DE398768C - Fuehrerbremsventil fuer selbsttaetige Luftdruckbremsen - Google Patents

Fuehrerbremsventil fuer selbsttaetige Luftdruckbremsen

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DE398768C
DE398768C DED39462D DED0039462D DE398768C DE 398768 C DE398768 C DE 398768C DE D39462 D DED39462 D DE D39462D DE D0039462 D DED0039462 D DE D0039462D DE 398768 C DE398768 C DE 398768C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T15/00Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
    • B60T15/02Application and release valves
    • B60T15/04Driver's valves
    • B60T15/048Controlling pressure brakes of railway vehicles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Systems And Boosters (AREA)

Description

  • Führerbremsventil für selbsttätige Luftdruckbremsen. Bei den bekannten Führerbremsventilen wird durch gefühlsmäßiges Einstellen des Ventils seitens des Lokomotivführers so viel Luft aus der Hauptleitung herausgelassen oder in sie hineingepumpt, bis der zur Erzielung der gerade notwendigen Bremswirkung erforderliche Druck in der Hauptleitung erzielt wird. Dieser Druck wird an einem Manometer beobachtet und durch abwechselndes Zu- oder Abströmenlassen von Druckluft auf der erforderlichen Höhe gehalten. Diese Druckeinstellung erfordert eine gewisse Geschicklichkeit und Aufmerksamkeit des Lokomotivführers und L-edeutet deshalb unter Umständen eine Gefahr für die Sicherheit des Eisenbahnzuges, weil sich die Aufmerksamkeit des Führers in die Beobachtung des Manometers einerseits und der Signale und Strecke andererseits teilen muß.
  • Man hat schon bei direkt wirkenden Bremsen eine Einstellung bestimmter Druckstufen entsprechend den verschiedenen Stellungen .des-Handhebels des Führerbremsventils angewendet, bei selbsttätigen Bremsen jedoch noch nicht.
  • Die Erfindung betrifft nun ein Führeibremsventil für selbsttätige Bremsen, mit dessen Hilfe zunächst eine Einstellung bestimmter Druckstufen möglich ist, und zwar sowohl beim Anziehen der Bremsen, also der Lruckerniedrigung, wie auch beim Lösen der Bremse, d. h. Druckerhöhung; dabei soll auch die dauernde Innehaltung dieser Druckstufen unabhängig von Druckluftverlusten durch Undichtheiten der Leitung sein. Dies wird dadurch erreicht, daß als Grundform. des Führerbremsventils einer der an sich bekannten selbsttätigen Druckregler benutzt wird, d. h. einer Einrichtung, die bei jeder von Hand bewirkten Einstellung einen bestimmten Druck selbsttätig herbeiführt, um diesen auch bei Druckluftverlusten durch entsprechendes Nachspeisen ebenso selbsttätig aufrechtzuerhalten.
  • Die unmittelbare Anwendung eines solchen selbsttätigen Druckreglers könnte nun die sichere Betätigung der Notbremshähne gefährden, weil unter Umständen gerade intolge der selbsttätigen Nachspeisung bei Öffnen eines Notbremshahnes - der ja als größere Umdichtheit anzusehen ist - vorn Pül_rerbremsventil unter Umständen so viel Luft in die Leitung hineingelassen werden könnte, als durch einen geöffneten Notbremsliahn ausströmt. Schon eine Verzögerung der durch Öffnen eines Notbremshahnes eingeleiteten Druckverminderung durch die selbsttätige Nachspeisung vom Führerbremsverrtil ist unzulässig. Fährt z. B. der Zug mit 20 m;' sek. Geschwindigkeit und ein Notbrem4?alin wird geöffnet, so braucht bloß diese Nachspeisung eine Verzögerung der Druckverminderung um 5 Sekunden zu bewirken, um die Bremswirkung entsprechend später eintreten zu lassen, womit der Bremsweg um 5 # 2o = zoo m länger würde. Diese Erscheinung wird nun r-ach der Erfindung dadurch beseitigt, daß dem selbsttätigen Bremsdruckregler in der Fahrtstellung eine so enge Durchtrittsöffi:ung zugeschaltet wird, daß wohl die kleinen Undichtheiten der Leitung Lusgeglichen werden können, jedoch nicht das Abblasen der Druckluft durch Öffnen eines Notbremsliahnes. Da nun wiederum diese enge Offnung in der Füllstellung, die auch die eigentliche Bremsstellung bildet, das erforderl_che schnelle Zu- und Abströmen verhindern würde, so wird für diese Stellung dem selbsttätigen Bremsdruckregler eine zweite weite Öffnung zugeschaltet, die -den Durchtritt. der nötigen Luftmengen in der Zeiteinheit gestattet. Das auf diese Weise erforderliche, am besten bahnartige Organ kann nun zweckmäßig auch gleich in eine dritte Stellung bewegt werden, die dem völligen Abschluß entspricht, wie dies zur Besichtigung der Teile des Innern des Bremsdruckreglers und bei Verwendung eines Vorspannes zur Ausschaltung des gesamten Führerbremsventils nötig erscheint, zu i% clclrem Zweck bisher eine gesonderte Absperrvorrichtung verwendet wurde.
