DE394649C - Gummidruckmaschine mit drei im stumpfen Winkel angeordneten Zylindern - Google Patents
Gummidruckmaschine mit drei im stumpfen Winkel angeordneten ZylindernInfo
- Publication number
- DE394649C DE394649C DEF53515D DEF0053515D DE394649C DE 394649 C DE394649 C DE 394649C DE F53515 D DEF53515 D DE F53515D DE F0053515 D DEF0053515 D DE F0053515D DE 394649 C DE394649 C DE 394649C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- machine
- cylinder
- obtuse angle
- printing
- axes
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000004040 coloring Methods 0.000 description 2
- 238000000151 deposition Methods 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 230000001771 impaired effect Effects 0.000 description 1
- 230000007257 malfunction Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F7/00—Rotary lithographic machines
- B41F7/02—Rotary lithographic machines for offset printing
- B41F7/04—Rotary lithographic machines for offset printing using printing units incorporating one forme cylinder, one transfer cylinder, and one impression cylinder, e.g. for printing on webs
- B41F7/06—Rotary lithographic machines for offset printing using printing units incorporating one forme cylinder, one transfer cylinder, and one impression cylinder, e.g. for printing on webs for printing on sheets
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Supply, Installation And Extraction Of Printed Sheets Or Plates (AREA)
Description
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Gummidruckmaschine mit drei im stumpfen
Winkel zueinander angeordneten Zylindern. Der Gummidruck erlangt wegen seiner ausgezeichneten
drucktechnischen Eigenschaften immer größere Bedeutung. Er stellt jedoch an das Bedienungspersonal, vor allen Dingen
an den Maschinenmeister, wesentlich höhere Anforderungen als der Hochdruck. Der to Maschinenmeister muß in der Lage sein, fortgesetzt
den ganzen Druckvorgang zu überwachen und die ganze Maschine zu übersehen. Vor allen Dingen muß er die Formplatte
dauernd auf ihre Feuchtung prüfen können. Je nach dem Ausfall des Druckerzeugnisses
wird er auch die einzelnen Teile der Maschine, insbesondere das Feuchtwerk und das Farbwerk, nachregeln und gegebenenfalls
auch die Platte vor dem Einfärben feucht nachwischen müssen. Die Gummidruckmaschine
ist also in weit höherem Maße Werkzeug in der Hand des Maschinenmeisters als die gewöhnliche
Schnellpresse; der Konstrukteur einer solchen Maschine muß darauf bedacht sein, sie diesem Charakter anzupassen. Eine
moderne Gummidruckmaschine wird daher in der Praxis nur dann lebensfähig sein, wenn
der Maschinenmeister von seinem Standort aus alle wichtigen Teile, vor allen Dingen Zylinder,
Farbwerk, Feuchtwerk und Ausleger, überblicken und mit der Hand erreichen kann.
Die Maschine darf daher nicht zu hoch und sie muß gedrängt im Aufbau sein, wobei jedoch
die Zugänglichkeit der einzelnen Teile nicht beeinträchtigt werden darf.
Außerdem muß die Maschine diejenigen Eigenschaften besitzen, die man von einer
modernen Druckmaschine verlangt, vor allem hohe Leistungsfähigkeit. Ein Maschinentyp,
der die geforderten Eigenschaften zeigt und der sich infolgedessen in großem Umfange in
die Praxis eingeführt hat, ist die in Abb. 1 dargestellte Dreizylindermaschine; sie ist vor |
allem niedrig und gedrängt im Aufbau, so j daß alle Teile von einem zentral gelegenen Punkte
aus leicht überblickt und bedient werden j können. Ihr haften jedoch auch zwei wesent- j
liehe Nachteile an: Der Bogen wird, nachdem er zwischen Druckzylinder α und Übertragungs- j
zylinder b hindurchgegangen ist, an der Unterseite des Druckzylinders α dem Bogen- ',
ableger c mit starker Krümmung übergeben. Die Bogenablage liegt infolgedessen ziemlich
tief; sie befindet sich unterhalb der drei Zylinder. Wenn man nun unterhalb des Auslegers
einen Stapeltisch anordnen wollte, so würde die Maschine sehr hoch werden und würde
daher den eingangs erwähnten Anforderungen nicht mehr genügen. Man ist also gezwungen,
den Bogen, wie Abb. 1 zeigt, von der eigentliehen
Abnahmestelle nochmals mittels einer Kettenführung in die Höhe und einem besonderen
Stapeltisch zuzuleiten, der dann beliebige Höhe erhalten kann. Die Kette muß, wie aus Abb. 1 zu ersehen ist, sehr lang sein;
! die Mangel derartiger Kettenführungen von
j großer Länge sind bekannt. Die Kette muß mehrere Greiferstangen haben, deren Anzahl
gleich dem Verhältnis der Kettenlänge zum Zylinderumfang ist. Sie bildet demnach einen
Maschinenteil, der zu Störungen Anlaß gibt. Endlich ist die Bogenführung nicht besonders
j günstig, da der Bogen beim Durchgang durch die Maschine ziemlich stark umgebogen wird.
