DE400040C - Maschine zum Formen und Aufstellen von Garbenpuppen - Google Patents
Maschine zum Formen und Aufstellen von GarbenpuppenInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01D—HARVESTING; MOWING
- A01D75/00—Accessories for harvesters or mowers
- A01D75/06—Sheaf shockers or stookers
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Description
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Formen und Aufstellen von Garbenpuppen.
Wie bekannt, verwendet die Maschine einen konischen Aufnehmer, in welchen die Garben
eingeführt werden und der sie dann zusammenpreßt, um mit einer Geschwindigkeit gleich der Vorwärtsgeschwindigkeit der Maschine
nach rückwärts geführt zu werden und die Garbenpuppen bei einer relativen Geschwindigkeit
gleich Null auf den Erdboden abzusetzen. Das Neue besteht gemäß Erfindung darin, daß der sogenannte Former
auf Schienen geführt wird, die in ihren mittleren Teilen parallel zueinander verlaufen, an
ihren Enden jedoch auseinanderlaufen, um die beiden Hälften des Formers beim Aufsetzen
der Puppe auseinanderklappen zu lassen. Der Former steht mit zwei Seilzügen in Verbindung. Der eine Seilzug zieht den
Former nach vorn, während ihn der andere wieder in die Ausgangsstellung zurückzuziehen
hat. Beide Seilzüge laufen auf Schnurscheiben, deren Seilnuten verschiedenartige Radien
aufweisen, also schneckenartige Form haben, so daß die Geschwindigkeit des Formers an
den verschiedenen Punkten seiner Bewegungsbahn einer entsprechenden Änderung unterworfen
wird. Das eine mit dem Former unmittelbar verbundene Seil trägt einen Knoten, welcher mit einem Anschlag eines anderen
Seils zusammenarbeitet, das zur Bewegung des bekannten Bodenbrettes für den Puppenformer
dient. Der Garbenfänger, über welchem die einzelnen Garben in den Former eingetragen
werden, ist mit einem der Seilzüge in solche Verbindung gebracht, daß er jede Garbe zuvor absperrt, sobald sich der Garbenformer
in der Bewegung zum Absetzen der Garbe befindet. Um das eine Seil aufzuwinden und gleichzeitig das andere Seil ablaufen
zu lassen, ist ein Wendegetriebe vorgesehen, das die Schnurtrommel mittels einer
besonders ausgebildeten Kurvenscheibe zu steuern hat. Die Kurvenflächen befinden sich
an einem Zahnrad, da so lange gesperrt bleibt, bis vom Maschinenführer eine Auslösung
mittels eines Seilzuges o. dgl. veranlaßt wird.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt :
Abb. ι zeigt die Maschine in Seitenansicht.
Abb.2 ist eine Vorderansicht der Maschine.
Abb 3 ist eine Aufsicht der Maschine.
Abb. 4 und 5 zeigen das Wendegetriebe in Verbindung mit den Schnurscheiben in Seitenansicht
und Aufsicht.
Abb. 6 zeigt die Verbindung eines der Seilzüge mit einer Sperrung für den Garbenfänger
und einen das Bodenbrett des Garbenformers bewegenden Seilzug.
Der an sich bekannte konische und aus zwei getrennten Hälften bestehende Korb A
wird zu beiden Seiten auf Schienen 31 und 32 geführt. Zweckmäßig sind beide Hälften des
Korbes A mit Hilfe geeigneter Zwischenelemente auf Rollen 42, 43, 44 zu lagern. Wie
aus Abb. 1 ersichtlich, sind die Führungsschienen 31 vorn nach oben geschwungen,
während sie in ihren mittleren Teilen horizontal und parallel zueinander verlaufen (hierzu
vgl. Abb. ι und 3) und an ihren Enden/7
plötzlich sehr stark auseinandergeführt werden (hierzu vgl. Abb. 3). Der Korb steht mit
Seilzügen in Verbindung. Sobald er von dem Seilzug 62 freigegeben wird, fällt er mit entsprechender
Beschleunigung nach unten. Durch die Bewegung auf einer kreisförmigen Bahn wird die Puppe also senkrecht gestellt
und in solcher Lage weiter nach hinten gefördert, wobei diese Bewegung von dem zweiten
Seilzug 80 veranlaßt wird. Beide Seilzüge 62 und 80 laufen auf zwei schneckenartigen
Schnurscheiben. Das Seil 62 wird sich beim Absetzen der Puppe abwickeln, während
sich Seil So aufwickelt, um, wie schon erwähnt wurde, den Former längs des horizontalen
Teiles der Führungsschiene 31, 32 nach
rückwärts zu ziehen. Beim Zurückführen des Formers in die Aufnahmestellung ändern sich
die Funktionen der Seilzüge62, 80. Das Seil 62, welches sich vorher von der zugehörigen
Schnurscheibe abgewickelt hat, wird sich aufwickeln und den Formerei wieder in die
Ausgangsstellung zurückziehen, während Seilzug 80 von der zugehörigen Schnurscheibe abläuft.
