DE3879656T2 - Kettenfaden-naehvorrichtung. - Google Patents

Kettenfaden-naehvorrichtung.

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DE3879656T2
DE3879656T2 DE8888121577T DE3879656T DE3879656T2 DE 3879656 T2 DE3879656 T2 DE 3879656T2 DE 8888121577 T DE8888121577 T DE 8888121577T DE 3879656 T DE3879656 T DE 3879656T DE 3879656 T2 DE3879656 T2 DE 3879656T2
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Takeshi Orita
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine auf eine Overlockmaschine aufgesetzte Kettfaden-Einnähvorrichtung zum Abschneiden des Kettfadens, der im Anschluß die Herstellung von Stoffsäumen in einem Stoff durch Umschlagen einer Stoffkante durch diese Overlockmaschine erzeugt wird, unter Belassen einer vorgegebenen maschinenseitigen Länge und Einnähen des weiterlaufenden Kettfadens durch die Maschine in die Säume des nachfolgenden Stoffstücks.
  • Eine herkömmliche, auf eine Overlockmaschine aufgesetzte Kettfaden-Einnähvorrichtung ist so konstruiert, daß ein Kettfadenhalter/schneider, bestehend aus einer Klinge und einem Klemmglied aus elastischem Material, auf der Arbeitsfläche auf der Bedienerseite der Nadeleinstichstelle einen nach Beendigung des Nähvorgangs durch den Bediener zusammen mit dem Stoff auf die Bedienerseite gebrachten Kettfaden, der gegen die Klinge gedrückt wird, abschneidet, ein freies Ende des abgeschnittenen Fadens durch ein Klemmteil zum Halten des maschinenseits auf der Kehlplatte belassenen Kettfadens einklemmt und ein Auflösens der Säume am Nähanfang ohne einen speziellen Heftriegel durch Einnähen des Kettfadens in die Säume des nächsten Stoffstücks verhindert.
  • Bei einer solchen Kettfaden-Einnähvorrichtung muß der Bediener jedoch jedesmal, wenn ein Nähvorgang beendet ist, den Stoff zum Abschneiden des im Anschluß an den Stoff erzeugten Kettfadens zur Bedienerseite der Nadeleinstichstelle bewegen; daher war es unmöglich, die Arbeitseffektivität zu verbessern, bzw. den Vorgang zu automatisieren.
  • Zur Lösung dieser Probleme wurde im U.S. Patent Nr. 4,149,478 eine Kettfaden-Einnähvorrichtung zum Ansaugen eines mit den Säumen verbundenen Kettfadens in eine Ansaugröhre auf der Rückseite der Nadeleinstichstelle vorgeschlagen, um den Kettfaden mittels einer in der Öffnung der Ansaugröhre angeordneten Klinge unter Belassen einer vorgegebenen maschinenseitigen Länge abzuschneiden, ein freies Ende des maschinenseitig verbundenen Kettfadens durch Luftdruck zur Bedienerseite der Nadeleinstichstelle zu bewegen, das auf diese Weise bewegte freie Ende des Kettfadens in einen Kettfadenende- Ansaugteil zu saugen, und das freie Ende des Kettfadens durch Betätigen eines auf der Arbeitsfläche des Nähtischs montierten Kettfadenklemmteils festzuklemmen.
  • Die herkömmlichen Vorrichtungen, wie sie in dem obigen US Patent Nr. 4,149,478 geoffenbart sind, waren so konstruiert, daß das Kettfaden-Klemmteil und die Ansaugvorrichtung für das freie Kettfadenende auf der Arbeitsfläche angeordnet waren, so daß das Kettfaden-Klemmteil den Stoffvorschub behindert und die Arbeitseffektivität reduziert wird.
  • Ferner wird bei einer Vorrichtung, bei der der Kettfaden mit starker Klemmkraft in das Kettfaden-Klemmteil eingeklemmt ist, beim Weiternähen des Kettfadens, dessen freies Ende in die Säume des nächsten Stoffstücks eingeklemmt ist, die Stoffkante durch den Kettfaden nach unten gezogen und aufgerollt.
