DE27345C - Sicherung des Vorbandes an Pinseln - Google Patents

Sicherung des Vorbandes an Pinseln

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DE27345C
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G. GROSSHEIM in Elberfeld
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A46BRUSHWARE
    • A46BBRUSHES
    • A46B9/00Arrangements of the bristles in the brush body
    • A46B9/08Supports or guides for bristles

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  • Brushes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 9: Borstenwaarenfabrikation.
GEORG GROSSHEIM in ELBERFELD. Sicherung des Vorbandes an Pinseln.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. December 1883 ab.
Die Pinsel für Maler und Anstreicher, wie sie gewöhnlich in Handel gebracht werden, sind zum eigentlichen Gebrauch noch nicht ganz fertig, sondern der Anstreicher versieht dieselben noch, um sie haltbarer und bequemer im Gebrauch zu machen, mit dem sogen. Vorband. Er umbindet den Pinsel, da, wo die Zwinge oder das Band aufhört, in welches die Haare oder Borsten eingeprefst sind, nach der Spitze zu, d. i. nach der Seite, wo die Haare bezw. Borsten frei sind, noch einmal besonders mit starker Schnur oder Bindfaden, damit der Pinsel nicht so bauschig ist und doch genügende Elasticität behält. Dieses sogen. Vorband hat von der Zwinge nach der Spitze zu eine konische Form, weil bekanntlich in dem Innern, wo der Stiel aufhört, der Pinsel hohl ist und durch das Vorband die Haare zusammengeprefst werden.
Diese konische Form des Vorbandes bringt aber einen grofsen Nachtheil mit sich: Durch das Arbeiten nämlich löst sich die Bindung und gleitet an den glatten Haaren leicht ab und mufs deshalb öfters erneuert werden. Nun soll das Vorband auch so sein, dafs es allmälig mit dem Verschleifs des Pinsels gekürzt oder abgenommen werden kann, was bei der bisherigen Methode eben nur durch neues Aufbinden geschehen kann. Dieses Binden des Vorbandes ist daher mangelhaft, erfordert viel Zeit und kann oft nicht einmal von jedem Anstreicher in Wünschenswerther Güte besorgt werden.
Ich habe deshalb die durch die Fig. 1 bis 6 auf beiliegender Zeichnung dargestellte und nachstehend beschriebene Art des Vorbandes und dessen Sicherung gegen Abgleiten oder Selbstauflösen erfunden, bei welcher die Pinsel vollständig fertig mit stufenweise lösbarem Vorband in der Pinselfabrik fertig hergestellt werden. Mit den Haaren oder Borsten binde oder setze ich am äufseren Umfange sechs oder mehr Stäbchen α aus flachem oder rundem Draht in die Zwinge ein, Fig. 1 bis 5, am Umfange des Pinsels gleiehmäfsig vertheilt. Ich lege oder flechte dann das aus Draht oder Kordel bestehende Vorband um die Haare oder Borsten und die Drahtstäbchen herum, anfangend mit dem vorderen Band, wo die gebundenen Borsten sich mehr parallel legen. Diese erste Abtheilung binde ich zuerst etwa 8 bis 10 mm breit, lege dann die Stäbchen α durch Umbiegen oben über die gebundene Abtheilung, dafs die umgebogenen Enden noch in die zweite Abtheilung des Vorbandes hineinragen bezw. durch dieselbe Überbunden werden, um ein Ueberrutschen der einzelnen Lagen des Bandes zu verhüten. An diese vordere Abtheilung schliefst sich die zweite an, indem sie ebenfalls wie die erste durch weitere drei Bändchen gesichert wird. Die umgebogenen Enden dieser Stäbchen werden von der dritten Abtheilung in ähnlicher Weise überdeckt u. s. w. Zuletzt wird die der Zwinge zunächst liegende Abtheitung in ähnlicher Weise gebunden und das Ende der Kordel oder des Drahtes auf irgend passende Weise verwahrt, und gesichert.
