DE394752C - Form zur Herstellung von geblasenen Glashohlkoerpern mit angepressten Henkeln - Google Patents

Form zur Herstellung von geblasenen Glashohlkoerpern mit angepressten Henkeln

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DE394752C
DE394752C DEM73043D DEM0073043D DE394752C DE 394752 C DE394752 C DE 394752C DE M73043 D DEM73043 D DE M73043D DE M0073043 D DEM0073043 D DE M0073043D DE 394752 C DE394752 C DE 394752C
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glass
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/02Blowing glass; Production of hollow glass articles with the mouth; Auxiliary means therefor
    • C03B9/04Making hollow glass articles with feet or projections

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Form zur Herstellung von geblasenen Glashohlkörpern mit angepreßten Henkeln. Die bekannten Formen für durch Blasen herzustellende Glasgegenstände, die durch Pressen von Glasmasse zu bildende Henkel oder sonstige Ansatzteile besitzen, zeig n einen Hohlraum, in welchem der Hauptkörper geblasen wird, sowie einen oder mehrere Nebenhohlräume, die mit dem Haupthohlraum in Verbindung stehen und die Glasmasse zur Bildung des Ansatzes aufnehmen.
  • Bei diesen Formen hat man bisher die Achse des Zuführungstrichters für die Henkelmasse annähernd parallel zur Achse des Haupthohlraumes und infolged=ssen zur Symmetrieachse des Nebenhohlraumes stark geneigt angeordnet. Dies weist den Nachteil auf, daß sich die in den Zuführungstrichter. eingepreßte geschmolzene Glasmasse über die beiden Wege in der Henkelform ungleichmäßig verteilt, denn der zur Trichterachse mehr quer stehende Teil des Henkels erhält weniger Glasmasse und Preßdruck als der andere mehr in Richtung des Trichters verlaufende Teil. Man erhält infolgedessen Glasgegenstände, deren Ansatzteile (Henkel o. dgl.) mangelhaft ausgebildet sind, besonders wenn sie plastische Verzierungen aufweisen sollen.
  • Die den Gegenstand der Erfindung bildende Form sucht den erwähnten Nachteil dadurch zu vermeiden, daß die Trichterachse in der allgemeinen Richtung der beiden Henkelzweige liegt, zur Herstellung von im wesentlichen schräg nach oben und außen vom Hohlkörper abstehenden Ansätzen, also annähernd in die Richtung der schräg nach oben und außen verlaufenden Teile des Nebenhohlraumes fällt.
  • Die geschmolzene und in den Trichter eingepreßte Glasmasse verteilt sich dann gleichmäßig im Nebenhohlraum und erzeugt einen Ansatzteil (Henkel o. dgl.), dessen verschiedene Teile, gegebenenfalls mit Verzierungen versehen, in zufriedenstellender Weise ausgeprägt werden.
  • Auf der beiliegenden Zeichnung sind Ausführungsbeispiele solcher Formen dargestellt. Es zeigen Abb. i schaubildlich eine Form auseinandergeklappt, Abb. 2 einen senkrechten Schnitt durch die Form in der Trennebene, Abb. 3 einen mittels der Form gemäß der Erfindung hergestellten, mit verziertem Henkel versehenen Krug und Abb. 4 ein anderes Ausführungsbeispiel im Schnitt durch die Trennebene der Form.
  • Die Form nach Abb. i und 2 besteht im wesentlichen aus einer Bußeisernen Fußplatte 8 und zwei Formhälften 5 und 6, welche um die senkrechte Achse 7 drehbar sind und mit ihren glatten Unterflächen auf der Fußplatte aufsitzen. Die Fußplatte 8 wird beispielsweise von vier Füßen getragen, von denen die Füße io und ii am vorderen Rande und die beiden Füße 13 etwa unterhalb der Mitte der Fußplatte sitzen. Im vorderen Teil der Fußplatte 8 sitzt ein mit Sechskantkopf versehener Schraubenbolzen, der als Rast für die geschlossenen Formhälften in die Aussparungen 31 paßt. Die Oberfläche der Fußplatte ist mit einer Erhöhung 16 versehen, welche die Formung des Bodens bewirkt.
