gelegt sind, so daß bei Kontaktschluß die Widerstände nacheinander ausgeschaltet, bei Kontaktöffnung nacheinander
eingeschaltet werden.
2. Pendelgleichrichter nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker
an einem Querarm die Kontakte trägt, welche nacheinander die federnd gelagerten no
Kontaktstücke berühren und dadurch die Widerstände schalten.
3. Pendelgleichrichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker
mehrere Querarme trägt, deren jeder ein oder zwei Kontaktstücke berührt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM78530D DE403210C (de) | Pendelgleichrichter mit schwingendem Anker |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM78530D DE403210C (de) | Pendelgleichrichter mit schwingendem Anker |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE403210C true DE403210C (de) | 1924-09-27 |
Family
ID=7318100
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM78530D Expired DE403210C (de) | Pendelgleichrichter mit schwingendem Anker |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE403210C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE756933C (de) * | 1938-11-22 | 1953-04-09 | Aeg | Anordnung zur mechanischen Stromumformung mittels mechanisch bewegter Kontakte nach Art von Pendeln |
-
0
- DE DEM78530D patent/DE403210C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE756933C (de) * | 1938-11-22 | 1953-04-09 | Aeg | Anordnung zur mechanischen Stromumformung mittels mechanisch bewegter Kontakte nach Art von Pendeln |
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