DE4016906C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Anlasser für Brennkraftma
schinen der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebe
nen Gattung.
Ein herkömmlicher Anlasser zum Anlassen einer Brennkraft
maschine umfaßt im allgemeinen einen Motor, ein Motorge
häuse, eine im Motorgehäuse angeordnete und verschiebbar
in einem Kugellager gelagerte Ritzelwelle sowie einen Me
chanismus, der die Motorwelle mit der Ritzelwelle verbin
det, die Ritzelwelle im Motorgehäuse verschiebt und das
Ritzel mit einem Zahnkranz in einem Getriebegehäuse der
Brennkraftmaschine in Eingriff bringt, um durch Drehen des
Zahnkranzes die Brennkraftmaschine zu starten. Der Me
chanismus weist eine Kupplung auf, die eine Abtriebswelle
des Motors mit der Ritzelwelle verbindet.
Bei einem herkömmlichen Anlasser dieser z. B. in der
JP-OS 61-1864 beschriebenen Art ist das Motorgehäuse einfach zy
lindrisch um den Außenumfang der Ritzelwelle herum ausge
bildet und das Kugellager, das die Ritzelwelle dreh- und
verschiebbar lagert, ist am Motorgehäuse befestigt. Die
Ritzelwelle ist an ihrem Außenumfang mit einer Abstufung
versehen, die an der Seitenfläche des Kugellagers anliegt
und das Eindringen von Salzwasser, Staub usw. in den
Gleitabschnitt zwischen dem Kugellager und der Ritzelwelle
sowie Rostbildung verhindern soll. Das Kugellager weist
integrierte Trennwände gegen Schmutzanfall auf.
Das Eindringen von Salzwasser, Staub usw. kann jedoch
nicht vollständig unterbunden werden, wenn der Druck im
Getriebegehäuse steigt und schmutziges atmosphärisches Gas
aus dem Getriebegehäuse in das Motorgehäuse strömt. Wenn
dieser Anlasser mehrere Jahre in Betrieb ist, treten
Gleitprobleme der Ritzelwelle auf und es kommt zu einem
nachteiligen Verklemmen der Ritzelwelle auf der Lager
gleitfläche. Ferner muß bei diesem bekannten Anlasser nach
der Montage der Kupplung, der Ritzelwelle und des Kugella
gers im Motorgehäuse das Kugellager am Motorgehäuse befe
stigt werden, was die Montage kompliziert.
Aus der JP-64-29 270 (U) ist ein gattungsgemäßer Anlasser
bekannt, in dessen Gehäuse eine verdickte Ritzelwelle
mit einem daran angeformten schmaleren Ritzel drehbar
und axial verschiebbar gelagert ist. An der vorderen Ge
häusestirnwand ist ein hohlzylindrischer Ansatz angeformt,
der den Endbereich der zum Anlassen herausgeschobenen
Ritzelwelle unter Ausbildung eines relativ langen schmalen
Ringspaltes umgibt und am freien Ende einen nach radial
innen gerichteten Ringflansch aufweist. Der Ringspalt
mündet in eine schmale ringförmige Luftkammer, die von
einem Abschnitt der Gehäusestirnwand und der Frontseite
des Ritzelwellenlagers begrenzt wird und über eine Bohrung
mit dem Innenraum des das Anlaßzahnrad der Brennkraftmaschine
aufnehmenden Maschinengehäuses verbunden ist. Wenn zum
Anlassen das Ritzel bis über den Ringflansch des Ansatzes
ausgeschoben ist, wird das Einströmen von verschmutzter
Luft aus dem Maschinengehäuse zum Ritzelwellenlager durch
den engen und relativ langen Ringspalt wirksam reduziert.
Ansammlungen von Schmutzpartikeln und Flüssigkeit in der
Luftkammer werden über die Verbindungsbohrung in den
Innenraum des Maschinengehäuses zurückgeführt. Wenn die
Brennkraftmaschine nach dem Anlassen mit höheren Drehzahlen
umläuft und ein vom Zahnrad initiierter Luftstrom umläuft,
besteht die Möglichkeit, daß verschmutzte Luft aus durch
den dann wesentlich breiteren Luftspalt bis zum Lager
und zur Gleitfläche der Ritzelwelle strömt, so daß sich
Ablagerungen und Korrosion auf den Gleitflächen bilden.
