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Typenreiniger für Schreibmaschinen Die bisher zum Reinigen der Typten.
von Schreibmaschinen benutzten Bürsten entsprechen den Anforderungen des praktischen
Bedarfes nicht in der genügenden Weise, weil man mit ihnen die besonders in den
Vertiefungen der Typen haftenden, aus Farbstoffresten und Papierfasiern. bestehenden
Ablagerungen nicht einwandfrei entfernen kann. Man muBte deshalb zum gründlichen
Reinigen der Typen noch flüssige, schmutzlösende Mittel, wie Benzin, und besondere
Werkzeuge, wie z. B. Stahlbürsten oder Nadeln, verwenden. Das war aber umständlich
und nachteilig, weil flüssige Mittel zum Lösen des Schmutzes unbequem und unsauber
in der Anwendung sind, Stahlbürsten die Typen beschädigen und vor allem die als
Teil für sich zu benutzenden Nadeln sich nur schlecht handhaben lassen. .
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Man hat nun schon vorgeschlagen, an den zum Reinigen der Typen dienenden
Bürsten Nadeln oder krallenartige Ansätze ortsfest oder schwenkbar anzuordnen. Das
erforderte aber eine umständliche und kostspielige Herstellung dieser Bürsten.
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Die Erfindung hat nun den Zweck, einen Typenreiniger mit am Reiniger
angeordneter Nadel zu schaffen, der auf einfachste Weise und mit billigsten Mitteln
angefertigt werden kann und im Gebrauch leicht zu handhabten ist. Zu diesem Zweck
wird erfindungsgemäß die Ausführung so getroffen, daß das Bürstengehäuse mit der
Nadel und dem Handgriff aus einem Teil besteht, der in einem Arbeitsgang, insbesondere
durch Stanzen und Pressen, herstellbar ist. Dadurch werden. die Gestehungskosten
des Reinigers auf ein Mindestmaß beschränkt. Weiterhin ermöglicht es das so ausgebildete
Werkzeug, mit der stets in der gebrauchsbereiten Stellung befindlichen Nadel die
Rückstände aus den Typen zu lockern und zu entfernen und dann ohne weiteres abzubürsten
oder mit Hilfe einer im Gehäuse angebrachten schmutzaufnehmenden Masse abzuheben.
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Die Nadel, welche aus der Ebene des Gehäuses mit ihrer Spitze abgebogen
ist, wird vorteilhaft in sich verdreht bzw. geknickt, so daß sie einen Blickfang
bildet, der das Einführen ihrer Spitze in die zu säubernden Typ@enüffnungen erleichtert.
Zur -,veiferen Vervollkommnung kann man das Gerät noch mit einem Typenaufheber ausstatten,
der zweckmäßig aus dem Ende des Handgriffs gebildet wird. Das kann leicht dadurch
geschehen, daß man das freie Griffende gleich bei der Herstellung mit seiner Vertiefung
oder Abflachung versieht, in welche sich die Typen einlegen können.
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Die die Bürsten bildenden Borstenbüschel ioder sonstigen den Schmutzentfernenden
oder aufnehmenden Mittel können ortsfest toder z. B. durch Einschieben leicht auswechselbar
im Bürstengehäuse angebracht
werden, wobei die zu ihrer Aufnahme
hestimmten, .Ansätze, Führungen o. dgl. gleich beim Anfertigen des Bürstengehäuses
mit gebildet werden. Eine sehr wirksame und einfache Befestigung der Borstenbüschel
im Bürstengeh,äusie läßt sich dadurch Herreichen, daß man in das Bürstengehäuse
;einen z. B. plattenförmigen, mit Öffnungen verselenen Tragkörper einsetzt, das
Bürstengehäuse mit entsprechenden Öffnungen versieht, welche denjenigen des Tragkörpers
gegenüberliegen und in diese Öffnungen durch den Tragkörper hindurch die Borstenbüschel
einzieht, die dann leicht in der üblichen Weisse auf dem Rücken des Tragkörpers
durch Drähte oder sonstwie festgelegt werden können. Statt dessen kann aber auch
ein die Borstenbüschel aufnehmender Tragkörper ein- und ausschiebbar im Bürstengehäuse
gelagert werden.
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In der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweisen
Ausführungsformen dargestellt, und zwar zeigt Abb. leine Seitenansicht eines mit
Nadel, Bürste und Typenaufheber versehenen Reinigungswerkzeuges, Abb.2 eine Aufsicht
auf das Werkzeug nach Abb. i, Abb.3einen Schnitt nach der Linie A-B der Abb. 2,
Abb. ¢ bis 8 weitere Ausführungsformen. Bei. der Ausführungsform nach Abb. i bis
3 besteht das Bürstengehäuse i des Werkzeuges mit dem Handgriff 2, der Nadel 3 und
dem Typenaufheber ¢ aus einem Teil, der in einem Arbeitsgang, z. B. durch Stanzen
und Pressen, hergestellt ist. Das Gehäuse i und der Handgriff 2 sind im Querschnitt
gewölbt bzw. durchgebogen, um ihnen bei möglichst geringer Materialstärke die größte
Stabilität zu -sichern. Sie können zu diesem Zweck auch mit Rippen oder sonstigen
Vertiefungen oder Erhöhungen versehen werden. Die Nadel 3 bildet einen Fortsatz
des Bürstengehäuses, ist aus dessen Ebene etwas nach unten aasgebogen und in. sich
verdreht :oder @eingeknickt, so daß sie die erforderliche Festigkeit gegen Verbiegungen
erhält. Außerdem wirkt ihre in Abb. i erkennbare, spitz zülaufende Fläche lichtfangend
und ist deshalb von der Seite her sehr gut sichtbar, wodurch das Einführen der Nadelspitze
in die zu säubernden Vertiefungen der Typen erleichtert wird.