Die Maschine beansprucht infolge des Um-Standes, daß der Bogenstapel nicht unter dem
Ausleger angeordnet sein kann, eine ziemlich große Bodenfläche, ein Umstand, der bei dem
gegenwärtigen Platzmangel in den Druckereien sehr schwer ins Gewicht fällt.
Bei anderen Druckmaschinen dieser Art liegt der Stapel vor dem Wischwerk und
kann nur in sehr geringer Höhe ausgenutzt werden, weil das Wischwerk den Bedienungsraum unterhalb des Stapels erfordert. Nutzt
man den Stapel in voller Höhe aus, so kann das Wischwerk nicht mehr bedient werden,
was aber bei Gummidruckmaschinen unbedingt nötig ist.
Beim Gegenstand dieser Erfindung sollen diese Nachteile vermieden werden. Der
Stapelausleger hat weder Einfluß auf das Wischwerk noch auf sonstige Teile. Es ist
auch nicht erforderlich, ein Trittbrett für den Maschinenmeister anzubringen. Der Drucker
kann die Ankunft des Bogens, die Farbwirkung und alle sonstigen Arbeiten der Maschine
leicht übersehen.
In der Maschine nach der Erfindung werden die Druckzylinder im Gegensatz zu der Maschine
nach Abb. 1 so angeordnet, daß die Achsen des Form- und des Druckzylinders in
einer senkrechten Ebene oder annähernd in einer solchen liegen und eine durch die Achsen
des Form- und des Gummizylinders gelegte Ebene mit der durch die Achsen des Druck-Zylinders
und des Gummizylinders gelegten Ebene einen stumpfen Winkel bildet, so daß die senkrechte Schnittebene zur Scheitelachse
dieses Winkels ein Dreieck mit senkrechter oder fast senkrechter Grundlinie ausschneidet,
ίο und dieser Winkel nach innen hinreichend
Raum frei läßt, um das Feuchtwerk und einen Anlegegreifer unterzubringen, der die Bogen
vom Anlegetisch dem Druckzylinder zuführt, und auf der Scheitelseite des Winkels Raum
frei läßt, um gegenüber dem Anlegetisch auf gleicher Höhe mit ihm den Ablegetisch anordnen
zu können.
Dank dieser Anordnung der Zylinder wird die Maschinenhöhe erheblich niedriger als
wenn die Mittelachsen der drei Zylinder unmittelbar übereinanderliegen.
Würde man nun dem zu unterst gelegenen Druckzylinder den Bogen unmittelbar zuführen,
so würde die Einlegevorrichtung eine
as solche Lage erhalten, daß kein Platz mehr
für das Feuchtwerk vorhanden wäre. Erfindungsgemäß führt man indessen die vom Anlegetisch kommenden Bogen nicht unmittelbar
den Greifern des eigentlichen Druckzylinders zu, sondern man entnimmt die Bogen dem
Anlegetisch mittels eines Vorgreifers. Derartige Vorgreifer sind an sich ebenfalls bekannt.
Das Ende des Anlegetisches rückt hierbei in eine gewisse Entfernung vom Zy-'
35 linder und man kann die Bogen an einer wesentlich tiefer gelegenen Stelle des Druckzylinders
anlegen. Man gewinnt daher Platz für das Feuchtwerk; zwischen Feuchtwerk und Farbwerk kann ein genügend großer
freier Raum bestehen bleiben, so daß der Maschinenmeister bequem nachwischen kann.
In ungefähr gleicher Höhe wie die Anlegevorrichtung kann man auf der anderen Seite
des Druckzylinders die Ablegevorrichtung anordnen, und zwar liegt diese Ablegevorrichtung
höher als die Mitte des Zylinders. Man erhält daher, wie Abb. 2 zeigt, einen Ablegestapel,
der annähernd die gleiche Höhe hat wie der Anlegestapel. Der Papierlauf ist beim
Erfindungsgegenstand günstiger wie bei der bekannten Maschine, da dem Bogen wesentlich
weniger starke Krümmungen zugemutet werden. Endlich beansprucht die Maschine erheblich
weniger Grundfläche als die bekannte Maschine, da der Stapel unmittelbar unter dem Ausleger
liegt.
Der Bogen kommt, wie Abb. 2 zeigt, vom Anlegestapel d, geht über den Anlegetisch e
weg und wird von den Vorgreifern f ergriffen, die ihn den Greifern g des Druckzylinders a
übergeben. Der Bogen geht zwischen dem Druckzylinder α und dem Übertragungszylinder
b hindurch und wird hierbei bedruckt, um dann dem Ausleger c übergeben und von
diesem auf den Ablegestapel k abgelegt zu werden. Die Ebene durch die Achsen des
Druckzylinders« und desUbertragungszylindersö bildet einen stumpfen Winkel mit der Ebene
durch die Achsen des Übertragungszylinders b und des Formplattenzylinders I, innerhalb
dessen das Feuchtwerk m liegt. Zwischen dem Feuchtwerk m und dem Farbwerk η befindet
sich ein freier Raum von ziemlich erheblicher Breite; der Maschinenmeister kann hier beobachten, ob die Formplatte genügend
gefeuchtet ist und kann, wenn dies nicht der Fall ist, mit einem Schwamm nachwischen.
