DE401879C - Bodenbearbeitungsmaschine mit umlaufender Messerwelle - Google Patents

Bodenbearbeitungsmaschine mit umlaufender Messerwelle

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DE401879C
DE401879C DEG49863D DEG0049863D DE401879C DE 401879 C DE401879 C DE 401879C DE G49863 D DEG49863 D DE G49863D DE G0049863 D DEG0049863 D DE G0049863D DE 401879 C DE401879 C DE 401879C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B49/00Combined machines
    • A01B49/04Combinations of soil-working tools with non-soil-working tools, e.g. planting tools
    • A01B49/06Combinations of soil-working tools with non-soil-working tools, e.g. planting tools for sowing or fertilising
    • A01B49/065Combinations of soil-working tools with non-soil-working tools, e.g. planting tools for sowing or fertilising the soil-working tools being actively driven
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
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    • A01B49/00Combined machines
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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Description

Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Bodenbearbeitungsmaschine mit* rotierenden Pflugmessern oder -Schaufeln, mit der man gleichzeitig pflügen, eggen, säen, düngen und walzen kann. Als Antriebskraft dient ein im vorderen Teil der Maschine eingebauter Vierzylinder-Automobilmotor. Mittels einer Kupplung und Wechselrädern wird dessen Kraft auf die Maschine zum Fahren sowie auf die einzelnen Funktionen übertragen. Das Getriebe ist so angeordnet und konstruiert, daß mit dem Fahrgestell drei verschiedene Fahrgeschwindigkeiten sowie ein Rückwärtsfahren ermöglicht werden. Die Bodenbearbeitungsmaschine hat eine Normalbreite von 3 in, wie hingegen die beiden äußeren Spurräder in 2 m Abstand voneinander stehen, also wird an jeder Seite 1J., m der Pflug überragen, mithin auch die dort hinter eingebauten Teile, wie Säe-, Düngerkasten und Walze; die Maschine wird also stets auf ungepfliigtem Boden fahren und die Spur der beiden Räder gleich umpflügen. Dann kann die Maschine auch als Kraftwagen auf die Arbeitsstelle gefahren werden wie auch als stationäre Antriebskraft zum Dreschen, Holzsägen usw. Verwendung finden. Auch ist es möglich, durch leichtes Abkuppeln bzw. Abschrauben einzelner Elemente jede gewünschte Arbeit einzeln zu verrichten. Durch diese Anordnung, namentlich aber dadurch, daß das ; Pflügen mittels rotierender Schneidmesser oder Schaufeln bewerkstelligt wird, welche spiralförmig und bei Bruch auswechselbar auf die Pflugwalze gezogen sind, so daß beim j Pflügen die Messer oder Schaufeln nacheinander in die Erde greifen, damit der Kraftverbrauch geringer ist, eröffnen sich für die ■ Bearbeitung des Bodens neue wesentliche Vorteile. Durch die schnelle Drehung der Pflugmesser wird die Erde in kleinen einzelnen Stücken ausgehoben. Dadurch wird das Feld intensiver bearbeitet, und der Kraftverbrauch wird ein viel geringerer sein als nach der seitherigen Methode, bei welcher der Boden abgequetscht und in Furchen zerlegt wird. Bedenkt man ferner, daß durch die Drehung der Pflugmesser die kleinen ausgehobenen Stücke gegen ein eigens dazu konstruiertes Gitter geschleudert werden, so ist es naheliegend, daß die Erde viel leichter und lockerer wird, als dies beim Pflügen und Eggen der Fall ist. Das Eggen kommt somit vollständig in Wegfall. Wird noch gleichzeitig gesäet oder gesetzt, so ebnet die nachfolgende Walze das Land, und dasselbe wird weder von Fuß noch Huftritt wieder festgestampft. Auf diese Weise bearbeitetes Feld gewährleistet die fruchtbringendste Ausnutzung jeder Handbreit Erde. Zur näheren Er-
läuterung der vorstehend beschriebenen Maschine dienen sechs Blatt Zeichnungen, und zwar ist dargestellt auf
Abb. ι die Seitenansicht der Bodenbearbeitungsmaschine,
Abb. 2 die Draufsicht mit abgedecktem Fußboden,
Abb. 3 die Seitenansicht des verstellbaren Gitters nebst Schutzmantel,
ίο Abb. 4 die Draufsicht desselben,
Abb. 5 die Seitenansicht des Gitters herausgezeichnet,
Abb. 6 die Draufsicht desselben, Abb. 7 die Seitenansicht des rotierenden Pfluges,
Abb. 8 die Draufsicht desselben, Abb. 9 einen Schnitt durch die Messer bzw. Schaufelwalze,
Abb. io die Draufsicht desselben, Abb. 11 die Seitenansicht über die Anordnung des Säe- und Düngerkastens, Abb. 12 die Draufsicht desselben, Abb. 13 einen Schnitt durch den Säekasten, Abb. 14 einen Schnitt durch den Düngerkasten,
Abb. 15 die Seitenansicht des Quecken- j bzw. Unkrautsammlers, !
