DE396368C - Aluminiumkolben - Google Patents
AluminiumkolbenInfo
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Classifications
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- C22F—CHANGING THE PHYSICAL STRUCTURE OF NON-FERROUS METALS AND NON-FERROUS ALLOYS
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- C22F1/04—Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of aluminium or alloys based thereon
-
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- B23P—METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; COMBINED OPERATIONS; UNIVERSAL MACHINE TOOLS
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Description
Es ist bekannt, daß die Verwendung von Aluminiumkolben bei raschlaufenden Motoren,
ζ. B. bei Automobilmotoren oder Flugzeugmotoren, an sich gewisse große Vorteile bietet.
Der Anwendung von Aluminiumkolben stand jedoch bisher der Umstand hindernd im Wege,
daß es nicht gelingen wollte, diese Kolben zu genügend gutem Laufen im Zylinder für
eine so lange Zeitdauer zu bringen, wie man
ίο es bei derartigen Motoren erwarten muß. Die
Kolben neigen nämlich sehr stark zum Schmieren und zu entsprechender Abnutzung, durch welche der Spielraum, der ohnehin
zwischen Kolben und Zylinder mit Rücksicht auf die Verschiedenheit der Wärmedehnung
des Kolbens und des Zylinders zugelassen werden muß, in schädlicher Weise noch vergrößert
wird, so daß dann weitere schädliche Formänderungen durch Ecken und Schlagen des Kolbens im Zylinder eintreten.
Man hat schon versucht, diesen Mängeln dadurch abzuhelfen, daß man die Aluminiumkolben
durch Kokillenguß mit besonders harter Oberfläche herstellte. Auch dieses Aushilfsmittel
hat sich jedoch noch als unzureichend erwiesen.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Beobachtung zugrunde, daß die Oberfläche
einmal eingelaufener Aluminiumkolben an sich alle Eigenschaften aufweist, die für ein befriedigendes
Laufen des Kolbens nötig sind, wenn nicht nach Einlaufen des Kolbens der Kolbendurchmesser schon derart verringert
wäre, daß der oben erwähnte allzu große Spielraum zwischen Kolben und Zylinder sich
bereits eingestellt hätte.
Die Erfindung besteht nun darin, daß jene günstige Beschaffenheit der Kolbenlauffläche
bzw. der Zylinderlauffläche hervorgerufen wird, bevor man den Kolben im Zylinder arbeiten
läßt. Die Lauffläche des Kolbens wird zu dem Zweck einer Oberflächenbehandlung durch
Walzen, Ziehen 0. dgl. unterworfen, die zugleich die Oberfläche verdichtet und härtet.
Vorteilhaft wird dem Kolben durch Ziehen zugleich die genaue fertige Form gegeben.
Man hat zwar schon vorgeschlagen, die Kolbenlauffiäche von Gußeisenzylindem durch
Verdichtung in ähnlicher Weise zu polieren. Dieses Polieren ersetzte jedoch nur das kostspielige
und langwierige Feinschleifen, während gemäß der Erfindung das Verdichten der Lauffläche als Mittel zur Verhütung des
Schmierens und Schiagens von Motorkolben aus Leichtmetall, also einem neuen Zweck
ίο dienen soll, der durch Schleifen nicht zu erreichen wäre.
Bei so vorbereitetem Kolben ist die Neigung zum Schmieren vermieden und vor allem die
während der ersten Betriebszeit sonst einsetzende rasche Abnutzung und das unvermeidbar
darauffolgende weitere Ausschlagen dos Kolbens gänzlich beseitigt, so daß ein
solcher Kolben etwa ebensogut läuft wie ein Graugußkolben.
Da die Kolben im allgemeinen an verschiedenen Stellen wesentlich verschiedene Wanddicke haben, so muß bei der mechanischen
Oberflächenbehandlung dafür gesorgt werden, daß nicht die dünneren Teile dem Verdichtungsdruck
mehr ausweichen können als die dickeren Stellen. Zu diesem Zweck wird der Kolben vor der mechanischen Oberflächenbehandlung
in bekannter Weise mit einer widerstandsfähigen Masse, z. B. Kolophonium,
ausgefüllt, die dann nach der Behandlung des Kolbens leicht wieder entfernt, z. B. ausgeschmolzen
werden kann.
