DE40069C - Vorrichtung zum Einpressen von Wasserlinien in endloses Papier. - Google Patents
Vorrichtung zum Einpressen von Wasserlinien in endloses Papier.Info
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
- D21F1/00—Wet end of machines for making continuous webs of paper
- D21F1/44—Watermarking devices
Landscapes
- Paper (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 5S: Papierfabrikation.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Januar 1887 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Hervorbringen von Wasserlinien beliebiger Breite
und Klarheit auf endlosen Papierbahnen. Zu diesem Zwecke sind gegen eine glatte Walze
geprefste Rädchen oder Rollen angeordnet, die einzeln in frei beweglichen, adjustirbaren und
elastisch gelagerten Trägern ruhen und im Papier befindliche Knoten und Sandkörner frei
passiren lassen, ohne dieselben zu zerdrücken und das Papier zu beschädigen.
Um das Wesen der Erfindung richtig zu kennzeichnen, dürfte es nöthig sein, auf die
Geschichte derselben näher einzugehen.
Früher wurde Papier dadurch mit Wasserlinien versehen, dafs eine dünne Schicht desselben
zwischen entsprechend mit Riefen versehenen Stahlplatten geprefst wurde. Die Mifsstände
dieses an und für sich umständlichen Verfahrens liegen auf der Hand. Die in einem
Blatt befindlichen Knoten und Sandkörner hinterliefsen auf allen übrigen derselben Schicht
Eindrücke, die Sandkörner wurden zerquetscht und beschädigten das Papier bezw. erzeugten
Lücken in den Riefen, die erhaltenen Linien wurden unregelmäfsig u. s. w. Die später angewendeten,
mit Riefen versehenen Walzen aus Hartgufs oder hydraulisch geprefstem Papier zeigten im Grofsen und Ganzen dieselben
Uebelstände, und die Vortheile der continuirlichen Arbeit wurden reichlich durch die
schlechtere Qualität des erhaltenen Papiers ausgeglichen, welche dadurch veranlafst wurde,
dafs die Knoten und Sandkörner ein seitliches »Schwanken« der Walzen bewirkten.
Nach einem anderen Verfahren werden die Linien durch Seidenfaden erzeugt, welche über
glatte Walzen laufen und Eindrücke hinterlassen.
Das Reifsen der Fäden verursachte häufige Unterbrechung des Betriebes und der erhaltene
unverhältnifsmäfsig grofse Ausschufs machte dieses Verfahren wenig rentabel.
Die beregten Mangel veranlafsten mich nun, die Wasserlinien durch einzelne Rädchen zu
erzeugen, welche unter bedeutendem Druck gegen eine glatte Walze geprefst wurden, doch
zeigte sich das oben erwähnte Schwanken, wenn auch in geringerem Grade wieder, bis ich
auf den Gedanken kam, jedes Rädchen für sich auf einer besonderen, unter elastischem
Druck stehenden Stütze anzubringen, so dafs die im Papier etwa vorhandenen Knoten oder
Sandkörner jedes einzelne Rädchen für sich leicht zurückdrücken konnten, ohne das Papier
u. s. w. zu beschädigen. Aufserdem gestattet diese Anordnung der Rädchen und ihrer Träger
eine leichte und schnelle Auswechselung derselben und beliebige Zusammenstellung in
Gruppen.
Die gegen die glatte Walze A geprefsten Rädchen oder Rollen α ruhen einzeln auf
Stützen b, welche neben einander angeordnet und lose zwischen zwei Schienen c und d geklemmt
sind, so dafs sie sich in ihrer Längsrichtung verschieben können. In die unteren
Enden der Stützen b sind Stückchen Gummi e, Fig. 5, oder anderes elastisches Material eingelassen,
gegen welche die Adjustirschraubeny drücken. Letztere stützen sich gegen ihre
Muttern oder Stühle g, Fig. 3 und 5, welche in einer Nuth des Rollenträgers c sitzen
und mit der dazu gehörigen Stütze b leicht
ausgewechselt werden können, wenn die die Schienen c und d zusammenhaltenden Schrauben
gelöst werden. Distanzstücke /; theilen die Rollen in Gruppen oder können die Entfernung
der einzelnen Rädchen von einander modificiren. Die Schiene c ist an ihren Enden
mit Zapfen i versehen und in der Weise gelagert, dafs durch Excenter k, Fig. ι und 2,
und Hebel etc. die Rädchen b auf die Walzen A gedrückt oder von denselben zurückgezogen
werden können. Es können zwei und mehr Rädchenträgerbalken c d angebracht
werden, welche eventuell alle auf einmal durch das Excenter k in und aufser Thätigkeit zu
setzen wären.
Jedes Rädchen wird mit einem Druck von ca. 12 kg gegen die Walze A geprefst; etwa
vorhandene Knoten oder Sandkörner überwinden diesen Druck leicht und schieben, sobald
sie die Bahn eines Rädchens treffen, nur dieses eine zurück (d. h. drücken den Gummi e
zusammen), während die übrigen in ihrer Arbeit nicht gestört werden. Die Linien werden
infolge dessen stets gleichmäfsig gezogen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zum Einpressen von Wasserlinien in endloses Papier, bestehend aus Rädchen, welche einzeln in besonderen, unter elastischem Druck stehenden, adjustirbaren Stützen ruhen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40069C true DE40069C (de) |
Family
ID=315650
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT40069D Expired - Lifetime DE40069C (de) | Vorrichtung zum Einpressen von Wasserlinien in endloses Papier. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE40069C (de) |
-
0
- DE DENDAT40069D patent/DE40069C/de not_active Expired - Lifetime
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