  • Ein weiteres Problem der herkömmlichen Vorrichtung war, daß die Länge des zu vernähenden Kettfadens in Abhängigkeit vom Produkt nur schwer geändert werden konnte, da die Länge des in den Stoff eingenähten Kettfadens durch die Schneideposition der an der Öffnung der Ansaugröhre montierten Klinge bestimmt war.
  • Andere neben der in dem U.S. Patent Nr. 4,149,470 bekannten Technologien sind in den U.S. Patenten Nr. 4,187,793, Nr. 4,220,105, Nr. 4,644,884 und Nr. 4,679,515 aufgeführt.
  • Die angezogenen US-A-4 220 105 und FR-A-2 417 571 offenbaren eine herkömmliche Vorrichtung des gleichen Typs. Wenn mit dieser Vorrichtung ein neuer Saum begonnen wird, wird die Kette langsam von der Greiferklinge abgezogen und während der Bildung eines Saums am nächsten Arbeitsstück aus einem Kanal gezogen.
  • Beim Beginnen eines neuen Saums läßt die Greiferklinge die Kette nicht los. Daher kann der Stoffrand durch die Kette nach unten gezogen und aufgerollt werden, und da die Kette in den Kanal eintritt, wird sie vom Schneidemesser nicht abgeschnitten und es ist unmöglich, die Länge der zu nähenden Kette in Abhängigkeit vom Produkt zu verändern.
  • Zur Lösung der obigen Probleme ist es eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kettfaden-Einnähvorrichtung in einer Overlockmaschine bereitzustellen, die keine Störungen beim Stoffeinzug oder Stoffvorschub verursacht, die verhindert, daß der Stoffrand durch Einnähen des Kettfadens auf gerollt wird, und die in der Lage ist, die Länge des in die Säume einzunähenden Kettfadens zu variieren.
  • Eine weitere erfindungsgemäße Aufgabe ist es, eine Kettfaden- Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine bereitzustellen, die so konstruiert ist, daß sie während des Arbeitsvorgangs keine Luft gegen den Bediener bläst, und die in der Lage ist, das freie Ende des Kettfadens sicher in die Einzugsöffnung zu führen.
  • Es ist eine weitere erfindungsgemäße Aufgabe, eine Kettfaden- Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine bereitzustellen, in der zwei Klemmplatten montiert sind, so daß sich die obigen Aufgaben glatt lösen lassen.
  • Eine andere erfindungsgemäße Aufgabe ist es, eine Kettfaden- Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine bereitzustellen, die so konstruiert ist, daß der Kettfaden in einer bestimmten Position ohne Überlagerung der Nadeleinstichstelle eingestellt wird, wenn das freie, zur Bedienerseite der Nadeleinstichstelle bewegte Ende des Kettfadens von den zwei Klemmplatten eingeklemmt wird.
  • Noch eine weitere erfindungsgemäße Aufgabe ist es, eine Kettfaden-Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine bereitzustellen, bei der das freie, zur Bedienerseite der Nadeleinstichstelle bewegte Ende des Kettfadens sicher in die Einführöffnung eingeführt werden kann.
  • Um die oben genannten und weitere Aufgaben zu lösen, stellt die vorliegende Erfindung eine Kettfaden-Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine bereit, die so konstruiert ist, daß ein durch eine Overlockmaschine im Anschluß an die am Stoffrand ausgebildeten Säume erzeugter Kettfaden in eine Ansaugöffnung der auf der Rückseite der Nadeleinstichstelle montierten Ansaugvorrichtung gesaugt und in dieser Ansaugöffnung abgeschnitten wird, daß das freie Ende des maschinenseits belassenen Kettfadens durch Luftdruck zur Bedienerseite der Nadeleinstichstelle bewegt wird, und daß der auf diese Art bewegte Kettfaden in die am nächsten Stoffstück ausgebildeten Säume eingenäht wird, und die beinhaltet:
  • Eine erste Klemmplatte, die Teil der Arbeitsfläche der Nähmaschine auf der Bedienerseite der Nadeleinstichstelle ist und bewegt werden kann, so daß sie eine Einführöffnung freigibt, in die das freie, von der Ansaugöffnung bewegte Ende des Kettfadens auf der Arbeitsfläche eingeführt werden kann;
  • Kettfaden-Einführmittel zum Einführen des freien Endes des Kettfadens in die Einführöffnung durch Luft;
  • eine zweite Klemmplatte, die die erste Klemmplatte berührt, wenn die Einführöffnung nicht geöffnet ist, bzw. einen Teil des Öffnungsrandes der Einführöffnung bildet, wenn die Einführöffnung geöffnet ist, und die sich zusätzlich im offenen Zustand der Einführöffnung in Richtung zur Annäherung an die erste Klemmplatte bewegen kann, und die zusammen mit der Bewegung auf die erste Klemmplatte zu das freie Ende des Kettfadens gegen die erste Klemmplatte bewegen kann; und
  • ein Schneidwerk, das so angeordnet ist, daß sich seine feste Klinge mit seiner beweglichen Klinge in dem Bereich überschneidet, in dem sich der durch die Bewegung der zweiten Klemmplatte in Richtung zur ersten Klemmplatte hin bewegte Kettfaden befindet.