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Der Typenaufheber ¢ am rückwärtigen Ende des Handgriffes 2 wird durch
eine Abflachung des sonst auf seine ganze Länge gewölbten Handgriffes gebildet.
Er wird einfach unter die zu hebenden Typen geschoben, die dann leicht angehoben
werden können. Die auf dem Heber befindlichen Typen liegen auf diese Weise soberhalb
der -anderem Typen, so daß sie gut sichtbar und zugänglich sind. Sie sind im Heber
sicher festgelegt und können so leicht und bequem gesäubert werden.
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Das Bürstengehäuse 2 ist an seinen Seitenkanten zu Führungen 5 und
6 umgebogen, in welche der Tragkörper 7 eingeschoben und durch Festpressen der Führungen
5 und 6 festgelegt ist. Der Tragkörper weist außer den B.orstenbüscheln g noch ,abgerundete
oder spitze Ansätze 8 auf, die zum Entfernen der Ablagerungen an den Typenrändern
benutzbar sind. Diese Ansätze 8 können dabei entweder aus dem Material des Tragkörpers,
der z. B. aus Fiber, Blech @o. dgl. bestehen kann, abgebogen sein.' Andererseits
können sie- auch in entsprechender Weise unmittelbar aus dem Material des Bürstengehäuses
i gebildet werden.
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Anstatt die Borstenb-üschel zunächst im Tragkörper 7 festzulegen und
daIm den mit de% Borsten versehenen Tragkörper in. das Gehäuse einzuschleben, kann
man auch in dem Gehäuse r eine neinfache, dem Tragkörper entsprechend geformte Platte
o. dgl. lagern, welche mit Öffnungen für den Durchgang der Borstenbüschel versehen
ist. Mit gleichen oder zweckmäßiger im Durchmesser etwas kleiner gehaltenen Öffnungen,
welche denjienigen der Tragplatte gegenüberliegen, wird dabei auch das Gehäuse i
ausgestattet. Die Borstenbüschel g werden dann von der Tragplatte her durch deren
Öffnungen und diejenigen des Bürstengehäuses hindurch eingezogen und durch auf dem
Gehäuserücken liegende Drähte oder auf sonstige Weise festgelegt. Dadurch ergibt
sich eine sichere Befestigung der Borsten im Gehäuse und eine gute Abstützung der
einzelnen Büschel gegen-.einander. ' Bei der Ausführung nach Abb. q. ist in das
Bürstengehäuse i außer dem mit den Anaätzen 8 versehenen Tragkörper noch ein Stück
io einer schmutzaufnehmenden Masse eingesetzt, die das Abheben der gelockerten Verunreinigungen
von den Typen ermöglicht. Der Körper i o ist in ähnlicher Weise wie der Tragkörper
7 in seitlichen Abbiegungen des Bürstengehäusies festgelegt. Die Nadel 3 kann hierbei
;aus einem seitlichen Ansatz des Bürstengehäuses bestehen, der in der .erforderlichen
Weise nach unten. abgeb ogen ist, Die Ausführung nach Abb. 5 und 6 zeigt einen Typenreiniger,
bei dem im BüistengAhäuse Stege i i mit Reihen von Ansätzen 12 befestigt sind, die
in Zweck und Ausbildung den Ansätzen 8 entsprechen. Die Stege i i sind mit Fortsätzen
13 und 1q. versehen, die, in Ausnehmungen des Bürstengehäuses eingesteckt, -seitlich
umgebogen und dadurch fest mit dem Gehäuse verbunden werden.
Ein
aus dem Bürstengehäuse ausgestanzter und nach unten gebogener dreieckiger Lappen
bildet die Nade13.
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Bei dem Typenreiniger nach Abb. 7 und 8 ist in das Bürstengehäuse
ein Träger 15 eingeschoben, dessen Ansätze 16 die Öffnungen durchgreifen,
aus welchen die Ansätze 17 einer Platte 18 angebogen sind. Die Ansätze 16
bilden in der aus Abb. 8, die einen Schnitt nach der Linie C-D der Abb. 7 darstellt,
@ersichtlichen Weise eine Versteifung für die Ansätze 17, die aus weichem
Material bestechen und in gleicher Weise wie die Ansätze 8 und 12 zum Entfernen
des Schmutzes von den Typen dienten. Der Träger 15 könnte aber auch in der
aus Abb. i bis 3 ersichtlichen Weise mit Borstenbüscheln ausgestattet sein und in
das -Bürstengehäuse i eingeschoben werden.
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Bei allen gezeichneten Ausführungsbeispielen ist die Nade13 stets
gebrauchsbereit. Sie wirkt trotzdem bei der Benutzung der Borsten 9, der Reinigungsansätze
:oder der Masse io nicht störend, weil sie durch entsprechendes Halten des Werkzeuges
in bezug auf die Typen aus dem Arbeitsbereich gebracht wird. Das wird durch die
aus Abb. i und q. ersichtliche Krümmung des Bürstengehäuses i noch erleichtert.