DE395373C - Drehspulmessgeraet von hoher elektrischer Empfindlichkeit - Google Patents

Drehspulmessgeraet von hoher elektrischer Empfindlichkeit

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DE395373C
DE395373C DESCH68500D DESC068500D DE395373C DE 395373 C DE395373 C DE 395373C DE SCH68500 D DESCH68500 D DE SCH68500D DE SC068500 D DESC068500 D DE SC068500D DE 395373 C DE395373 C DE 395373C
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  • Drehspulmeßgerät von hoher elektrischer Empfindlichkeit. 1 - T m spitzengelagerte Drehspulinstrumente von hoher elektrischer Empfindlichkeit herzustellen, ohne dabei ihre äußeren Dimensiotien, namentlich die (les-o ermanenten Mag-ne-P ten, ungewöhnlich zu vergrößern, verringert inan bisher die der elektromagnetischen Kraft entgegenwirkende Richtkraft. Diese Maßnahine hat aber meistens zur Folge, daß das Drehmoment im Verhältnis zum Gewicht der Drehspule sehr klein wird. und das 'Meßgerät in mechanischer Beziehung daher nicht mehr genügend widerstandsfähig ist, Instrumente mit geringem Gütefaktor, wie man vielfach den bezeichnet, arbeiten nämlich vielfach nur iin neuen Zustand und bei sorgfältigster Behandlung einwandfrei, während sie schon nach kurzer Benutzung ihre ursprünglichen guten Eigenschaften verlieren und sich Reibungsfehler einstellen, welche die -l#,feßgeiiatii,-1,eit sehr beeinträchtigen. Durch die Erfahrung ist nun die Niliiidestgröße des Gütefaktors festgelegt, welcher bei der Konstruktion eines '%,leßgerätes unbedingt einzuhalten ist, tun es in mechanischer Hinsicht genügend widerstandsfähig zu gestalten. Ohne diesen Faktor aber unzulässig zu vermindern, besteht bei der derzeitigen Anordnung der Drelispulinstruinente 1,eiiii2 Möglichkeit einer weiteren erheblichen Steigerung ihrer elektrischen Empfindlichkeit. -Nachstehende Überlegung, worin die Beziehungen zwischen Wattverbrauch, mechanischem Gütefaktor und Ab- messungen der Drellspule untersucht werden, führt nun zu einem neuen Weg, um mit einem noch zulässigen Gütefaktor. und zwar unter normalen magnetischen Verhältnissen, ein Instrument mit geringem Eigenverbrauch herzustellen.
  • Wenn TY den Wattverbrauch des Instruinentes bei go' Skalenwinkel darstellt, so wird 11, == Ri2, worin R dei'i Widerstand und i den Strom in der Drelispule bedeuten.
  • Der \Viderstand der Drehspule ist aber ferner: worin it der Windun-szahl, c dein spezifischen Widerstand, 1 der 1 änge und q dein Querschnitt einer Windung entsprechen.
  • Das Gewicht des Rahmens, und zwar zunächst nur allein (lies der Wicklung, ist aber: PR= t' - 1-(1-S, s bedeutet bierin (las spezifische Gewicht oder setzt man nun ni . =z ait, == einer Aniperewindung, so wird Das - gesamte Gewicht des drehbaren Teiles ist aber P == PP + PA, worin PA das auf Zeiger, Federn, Spitzen u. (Igl. entfallende Gewicht bedeutet.
  • Danach wird das Gesamtgewicht des drehbaren Teiles Das Drehinoment, welches durch die elektromagnetische Wechselwirkung zw-ischen Feld und strorndurchflossenein Leiter hervorgerufen wird, ist ferner D = C - a',',' 11, worin C eine Konstante, r den Hebelarm, an dein (las Drehinoment wirkt, und li die aktive Länge einer Windung innerhalb des Luftraumes darstellt.
  • Der Gütefaktor k wird demnach nach i und 2 se ist eine Konstante., und zwar bei Aluminium 6,9 » Kupfer . - 14,2-Bei bekanntem Gütefaktor k besteht (leinnach zwischen dem Eigenverbrauch TT' und (len Abmessungen der Drehspule folgende Bezeichnung: Aus der \-orstehenden Gleichung geht nun hervor, (-laß, falls durch geeignete Konstruktion die -,Möglichkeit bestände, den Hebelarni r, in dein die drehmornentbildende Kraft angreift, ohne Beeinträchtigung der Windungslange züi vergrößern, eine erhebliche Steigerung der Empfindlichkeit erreicht werden könnte.
  • Vorliegende Erfindung befaßt sieh nun mit einer Konstruktion eine.-, Drehspulinstrumentes, bei welcher durch eigenartige Anordnung des magnetischen Feldes obenstehende Bedingung erfüllt wird. Die neue Anordnung hat ferner noch zur Folge, (laß ein Skalenwinkel von mindestens 27o0 erreicht werden kann, so (laß die "##,blesegenauigleit des neuen Meßgerätes gegenüber den bisherigen mit einem Skalenwinkel von go' erheblich verbessert wird.
  • Abb. i veranschatflicht das fragliche L\Ießg erit. ä A bedeutet hierbei einen perrnan enten 'Magneten bzw. ein Magazin solcher Magneten mit den beiden Polen bei l\T und S. Diese stehen in Verbindung mit zwei konzentrisch angeordneten ringförmigen Polschuhen, von denen der äußere den inneren in einer gewissen Entfernung bis auf einen Winkel von etwa:28o bis 300' umfaßt. Über dein inneren Polschuh bewegt sich um die Achse G die Drehspule E. Vermittels der beschriebenen Polschuhe ruft der Magnet im Luftzwischenraum ein homogenes radiales Magnetfeld von durchweg gleicher Richtung hervor, so daß die Drehspule bei Stromdurchgang vermöge der bekannten elektromagnetischen Wechselwirkung eine Drehung vollführt, die bei genügend großem Strom bis zu 270' erreicht. Mit dieser Anordnung läßt sich nun, wie leicht ersichtlich ist, bei gegebener Magnet-"röße tr ein weit größeres Drehmoment bzw.