  • Bei einer auf obige Weise konstruierten Kettfaden-Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine ist es möglich, das freie, zur Bedienerseite der Nadeleinstichstelle bewegte Ende des Kettfadens in eine durch den Antrieb der ersten Klemmplatte geöffneten Einführöffnung einzuführen und ihn durch Schließen der Einführöffnung mittels Rückführung der ersten Klemmplatte in ihre Ausgangsposition zwischen der ersten und der zweiten Klemmplatte einzuklemmen. Hierbei behindern die erste und die zweite Klemmplatte nicht den von der Bedienerseite der Nähmaschine her vorgenommenen Stoffvorschub auf die Kehlplatte, wodurch der Stoff straff eingeführt werden kann und die Arbeitseffektivität nicht gemindert wird.
  • Sie ist so konstruiert, daß beim Einführen des nächsten Stoffstücks nach Einklemmen des Kettfadens das Klemmen des Kettfadens mittels Antrieb der ersten Klemmplatte zur Öffnung der Einführöffnung gelöst wird, wenn noch einige Stiche gemacht werden sobald das obere Stoffende die Nadeleinstichstelle passiert hat, wodurch verhindert wird, daß das obere Stoffende durch Spannen des Kettfadens aufgerollt wird. Daraus ergibt sich, daß die Produktqualität verbessert wird.
  • Der zur zweiten Klemmplatte weggedrückte Kettfaden überkreuzt sich mit dem Schneidwerk durch Antreiben der zweiten Klemmplatte in Richtung auf die erste Klemmplatte nach Verstreichen einer bestimmten Zeitspanne nach Lösen des eingeklemmten Kettfadens, so daß der in die am Stoff ausgeformten Säume einzunähende Kettfaden unter Belassen einer bestimmten Länge abgeschnitten wird. D.h. die Länge des in die Säume des nächsten Stoffstücks einzunähenden Kettfadens kann vorher auf geeignete Weise festgelegt werden, so daß der Schritt des Abschneidens des nach Fertigung des Produktes aus den Säumen herausstehenden Kettfadens entfallen kann und somit die Arbeitseffektivität und die Produktqualität verbessert werden.
  • In der erfindungsgemäßen Kettfaden-Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine ist darüber hinaus ein Gebläse mit der Ansaugvorrichtung verbunden, und auf der Arbeitsfläche befindet sich schräg vor der Ansaugöffnung und schräg hinter der Einführöffnung ein Ausblasschlitz, so daß das freie Ende des Kettfadens durch Ausblasen des freien Endes des Kettfadens aus der Ansaugöffnung mittels der Luft aus dem Gebläse und Bewegen des freien Endes des Kettfadens zur Einführöffnung durch die aus dem Ausblasschlitz strömende Luft von der Ansaugöffnung zur Bedienerseite der Nadeleinstichstelle bewegt werden kann.
  • Bei einer so konstruierten Kettfaden-Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine wird der in der Ansaugöffnung durch die Ansaugvorrichtung abgeschnittene und maschinenseits belassene Kettfaden durch die aus dem Gebläserohr ausströmende Luft aus der Ansaugöffnung entfernt, wobei nur wenig Wind zum Auswerfen nötig ist und die Auswurfzeit auch sehr kurz sein kann. Dementsprechend trifft die aus dem mit der Schneidevorrichtung verbundenen Gebläserohr strömende Luft den Bediener kaum. Des weiteren wird der aus der Ansaugöffnung ausgeworfene Kettf aden durch die aus dem auf der Arbeitsfläche befindlichen Ausblasschlitz geblasene Luft zum Kettfadenklemmteil bewegt, wobei die Luft in eine Richtung strömt, in der sich kein Bediener befindet, und daher die Gesundheit des Bedieners nicht durch wiederholtes Anblasen mit Kaltluft gefährdet wird.
