DE39558C - Combinirter Abdampf- uml'Calcinirofen - Google Patents
Combinirter Abdampf- uml'CalcinirofenInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01D—COMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
- C01D7/00—Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general
- C01D7/35—Varying the content of water of crystallisation or the specific gravity
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- Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 62: Salinenwesen.
FRIEDR. SIEMENS in DRESDEN. Combinirter Abdampf- und Calcinirofen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i6. September 1886 ab.
Der vorliegende Ofen dient zum Abdampfen und Calciniren von Lösungen oder feuchten,
erst abzudampfenden und dann zu calcinirenden Salzen in der Weise, dafs die strahlende
Wärme der activen Flamme nur in dem höher temperirten, unter dem Abdampfkessel liegenden
Calcinirraum zur Wirkung kommt. Aus diesem Raum werden auch die neutralen Verbrennungsproducte
abgeführt, so dafs der darüber liegende Abdampf kessel nur durch locale Circulation der Feuerungsgase seine
Wärmezufuhr empfängt, welche durch Verbindungskanäle zwischen dem Calcinirherd und
dem durch dessen Gewölbe getrennten Raum unter dem Boden des Abdampfkessels vermittelt
wird. Die Wärme der aus dem Calcinirherd abgezogenen Verbrennungsproducte wird zur Vorwärmung der Brennluft durch
geeignete Mittel nutzbar gemacht, dadurch die Temperatur der Heizflamme erhöht und so
deren Wärmeausstrahlungsfähigkeit vergröfsert. Die durch locale Circulation der Feuerungsgase bewirkte Heizung eines metallenen Abdampfkessels
gewährleistet die gröfste Gleichmäfsigkeit seiner Erhitzung, die gröfste Schonung
des Kessels selbst, ohne dessen Form zu verändern, mit all den Vortheilen, die sich
daraus ergeben bezüglich vermehrten Ausbringens , verringerten Brennstoffverbrauchs,
Vermeidung von Krustenbildung u. s. w.
Die Heizung kann mit festem, flüssigem oder gasförmigem Brennstoff erfolgen, nur mufs
durch die richtige Anordnung, Lage und Behandlung der Brenneinrichtung dafür gesorgt
werden, dafs einem lästigen Nachlassen des Feuers bei dem Oeffnen der Arbeitsthüren des
Calcinirherdes vorgebeugt wird. Arbeitet die Heizeinrichtung mit natürlichem Zug, so kann
dies durch eine entsprechend tiefe Lage der Brennstelle unter dem Niveau der Herdsohle
erreicht werden, bei Anwendung eines Gebläses durch angemessene Regulirung des Druckes im Calcinirraume.
Das Nachlassen des Feuers ist besonders leicht durch Anwendung der Gasfeuerung zu
vermeiden; diese gewährt auch im vorliegenden Falle die ihr eigenthümlichen Vortheile,
die namentlich in leichter und sicherer Regulirung der Temperatur, sowie Sauberkeit im
Ofen und Arbeitsraum bestehen, ohne andere Hilfsmittel als einen mäfsigen Schornsteinzug
zu beanspruchen. Es ist deshalb auch für das dargestellte Beispiel der Ausführung eines solchen
combinirten Abdampf- und Calcinirofens die Gasfeuerung gewählt. Der dargestellte
Ofen ist besonders zum Bearbeiten von Bicarbonat bestimmt, das nach den in der Abdampfschale
vorzunehmenden Operationen calcinirt wird, um das specifische Gewicht des
Productes zu erhöhen und ihm andere für gewisse Verwendung wünschenswerte Eigenschaften
zu geben.
Die Zeichnung stellt den Calcinirraum C dar mit der darüber liegenden Abdampfschale A.
Das über den Calcinirraum C gespannte Gewölbe G läfst unter der Schale A deren Heizraum
H frei. Dieser steht durch die Kanäle C1 C2 C3 . . . mit dem Calcinirraum C in Verbindung.
Die Rutschen T1 und r2 dienen zum
bequemen Einschütten des der Abdampfschale entnommenen zu calcinirenden Stoffes, dessen
Vertheilung und Behandlung auf dem Calcinir-
herd durch die Arbeitsthüren αλ a2 . . . vorgenommen
wird. Der gasförmige Heizstoff wird durch den Gaskanal g dem Ofen zugeführt
und mischt sich mit der im Luftkanal / zuströmenden Brennluft in dem Brennraum R, dessen Niveau zur Sicherung eines
gewissen Ueberdruckes im Calcinirraum unter das Niveau der Unterkante der Arbeitsthüren
gelegt ist. Die Heizflamme tritt durch den Fuchs / in den Calcinirraum und theilt sich
dann, umkehrend, in zwei durch die Abzüge s, und S2 nach dem gemeinsamen Schornsteinkanal
5 geführte Theile. Während die den oberen Theil des Calcinirraumes durchströmende
Flamme dort ihr erstes Stadium, das der activen Verbrennung, unter Abgabe ihrer strahlenden Wärme an das Calcinirgut
vollendet, wird die den Verbrennungsproducten noch anhaftende Wärme durch directe Berührung
mit Flächen auf die zur Flammenbildungsstelle strömende Brennluft übertragen. Diesem
Zwecke dienen die im Luftkanal / und dem Schornsteinkanal S angebrachten Einsätze C1O2...,
welche thunlichste Wärmeabgabe der abziehenden Verbrennungsproducte an die ankommende
Brennluft bewirken.
Die nach dem Raum H führenden Kanäle C1 C2C3 . . . vermitteln demnach den stetigen
Wärmeaustausch zwischen dem Calcinirraum C und der Abdampfschale A mittelst der nothwendig
durch Abkühlung eintretenden Circulation der Feuerungsgase, ohne dafs die Uebertragung
der Wärme derselben durch directe Strahlung oder Leitung erfolgte. Die Regulirung
der für die Abdampfschale erforderlichen Wärmemenge kann durch Einlegen von Chamottesteinen
. in die Kanäle C1 C2 C3 . . . leicht
und sicher bewerkstelligt werden. Um aber ein Mittel zu haben, eine plötzliche und
schnellere Erhitzung der Abdampfschale bewirken zu können, falls dieselbe der Leistung
des Calcinirofens gegenüber zurückbleiben sollte, sind in dem Gewölbe des Calcinirraumes
mit Chamotteplatten abgedeckte Oeffnungen O1 O2 . . . angebracht, die vorkommendenfalls
freigelegt werden, um der Abdampfschale rasch ein gröfseres Wärmequantum direct zuzuführen
und dieselbe auf eine der Leistung des Calcinirraumes entsprechende Production zubringen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein combinirter Abdampf- und Calcinirofen, bei welchem der Abdampf kessel über dem Calcinirherd liegt und zugleich von der Feuerung desselben mittelst localer Circulationsbewegung der Feuerungsgase erhitzt wird, die entweder durch in den Seitenwandungen des Ofens liegende Kanäle (C1 c2 C3 u. s. w.) oder durch Oeffnungen im Gewölbe des Calcinirraumes oder auch auf beiden Wegen zugleich vermittelt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE39558C true DE39558C (de) |
Family
ID=315179
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT39558D Active DE39558C (de) | Combinirter Abdampf- uml'Calcinirofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE39558C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5517255A (en) * | 1993-04-28 | 1996-05-14 | Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha | Luminance/chrominance separating filter |
-
0
- DE DENDAT39558D patent/DE39558C/de active Active
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| US5517255A (en) * | 1993-04-28 | 1996-05-14 | Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha | Luminance/chrominance separating filter |
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