  • Um nun weiter eine exakte Zuordnung des Führerbremsventils und dieses Hahnes mit der. verschicdcnen Öffnungen zu schaffen, die eine einfache Bedienung gewährleistet und Irrtümer ausschließt, werden der Bremsdruckregler und der Regelhahn derart in kinematische Abhängkeit von demselben Bedienungsorgan, z. B. einem Handhebel, gebracht, daß durch Verstellen dieses Handhebels o. dgl. in der einen Ebene zunächst die `'orschaltung einer der verschieden großen Durchgangsöffnungen vorgenommen werden kann, während nun unter Beibehaltung dieser die Luftmenge bzw. -geschwindigkcit bestimmenden Grundeinstellung durch Bewegen des Handhebels in einer anderen, z. B. dazu senkrechten Ebene die. Einstellung des selbsttätigen Brenisdruckreglers auf die verschiedenen Druckstufen vorgenommen werden kann, Man hat wohl schon mit einem Steuerhebel zwei in verschiedenen Ebenen vor ,ich gehende Bewegungen unabhängig voneinander ausgeführt, z. B. indem durch Niederdrücken des Hebels in einer bestimmten Stellung ein Rückschlagventil geöffnet wird, während durch Verdrehen des Hebels ein Hahnküken o. dgl. bedient wird. Herbei handelt es sich aber nicht um eine selbsttätige Reglung des Leitungsdrucks, sondern es kann Luft nur unter en'sprechendem Wechsel der Einstellungen von Hand zwischen Füll-, Fahrt-, Abschluß-, Betrie'.-sbrems- und Schnellbrem"stellung ein- und ausgelassen werden, wie das gleiche bei den ein.angs erwähnten Führerbremsventilen der Fall ist.
  • Insgesamt entsteht- damit ein Führerbremsventil, bei dem eine genaue Einste'.lung verschiedener Druckstufen sowohl nach unten als auch nach oben unabhängig von den Druckluftverlusten der Leitungen herbeigeführt wird; trotzdem für die Füll- und Bremsstellung der Durchtritt der erforderlichen Luftmengen gesichert bleibt, bleibt in der Fahrtstellung die Betätigungsmöglichkeit der Notbremse unbeeinträchtigt. Die Durchführung- der verschiedenen Einstellungen von einem Hebel o. dgl. aus, der dazu in verschiedenen Ebenen bewegt wird, verbürgt auch die einfache und fehlerfreie Bedienung. Die bisherigen Führerventile zeigen fünf verschiedene Stellungen, nämlich a) Füll-, b) Fahrt-, c) Abschluß-, d) Betriebsbrems-, e) Schnellbremsstellung, die in einer Ebene hintereinander liegen. Statt dessen sind hier durch Verschwenken des Handhebels in einer Ebene drei Grundstellungen, nämlich Füll-, Fahrt- und Abschlußstellung erzielbar, während durch Verstellen in einer Querebene in den beiden ersten Grundstellungen jede Druckstufe eingestellt und selbsttätig aufrechterhalten werden kann.
  • In der Zeichnung ist in Abb. i eine schematische Anordnung der Einrichtung beispielsweise dargestellt. a ist ein Druckregler irgendeiner bekannten Bauart, der mittels einer Membran oder eines federbelasteten Kolbens je nach Einstellung der Stange b in der Leitung c einen bestimmten Druck einstellt und selbsttätig festhält. Die Bewegung der Stange b erfolgt durch Bewegung des Handhebels d in der Bildebene. In oder an dem Druckregler befindet sich die Al sperrvorrichtung e, die durch Bewegung des Handhebels d aus der Bildebene heraus betätigt wird.
  • In den Abb. 2, 3 und q. sind drei verschiedene Stellungen der Abschlußvorrichtungen dargestellt. Abb. 2 zeigt die Füll-oder Manövrierstellung mit Zuschaltung der großen Öffnung, Abb. 3 die Fahrtstellung mit der kleinen Öffnung, während Abb. q die Abschlußstellung erkennen läßt. Die Einrichtung ist so getroffen, daß diese drei verschiedenen Stellungen in der oben angeführten Reihenfolge erreicht werden. Durch eine (nicht gezeichnete) Hubbegrenzung der Stange b oder der mit ihr verbundenen Teile wird vermieden, daß der Luftdruck in der Hauptleitung unter einen bestimmten Wert sinkt oder darüber steigt, mit anderen Worten, es wird damit ein übermäßiges Entleeren oder ein Überladen vermieden.