Die Schnurscheiben 61, 82 sind am besten
aus Abb. 2 und 5 zu erkennen. Bewegt werden sie, indem eines der Lauf räder 10 durch
eine Kette 79 unter Vermittlung eines Wendegetriebes 73, 74, 75, y6 mit der die Schnurscheiben
tragenden Welle 60 verbunden wird. Die Schnurscheiben sind zu beiden Seiten der Welle 60 angebracht (vgl. Abb. 2). Um den
Former A gleichmäßig vor und zurück zu bewegen, müssen selbstverständlich seinebeiden
Hälften mit Schnurscheiben der in Frage kommenden Art verbunden werden. Das Wendegetriebe setzt sich zusammen
aus den auf Welle 60 lose drehbaren Kegelrädern 73, 75, dem Zwischenrad 7 6 und einem
auf der Welle 60 verkeilten, aber achsial verschiebbaren Kupplungsteil 74 mit Klauen 72.
Dieser Kupplungsteil kann so verschoben werden, daß er je nach der Bewegung, welche
der Former .4 auszuführen hat, einmal mit dem Kegelrad J2 un(i das andere Mal mit
dem Kegelrad 75 in Verbindung tritt. Wie sich aus den Abb. 4 und 5 ergibt, kann der
Welle 60 und damit den Schnurscheiben 61, 82 keine Drehung weder zur Zurückbewegung
hoch zur Vorwärtsbewegung des Formers A mitgeteilt werden, sobald der Kupplungsteil.
74 seine Mittelstellung einnimmt, da die Kegelräder 73, 75 lose drehbar auf Welle 60 sitzen
und leer umlaufen müssen. Auf Welle 60 sitzt nun ein weiteres Zahnrädchen 59, das mit
einem Zahnrad 57 kämmt. Zahnrad 57 trägt eine Sperrnase 56, wodurch es mittels einer
Klinke 52 gesperrt werden kann. Diese Klinke steht unter Druck einer Feder 53 und kann
nur vom Maschinenführer durch Zug an einem Seil 54 ausgelöst werden. Ist der Former
A mit Garben aufgefüllt, so hat der Maschinenführer über Seilzug 54 das Auslösen
der Klinke 52 vorzunehmen. Der Former./} fällt dann durch seine eigene Schwere in
den Führungsschienen 31, 32 abwärts, wobei
der auf Seil 62 übertragene Zug die Drehung der Schnurscheibe 61 und damit der j
Welle 60, d.h. des Zahnrädchens 59, veran- j lassen wird. Zahnrädchen 59 dreht seiner- j
seits das Zahnrad 57. Die an der Stirnseite des Zahnrades 57 vorgesehene Kurven- j
fläche 66 wird dabei auf eine mit dem j Kupplungsteil 74 verbundene Stange 68 ver- j
schiebend einwirken, d. h. die Stange 68 im Sinne des Pfeiles der Abb. 5 verschieben und {
den Kupplungsteil 74 mit dem Kegelrad γ ^
in Eingriff bringen. Zu erwähnen ist, daß der Drehpunkt, um welchen Gabel 69 des Kupplungsteiles
74 zu schwingen hat, durch eine am Maschinengestell befestigte Stange 70 gegeben
wird. Der Antrieb des Laufrades 10 wird nach erfolgter Verkupplung über Ketten
79 und Kegelrad 73 auf Kupplungsteile 74
und damit auf Well 60 übertragen. Da der Zug auf das Seil 62 aufgehört hat, weil der
Formerei inzwischen in seiner tiefsten Stellung gefallen ist, wird die Drehung der Welle
60 den Seilzug 80 auf der zugehörigen Seilscheibe 82 auflaufen lassen, anderseits aber
den Seilzug 62 von der Seilrolle 61 ablaufen lassen. Der Former A wird damit vom Seil
