DE389992C - Verfahren zur Herstellung von schwarzer, eisenhaltiger Mineralfarbe (Eisenoxyduloxyd) - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von schwarzer, eisenhaltiger Mineralfarbe (Eisenoxyduloxyd)

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DE389992C
DE389992C DEE28109D DEE0028109D DE389992C DE 389992 C DE389992 C DE 389992C DE E28109 D DEE28109 D DE E28109D DE E0028109 D DEE0028109 D DE E0028109D DE 389992 C DE389992 C DE 389992C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G49/00Compounds of iron
    • C01G49/02Oxides; Hydroxides
    • C01G49/08Ferroso-ferric oxide [Fe3O4]
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2006/00Physical properties of inorganic compounds
    • C01P2006/60Optical properties, e.g. expressed in CIELAB-values

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von schwarzer, eisenhaltiger Mineralfarbe (Eisenoxyduloxyd). Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von schwarzer, eisenhaltiger ineralfarbe (Eisenoxyduloxyd) aus Eisen-2 oxyd, Eisenoxydrot oder eisenhaltigen Materialien, die mit organischen Destillationsrückständen, wie Teeröl, Petroleumrückständen usw., oder sonstigen organischen Abfallprodukten bz«-. Rückständen, wie z. B. 1\Telassc, Naphthalin. Erdwachs, welche sich verflüssigen bzw. schmelzen lassen, reduziert «-erden.
  • Die Reduktion erfolgt durch Erhitzen bei ungenügendem Luftzutritt oder bei Luftabschluß oder im Vakuum oder in einem Strom indifferenter Gase in Brennöfen, eisernen Kesseln oder Retorten.
  • Gegenüber einem bekannten Verfahren zur Herstellung von Eisenoxyduloxyd durch Rgduktion von Eisenoxyd mittels Kohle durch Glühen unter Luftabschluß unterscheidet sich das vorliegende Verfahren dadurch, daß hier als Reduktionsmittel nicht Kohle als solche, sondern organische Destillationsrückstände, wie Teeröl u. dgl., verwendet werden. Dadurch wird eine vollständige Durchmischung des zu reduzierenden Ausgangsmaterials mit dem flüssigen oder flüssig zu machenden Reduktionsmittel bei innigster Verlagerung der kleinsten in Reaktion zueinander tretenden Teilchen gesichert.
  • Die Reduktionswirkung äußert sich in diesem Falle derart, daß Kohlenstoff in der bedeutend reaktionsfähigeren Form, in statu nascendi, und außerdem in feinster Verteilung in der Masse und infolgedessen-in. innigster Berührung mit den zu reduzierenden Partikeln in Wirkung tritt. Das hierdurch gewonnene Produkt besitzt im Gegensatz zu dem bekannten, mit Kohle reduzierten Produkte eine tiefschwarze Farbe und eine unbegrenzte Haltbarkeit.
  • In Hinsicht auf ein weiteres bekanntes Verfahren, das die - Wiederherstellung der schwarzen Färbung von braun: gewordenem Eisenoxyduloxyd unter Verwendung von Ölen oder öligen Substanzen bezweckt, ist festzustellen, daB,.abgesehen von der Unwirtschaftlichkeit jenes Verfahrens bei Verwendung großer und hochwertiger ölmengen, das neue Verfahren nur mit kleinen Zusatzmengen von Abfallprodukten arbeitet, die vollständig verkohlt bzw. verbrannt werden.
  • Beim alten Verfahren werden die Öle lediglich auf eine Temperatur von Zoo bis 300° C erhitzt, erleiden also keine wesentliche Veränderung, so daß die Reduktionswirkung nicht wie im vorliegenden Falle auf Kohlenstoff in statu nascendi bzw. auf desoxydierend wirkende, beim Verkohlen entstehende Gase und Dämpfe zurückzuführen ist.
  • Auch die bekannte Verwendung von Ölen und anderen organischen Stoffen zur Reduktion von Eisenoxyduloxyd zwecks Herstellung eines Filtermaterials ergibt an sich kein dem gemäß vorliegender Erfindung gewonnenen Farbstoff gleichwertiges Produkt, weil hier stückiges Material mit Ölen getränkt und dann geglüht wird. Bei dieser Arbeitsmethode ist eine innige und restlose Durchmischung im erforderlich geeigneten Mengenverhältnis unmöglich, so daß das Fertigfabrikat nur an der Oberfläche, nicht aber in die Tiefe hinein reduziert wird und demzufolge eine gleichmäßige schwarze Farhe nie erzielt werden kann.
  • Das neue Verfahren kann beisl)iel:`\eise wie folgt durchgeführt werden: Eisenoxyc1, Fisenoz-,.drot oder eisenhaltige Tone, die sonst zur Herstellung von Eisenoxydrot Verwendung finden, «-erlen in Iufttrockenem Zustande je nach dein Gehalt an Eisenoxyd mit etwa 1 5 bis 25 Prozent Teeröl innig gemischt und inBrennöfen oder eisernen Kesseln oder eisernen Retorten bei ni<>gliclistein Luftabschluß oder in einem inditterenten Gasstrom, z. B. Kohlensäure, so lange erhitzt, bis keine brenzligen Gase mehr entweichen, «-as nach etwa 'J= bis 1 Stunde der Fall ist. Auch könnte man den Prozeß im Vakuum durchführen, wobei die entstehende Gase und Dämpfe ständig abzusaugen wären. Darauflein läßt man das Brenngut in der Kohlen-Säureatinosphäre oder gegebenenfalls im Vakuuin erkalten.

Claims (1)

  1. PATENT-AxsPRUcIi Verfahren zur Herstellung von schwarrer, eisenhaltiger Mineralfarbe (Eisenoxy(Iuloxyd) durch Reduktion von Eisenoxyd, Eiseno-xydrot oder eisenhaltigen llateriali,2n, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsstoffe mit organischen Destillationsrückständen, wie Teeröl, Petroleumrückständen usw., oder sonstigen organischen Abfallprodukten oder Rückständen, wie z. B. Melasse, Naphthalin, Erdwachs, welche sich verflüssigen oder schmelzen lassen, bei ungenügendem Luftzutritt oder bei Luftabschluß oder im Vakuum oder in einem Strom indifferenter Gase in Brennöfen, eisernen Kesseln oder Retorten erhitzt werden.
DEE28109D 1922-05-18 1922-05-18 Verfahren zur Herstellung von schwarzer, eisenhaltiger Mineralfarbe (Eisenoxyduloxyd) Expired DE389992C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0014302A1 (de) * 1979-02-03 1980-08-20 BASF Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung von hochkoerzitivem nadelförmigem Gamma-Eisen(III)oxid

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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