Durch den hohlzylindrischen Ansatz vergrößert sich ferner
die Baulänge dieses Anlassers.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen gattungsgemäßen An
lasser derart weiterzubilden, daß Verschmutzungen der
Gleitflächen und des Ritzelwellenlagers durch einströmende
verschmutzte Luft aus dem Maschinengehäuse nicht nur beim
Anlassen, sondern auch während des sehr viel länger an
dauernden Normalbetriebs der Brennkraftmaschine auf tech
nisch einfache und zuverlässige Weise verhindert werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patent
anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Beim Anlassen
bewirkt der enge Ringspalt zwischen der Außenfläche und
der Umfangsfläche der Gehäuseöffnung eine wirksame Drosselung
der einströmenden Luft, wobei in der anschließenden Luft
kammer die Luftgeschwindigkeit praktisch vollständig abge
baut wird und die ausfallenden Schmutz- und Flüssigkeits
partikel über die Bodenbohrung zurückgeführt werden. Im
Betrieb der Brennkraftmaschine erzeugt der im Maschinen
gehäuse rotierende Luftstrom an der Durchtrittsöffnung
der Ritzelwelle eine Saugwirkung im Anlasser, die eine
Strömung von sauberer Außenluft durch die Gehäusekammer,
den Verbindungskanal, die Luftkammer und den dann ver
größerten Ringspalt sowie die Ablaufbohrung in das Innere
des Maschinengehäuses initiiert, durch den Schmutzab
lagerungen an den Lager- und Gleitflächen verhindert werden.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der
Erfindung anhand der Zeichnung ausführlich erläutert. Es
zeigen
Fig. 1 einen Anlasser in teilgeschnittener
Seitenansicht;
Fig. 2 den Anlasser nach Fig. 1 mit einge
rücktem Ritzel;
Fig. 3 den Anlasser nach Fig. 1 in schemati
scher Vorderansicht;
Fig. 4 schematisch die Luftströme im Anlasser
nach Fig. 1;
Fig. 5 und 6 in Diagrammen die experimentellen
Daten eines herkömmlichen Anlassers;
und
Fig. 7 und 8 in Diagrammen die experimentellen
Daten des Anlassers nach Fig. 1.
Der dargestellte Anlasser 1 für die Brennkraftmaschine
z. B. eines Kraftfahrzeugs hat ein Motorgehäuse 2, in
dessen hinterem Teil ein Motor aufgenommen ist.
Das Motorgehäuse 2 ist an einem Getriebegehäuse 3 befe
stigt, wobei sein Vorderteil in das Getriebegehäuse 3
hineinragt. Der Motor hat eine zum Getriebegehäuse 3 ver
laufende Abtriebswelle 4, die in einem mittleren Abschnitt
ein Steilgewinde aufweist. Ein Ritzel 16 ist an dem
äußeren Ende einer hohlen Ritzelwelle 7 ausgebildet. Die
ses Wellenende ist durch eine eingesetzte Platte 7a ver
schlossen, das andere Wellenende ist offen. Die Ritzelwel
le 7 ist über ein Lager 6 auf dem Vorderende der Abtriebs
welle 4 drehbar und axial verschiebbar gelagert.
Die Ritzelwelle 7 und die Abtriebswelle 4 sind durch eine
Freilaufkupplung 8 miteinander verbunden, deren Kupplungs
außenteil 9 um den Außenumfang des Steilgewindes 5 ange
ordnet ist und mit dem Steilgewinde 5 der Abtriebswelle 4
in Eingriff gebracht werden kann. Eine Rolle 10 der Frei
laufkupplung 8 ist in einem zwischen dem Kupplungsaußen
teil 9 und dem Außenumfang des offenen Endabschnitts 11
der Ritzelwelle 7 gebildeten keilförmigen Zwischenraum
aufgenommen. Wenn das Kupplungsaußenteil 9 in Fig. 1 nach
rechts bewegt und durch die Gewindeverbindung von der An
triebswelle 4 verdreht wird, erfolgt eine Klemmverbindung
zwischen dem Kupplungsaußenteil 9 und der Ritzelwelle 7
durch die Rolle 10.