Man kann zu diesem Zweck auch einfache Expansionsdorne anwenden, wenn man dafür
sorgt, daß der der Oberflächenbehandlung zu unterziehende Teil des Kolbens innen einfache
Formen hat und der komplizierter geformte Teil des Kolbens, der z. B. den Kolbenboden,
die inneren Rippen und die Lager für den Kolbenbolzen umfaßt, für sich derart hergestellt
w'rd, daß er jener Obenflächenbehandlung nicht bedarf. Man wird also in solchen Fällen
den Kolben zerlegen in einen eigentlichen Kolbenkörper und in eine möglichst einfache
zylindrische Laufbüchse, die aus einem besonders hierzu geeigneten Werkstoff hergestellt
und dann der Oberflächenbehandlung unterzogen wird.
Zur Erläuterung des Verfahrens sollen die beiliegenden schematischen Darstellungen dienen.
Es ist
Abb. ι eine Vorderansicht, Abb. 2 eine Seitenansicht einer einfachen
Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens, Abb. 3 eine Vorderansicht,
Abb. 4 eine Seitenansicht einer anderen Vorrichtung,
Abb. 5 ein Längsschnitt durch eine dritte Vorrichtung.
Der zu behandelnde Kolbenlauf α wird, innen in der oben beschriebenen Weise ausgefüllt,
auf einer Drehbank aufgespannt oder noch besser zwischen Spitzen b gelagert. Dann
wird während der Drehung des Kolbens von außen her ein Polierstahl c (gemäß Abb. 1
und 2) oder eine oder mehrere Rollen oder Walzen d (Abb. 3 und 4) so kräftig angedrückt,
daß eine ausreichende Pressung hervorgerufen wird und langsam entlang einer Mantellinie verschoben. Durch geeignete Wahl
der Form des Polierstahls oder des Rollendurchmessers und der Wölbung der Rolle kann erreicht werden, daß die Härtung und
Verdichtung sich auf eine Schicht von wenigen Zehntelmillimetern beschränkt und die tieferen
Schichten nicht beeinflußt werden.
An diese Behandlung schließt sich zweckmäßig noch gemäß Abb. 5 das Ziehen in
einem Zieheisen e auf genauen Durchmessern des Kolbens an. .
Selbstverständlich kann dem Kolben auch von Anfang an eine harte Oberflächenschicht
durch Kokillenguß usw. gegeben werden und dann erst die neue Oberflächenbehandlung
einsetzen. Der Kürze halber ist in vorstehendem nur von Aluminium gesprochen. Natürlich können auch Aluminiumlegierungen
o. dgl. in derselben Weise mit Vorteil behandelt werden.
Auf dieselbe Art und Weise kann auch der Zylinderlauf behandelt werden, wobei entweder
der Zylinder selbst oder eine besondere Einsatzhülse der Oberflächenbehandlung unterworfen
wird.
Claims (3)
1. Verfahren zur Verbesserung des Kolbenlaufes an Aluminiumkolben, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kolbenlauffläche einer mechanischen Verdichtung durch Walzen, Ziehen o. dgl. unterworfen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenlauffläche
durch Ziehen die genaue Fertigform gegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Anwendung
einfacher Expansionsdorne zur Ausfüllung während der Verdichtungsarbeit der Kolben
zerlegt wird in eine Lauf hülse von einfacher, glatter Innenwand und einen Kolbenkörper, der außer dem Kolbenboden
diejenigen Teile umfaßt, die stellenweise nach innen vorspringen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH84309D DE396368C (de) | 1921-02-11 | 1921-02-11 | Aluminiumkolben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH84309D DE396368C (de) | 1921-02-11 | 1921-02-11 | Aluminiumkolben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE396368C true DE396368C (de) | 1924-05-30 |
Family
ID=7164181
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH84309D Expired DE396368C (de) | 1921-02-11 | 1921-02-11 | Aluminiumkolben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE396368C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750462C (de) * | 1940-11-13 | 1945-01-17 | Richard Gerisch | Verfahren zur Steigerung der Verschleissfestigkeit von Gleitflaechen aus Gusseisen oder Stahl |
| DE854291C (de) * | 1949-05-19 | 1952-11-04 | Karl Geisel | Gleitflaechen von aufeinander gleitenden Maschinenteilen |
-
1921
- 1921-02-11 DE DEH84309D patent/DE396368C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750462C (de) * | 1940-11-13 | 1945-01-17 | Richard Gerisch | Verfahren zur Steigerung der Verschleissfestigkeit von Gleitflaechen aus Gusseisen oder Stahl |
| DE854291C (de) * | 1949-05-19 | 1952-11-04 | Karl Geisel | Gleitflaechen von aufeinander gleitenden Maschinenteilen |
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