  • Bei der erfindungsgemäßen Kettfaden-Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine bewegen sich die erste und die zweite Klemmplatte linear quer über die Nähachse der Nähmaschine. Diese Konfiguration macht ein gleichmäßiges Bewegen der Platten möglich.
  • Darüber hinaus haben in einer weiteren erfindungsgemäßen Kettfaden-Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine die erste und zweite Klemmplatte eine Rotationsachse, um die sie rotieren. Bei einer derartigen Konstruktion ist es möglich, den Klemmpunkt des Kettfadens durch die beiden Platten exakt zu bestimmen, und so ist ein Kreuzen des an der Klemmstelle eingeklemmten Kettfadens mit dem Schneidwerk in einer bestimmten Position zusammen mit der Bewegung der rotierenden zweiten Klemmplatte möglich.
  • Ferner ist die erfindungsgemäße Kettfaden-Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine so konstruiert, daß die von einer Overlockmaschine am Stoffrand gebildeten Säume durch Zusammendrehen eines Fadens an einer einstückig an der Kehlplatte ausgebildeten, der Seitenfläche der Kehlplatte über einen sich von der Nadeleinstichstelle nach hinten erstreckenden Schlitz gegenüberliegenden Zunge ausgebildet werden, wobei die Zunge als Stufenteil zum Aufnehmen des unteren Endes des Kettfadens am rückwärtigen Teil und auf der gegenüberliegenden Seite der Seitenfläche der Kehlplatte abgesetzt ist.
  • Bei einer Konstruktion auf obige Weise wird, wenn der an den fortlaufend gebildeten Stoffsäumen abgeschnittene Kettfaden durch Luftdruck von der Ansaugöffnung zur Nadeleinstichstelle auf der Bedienerseite bewegt wird, das untere, mit der Nähmaschine verbundene Ende des Kettfadens von dem zum Erfassen des unteren Endes des Kettfadens ausgebildeten Stufenteil der Zunge erfaßt. Der Kettfaden vor dem unteren Ende läuft über die Zunge, aber überschneidet sich nicht mit der festen Nadeleinstichstelle. Daher kreuzt die Nadel den Kettfaden nicht, d.h. der Kettfaden hängt am vorderen Stoffende, wenn der auf der Kehlplatte befestigte Kettfaden in das nächste Stoffstück genäht wird, so daß eine bessere Arbeitsqualität erzielt werden kann.
  • In einer erfindungsgemäßen Kettfaden-Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine können die Fadeneinführmittel entweder zum Einführen des freien Endes des Kettfadens in die Einführöffnung durch Blasen von Luft vom oberen Teil der Arbeitsfläche der Nähmaschine in Richtung der Einführöffnung oder zum Einführen des freien Endes des Kettfadens in die Einführöffnung durch Ansaugen der Luft vom unteren Ende der Arbeitsfläche der Nähmaschine ausgelegt sein.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Fig. 1 ist eine perspektivische Teilschnittansicht zur Darstellung der erfindungsgemäßen Kettfaden-Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine.
  • Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Arbeitsfläche.
  • Fig. 3 ist eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Kettfaden-Klemmteils.
  • Fig. 4 ist eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht des Kettfaden-Klemmteils.
  • Fig. 5 ist eine vergrößerte Schnittansicht der wesentlichen Teile des Gebläserohrs.
  • Fig. 6A bis 6F sind schematische Draufsichten zur Darstellung der Handhabung des Kettfadens.
  • Fig. 7 ist eine Draufsicht eines modifizierten Beispiels der ersten und zweiten Klemmplatte.
  • Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
  • In der perspektivischen Ansicht in Fig. 1 und in der Draufsicht in Fig. 2 bezeichnet die Ziffer 1 den Nähtisch einer Overlockmaschine, und auf einer Arbeitsfläche 1a des Nähtischs 1 ist eine Kehlplatte 2 an der mit einer Nadel übereinstimmenden Position eingeschoben. Die Kehlplatte 2 ist auf einem mittels einer Schraube 3 auf dem Hauptkörper M der Nähmaschine befestigten Halter 171 befestigt, und dessen obere Fläche stellt einen Teil der Arbeitsfläche 1a dar. In der Kehlplatte 2 ist eine die Arbeitsf läche 1a in vertikaler Richtung durchdringende Nadeleinstichstelle 4 ausgebildet, auf welcher sich eine von einem Teil neben der Nadeleinstichstelle 4 nach rückwärts (in Pfeilrichtung B in der Zeichnung) erstreckende Zunge 5 einstückig befestigt ist. Diese Zunge 5 liegt parallel einer Seitenfläche 2a der Kehlplatte 2 gegenüber, wobei sie einen sich von der Nadelstelle 4 nach rückwärts erstreckenden Schlitz 201 mit dieser beidseitig einschließt, und ein Stufenteil 5b zur Aufnahme des unteren Endes des Kettfadens ist auf der der Seitenfläche 2a gegenüberliegenden Rückseite 5a durch rechtwinkliges Einkerben des rückwärtigen Teils der Zunge 5 ausgebildet. Eine weitere Seitenfläche 5d der Zunge 5 im Anschluß an die gegenüberliegende Seite 5a über den Scheitel 5c am rückwärtigen Ende weist eine parabolische Kurve auf, um die Spannweite der nach vorne gerichteten Zunge 5 zu vergrößern (in Pfeilrichtung A in der Zeichnung). Hier ist X, in Fig. 2 strichpunktiert dargestellt, eine Nähachse dieser Overlockmaschine, die mit der Stoffvorschubrichtung durch die Nadelstelle 4 übereinstimmt, und die Seitenfläche 2a der Kehlplatte 2 liegt parallel zu dieser Nähachse X.
  • In der Arbeitsfläche 1a ist auf Seite der Zunge 5 und der Bedienerseite der Nadeleinstichstelle 4 (in Pfeilrichtung A in Fig. 2) ist bezüglich der Nähachse X eine Aussparung 6 ausgebildet, deren eine Seite sich parallel zur Nähachse X öffnet, und eine Klemmplatte 7, deren obere Fläche sich auf der gleichen Ebene mit der Arbeitsfläche 1a befindet und die einen Teil der Arbeitsfläche 1a bildet, wird in die Aussparung 6 eingeführt.
  • Die Klemmplatte 7 enthält eine zweite Klemmplatte 72, die von der Vorderseite entlang der unteren Seite und von der vorderen Seite der Aussparung 6 her gesehen L-förmig geformt ist, sowie eine erste Klemmplatte 71, die in die L-förmige Ecke der zweiten Klemmplatte 72 paßt, wobei sich die erste Klemmplatte 71 und die zweite Klemmplatte 72 immer auf der parallel zur Nähachse X liegenden Seite berühren.
  • Wie in den Fig. 3 und 4 dargestellt, ist ein Arm 71a auf der ersten Klemmplatte 71 einstückig ausgeformt, der sich unter dem Nähtisch 1 hindurch zur Bedienerseite der Nähmaschine erstreckt, und in der Spitze dieses Arms 71a ist Loch 71b zur Durchführung einer Schraube ausgebildet. Andererseits ist auf der zweiten Klemmplatte 72 ein Arm 72a einstückig ausgebildet, der weiter unter dem auf der ersten Klemmplatte 71 einstückig ausgebildeten Arm 71a hindurchläuft und sich zur Bedienerseite der Nähmaschine erstreckt und mit dem Arm 71a in Gleitkontakt steht, und ein Loch 72b zur Durchführung einer Schraube ist in der Spitze dieses Arms 72a ausgebildet. An dem bereits beschriebenen, am Hauptkörper M der Nähmaschine befestigten Halter 171 ist eine Hilfshalterung 172, an deren Ende sich ein Loch 172a zur Durchführung einer Schraube wie in Fig. 4 beschrieben öffnet, mittels einer Schraube befestigt.