Das Kupplungsaußenteil 9 wird durch einen Schaltfinger 12
in Axialrichtung eingerückt, dessen eines Ende mit dem
Kupplungsaußenteil 9 und dessen anderes Ende mit einem
Stößel 15 eines Elektromagnetschalters 14 verbunden ist.
Der Einrückhebel 12 wird durch die Kraft einer Torsions
feder 13 an eine Wand des Motorgehäuses 2 gedrückt. Die
Ritzelwelle 7 ist mit ihrem außen glatten Abschnitt in
einem Kugellager 17 in Axialrichtung verschiebbar gela
gert, das im Preßsitz im Motorgehäuse 2 befestigt ist und
eine innere Gleitfläche zur verschiebbaren Lagerung der
Ritzelwelle 7 aufweist.
Das Motorgehäuse 2 hat eine Öffnung 18 zum Durchtritt der
Ritzelwelle 7. Der Innendurchmesser der Öffnung 18 ist ge
ringfügig größer als der Außendurchmesser der Ritzelwelle
7. Eine dimensionsmäßige Beziehung zwischen dem Ritzel 16
und der Wandstärke des Motorgehäuses 2 im Bereich der Öff
nung 18 ist so bestimmt, daß bei Durchtritt der Ritzelwel
le 7 durch die Öffnung 18 in das Getriebegehäuse 3 das
Verzahnungsende 16a des Ritzels 16 der Umfangsfläche der
Öffnung 18 gegenübersteht, wodurch der Luftkanal zwischen
der Öffnung 18 und dem Ritzelwellenendabschnitt sehr klein
ist, wenn die Ritzelwelle 7 durch die Öffnung 18 in das
Getriebegehäuse 3 ragt.
Im Motorgehäuse 2 ist zwischen dem Kugellager 17 und der
Stirnwand des Motorgehäuses 2 neben der Öffnung 18 eine
ringförmige Luftkammer 19 ausgebildet. In dieser Luftkam
mer 19 verringert sich die Geschwindigkeit der durch den
Luftspalt zwischen der Öffnung 18 und der Ritzelwelle 7
strömenden Luft vorzugsweise bis zum Erreichen eines sta
tionären Zustands.
Im Motorgehäuse 2 ist an der anderen Seite des Kugellagers
17 eine Kammer 20 zur Aufnahme der Freilaufkupplung 8 aus
gebildet, die über einen Kanal 21 mit der Luftkammer 19 in
Verbindung steht. Der Verbindungskanal 21 umgeht die
Gleitfläche des Kugellagers 17 und verläuft über dem Ku
gellager 17. Die Kammer 20 steht über einen Spalt bzw.
eine Bohrung 22 im Motorgehäuse 2 mit der Außenluft in
Verbindung.
An der die Luftkammer 19 begrenzenden Stirnseite des Ku
gellagers 17 ist eine ringförmige Trennwand 23 z. B. aus
rostfreiem Stahlblech angeordnet, und eine Nut 24 in der
Stirnwand des Motorgehäuses 2 verläuft von der Öffnung 18
in Schwerkraftrichtung nach unten (Fig. 3).
Ein Zahnkranz 25 ist außerhalb des Motorgehäuses 2 und im
Getriebegehäuse 3 angeordnet. Zum Anlassen der Brennkraft
maschine gelangt das herausgeschobene und drehangetriebene
Ritzel 16 mit dem Zahnkranz 25 in Eingriff.
Anstelle des Motorgehäuses kann ein unabhängiges Gehäuse
so am Motor befestigt sein, daß seine Abtriebswelle im Ge
häuse verläuft.