Wie aus der Beschreibung und den Fig. 1 bis 5 leicht verständlich hervorgeht, kann ein solches Vorband nie abrutschen, wogegen jede Abtheilung nach Verschleifs des Pinsels abgenommen werden kann, ohne dafs die darauffolgende dadurch irgendwie gestört würde.
Durch die freiwerdenden Stäbchen wird die zweite sogar neuerdings gegen Abrutschen gesichert, indem man nun diese Stäbchen kürzer schneidet und hakenförmig um das bleibende Band umbiegt und in dasselbe einsteckt. Die Stäbchen selbst können auf verschiedene Weise am Stiel oder an der Zwinge des Pinsels festgemacht werden.
Bei Fig. ι sind sie einfach hakenförmig um den oberen Rand der Zwinge gelegt.
Bei Fig. 2 ist die Zwinge mit entsprechenden Löchern versehen, durch welche die Stäbchen gesteckt und umgebogen sind.
Fig. 3 zeigt die Sicherung und Befestigung der Stäbchen α gegen Ausreiften dadurch, dafs die Stäbchen je zwei in einem Stück sind, das unter dem Pinsel her durch den Stiel hindurchgezogen ist.
Fig. 4 zeigt eine ähnliche Befestigung wie Fig ι mit besonderer Sicherung der Stäbchen unter der Zwinge dadurch, dafs über dem Boden des Pinsels und der Zwinge ein tellerartiger Ring aufgelegt ist.
Fig. 5 veranschaulicht die Sicherung des Vorbandes an einem sogen. Kluppenpinsel. Hierbei ist der Stiel, in dem die Haare oder Borsten gefafst oder eingepicht sind, wie bei c und d ersichtlich, durchbohrt, und in diese Durchbohrungen sind die Stäbchen, wie Fig. 5 erkennen läfst, eingesteckt und unten umgebogen.
Eine andere Art eines in Abtheilungen lösbaren Vorbandes zeigt die Fig. 6.
Hier wird das Vorband nicht durch Umbinden mittelst Drahtes direct hergestellt, sondern es besteht aus einer konischen Kapsel oder Hülse e, die an der Zwinge festgemacht ist, damit sie nicht von selbst vorgleiten kann. Diese Hülse, aus Zinkblech hergestellt, wird durch angeritzte Nuthen je ca. 1 cm von einander entfernt, in zwei bis vier Abtheilungen/^- h i getheilt und jede Abtheilung an ihrem oberen Ende durch einen umgelegten Draht besonders gebunden. Ein solches Vorband aus ziemlich dünnem Zinkblech giebt dem Pinsel den nöthigen Halt, wie ein aus Draht gebundenes (s. Fig. ι bis 5), und ist auch elastisch genug, um nicht zu schaden. Das besondere Drahtband z. B. um die Abtheilung / verstärkt das an sich wenig widerstandsfähige Zinkblech gegen Aufreifsen. Ist aber der, Pinsel so viel abgenutzt, dafs eine Zurücksetzung des Vorbandes wünschenswerth erscheint, löst man erst das Drahtband und kann dann die erste Abtheilung der Hiilse (1 cm breit) bis zur ersten eingeritzten Nuth leicht abreifsen etc., je nach dem Verschleifs des Pinsels.

Claims (2)

P atent-An Sprüche:
1. An Pinseln ein in Abtheilungen lösbares Vorband aus Draht oder passendem Bindemittel, das durch mit den Haaren oder Borsten direct eingebundene hakenförmige Stäbchen α am Abrutschen und Lösen gehindert wird, wobei die Stäbchen nach irgend einer der durch die Fig. 1 bis 5 dargestellten Anordnungen eingesetzt sein können.
2. An Pinseln ein in Abtheilungen lösbares Vorband, bestehend aus. einer konischen Hülse, Fig. 6, von Zinkblech, ebenfalls unter dem Ring, der die Borsten zusammenhält, befestigt, die in entsprechenden Entfernungen an der Mantelfläche angeritzt ist, um nach Bedarf in solchen Abtheilungen bequem abgerissen werden «zu können λ und wobei jede Abtheilung durch ein besonderes Drahtband am oberen Rande besonders gebunden ist, um dieselbe gegen Aufreifsen zu schützen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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