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Schubauftragbürste. Die bisher gebräuchlichen Schuhauftragbürsten
besitzen einen geraden Stiel, dessen vorderes Ende mit einer länglichen oder runden
Verbreiterung versehen ist und auf der Unterseite den Borstenbesatz trägt. Die Bürsten
haben den Nachteil, daß sie in die das Schuhputzmittel enthaltenden, für gewöhnlich
etwa 6 cm Durchmesser .besitzenden Dosen nur mit .ihrer Spitze eingetaucht werden
können, was zur Folge hat, daß naturgemäß nur die vorderen Borsten zum Auftragen
des Putzmittels verwendet und abgenutzt werden. Derartige Bürsten werden infolgedessen
außerordentlich rasch unbrauchbar. Außerdem bleibt beim Eintauchen der Bürste ein
Teil des Putzmittels am Bürstenkörper haften und geht auf diese Weise verloren.
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Den Gegenstand der Erfindung bildet demgegenüber eine Schuhauftragbürste,
der diese Nachteile nicht anhaften. Die Erfindung bezweckt eine möglichst einfache
Gestaltung und eine billige Herstellung der Bürste sowie eine schnelle und bequeme
Auswechselung des Bürstenkörpers.
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Das Kennzeichen der Erfindung besteht in erster Linie darin, daß der
Stiel der Bürste in seiner vorderen Hälfte derart .gekrümmt ist, daß der Bürstenbesatz
mit seiner ganzen Fläche in 'das Schuhputzmittel eingetaucht werden kann und sieh
desh:.:'J auch gleichmäßig abnutzt. Dieser Zweck wird erfindungsgemäß dadurch erreicht.
daß die in dem eigentlichen geraden Hand- : =t -befestigten, nach außen federnden
Arme des Stieles mindestens zu dritt angeordnet und sämtlich nach der gleichen allgemeinen
Richtung abgebogen sind. Die Verbindung zwischen dem Stiel ,und dem Borstenträger
wird hierbei dadurch bewirkt, daß 'die freien Enden der federnden Arme radial nach
innen abgebogen sind und in entsprechende Vertiefungen des Bürstenkörpers eintreten,.
die in gleichen Abständen über den Außenrand- des Bürstchens verteilt sind, so daß
durch die Lösung dieser Arme eine leichte Auswechselung des eigentlichen Bürstenkörpers
erfolgen kann. Die Befestigung der Drahtarme am Bürstenkörper erfolgt mittels eines
Schubringes, der eine beliebige Spreizung und Zusammenziehung der Drahtarme zuläßt.
Die lösbare Verbindung des Bürstenkörpers mit dem Stiel hat den Vorteil, daß jener
nach etwaiger ungleichmäßiger Abnutzung des Dorstenbesatzes um einen entsprechenden
Winkel gedreht und nach eingetretener Unbrauchbarkeit gegen einen neuen Bürstenkörper
ausgetauscht werden kann, während der Griff dauernd benutzbar bleibt. Die Verwendung
der neuen
Schuhauftragbürste sichert somit eine wesentliche Ersparnis.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise
dargestellt, und zwar zeigt.
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Abb. i eine Seitenansicht und Abb. z eine Oberansicht der Bürste.
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,Die Bürste besteht im wesentlichen aus dem Griff a, der an seinem
vorderen Ende mit einer geeigneten Anzahl, zweckmäßig drei, federnden Klauen b versehen
ist. Diese Klauen, welche bei der dargestellten Ausführungsform aus entsprechend
gebogenen Drähten bestehen, gegebenenfalls aber auch in anderer Weise ausgebildet
sein können, halten den Bürstenkörper c, welcher die Borsten trägt und zweckmäßig
runde Form besitzt. Auf den Klauen. b ist ein Ring e derart verschiebbar, daß sie
sich bei zurückgeschobenem Ring leicht spreizen lassen, bei vorgeschobenem Ring
dagegen einander nähern und hierdurch mit ihren vorderen, radial nach innen abgebogenen
Enden in entsprechende Vertiefungen des Bürstenkörpers eindringen.
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Die Klauen b sind derart nach einer Richtung abgebogen, daß der Borstenbesatz
beim Eintauchen in das Schuhputzmittel auf seiner ganzen Fläche behaftet und infolgedessen
auch vollkommen gleichmäßig abgenutzt , wird. Sollte trotzdem vielleicht infolge
ungeschickter Handhabung der :Borstenbesatz sich schief abnutzen, so kann der Bürstenkörper
c nach Zurückschieben des Ringes e von den Klauen gelöst und nach einer entsprechenden
Winkeldrehung wieder mit dem Griff a verbunden werden, so daß nunmehr die bisher
noch nicht abgenutzten Borsten an die Stelle der stärksten Abnutzung gelangen. Nach
eingetretener völliger Unbrauchbarkeit wird der Bürstenkörper alsdann gegen einen
neuen ausgetauscht.