DE39959C - Vorrichtung zum Transport der Glascylinder aus einer Vorwärmkammer in den Streckraum - Google Patents

Vorrichtung zum Transport der Glascylinder aus einer Vorwärmkammer in den Streckraum

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DE39959C
DE39959C DENDAT39959D DE39959DA DE39959C DE 39959 C DE39959 C DE 39959C DE NDAT39959 D DENDAT39959 D DE NDAT39959D DE 39959D A DE39959D A DE 39959DA DE 39959 C DE39959 C DE 39959C
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stretching
preheating chamber
furnace
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glass
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DENDAT39959D
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LEOP. DE DORLODOT in Lodelinsart, 56 Chaussee de Bruxelles, Belgien
Publication of DE39959C publication Critical patent/DE39959C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B35/00Transporting of glass products during their manufacture, e.g. hot glass lenses, prisms
    • C03B35/26Transporting of glass tubes or rods

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung ist vornehmlich charakterisirt durch die eigene Anordnung eines Vorwärmers bei Tafelglasöfen und durch die Anbringung eines praktischen Einführungsmechanismus für den Streckofen.
Die Anlage der bis jetzt gebräuchlichen Tafelglasöfen ist derartig, dafs zwischen dem Streckuiid Kühlofen eine offene Einführungshalle sich befindet, von wo aus die Einbringung des Hohlgläscylinders ohne Weiteres geschieht. Dadurch wird aber der Temperaturunterschied zwischen1 Glas und Streckofen1 ein solcher, dafs öfter ein Glasbruch eintritt. Die Grenzen der vorkommenden Unfälle bei der bisherigen Einbringung bewegen sich zwischen 6 und 10 pCt. Die vorliegende Erfindung reducirt den Bruch auf ο pCt.
In der beiliegenden Zeichnung stellt Fig. 1 eine vollständige Anlage mit Streckofen, Vorwärmkammer und Kühlofen im Grundrifs dar; Fig.· 2 zeigt eine Seitenansicht des Streckofens; Fig. 3 stellt eine Seitenansicht von Kühlofen, Vorwärmer und Streckofen dar; Fig. 4 zeigt die Aufhängevorrichtung für den Cylinder in der Vorwärmkammer; Fig. 5 ist ein Grundrifs der Vorwärmkammer mit allen zur Aufhängung des Glascylinders und zur Einbringung desselben' in den Streckraum dienenden Einrichtungen; Fig: 6 stellt einen Schnitt nach X- Y der Fig. 5 dar.
Die Erfindung ist an einem gewöhnlichen Bievez'schen Streckofen veranschaulicht. Wie Fig. ι zeigt, ist der sonst offene Vorräum A durch Anbringung einer in einer Führung mm1 durch Hebelmechanismen h h1 auf- und niederbeweglichen Thür if' verschlossen und bildet eine Kammer für sich, sobald der in den Streckofen S führende Eingang E durch die Thür t geschlossen wird. Diese so erhaltene Kammer wird von zwei Seiten durch kleine Feuerungen f1/2 angewärmt, und zwar geschieht dies von der Streckofenseite aus durch die Kanäle k k\ welche mit der kleinen Feuerung/1 des Streckofens in Verbindung stehen. Von der Kühlofenseite aus wird die Kammer A durch eine in die Wand des Kühlofens K eingeschobene Feuerung/2 mittelst des Kanals k2 geheizt. Zudem überträgt sich auch die Hitze des naheliegenden Streckraumes 5 durch die Eisenblechthür ί desselben auf den Vorwärmer A. Kurz, der Vorwärmer und alles darin Befindliche wird allmälig auf eine Temperatur gebracht, welche nicht allzu tief unter der des Streckraumes liegt. Wird also der in den Streckraum einzubringende aufgeschnittene Glaskörper C in dem Vorwärmer eine Zeit lang eingeschlossen, so hat er sich schliefslich einen solchen Wärmegrad angeeignet, welcher nur wenig sich von dem des Streckofens unterscheidet. Ein plötzlicher Temperatürwechsel tritt folglich hier nicht ein und kann deshalb nicht die Ursache eines Glasbruches werden.
In dem Vorwärmer A befindet sich eine Hängevorrichtung w s s1 s'2 s's g gl, Fig. 4', 5 und 6. Dieselbe setzt sich zusammen aus den Stangen s S1, welche in ihren Köpfen eine drehbare Stange n> gelagert haben, an der zwei Halter g gl herniederhängen. Auf den herabhängenden, hakenförmig umgebogenen Enden derselben liegt die vorzuwärmende Glaswalze C auf. An dem länger überragenden Theil der Welle w ist ein Hebel /?2 fest angebracht,
welcher mit der Hebelstange h3 scharnierartig verbunden ist. Die Stange hB ruht mit ihrem Griffende auf der Arretirschiene R, welche in die Einschnitte von h3 pafst.