80 endgültig in die Einführungsstellung zurückgezogen. \ Das Übersetzungsverhältnis zwischen
den Rädern 59 und 57 ist so zu wählen, daß eine zweite Kurvenfläche auf Stange 68
einwirkt, sobald der Former A die Puppe abgesetzt hat. Die Kurvenfläche wird eine Verschiebung
der Stange 68 im entgegengesetzten Sinne wie vorher veranlassen, d. h. den Kupplungsteil 74 mit dem Kegelrad 75 in
Eingriff bringen. Über Zwischenrad 76 wird somit von Kette 79 eine Drehung der Welle
60 im entgegengesetzten Sinne wie vordem eingeleitet, so daß der Seilzug 62 auf der
zugehörigen Schnurscheibe 61 wieder aufgewickelt wird, wohingegen der Seilzug 80 wieder
von der ihm zugehörigen Schnurscheibe abläuft. Der Former^, kommt wieder in
seine Aufnahmestellung, worauf der Kupplungsteil 74 durch eine entsprechende, ebenfalls
an der Stirnseite des Zahnrades 57 sitzende Kurvenfläche 87 wieder in seine Mittelstellung zurückgeführt wird. Inzwischen
ist auch der Anschlag 56 wieder mit der Sperrklinke 52 in Eingriff gekommen, so daß jede
Bewegung des Wendegetriebes und der mit diesem in Verbindung stehenden Teile bis zum
Absetzen der neu zusammengestellten Puppe, d.h. bis zur abermaligen Auslösung der
Klinke 52 ruht.
Damit die Stützenden zu einer regelmäßigen Standfläche für die Puppe ausgerichtet
werden, ist, wie bekannt, ein sogenanntes Bodenbrett Q vorzusehen. Dasselbe ist bei
91 mittels Lenker 90 drehbar befestigt. Weitere Lenker 93 sorgen dafür, daß das Brett G
beim Absetzen der Puppe zur Freigabe der Stützenden der Garben in richtiger Weise in
die mit punktierten Linien eingezeichnete Lage ausschwingt. Das Ausschwingen des
Brettes G muß natürlich von der Bewegung des Formers A abhängig gemacht werden, zu
welchem Zwecke ein Seilzug 94 zweckmäßig unter Zwischenschaltung einer Feder 99 mit
dem Seilzug 62 in Verbindung gebracht wird. Diese Verbindung ist am besten aus den
Abb. ι und 6 zu erkennen. Das Seil 94 ist an seinem Ende mit einer Scheibe 95 verbunden,
die zur Durchführung des Seiles 62 durchbohrt ist. Seil 62 ist nun mit einem Knoten
96 versehen, dessen Größe so zu bemessen ist, daß er sich mit dem Seil 62 nicht durch
die Bohrung der Scheibe 95 hindurchbewegt. Fällt der Former A nach Auslösung der
Sperrklinke 52 also in den Führungsschienen 31, 32 nach unten, so wird das Bodenbrett G,
der eigentlichen Schwere folgend, in die mit punktierten Linien eingezeichnete Lage fallen,
da der Knoten 96, laut Abb. 1, die Scheibe 95 freigibt, und diese nunmehr auf Grund des
vom Bodenbrett G auf Seilzug 94 übertragenen Zuges dem Knoten 96 nachlaufen kann. j
.Wird der Former wieder in die Aufnahmestellung gebracht, muß der Knoten 96 an
irgendeiner Stelle natürlich wieder mit der Scheibe 95 zusammentreffen und demzufolge ;
jene Scheibe mitnehmen, die alsdann durch ! Zug des Seils 94 die Rückführung des Bodenbrettes
G in die Ausgangsstellung veranlaßt.
