DE403183C - Verfahren zur Herstellung von Staerkeprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Staerkeprodukten

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DE403183C
DE403183C DEW58873D DEW0058873D DE403183C DE 403183 C DE403183 C DE 403183C DE W58873 D DEW58873 D DE W58873D DE W0058873 D DEW0058873 D DE W0058873D DE 403183 C DE403183 C DE 403183C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B31/00Preparation of derivatives of starch

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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Stärkeprodukten. E, s ist bekannt, daß Stärke mit Formaldehyd in Reaktion tritt, und daß die so erhältliche Verbindung ein in kaltem und heißem Wasser unlösliches Pulver bildet. Bei diesem bekannten Verfahrei wird die Rohstärke mit einem solchen Überschuß an Formaldehyd oder diesein verwandten Stoffen behandelt, daß ein Teil ungebunden bleibt, welcher dann von der gebildeten Formaldehvdstärke durch wiederlioltes Auskochen entfernt wird. Es wurde auch gefunden, daß durch Anwendung dieses \'erfalireiis auf lösliche Stärke, also durch Arbeiten mit einer größeren Formaldelivdiii,-nge als mit der Stärke in Verbin#dting treten kann, die lösliche Stärke in ein auch im kalten Wasser lösliches bzw. klare Lösungen bildendes Produkt von großer Klebekraft ülegeführt wird.
  • -bei diesen beiden bekannten Verfahren werden anscheinend Stärkeverbindungen erhalten, in welchen die Stärke mit Form--ii,leliv(1 vollständig gesättigt ist.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung richtet .,ich auf die Herstellung voll Stärkeproclukten, die schon unterhalb der Verkleisterungstemperattir der Stärke quellbar sind.
  • Solche unterhalb der Verkleisterungstemperatur der Stärke quellenden Stoffe werden geinäß der Erfindung dadurch erhalten, daß Siärke mit erheblich geringeren Mengen an Foriiialdelivcl oder diesem verwandten Stoffen behandelt wird, als zur vollständigen Absätti-'rung der Stärke erforderlich ist, so daß anscheinend eine Verbindung #entsteht, in welcher nur ein Teil der freien Valenzen der Stärke mit Formaldehyd o. dgl. abgebunden ist. Die Behandlung der Stärke mit Formaldehyd o. dgl. wird, w#e bei den bekannten Verfahren, bei erhöhter Temperatur zweckmäßig bei Temperaturen, welche über der Verkleisterungstemperatur der Rohstärke liegen, vorgenommen.
  • Wird dem Verfabren gemäß der Erfindung lösliche Stärke, (l. i. im warinen Wasser klare Lösungen gebende Stärke unterworfen, wobei die lösliche Stärke im trockenen Zustande bei erhöhter Temperatur init Formaldehyd o. dgl. behandelt wird, so entsteht ein Produkt, welclies mit heißem Wasser keine klare Lösungen mehr bilden kann, also nicht #ollständi(Y löslich, dagegen unterhalb der Verkleisterungstemperatur der Rohstärke quellbar ist. Wird dem Verfahren gemäß der Erfindung Rohstärke unterworfen, wobei die Robstärke im trockenen Zustande bei erhöhter Temperatur mit Formalclehyd o. dgl. behandelt wird, so wird ein Produkt erhalten, welches bereits unterhalb der Verkleisterungstemperatur der Stärke quellbar ist und im Gegensatz zu der dehnbaren, klebrigen und transparenten Beschaffenheit des Stärkekleisters eine nicht debnbare, schleimige Masse bildet.
  • je nach der Höhe des Foriilalclehvdziisat7es, der angewandten Temperatur und der Dauer der Einwirkung des Formaldehyds auf die Stärke, sinkt die Temperatur, bei welcher ge Quellung vor sich geht. diese ei- genartig zw, 'Xenn der FormaldehydzUsatz größer gewählt Oder die E#inwirkungstemperatur erhöht wird, so wird die 0-Liellting bei immer niedrigeren Temperaturen erfolgen.
  • Solche Produkte eignen sich vorzüglich zur Z, Appretur von Geweben, zum Zeugdruck ti. d-i.
  • 2-1 A u s f üh r ti n - s b e i s p i e 1.
  • i. i oo kg Kartoffelstärke werden in einem geheizten Rührkessel mit 1000 bis 2000 Fürinaldehyd von -jo Prozent innig gernenat und unter beständigem Rübren durch i bis 01., Stunden einer Temperatur von 7o bis 8o' atis,gesetzt. Eine nach dieser Zeit herausgenoniniene Probe, in das 12- biS i4fache Otlant Lum ##,asser von etwa 55 ' eingerührt, gibt eine homogene, schleimige -Masse.
  • 2. ioo kg Kartoffelstärke werden zur Bilflung 15.;licher Stärke mit i5o - Salzsäure von 22' B# versetzt und in einem geheizten Rührküssel bei Tomperaturen von go bis ioo' so lange behandelt, bis eine herausgenommene Prohe beim Kochen mit Wasser keinen Kleister, sondern eine klare Lösung gibt. Hierauf werden in zweckentspreebender Weise i ooo bis i 5oo g Formaldehyd von -lo Prozent zugesetzt und mit äer 17-inwirkung der Wärme fortgefahren. Nach einiger Zeit macht man die Wahrnehinung, daß die in heißem Wasser ursprünglich klar lösliche Stärke Lösungen mit -;tarker Trübun- und im weiteren Verlaufe einen Bodensatz von unlöslicher Stärke gibt. Bei fortgesetzter Einwirkung wird nicht nur flie Lösung, sondern auch der Bodensatz verändert, und man erhält Produkte, welche schon beim Digerieren mit Wasser von etwa 45':' einen Schleim ergeben.
  • Ähnlich wie Formaldehyd verhalten sich alle Stoffe, welche Formaldehyd bzw. Methylenglykol abgeben, in Formal-rIehyd bzw. Methylen,-lykol spaltbar sind sowie dein Formaldehyd und -.,%lethylen-lykol verwandte oder #in31o",e Verbindungen.
  • II

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung vün Stärkeprodukten, welche unterhalb,der Verkleisterungstemperatur quellhar sind, dadurchgekennzeichnet, daß Stärke im trokkcnen Zustande bei erhöhter Temperatur mit so geringen Mengen Formaldehyd Oder diesen verwandten Stoffen behandelt wird, daß nur eine nicht abgesättigte Stärkeverbindung gebildet -werden kann.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß lösliche Stärke im trockenen Zustande durch Herstellung ciner nicht abgesättigten Stärkeverbindung in ein unlösliches, aber unterhalb der Verkleisterungstemperatur quellendes Prolukt übergeführt wird.
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