DE401552C - Verfahren zur Haltbarmachung von Milch - Google Patents

Verfahren zur Haltbarmachung von Milch

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DE401552C
DE401552C DEH94766D DEH0094766D DE401552C DE 401552 C DE401552 C DE 401552C DE H94766 D DEH94766 D DE H94766D DE H0094766 D DEH0094766 D DE H0094766D DE 401552 C DE401552 C DE 401552C
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milk
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J9/00Milk receptacles
    • A01J9/04Milk receptacles with cooling arrangements

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 5. SEPTEMBER 1924
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45 g GRUPPE 6
(H94J66 III\45S)
Karl Höhl in Kulmbach-BIaich.
Verfahren zur Haltbarmachung von Milch.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. September 1923 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Haltbarmachung von Milch. Es ist bekannt, Milch oder andere Flüssigkeiten unter Verwendung von Hebevorrichtungen zu kühlen und zugleich zu belüften. Die bekannten Vorrichtungen für diesen Zweck sind aber wenig1 J wirksam, weil sie keine gekühlte Preßluft verwenden und nur eine wenig durchgreifende und kräftige Belüftung des Strahlenbündels in seinem ganzen Querschnitt gestatten.
Nach der Erfindung wird eine bedeutende Verbesserung dadurch erzielt, daß die zu kühlende Milch, nachdem sie in bekannter
Weise in einen Hochbehälter gehoben und : von dort in regenförmigen Strahlen in einen j Fangbehälter fallen gelassen wird, während : des Herabfallens aus der Mitte des Strahlen- , bündeis heraus durch quergerichtete Strahlen von gekühlter Preßluft kräftig belüftet und gekühlt wird. Neben der Kühlung erfolgt hierbei gleichzeitig eine reichliche Sauerstoffzuführung, wodurch eine Haltbarkeit der
ίο Milch bis zur Dauer von mindestens sechs Tagen erreicht wird. Durch Wiederholung des Verfahrens läßt sich die Milch noch lan- ' gere Zeit frisch erhalten. Die Vorrichtung besteht aus einem Fangbehälter, von welchem ; mittels Druckschraube die Milch durch ein ' Steigrohr auf ein darüber befindliches Sieb befördert wird, von welchem sie regenförmig herabfällt, während durch ein Gebläse in ein das Steigrohr umgebendes Rohr mit seitliehen Öffnungen die Kühlluft gepreßt wird. Die Verwendung von gekühlter Preßluft, welche bei ihrer Entspannung eine Kühlwirkung erzeugt, ist bei Rieseltürmen und ähnlichen Rückkühlern an sich bekannt. Bei der Milchbehandlung nach vorliegendem Verfah- '■ ren handelt es sich jedoch um eine Anwendung dieser Wirkung in einer ganz besonderen Weise, weil bei der Einwirkung auf Lebensmittel die gleichmäßige Kühlung aller Teile erst den richtigen Erfolg herbeiführt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise ;
Ausführung der Vorrichtung im Schnitt ver- j
anschaulicht. .
Über dem Milchbehälter α ist ein Sieb b ; auf drei Stützen c mit Gelenken zum Auf- j stecken des Siebes angebracht. Eine Förder- I schraube d ist am Ende einer Antriebswellen ! in einem Steigrohr ο auf einem Kugellager / ' gelagert, so daß bei ihrer Drehung die in« dem Behälter α befindliche Milch in das Steig- : rohr ο hochgedrückt wird. Ein Blecheinsatz g mit seitlichen Durchlässen liegt oberhalb der Schraube d im Rohr o, um die Schraubenmitte freizuhalten.
Das Steigrohr ο reicht bis zum Sieb b. Über seiner Mündung befindet sich in einem j Gehäuse ein Gebläse h, durch welches Luft angesaugt und mittels eines zusammensteck- . j baren Anschlußrohres k in ein das Steig- j rohr ο umgebendes Rohr i mit Durchtrittsöffnungen geleitet wird. Das Gebläserad sitzt gleichfalls auf der Welle e. Das Gebläsegehäuse ist mit dem Saugraum I verbunden, welcher durch Aufsteckrohre η seitlich verlängert ist. In die Rohre η sind Zerstäuberdüsen m für Kühlwasser und gelochte Verschlußkapseln q für Eisfüllung eingesetzt, so daß die eingesaugte Luft durch die Wasserstrahlen bzw. Eisfüllung hindurch muß und gekühlt wird. Über dem Saugraum befindet sich die Antriebsmaschine p, welche mit der Welle e verbunden ist.
Das Gebläsegehäuse ist durch einige Flügelschrauben mit dem Sieb b derartig verbunden, daß die Antriebsmaschine mit dem Geblase und der Förderschraube nach Lösen der Flügelschrauben einfach zum Reinigen herausgehoben werden kann. Das Wellenlager am Ende des Steigrohres ο ist zu diesem Zweck durch ein Kegelstück festgelegt.
Bei der Drehung der Wellen werden die Förderschraube d und das Gebläserad Λ mitgenommen, wodurch einesteils Milch aus dem Behälter α durch das Steigrohr 0 auf das Sieb b gefördert wird und von hier in Strahlen zurückströmt und andernteils Luft durch die Rohre η angesaugt und von dem Rohr / aus durch die Mitte der herabrieselnden Milchstrahlen nach außen gepreßt wird. Diese Luft kühlt gleichzeitig schon das Rohr o.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zur Haltbarmachung von Milch unter Einwirkung von gekühlter Preßluft auf die gehobene und beim Herabfallen strahlenförmig zerteilte Milchmasse zwecks Entziehung von Wärme' und Verhütung einer raschen Zersetzung, dadurch gekennzeichnet, daß die frische g0 Milch auf ein Verteilungssieb gehoben wird und die Preßluft den von dem Sieb regenförmig zurückfallenden Strom von der Mitte des Strahlenbündels aus radial nach allen Seiten durchquert, um von innen heraus über den ganzen Querschnitt des Strahlenbündels gleichmäßig eine Kühl- und Lüftungswirkung zu erzeugen.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über einem Behälter mit mittlerem Steigrohr (o) und Förderschraube (d) ein Sieb (&) angebracht ist, von welchem die geförderte Milch strahlenförmig herabrieseln kann, während ein das Steigrohr umgebendes Preßluftrohr mit seitlichen Öffnungen die Verteilung der mittels eines Gebläses (Ji) angesaugten gekühlten Preßluft kranzförmig in Querstrahlen bewirkt. no
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEH94766D 1923-09-20 1923-09-20 Verfahren zur Haltbarmachung von Milch Expired DE401552C (de)

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