Neben der Bewegung des Bodenbrettes ist j anderseits auch die Garbenzuführung mit der
Bewegung des Formers A in irgendwelche Beziehung zu bringen. Zugeführt werden die
einzelnen Garben bei D, um über ein Trans- j poitband 16 und einen Garbenfänger 103 von
oben her in den Former A eingetragen zu weiden (vgl. Abb. 2). Der Garbenfänger 103
schwingt unter dem Gewicht der Garben nach unten, läßt sie also in den Former A einfallen.
Der Garbenfänger 103 sitzt auf einer Welle 104, an deren einem Ende ein Hebel 105
befestigt ist, der für gewöhnlich die gleiche Schwingung wie der Garbenfänger 103 ausführt.
Abb. 6 zeigt, wie an einer festen Schiene hi des Maschinengestells ein am Ende 112
gegabelter Hebel 110 drehbar befestigt ist. Dieser Hebel steht mit einer Sperrklinke
109 in Verbindung, die bei 107 drehbar an einem Arm 108 befestigt ist, der ebenfalls
an irgendeinem Teil des Maschinengestells festsitzt. Da der Hebel 110 dem Einfluß
einer Feder \ 14 unterliegt, muß er den in einer Rast 106 liegenden Hebel 105 des Garbenfängers
103 in der aus Abb. 6 und 2 ersichtlichen Stellung verriegeln, sobald sich
der Seilzug 62 beim Beginn des Absetzens einer Puppe in der eingezeichneten Pfeilrichtung
verschiebt. Solange der Hebel 105 verriegelt ist, wird der Garbenfänger 103 die
Garben also zurückhalten, sie aber in den Former A einrollen lassen, sobald dieser
wieder in die Aufnahmestellung gelangen sollte, da hierbei die Scheibe 95 in Verbindung
mit dem Knoten 96 auf die Gabel 112 ,des Hebels 11 ο drückt und diesen entgegen
der Wirkung der Feder 114 verschiebt, derart, daß die Sperrklinke 109 den in der Rast
liegenden Hebel 105 freigibt.
Claims (6)
1. Maschine zum Formen und Aufstellen
von Garbenpuppen mit einem die Garben aufnehmenden und zusammenpressenden Former, der beim Stürzen der
Puppe auf Schienen entgegen der Vorwärtsbewegung der Maschine mit annähernd gleicher Geschwindigkeit zurückbewegt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die in ihren mittleren Teilen parallel zueinander liegenden Schienen (31, 32) an
ihren Enden auseinanderlaufen und so die beiden Teile des Formers beim Absetzen auseinanderklappen.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Puppenformer mit
zwei Seilzügen verbunden ist, von welchen der eine den Former nach vorn und der andere den Former zurück in die Ausgangsstellung
zu ziehen hat und beide Seilzüge auf Schnurscheiben auflaufen, deren Seilnuten verschiedenartige Radien aufweisen,
also schneckenartige Form haben, um die Geschwindigkeit des Formers an den verschiedenen Stellen seiner Bewegungsbahn
zu ändern.
3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, da- go
durch gekennzeichnet, daß das eine mit dem Former unmittelbar verbundene Seil einen Knoten (96) aufweist, welcher mit
einem Anschlag (95) an dem Seil (94) zusammenarbeitet, welches zur Bewegung des bekannten Bodenbrettes des Puppenformers
dient.
4. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der an sich bekannte
Garbenfänger (103) beim Kippen des Puppenformers durch den Seilzug (62 J
in seiner Fangstellung verriegelt wird.
5. Maschine nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein Wendegetriebe auf
der Welle der Schnurscheibe, dessen Kupplung mittels eines Hebels von einer Kurvenscheibe gesteuert wird.
6. Maschine nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenflächen
an einem Rade sitzen, welches so lange gesperrt ist, bis der Maschinenführer mittels Seilzuges (54) die mit einem
Anschlag (56) am Rad (57) in Eingriff stehende Klinke (52; zurückzieht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH88847D DE400040C (de) | Maschine zum Formen und Aufstellen von Garbenpuppen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEH88847D DE400040C (de) | Maschine zum Formen und Aufstellen von Garbenpuppen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE400040C true DE400040C (de) | 1924-08-02 |
Family
ID=7165421
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH88847D Expired DE400040C (de) | Maschine zum Formen und Aufstellen von Garbenpuppen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE400040C (de) |
-
0
- DE DEH88847D patent/DE400040C/de not_active Expired
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