  • Jede Formhälfte 6 besitzt einen Hauptraum 17 und an diesen anschließend und mit ihm in Verbindung stehend einen Nebenraum ig zur Bildung des Ansatzteiles. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel zeigt der Haupthohlraum die Form eine: länglichen Kruges und der Nebenhohlraum die Form des Krughenkels. Der Haupthohlraum 17 endigt oben in der Halsform 2o. Der Nebenhohlraum ig ist in geschlossenem Zustande durch einen Kanal 23 mit dem Fülltrichter 25 verbunden, dessen Mittelachse zur Mittelachse des Haupthohlraumes 17 schräg steht. Diese Schräge ist durch die allgemeine Richtung der beiden Henkelenden bedingt.
  • Zu der Form gehört noch ein von ihr getrennter Verschlußkörper 41, dessen einer Teil 43 annähernd die Form des Nebenhohlraums ig besitzt, während der andere Teil .12 in den Trichter 25 paßt und die Befestigung eines Handgriffes gestattet.
  • Die beschriebene Form kann auch mit mehreren Nebenhohlräumen ig versehen werden, wie z. B. in Abb. 4 dargestellt ; dann muß natürlich für jeden dieser Nebenhohlräume ein Trichter 25 vorhanden sein.
  • Die Form nach der Erfindung wird in zwei aufeinanderfolgenden Arbeitsvorgängen in folgender Weise benutzt Zur Ausführung des ersten Arbeitsvorganges wird zunächst der Verschlrtßkörper 41 so in die Form eingesetzt, daß ein Teil .f3 in die Aushöhlung ig und der Teil .42 in den Trichter 25 zu liegen kommt. Dann werden die beiden Formhälften zusammengeklappt und durch den Schraubenbolzen 14 auf der Fußplatte 8 in der Verschlußstellung durch Klemmung festgehalten.
  • Nun führt der Glasarbeiter mittels der Pfeife in den Haupthohlraum 17 zähflüssige Glasmasse ein und bewirkt durch Einblasen von Luft die Bildung eines Hohlglaskörper,-, welcher sich genau der Form des Haupthohlraumes 17 und dessen FOItSatZ 2o anpaßt. Dabei tritt in den noch verschlossenen Hohlraum ig keine Glasmasse ein. Der Arbeiter trennt dann die Pfeife in der üblichen Weise von dem geblasenen Hohlglask(')"rper. Die Kopfform 2o hält dabei die Glasmasse bzw. den geblasenen Gegenstand zurück.
  • Wenn der geblasene Hohlglaskörper genügend abgekühlt ist, öffnet der Arbeiter die Form etwas und nimmt das Versehlußstüek 41 heraus. Dann schließt er die Form wieder und kippt sie so nach hinten, daß sie auf ihren Füßen 12, 13 und der Fußplatten-Hinterkante 44 aufruht.
  • In dieser Stellung befindet sich die Mittelachse des Trichters 25 in senkrechter oder doch nur wenig geneigter Lage, und die Form ist für den zweiten Arbeitsvorgang bereitgestellt. Der Arbeiter bringt nun mit dem Anfangeeisen einen Glasposten in den Trichter 25 und preßt ihn in der bei der Herstellung von Glasstöpseln üblichen Weise in den Trichter hinein. Die eingebrachte Glasmasse durchdringt den Hohlraum tg genau gleichmäßig, ohne einen der beiden Wege des Henkel-Hohlraumes besonders zu bevorzugen, bis zur Oberfläche des geblasenen Glashohlkörpers und bleibt dort haften. Nach genügender Abkühlung wird die Form wieder geöffnet und der geformte Gegenstand herausgenommen.
  • Man kann dann den Gegenstand, indem man ihn mit dem Anfangeeisen faßt, leicht in der bekannten Weise in das Feuer einbringen, um einen Spannung_ausgleich zwischen. Hauptkörper und Ansatzteil erfolgen zu lassen und dem Glasgegenstand den Glanz wiederzugeben, welchen er in der Form verloren hatte.
  • Zur Herstellung von Gegenständen, welche in ihrer Hauptform Drehkörper sind, kann der Glasarbeiter sie während des Blasvorganges in üblicher Weise mittels des Blasrohres um ihre Achse drehen, wobei bekanntlich eine glatte Außenfläche ohne Güßnaht erhalten werden kann.