Claims (3)

  1. PATENT- AN SPRÜCHE: i. Führerbremsventil fürselbsttätigeLuftdruckbremsen, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine an sich bekannte, gemäß ihrer von Hand bewirkten Einstellung verschiedene Druckstufen genau und dauernd einregelnde Druckregelvorrichtung bestimmte Druckabstufungen herbeigeführt und durch Nachspeisen trotz Undichtheiten derLeitung dauernd. gesichert werden und gleichzeitig für die Fahrtstellung eine enge und für die Füll- bzw. Bremsstellung eine weite Durchgangsöffnung so zugeschaltet wird, daß einerseits die Betätigungsmöglichkeit der Notbremshähne nicht beeinträchtigt wird, anderseits aber für das Füllen und Bremsen genügende Luftmengen durchtreten können.
  2. 2. Führerbremsventil nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der von Hand einstellbare, selbsttätige Druckregler und das die verschieden weiten Durchtrittsöffnungen enthaltende Organ durch kinematische Verkopplung dermaßen eindeutig zugeordnet werden, daß mit den Bewegungen des Bedienungshebels o. dgl. in der einen Ebene zunächst eine der Durchtrittsöffnungen vorgeschaltet und nun durch Bewegung des gleichen Hebels in einer zweiten, z. B. zur ersten senkrecht stehenden Ebene unter Beibehaltung der die Luftmenge bzw. -geschwindigkeit bestimmenden Grundeinstellung die verschiedenen Druckstufen herbeigeführt werden kCnnen.
  3. 3. Führerhremsventil nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das die verschiedenen Durchtrittsöffnungen enthaltende Organ außerdem noch in eine Abschlußstellung gebracht werden kann, um einen e,wa sonst noch erforderlichen besonderen Absperrhahn züi ersparen. q.. Führerbremsventil nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch Endanschläge für den selbsttätigen Druckregler sowohl die übermäßige Entleerung als auch das Überladen der Hauptleitung vermieden wird.
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