DE39262C - Trockeneinrichtung für Papier, Pappe, Zellstoff, Gewebe und dergl - Google Patents

Trockeneinrichtung für Papier, Pappe, Zellstoff, Gewebe und dergl

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Publication number
DE39262C
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DE
Germany
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drying
cellulose
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fabric
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT39262D
Other languages
English (en)
Original Assignee
G. KAISER in Chemnitz, Zwickauerstr. 19
Publication of DE39262C publication Critical patent/DE39262C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F5/00Dryer section of machines for making continuous webs of paper

Landscapes

  • Paper (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Einrichtung bezweckt, die von dem Entwässerungsapparat mit einem Wassergehalt von 50 bis 60 pCt. kommenden Zellstoffe in lufttrockenen Zustand zu bringen und in Rollenform zum Versandt fertig zu stellen.
Bekanntlich wird bisher die Trocknung von Zellstoffen meist auf mit Dampf geheizten Cylindern bewirkt; diese Art der Stofftrocknung ist jedoch mit Uebelständen der verschiedensten Art verbunden, von denen hier nur die beiden folgenden genannt sein mögen:
1. Die Qualität des Stoffes leidet durch die zu schnelle Trocknung, die Faser verliert an ihrer natürlichen Elasticität und Weichheit und ergiebt beim Wiederauflösen einen spröden, brüchigen Stoff.
2. Durch diese Trocknung ist bei gebleichtem Stoffe ein Rückgang der Bleiche zu constatiren.
Sollen dementgegen Zellstoffe ohne Beeinträchtigung ihrer Qualität und Löslichkeit der Fasern getrocknet werden, so mufs
1. die Trocknung ganz allmälig bewerkstelligt werden, da, je langsamer diese Trocknung erfolgt, sie der Lufttrocknung um so ähnlicher wird;
2. mufs, um einen Rückgang der Bleiche zu vermeiden, verhindert werden, dafs die zu trocknenden Stoffe in directe Berührung mit der Heizfläche kommen, da diesem Umstände allein die bei der Dampfcylindertrocknung eintretende leichte Bräunung des Stoffes zuzuschreiben ist.
Um diese beiden Bedingungen zu erfüllen, schlägt Erfinder vor, an Stelle der Dampftrocknung die Trocknung des Stoffes mit Hülfe von heifsem Wasser zu bewirken, welches dergestalt im Gegenstrom dem durch den Trockenapparat geführten Stoffe entgegengeführt wird, dafs die höchste Temperatur auf den in seiner Trocknung am weitesten fortgeschrittenen Stoff wirkt. Dabei kommt das trocknende Medium an keiner Stelle mit dem zu trocknenden Stoff in Berührung.
Die zu diesem Zwecke construirte Einrichtung charakterisirt sich durch ein durchgehendes Röhrensystem, auf dessen horizontalen Röhren je nach dem zu trocknenden Material entweder offene Trommeln mit Stäben oder geschlossene Trommeln aus Kupferblech rotiren, die durch geeignete Rädergetriebe in Drehung versetzt werden.
Der. zu trocknende Stoff, von der Nafspresse A kommend, wird auf die Trommel B geführt und passirt nach einander die Trommeln B1 B2 B3 B4 B5 B6. Die Fortleitung des Stoffes erfolgt dabei selbstthätig durch je zwei endlose, schmale Filzstreifen C1 und C2, welche mit den erforderlichen Regulir- und Spannvorrichtungen versehen sind. Durch einen Rollapparat D erfolgt die Aufwickelung des getrockneten Stoffes.
Um, wie oben angegeben, die Trocknung in stetig zunehmender Weise zu bewerkstelligen und aufserdem eine directe Berührung des Stoffes mit den Heizflächen zu vermeiden, ist ein feststehendes Rohrsystem E1 E E2 angeordnet, in welchem das Heizmittel, bei E1 eintretend, dasselbe' durchströmend und bei IT2 austretend, circulirt, und sind die zur Aufnahme des Stoffes dienenden Trommeln B
bis B6 an den aus der Zeichnung ersichtlichen Stellen des Rohrsystems drehbar gelagert und durch Stirnräder F betrieben.
Das bis auf höchstens 1200 C. erhitzte, bei der letzten Trommel Ba in den Trockenapparat eintretende und das Rohrsystem bis zur ersten Trommel B durchströmende Wasser giebt seine Wärme unter stetiger Abnahme derselben allmälig an die Heizrohre und die darüber hinstreichende zu trocknende Stoffschicht ab, um nach Passirung der Trommel B den Apparat mit nur geringer Temperatur zu verlassen und nach dem Heizkessel zurückzufliefsen.
Auf diese Weise wird also der Stoff, sei es Zellstoff, Papier oder Gewebe, zunächst auf die am schwächsten geheizte Trommel und von hier nach Mafsgabe der fortschreitenden Trocknung auf immer stärker geheizte Trommeln geleitet.
Man hat es in der Hand,, die für verschiedene Stoffsorten erforderlichen Temperaturendurch' Regulirung der Feuerung passend zu verändern. Ferner ist es möglich, die Circulation des Wassers zu beschleunigen oder zu hemmen und dadurch für eine schnellere oder langsamere Trocknung zu sorgen, und zwar durch Einschaltung eines Flügelrades mit regulirbarer Geschwindigkeit in die Rückleitung des Wassers.
Zum Trocknen von Zellstoffen, Holzstoffen und Pappen empfehlen sich am Anfang offene,, aus Stäben gebildete Trommeln (siehe Trommeln B4 und B5) für Papiere und Gewebe dagegen geschlossene Trommeln aus Kupferblech.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Trockeneinrichtung zum continuirlichen Trocknen von Zellstoff, Holzstoff, Strohstoff, Pappe, Papier, Geweben etc., charakterisirt durch ein feststehendes, zur Heizung dienendes Rohrsystem mit um die horizontalen Rohrtheile des Systems rotirenden, zur Fortleitung der zu trocknenden Stoffe dienenden Trommeln aus Stäben oder geschlossenen Cylindern, bei welcher Einrichtung das Heizmittel (zu welchem sich neben Dampf besonders ,Wasser eignet) mit seiner höchsten Temperatur an den in seiner Trocknung am weitesten vorgeschrittenen Stoff herantritt und an diesem im Gegenstrom entlang geführt wird, ohne dafs die Zuleitungsröhren mit dem Stoff in directe Berührung kommen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT39262D Trockeneinrichtung für Papier, Pappe, Zellstoff, Gewebe und dergl Expired - Lifetime DE39262C (de)

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