Ebenso befindet sich auf der anderen Seite des Plattenzylinders ebenfalls ein freier Raum,
der dem Maschinenmeister gestattet, dauernd die Einfärbung zu prüfen und zu beobachten,
ob die Platte nicht tont. Diese Möglichkeiten sind für den praktischen Betrieb von außerordentlich
großer Bedeutung wie die Erfahrung gezeigt hat. Die Maschine ist ziemlich gedrängt im Aufbau und zeigt eine geringe
Bauhöhe, so daß sie von dem Maschinenmeister leicht überblickt und bedient werden kann. Im
übrigen zeigt die Maschine die Eigenschaften der in der Praxis bewährten Maschine nach go
Abb. 1; sie beansprucht jedoch weniger Bodenfläche als diese, was bei dem gegenwärtigen
Mangel an Raum einen sehr erheblichen Vorteil bedeutet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Gummidruckmaschine mit drei im stumpfen Winkel angeordneten Zylindern, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen des Form- und des Druckzylinders in einer senkrechten Ebene liegen und der stumpfe Winkel, den die durch die Achsen des Form- und des Gummizylinders gelegte Ebene mit der durch die Achsen des Druck- und des Gummizylinders gelegten Ebene bildet, hinreichend Raum frei läßt, um in diesem Winkel das Feuchtwerk und einen Anlegegreifer anzubringen, der die Bogen vom Anlegetisch dem Druckzylinder zuführt, und auf der gegenüberliegenden Seite auf gleicher Höhe mit dem Anlegestapel den Ablegetisch anzuordnen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF53515D DE394649C (de) | Gummidruckmaschine mit drei im stumpfen Winkel angeordneten Zylindern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF53515D DE394649C (de) | Gummidruckmaschine mit drei im stumpfen Winkel angeordneten Zylindern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE394649C true DE394649C (de) | 1924-05-01 |
Family
ID=7106377
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF53515D Expired DE394649C (de) | Gummidruckmaschine mit drei im stumpfen Winkel angeordneten Zylindern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE394649C (de) |
-
0
- DE DEF53515D patent/DE394649C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0563007B1 (de) | Stichtiefdruckmaschine | |
| DE3049067A1 (de) | Druckzylinder fuer bogenrotations-tiefdruckmaschinen | |
| DD283786A5 (de) | Mehrfarbenrotationsdruckmaschine zum gleichzeitigen schoen- und widerdruck | |
| DE69909197T2 (de) | Mehrfarbentiefdruckmaschine | |
| DE1827845U (de) | Rotationsdruckmaschine. | |
| DE394649C (de) | Gummidruckmaschine mit drei im stumpfen Winkel angeordneten Zylindern | |
| DE8901222U1 (de) | Bogen-Rotationsdruckmaschine für einseitigen Mehrfarbendruck | |
| EP0085752B1 (de) | Druckwerk für eine Offsetrotationsdruckmaschine | |
| CH651500A5 (en) | Sheet-fed rotary printing machine having at least one printing unit | |
| DE2013686A1 (de) | Druckmaschine | |
| CH651501A5 (en) | Sheet-fed rotary printing machine having at least one printing unit | |
| DE10021800B4 (de) | Bogenoffsetdruckmaschine mit einer Einrichtung zum Längsschneiden der Bögen | |
| DE507498C (de) | Selbsttaetige Bogenanlegevorrichtung mit zwei ueber- oder hintereinander angeordneten selbsttaetigen Bogenanlegern | |
| DE321873C (de) | ||
| DE533233C (de) | Rotationsgummidruckmaschine fuer Einfarbendruck oder Mehrfarbendruck mit gleich grossen Zylindern | |
| DE580497C (de) | Zweifarben-Rotationsgummidruckmaschine fuer Bogen | |
| DE412745C (de) | Mehrfarben-Schoen- und Widerdruck-Gummidruck-Rotationsmaschine | |
| DE140196C (de) | ||
| DE100082C (de) | ||
| DE421848C (de) | Rotationsgummidruckmaschine mit zwei aneinanderliegenden Gummizylindern | |
| CH108287A (de) | Gummidruckmaschine mit drei in stumpfem Winkel angeordneten Zylindern. | |
| DE544298C (de) | Aus mehreren hintereinander angeordneten Rotationsgummidruckwerken bestehende Maschine zum mehrfarbigen Bedrucken einer Werkstoffbahn | |
| AT93898B (de) | Gummidruckpresse für gleichfarbigen Schön- und Widerdruck. | |
| DE552669C (de) | Druckmaschine zum beiderseitigen Bedrucken von Papierbogen in einem Druckvorgang | |
| AT51299B (de) | Rotationspresse für Bogendruck. |