Zum Anlassen der Brennkraftmaschine wird durch Betätigen
eines Anlaßschalters der Elektromagnetschalter 14 einge
schaltet, dessen Stößel 15 den Schaltfinger 12 um seinen
als Drehpunkt dienenden Kontaktpunkt A am Motorgehäuse 2
verschwenkt. Dadurch wird das andere Ende des Schaltfin
gers 12 zusammen mit dem Kupplungsaußenteil 9 nach rechts
bewegt, wobei das Ritzel 16 aus der Öffnung 18 in das Ge
triebegehäuse 3 eintritt und mit dem Zahnkranz 25 in Ein
griff gelangt. Mit dem Betätigen des Anlaßschalters wird
auch der Motor eingeschaltet, dessen Abtriebswelle 4 sich
zu drehen beginnt. Durch diese beiden Vorgänge wird die
Freilaufkupplung 8 aktiviert, welche die Ritzelwelle 7 mit
der Motorabtriebswelle 4 drehfest kuppelt, um den Zahn
kranz 25 anzutreiben.
Fig. 4 erläutert die Gasströmung im oben beschriebenen An
lasser und zeigt schematisch jeden Bestandteil des An
lassers. Durch die Drehung des Zahnkranzes 25 beim Anlas
sen der Brennkraftmaschine wird ein rotierender Gasstrom a
erzeugt, der an der Eingriffsstelle zwischen dem Zahnkranz
25 und dem Ritzel 16 am Weiterströmen gehindert wird und
in den Anlasser 1 durch den Spalt zwischen der Öffnung 18
und der Ritzelwelle 7 in das Motorgehäuse 2 einströmt.
Dieser Gasstrom b erhöht den Druck in der Luftkammer 19.
Bei diesem Ausführungsbeispiel sind jedoch die Maße und
die Form der Öffnung 18, der Ritzelwelle 7 und des Ver
zahnungsendes 16a des Ritzels 16 so bestimmt, daß der oben
beschriebene Luftspalt sehr klein ist. Deshalb sind die
Einströmmenge sowie der Druckanstieg in der Luftkammer 19
beschränkt. Außerdem wird die Geschwindigkeit des Gasstro
mes b so in der Luftkammer 19 nahezu vollständig abgebaut,
so daß der schädliche Staub und Wasser in der Luftkammer
19 gesammelt und aus dieser über die Nut 24 in das Getrie
begehäuse 3 zurückgeführt werden können.
Die in die Luftkammer 19 einströmende Luft geht zwar in
den annähernd stationären Zustand über. Wenn dieser Zu
stand beibehalten wird, steigt der Druck in der Luftkammer
19. Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel strömt die
Luft aus der Luftkammer 19 über den Kanal 21 (Luftstrom c)
in die Aufnahmekammer 20, und zwar ohne′ die Gleitfläche
des Kugellagers 17 zu verschmutzen. Die direkt in Richtung
des Kugellagers 17 strömende Luft wird von der Trennwand
23 zurückgehalten, so daß jegliche Verschmutzung des Ku
gellagers 17 und der Gleitfläche durch Staub und Wasser
verhindert wird.
Nach dem Anlassen der Brennkraftmaschine wird durch den
Anlaßschalter die Energiezufuhr zum Motor und damit auch
der Antrieb des Ritzels 16 unterbrochen, der Elektro
magnetschalter 14 wird entregt, der Einrückhebel 12 wird
durch die Kraft der Feder von seiner Anlage am Stößel ge
löst und das Ritzel 16 wird außer Eingriff mit dem Zahn
kranz 25 gebracht und in das Motorgehäuse 2 zurückbewegt.
Mit zunehmender Drehzahl der Brennkraftmaschine erhöht
sich auch die Strömungsgeschwindigkeit des rotierenden
Luftstroms a. Der Druck nahe der Öffnung 18 des Motorge
häuses 2 wird daher nach dem Bernoullischen Gesetz niedri
ger als der Druck in der Luftkammer 19, so daß Luft aus
der Luftkammer 19 in das Getriebegehäuse 3 gesaugt wird.
Der Unterdruck in der Luftkammer 19 erzeugt einen Gasstrom
d aus der Aufnahmekammer 20 durch den Kanal 21 in die
Luftkammer 19. Dieser Luftstrom d wird zu einem Luftstrom
e, der vom Hochdruckbereich in der Luftkammer 19 nahe dem
Kanal 21 zum Niederdruckbereich nahe der Nut 24 verläuft.