Abb. 16 die Stimansicht desselben, i
Abb. 17 die Draufsicht desselben, ;
Abb. 18 die Beetenstegwalze bzw. Profil- ; walze. I
Wird der Motor in Bewegung gebracht, so ] müssen sämtliche Triebwerksräder außer Ein- ! griff stehen. In der Zeichnung (Abb. 2) sind ! alle Stirnräder außer Eingriff gezeichnet, : ebenso die Kegelräder. Die Kurbelwelle kann sich also drehen, ohne eine andere Welle an- | zutreiben. Bringen wir nun in Eingriff: das kleine Stirnrad 3 mit dem großen Stirnrad 4, so dreht sich Welle 2 langsamer als Welle 1, das Stirnrad 5 mit dem gleich großen Stirnrad 6, so drehen sich Welle 1 und 2 gleich schnell, das große Stirnrad 7 mit dem kleinen ! Stirnrad 8, so dreht sich Welle 2 schneller als , Welle i. Auf diese Weise erzielt man drei I Fahrgeschwindigkeiten. ;
Die Kegelräder 9 und 10 sitzen auf einer j Hülse, die mit Nuten auf den Längsrippen der Welle ι verschiebbar ist, sich also mit ihr drehen muß; je nachdem man das linke oder j das rechte Kegelrad mit dem Antriebsrad 11 i in Eingriff bringt, ändert sich die Drehrichtung der Welle 1. Die Einrichtung gibt die Möglichkeit, vorwärts oder rückwärts zu fahren.
Das Einrücken der Zahnräder geschieht vom Führerstand aus, durch den Hebel 12 ! (Abb. i).
Weicht nun ein Fahrzeug von der geraden Fahrrichtung ab, um den Krümmungen der j Fahrbahn zu folgen, muß in der Kurve das :
äußere Rad sich schneller drehen als das innere Wagenrad. Bei einem Fuhrwerk, das von Pferden gezogen wird, ist das ohne Bedeutung, da die Räder sich unabhängig auf der Welle 6g bzw. Achse drehen können. Dies ist bei der ; Bodenbearbeitungsmaschine anders, deren Hin- ; terräder 13 angetrieben werden und deshalb durch zwei Zahnräder 14 zwangläufig mit dem Getriebe verbunden sind. Infolgedessen würden sich beide Räder 13 stets mit gleicher Geschwindigkeit drehen und beim Befahren eines Kreisbogens eines der beiden Räder am ■ Boden schleifen, oder falls diese zu fest haften,
müßte im Getriebe «in Bruch erfolgen. Um ; dieses zu verhüten, ist das Ausgleichgetriebe : eingebaut, welches bewirkt, daß jedes der beiden Räder mit den Zahnradpaaren 14 und 15 sich unabhängig von dem andern drehen kann, während es gleichzeitig von der Welle 2 : durch die Zahnräder 17 und 18 angetrieben wird.
An der Lenkstange 70 sitzt eine Schnecke 71, die mit dem Schneckenrad 72 ein Getriebe bildet, so daß die Lenkkette 73 auf- und abgewickelt werden kann, wodurch die Vorderj räder 74 nach rechts bzw. nach links gedreht ι werden können.
Von der Welle 2 aus durch das große Stirnrad 17 und das kleine Zahnrad 75 wird die Welle 23 angetrieben.
Von der AVelle 23 aus wird die Welle 24 angetrieben, die in den Hebeln 25 und 26 gelagert ist. Die Hebel sind durch einen gemeinsamen Steg 27 starr verbunden. -
Die Welle 24 wird durch die Kettenräder 28 und 29 angetrieben, die ihrerseits wieder durch die Ketten (räder) getriebe 30 und 31, die mittels des Winkelhebels 25 und 26 frei umlaufend gelagert sind, angetrieben wer- too den und so den Antrieb der Pflugmesserwalze 32 ermöglichen. Um die Pflugmesserwalze höher oder tiefer zu stellen, d. h. will man tief oder weniger tief pflügen, so können die beiden Winkelhebel durch die Gewindewelle 33, die mit einem Handrad versehen ist, auf- und niedergeschraubt werden. Die Gewindewelle 33 ist gegen eine achsiale Verschiebung so gelagert, daß zwischen dem Lager 34 zwei Bunde 35 und 36 angebracht no sind. Auf diese WTeise können die Hebel 25 und 26 auf- und niedergeschraubt werden. Außerdem sind die Hebel zweiteilig konstruiert, so daß sie jederzeit von der Welle 23 abgenommen werden können. Auf Abb. 7, 8, 9 und 10 sind die einzelnen Teile veranschaulicht..