  • eine weit größere Empfindlichkeit erreichen als mit den bisherigen Ausführungen. Der Hebelarm, an dem die elektromagnetische Kraft angreift, in vorliegendem Falle dargestellt durch den Abstand zwischen Achse G und der aktiven Windungslänge der SpuleE, ZD kann hierbei nämlich ohne nennenswerte Gewichtszunahme des drehbaren Teiles ziemlich groß gewählt werden, so daß sich der zur Drehung des Systems erforderliche Wattverbrauch entsprechend ermißicrt. Die Vergrößerung des Hebelarmes ist dabei lediglich durch den magnetischen Eigenwiderstand des permanenten Magneten begrenzt, indem bei zu großem Polschulidurchmesser die Feldstärke im Luftzwischenraum abnimmt. Da bei der vorliegenden Ausführung nur eine Seite der Drehspule im Luftzwischenraum sich bewegt, im Gegensatz zu dem bisherigen Instrument dieser Gattung mit zentral gelegenem Eisenkern, kann der Luftzwischenraum erheblich kleiner' als bei dem letzteren - wählt werden. Infolge des kleineren ge Luftabstandes und de§ größeren Querschnittes des Luftraumes, bedingt durei7 die eigenartigen Polschuhe, läßt sich, der pernlanente Magnet vollkommen ausnutzen, und das neue Meßgerät wird daher äußerst kompendiös.
  • Bei sämtlichen Meßgeräten muß bekanntlich aus technischen Gründen stets dafür gesorgt werden, daß der Schwerpunkt des be- weglichen Systems in die Drehachse fällt. Das Gewicht der Drehspule ist demnach durch ein Gegengewicht auszugleichen. Falls das Gewicht der Spule einschließlich - der Befestigungsvorrichtung nur geringen Wert besitzt, genügt zum Ausgleich vielfach das Zeigergewicht, so daß das gesamte Gewicht bei verlängertem Hebearrn r nur unbedeutend vermehrt wird-. Falls das Spulengewicht hingegen, um einen ungewöhnlich hohen Empfindlichkeitsgrad zu erreichen, derart vergrößert werden muß, daß das Zeigergewicht keinen genügenden Ausgleich mehr bietet, verwendet man, wie in Abb.:2 dargestellt, an Stelle eines toten Gewichtes F eine zweite, der ersteren diametral gegenüberliegende Drehspule. Die beiden Drehspulen F und F., welche zur Achse astatisch angeordnet sind, bewegen sich nun je in einem Polschuhsystem, ähnlich der in Abb. i dargestellten Form. B und C sowie B, und C, stellen diese beiden ringförmigen Polschuhe dar. jeder derselben kann mit einem besonderen Magnet in Verbindung stehen, oder es lassen sich beide, wie in Abb. 2 dargestell - t, an demselben permanenten Magneten anschließen. Um eine bessere Ausnutzung des Magnetfeldes zu erreichen, empfiehlt es sich, daß der äußere Polschuh, wie die Zeichnung zeigt, den inneren nicht allein in achsialer, sondern auch in radialer Richtung umgibt. Von besonderem Vorteil ist ferner ein äußerer Volschuh, welcher den inneren bis auf einen für den Drehspulhalter notwendigen Raum allseitig umgibt. Beide Drehspulen, welche entweder parallel oder hintereinander geschaltet werden, b befinden sich auf einer gemeinsamen Achse derart angeordnet, daß ihr Schwerpunkt in die letztere zu liegen kommt. Der zum Betriebe des Instrumentes notwendige Meßstrom wird dem Spulenpaar durch die üb- lichen Zuführungsfedern zugeführt.
  • Mit dem beschriebenen Drehspulmeßgerät, insbesondere mit dem mit astatischem Spulen#paar, kann nun bei äußerst kompendiöser Form eine außerordentlich hohe elektrische Empfindlichkeit erreicht werden. Außerdem verfügt das neue Meßgerät infolge des großen Skalenwinkels über eine hohe Ablesegenauigkeit und wird von äußeren magnetischen Ein--,virkungen nicht beeinflußt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Drehspulmeßgprät von hoher elektrischer Empfindlichkeit, dadurch gekennzeichnet, daß in einem von ringförmigen Polschuhen gebildeten radialen lind gleichgerichteten Magnetfeld eine Drehspule derart angeordnet ist, daß die Entfernung der drehmomentbildenden Leitern von der Achse ein Vielfaches der Spulenbreite darstellt. :2. Drehspulmeßgerät, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Meßsysteme nach Anspruch i astatisch vereinigt sind.
DESCH68500D 1923-08-26 1923-08-26 Drehspulmessgeraet von hoher elektrischer Empfindlichkeit Expired DE395373C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4496902A (en) * 1981-05-20 1985-01-29 Yokogawa Hokushin Electric Corporation Taut band type instrument suitable for automatical assembly

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