Die Luftkammer 19 wird daher mit frischer und sauberer
Luft gefüllt, und dieser Luftstrom e schiebt den einströ
menden Luftstrom b so zurück, daß dieser zu den Luftströ
men f und g wird und in das Getriebegehäuse 3 rückgeführt
wird. Der Luftstrom e strömt aus der Nut 24 in das Ge
triebegehäuse 3.
Bei weiterer Zunahme der Maschinendrehzahl sinkt der Druck
in der Luftkammer 19 weiter, wodurch sich die beschriebene
Wirkung der Luftströme verstärkt. Außerdem erzeugt die
Außenluft der Aufnahmekammer 20 die Luftströme h und i,
die durch den Spalt zwischen dem Kugellager 17 und der
Ritzelwelle 7 in die Luftkammer 19 strömen sollen. Diese
Luftströme h und i spülen Staub und Wasser fort, die aus
der Luftkammer 19 auf die Gleitfläche gelangen könnten.
Nachfolgend wird die Wirkungsweise dieses Ausführungsbei
spiels anhand von Versuchsergebnissen erläutert, wobei je
doch zum Vergleich zunächst die Versuchsergebnisse eines
herkömmlichen Anlassers erläutert werden, der kein Luft
reservoir 19 und keinen Kanal 21 besitzt und bei dem die
Druckänderung nahe dem Kugellager 17 auftritt, wenn die
Maschinendrehzahl nach dem Anlassen vom Leerlauf auf eine
hohe Drehzahl steigt und wieder in den Leerlauf zurück
fällt. Beim Starten des Anlassers entsteht ein Überdruck
von 8 mmWS (1 mmWS = 9,8 Pa), und ein mit zunehmender Maschinendrehzahl
größer werdender Unterdruck erreicht einen Maximalwert von
- 15 mmWS. Fig. 6 zeigt die Druckänderung, wenn der Anlaß
schalter z. B. für 4 s eingeschaltet bleibt, um den her
kömmlichen Anlasser zu starten. Dabei entsteht der in
Fig. 4 gezeigte Luftstrom b und der Überdruck bleibt wäh
rend dieser Zeit aufrechterhalten.
Fig. 7 zeigt die Druckänderung in der Luftkammer 19 beim
Ausführungsbeispiel. Beim Starten des Anlassers entwickelt
sich ebenfalls ein Überdruck von nur 3 mmWS. Der einströ
mende Luftstrom b verringert sich entsprechend der Abnahme
des Überdruckwerts gegenüber der herkömmlichen Vorrich
tung, so daß auch die einströmende Staub- und Wassermenge
entsprechend sinkt. Bei der herkömmlichen Vorrichtung er
höht sich die Gefahr einer Verschmutzung der Gleitfläche,
wenn der Anlaßschalter für längere Zeit eingeschaltet
bleibt, während beim Ausführungsbeispiel der Absolutwert
des Überdrucks selbst klein und die Gefahr einer Ver
schmutzung der Gleitfläche deshalb gering ist, selbst wenn
der Anlaßschalter für längere Zeit eingeschaltet bleibt.
Beim Ausführungsbeispiel entwickelt sich bei zunehmender
Maschinendrehzahl in der Luftkammer 19 ein Unterdruck mit
einem Maximalwert von - 9 mmWS. Dieser Unterdruck erzeugt
den Luftstrom d der Außenluft durch den Kanal 21 in die
Luftkammer 19, wobei dieser Luftstrom d verhindert, daß
die im Getriebegehäuse 3 befindliche verschmutzte Luft in
die Luftkammer 19 gelangt und die Gleitfläche erreicht.
Dabei zeigt Fig. 8 im Vergleich zu Fig. 7 die Druckände
rung an dem der Luftkammer 19 zugewandten Seitenflächenab
schnitt des Kugellagers 17. Ein Überdruck von 2 mmWS tritt
bei eingeschaltetem Anlaßschalter und ein Unterdruck von
- 2 mmWS bei hoher Maschinendrehzahl auf, so daß sich die
Luftströme c und d durch den Kanal 21 entwickeln. Versuche
haben bestätigt, daß bei dem beschriebenen Anlasser die
Gleitfläche für wenigstens sechs Jahre in gutem Zustand
und mängelfrei bleibt, was auf das Zusammenwirken der
Luftkammer 19 mit dem Kanal 21 und die Erzeugung der oben
beschriebenen Luftströme c, d zurückzuführen ist.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist, wie oben beschrieben,
der Anstieg des Überdrucks nahe der Gleitfläche zum Zeit
punkt des Anlassens der Maschine begrenzt, die Druckdiffe
renz zwischen dem Druck im Motorgehäuse 2 und dem Druck im
Getriebegehäuse 3 wird geregelt, und der Druckgradient
zwischen diesen Drücken nähert sich im wesentlichen Null.