  • Bläst man ohne Drehen, so kann man die Reihenfolge der Arbeitsvorgänge umkehren. Hierzu ersetzt man den Verschlußteil 41, 42, 43 durch einen oder mehrere Körper, welche sich im Innern an die `Wandung des Hohlraumes 17 anlegen und die Einmündung des Nebenhohlraumes rg dicht abschließen. Dann wird die Form geschlossen und zunächst zähflüssige Glasmasse in den Trichter 25 eingebracht, wie vorher beim zweiten Arbeitsvorgang beschrieben. Hierauf wird die Form wieder auseinandergeklappt und nach Entfernung der Abschlußkörper das Blasen des Hauptteiles, wie beim ersten Arbeitsvorgang des erstgeschilderten Verfahrens vorgenommen.
  • `Fenn Glasgegenstände mit mehreren Ansatzteilen, z. B. mehreren Henkeln, geformt werden, blieben bisher die Anfangeeisen, welche zum Einführen und Einpressen der für jeden Henkel notwendigen Glasmasse gedient hatten, an diesem Henkel haften. Infolgedessen mußte der Glasgegenstand beim Herausnehmen mit sämtlichen Anfangeeisen gleichzeitig angehoben werden. Praktisch ist es nun nicht möglich, dieses Anheben genau gleichzeitig erfolgen züi lassen, und es entstehen dadurch leicht Brüche oder Verbiegungen in den Henkeln.
  • Gemäß der Erfindung ist auch dieser Nachteil beseitigt, nämlich dadurch, daß jede Trichterhälfte aufklappbar ist und aus zwei Teilen besteht, welche für sich um eine an jeder der beiden Formhälften sitzenden Achse mittels Scharnieren 5o drehbar sind.
  • Bei dieser in Abb. q. dargestellten, etwas abweichenden Ausführungsform wird in folgender Weise verfahren: Man bläst zunächst den Hauptkörper im Hohlraum 17 und trennt die Pfeife von diesem Körper. Dann preßt man mittels der Anfangeeisen das geschmolzene Glas in die beiden, den zwei Henkeln entsprechenden Nebenhohlräume rg, wobei die beiden Anfange eisen an der gepreßten Glasmasse haften bleiben. Hierauf klappt man die beiden Hälften des linken Trichters 25 um ihre Scharniere 5o ab, läßt jedoch die eigentliche Form 5, 6 geschlossen. Dadurch wird die Verbindungsstelle des linksseitigen Anfangeeisens mit der Glasmasse frei, und man kann es von ihr trennen. Wenn das Ganze genügend abgekühlt ist, wird die ganze Form geöffnet und der Glasgegenstand mit dem rechtsseitigen Anfangeeisen, welches an der Glasmasse geblieben ist, herausgenommen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: ` z. Form zur Herstellung von geblasenen Glashohlkörpern mit angepreßten Henkeln oder anderen Ansätzen, bei welcher mit dem zum Blasen dienenden Haupthohlraum der Form ein zum Anpressen eines Henkels oder anderen Ansatzes dienender Nebenhohlraum mit Zuführungstrichter in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von im wesentlichen schräg nach oben und außen vom Hohlkörper abstehenden Ansätzen die Achse des Zuführungstrichters (25) annähernd in der Richtung der schräg nach oben und außen verlaufenden Teile des Nebenhohlraumes liegt.
  2. 2. Form nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die die Form tragenden einzelnen Füße (to, 1z, 12, 13) so auf dem Grundriß verteilt sind, daß die Vorrichtung um zwei von den Füßen gekippt und dädurch der Trichter (oder mehrere Trichter nacheinander) in annähernd senkrechte Stellung gebracht werden können.
  3. 3. Form nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Trichterhälfte (25) um eine an der Hauptform sitzende Achse mittels Scharnier (5o) drehbar ist, um für sich aufgeklappt werden zu können.
DEM73043D 1920-05-11 1921-03-25 Form zur Herstellung von geblasenen Glashohlkoerpern mit angepressten Henkeln Expired DE394752C (de)

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