Ist der Pflug in Tätigkeit, so wird durch die Drehung der Pflugmesser 32 die Erde gegen ein eigens dazu konstruiertes aufrecht verstellbares Gitter 53 geschleudert, welches durch den Schutzmantel 54 hindurchgeht und
von ihm im übrigen umgeben ist. Das verstellbare Gitter, welches dem Zweck eines Siebes entspricht, soll nur so viel Erde hindurchlassen, als man nach vorhergehendem Stellen am Handrad 56, je nach der Saat, um sie zu bedecken, benötigt wird. Das am äußeren Schutzmantel angebrachte Kegelgetriebe kann durch das Handrad 56 vom Führerstand aus bewegt werden. Auf der Welle 37 sind die
ίο Hebel 38 angebracht, die mit dem Lager 39 verbunden sind. Das Stellen des Gitters geht folgendermaßen vor sich:
Durch Drehen am Handrad 56 kann durch das Kegelgetriebe und mittels des Hebels 38 das Gitter 53, welches unten mit Blech verkleidet ist, hochgezogen oder auch heruntergedrückt werden, so daß z. B. beim Hochziehen die eigentliche Gitteröffnung zwischen oberer Kante des Säekastens und bis zum
ao Schutzmantel von der Blechverkleidung vollständig geschlossen wird. Es kann folglich die Öffnung je nach der Saat gewählt werden. Abb. 3, 4, 5 und 6 veranschaulichen die einzelnen Teile.
Die an das Gitter geschleuderte Erde wird von der Schüttelvorrichtung 64 aufgefangen, die mitaufgeworfenen Quecken oder Unkraut von Erde befreit und zu beiden Seiten oder einseitig nach dem unbearbeiteten Boden wieder abgeworfen. Die Schüttelvorrichtung 64 ist durch die Hebel 62 und 63 mit der Kurbel- ! welle 59 verbunden. Von der Welle 24 aus werden durch die Kettenräder 57 und 58 die auf der Kurbelwelle 59 festgemachten Ketten- [ räder 60 und 61 angetrieben. Ist das Land j mit Stallmist gedüngt, so muß der Queckensammler entfernt werden, so daß der Mist sowie Steine und Unkraut u. dgl. gegen das Gitter geschleudert, hinter dem Pflug auf den Grund zu liegen kommen. In Abb. 15, 16 und 17 ist die Anordnung des Queckensammlers dargestellt. '■
Der so fein hergerichtete Boden kann nun gleich besäet werden. Zu diesem Zwecke ist hinter dem Pflug .eine Säemaschine 41 eingebaut, die gleichzeitig mit einer Düngerstreumaschine 42 verbunden ist. Beide Maschinen : werden durch ein Kettengetriebe 43 und 44 ■ von der Welle 24 aus angetrieben. Die Säe- und Düngerstreumaschinen sind den bekannten Typen entnommen. Durch Auswechseln der Walzen können außer Samen auch Erbsen, Bohnen, Kartoffeln u. dgl. gesäet oder gesetzt werden (Abb. n bis 13). Jedoch ist diese Einrichtung nicht Gegenstand der Er- i findung. I
Ist die Saat im Boden, so muß der Boden gewöhnlich noch gewalzt werden. Zu diesem Zwecke ist am Ende des Rahmens eine hohle Walze 43 angebracht, die mit einem Winkel-. hebelrahmen 44 gelenkartig an das Lager 45 gekuppelt ist. Die Verlängerung des Winkelhebels 44 ist als eine Schere ausgebildet, in welcher eine Gewindemutter 47 gelenkartig lagert.
Mittels der Gewindespindel 48, die an ihrem Ende mit einem Handrad 49 versehen ist, kann die Walze stärker oder schwächer auf den Boden gedrückt werden und nach Bedürfnis gewalzt werden.
Abb. 18 stellt die Beetenstegwalze (Profilwalze) dar, dieselbe kommt an Stelle der Glattwalze. Will man Beete herstellen, so werden die Walzen gewechselt und die Beetenstegwalze walzt gleich hinter dem Säen und Düngen, 2 Beete und 2 Fußstege; dieses geht folgendermaßen vor sich: Im Säe- oder Setzkasten werden die Saatschieber geschlossen, und zwar nur soweit, daß die Beetebesäet oder besetzt werden und die Fußstege frei von Saat bleiben.
Auf diese Art bearbeitetes Land, das weder von einem Wagenrad noch einem Fuß bzw. Huftritt mehr verdorben und festgetreten wird, ist einwandfrei bestellt und jede Handbreit bestellte Erde wird Früchte bringen können.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Bodenbearbeitungsmaschine mit um- g0 laufender Messerwelle und hinter derselben im Bereiche des herausgeschleuderten Gutes angeordneter Absiebvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß diese im unteren Teil als Prallwand und im oberen Teil als Gitter sich ausgebildete Vorrichtung (53, 53°) in der Höhe einstellbar ist, um den Grad der Feinheit der Absiebung zu regeln.
2. Bodenbearbeitungsmaschine nach An-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Platte (53) ein Rüttelsieb (64) angebracht ist, welches den von der Platte abfallenden Boden von Unkraut u. dgl. befreit und dieses seitlich ableitet.
3. Bodenbearbeitungsmaischine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in bekannter Weise am Ende der Maschine angeordnete Walze als Profilwalze (Abb. 18) ausgebildet ist, welche die besäeten Streifen walzt und zugleich daneben Fußwege herstellt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DEG49863D 1919-12-19 1919-12-19 Bodenbearbeitungsmaschine mit umlaufender Messerwelle Expired DE401879C (de)

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