Der Eintritt von im Getriebegehäuse 3 befindlicher ver
schmutzter Luft in das Motorgehäuse 2 ist daher be
schränkt, und es wird verhindert, daß die Gleitfläche
durch Staub verschmutzt wird oder durch das Eindringen von
Salzwasser rostet. Da im Betrieb der Brennkraftmaschine
ein sauberer Luftstrom erzeugt wird, der die verschmutzte
Luft von der Gleitfläche fernhält, kann die Gleitfläche in
gutem Zustand gehalten werden.
Das Ausführungsbeispiel umfaßt drei Aspekte, und zwar die
Anordnung der Luftkammer 19, die dimensionsmäßige Ausbil
dung zum Begrenzen des Luftstroms a und die Anordnung des
Kanals 21. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die gemein
same Anwendung dieser drei Maßnahmen beschränkt, weil Ver
suche gezeigt haben, daß auch nur das Vorsehen der Luft
kammer 19 und des Verbindungskanals 21 zu einer wirksamen
Staub- und Rostschutzwirkung führen.
Die Erfindung ist nicht auf den oben beschriebenen Anlas
ser beschränkt, sondern kann allgemein bei Maschinen ange
wandt werden, die ein der verschiebbaren Ritzelwelle ver
gleichbares Gleitorgan aufweisen, und kann den Eintritt
von Staub u. ä. in den Gleitabschnitt verhindern.
Claims (3)
1. Anlasser für Brennkraftmaschinen mit
- - einem Motor,
- - einer im vorderen Teil eines Gehäuses (2) angeordneten Ritzelwelle (7), an deren einem Ende ein Ritzel (16) vorgesehen ist,
- - einem im vorderen Teil des Gehäuses (2) befestigten Lager (17), das die Ritzelwelle (7) drehbar und axial verschiebbar lagert, und
- - einem im Gehäuse (2) angeordneten Anlaß-Mechanismus (4, 8, 12, 14) zum Verbinden der Ritzelwelle (7) mit dem Motor und zum axialen Verschieben des Ritzels (16) durch eine in einer Seitenwand des Gehäuses (2) ausgebildete Öffnung (18), so daß das Ritzel (16) mit einem in einem Getriebegehäuse (3) der Brennkraftmaschine vorgesehenen Zahnkranz (25) in Eingriff gelangt,
- - wobei eine zum Anlaßmechanismus gehörende Freilauf kupplung (8) einer Gehäusekammer (20) angeordnet ist,
- - wobei bei aus dem Gehäuse (2) herausgeschobenem Ritzel (16) ein enger Luftspalt zwischen der Ritzelwelle (7) und einer die Öffnung (18) begrenzenden Innenum fangsfläche der Gehäusewand verbleibt, und
- - wobei zwischen der Seitenwand des Gehäuses (2) und einer dieser Seitenwand gegenüberliegenden Seite des Lagers (17) eine mit dem Luftspalt kommunizierende Luftkammer (19) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
- - daß ein den Außenring des Lagers (17) umgehender Ver bindungskanal (21) die Luftkammer (19) über die Ge häusekammer (20) mit der Atmosphäre außerhalb der beiden Gehäuse (2, 3) verbindet.
2. Anlasser nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß im unteren Bereich der Seitenwand des Gehäuses
(2) eine Nut (24) ausgebildet ist, die zum Abführen
von festen und/oder flüssigen Stoffen aus der Luft
kammer (19) einen unteren Teil dieser Luftkammer (19)
mit dem Inneren des Gehäuses (3) verbindet.
3. Anlasser nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Luftkammerseite des Lagers (17) eine Trenn
wand (23) vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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