Der Hebelmechanismus, welcher die Thür i1 auf- und niederbewegt, besteht aus den zwei gleichen Gewichtshebeln Ji1Tz1, die durch eine Stange / gehalten werden, welch letztere von zwei Hängeböcken r r1 getragen wird, die an die Thürführung u u1 angeschraubt sind. Die Thür t1 hängt an den mit den Hebeln h hl verbundenen Stangengliedern dd.
Der Gewichtshebel h, welcher die Thür t öffnet und schliefst, hat seinen Dreh- und Stützpunkt in der Stange n. An der Kette e, welche an dem gewichtlosen Ende des Hebels befestigt ist, hängt die ThUr t, die in . der Führung vvx auf- und niederbewegt werden kann.
Die Vorrichtung zur Einführung des Glaskörpers C in den Streckofen ist so angeordnet, dafs ein Theil derselben durch Drehen des ganzen Mechanismus um einen festen Punkt aufserhalb des Ofens in den Vorwärmer und von da durch den Eingang E in den Streckraum S gebracht werden kann. Die Einführungsvorrichtung besteht also aus einer Angela, welche um einen Pfosten P drehbar ist. An dem freien Ende von α sind zwei Hebel ο und ρ horizontal drehbar eingelassen. Die Angel α hat einen Handgriff i zum Drehen. Die beiden Hebel ο und ρ können jedoch für sich durch einen Griff i1 gedreht werden. Natürlich werden sie bei der Drehung der Angel mit derselben mitgedreht. Die Hebelstange ο hat an dem anderen Ende eine durch die Gelenkhebel ρ und q horizontal und um ihren Achsenpunkt zu bewegende Aufliegeplatte L. Der Hebel q ist sowohl mit der Platte L als auch mit der Stange ρ fest verbunden.
Der Vorgang bei dem Vorwärmen und Einführen des Glascylinders ist folgender:
Die Thür tl wird durch Niederziehen der Gewichtshebel hl hl geöffnet, der Glaskörper C auf die Halterhaken g g1 gebracht, die vertical herabhängen. In dieser Lage werden die Halterhaken g g] mittelst des Gegengewichts G auf ihrer Tragestange w und durch Einstellen der Schiene R in dem betreffenden Arretireinschnitt des Hebels h3 gehalten. Nun kann der Glaskörper sich vorwärmen, sobald die Thüren ttl geschlossen und die Feuerungen flf2 angelassen sind. Hält man den Glaskörper für genügend vorgewärmt, so öffnet man durch Herunterziehen der Hebel h h1 die Thür tl und dreht den Einführungsapparat apqL so unter den Glaskörper, dafs die Platte L mitten zwischen die beiden Halter g gl zu liegen kommt. Darauf hebt man den Hebel h3 aus und stöfst ihn nach vorwärts, d. h. nach der Vorwärmkammer zu. Hierdurch wird der Hebel ft2 und mit ihm die Stange w zurückgedreht, was zur Folge hat, dafs die Halter g g1 den Cylinder C loslassen und gegen die Mauer gedrückt werden. Der Cylinder C liegt nun auf der Platte L und wird dann durch Drehen der Angel α oder der Hebel ο und p, wie es gerade die Situation erfordert, nach dem Eingang E, welcher jetzt geöffnet wird, befördert. So wie es in Fig. 5 gezeichnet ist, mufste man, um den Cylinder aus der punktirten Ruhelage in die Einführungslage zu bringen, zuerst die Angel mit den beiden anderen Hebeln 0 und ρ genügend zurückdrehen, dann bei dem Vorwärtsdrehen der Angel nach und nach die Hebel ρ ο für sich so drehen, dafs die Platte L schliefslich am Eingange E die gezeichnete Lage einnahm. Durch Zusammenwirken des ganzen Hebelmechanismus aopq wird dann der Glaskörper vollständig in den Streckraum geschoben und dort zur weiteren Verarbeitung auf den Streckstein c gebracht. Die Einführungsvorrichtung wird sofort wieder zurückgezogen, damit sie nicht durch die allzu hohe Temperatur der Streckkammer glühend wird. Dieser soeben beschriebene Vorgang kann sich nun bei einem neuen Glaskörper wiederholen.
Die vorliegende Anordnung, welche von dem Erfinder praktisch ausgeführt worden ist, beseitigt den bisher ziemlich hohen Procentsatz an Glasbruch bei der Tafelglasbereitung: Die ökonomische Anordnung der Vorwärmkammer, sowie der praktische Einführungsmechanismus in den Streckraum sind als besondere Vorzüge der vorliegenden Erfindung zu betrachten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    . Bei einer Vorwärmkammer zwischen dem Streck- und Kühlraum eines Tafelglasofens die Anwendung einer Transportvorrichtung, bestehend aus der um den Punkt P drehbaren Angel α und den Hebeln ο ρ und q in Verbindung mit einer Auflageplatte L, zum Zweck, den in einer Hängevorrichtung in der Vorwärmkammer A aufgehängten Glascylinder C schadlos in den Streckofen einzuführen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT39959D Vorrichtung zum Transport der Glascylinder aus einer Vorwärmkammer in den Streckraum Expired - Lifetime DE39959C (de)

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