  • Die Arme 71a und 72a der ersten Klemmplatte 71 und der zweiten Klemmplatte 72 sind an der Hilfshalterung 172 mittels einer durch ihre entsprechenden Schraubenlöcher 71a und 72b und das Schraubenloch 172a der Hilfshalterung 172 reichenden Schraube 106 schwenkbar montiert, wodurch die erste Klemmplatte 71 und die zweite Klemmplatte 72 auf der Arbeitsfläche 1a rotieren. Bezugsziffer 18 ist eine auf die Schraube 106 aufgezogene Mutter, die die erste und die zweite Klemmplatte 71 und 72 mit der Hilfshalterung 172 verbindet. Bezugsziffer 118 ist eine Torsionsfeder, die sich um die Schraube 106 windet, wobei ein Ende der Torsionsfeder 118 gegen den einstückig mit der zweiten Klemmplatte 72 ausgebildeten Arm 72a stößt und die zweite Klemmplatte 72 in Berührung mit der Kehlplatte 2 drückt.
  • Die erste Klemmplatte 71 wird durch Aktivierung eines unter dem Arbeitstisch 1 befindlichen ersten Luftzylinders 20 angetrieben.
  • D.h. ein säulenförmiger Stift 71c zur Betätigung ragt unter der ersten Klemmplatte 71 heraus, und dieser Stift 71c zur Betätigung wird von einem Einrastglied 22 an einem Ende einer Stange 21 gefaßt, die durch den Halter 171 und die zweite Klemmplatte 72 rechtwinklig zur Nähachse X ragt und auf dem Halter 171 gleitend geführt wird. Bezugsziffer 72c in Fig. 4 ist eine Aussparung zur Durchführung der auf der zweiten Klemmplatte ausgebildeten Stange 21. Das Einrastglied 22 öffnet sich gabelartig nach vorne, und der Stift 71c zur Betätigung ist gleitend zwischen den beiden Schenkeln eingeklemmt. In dem aus dem Halter 171 vorstehenden Teil dieser Stange 21 befindet sich ein Außengewinde, auf das ein Federanschlag 23 geschraubt ist. Zwischen den Federanschlag 23 und den Halter 171 wird eine Druckfeder 24 gesetzt, und so wird die in die Stange 21 eingreifende erste Klemmplatte 71 durch die Druckkraft dieser Druckfeder 24 in Richtung zur Berührung mit der zweiten Klemmplatte 72 (Pfeilrichtung C in der Zeichnung) gedrückt. Ein mit einer Kolbenstange 20a des ersten Luftzylinders 20 verbundenes Stangendruckglied 25 stößt gegen die Spitze der Stange 21 oder nähert sich ihr, sobald sich die erste Klemmplatte 71 und die zweite Klemmplatte 72 berühren wenn die Kolbenstange 20a zurückfährt. Der erste Luftzylinder 20 ist an der Stelle eingebaut, an der das Stangendruckglied 25 gegen die Stange 21 drückt, durch Ausfahren der Kolbenstange 20a gegen die Druckkraft der Druckfeder 24.
  • Dementsprechend kann sich die erste Klemmplatte 71 nach Ausfahren der Kolbenstange 20a des ersten Luftzylinders 20 um die Schraube 106 drehen und sich aus dem L-förmigen Winkel der zweiten Klemmplatte 72 lösen, wodurch sich auf dem Arbeitstisch 1 eine Einführöffnung H ausgebildet, wobei die zweite Klemmplatte 72 ein Teil des Randes der Öffnung ist, wie in Fig. 6C gezeigt wird.
  • Infolgedessen bilden der erste Luftzylinder 20, die Stange 21, das Einrastglied 22, der Federanschlag 23, die Druckfeder 24 und das Stangendruckglied 25 einen ersten Antriebsmechanismus 19 zum Antreiben der ersten Klemmplatte 71.
  • In der Folge wird die zweite Klemmplatte 72 von einem im unteren Teil des Arbeitstischs 1 als Antriebsquelle eingebauten zweiten Luftzylinder 27 angetrieben.
  • Um den Mechanismus in Einzelheiten zu beschreiben: Die Spitze eines Schwinghebels 28 zur Übertragung der Wirkung des zweiten Luftzylinders 27 stößt gegen den einstückig auf der zweiten Klemmplatte 72 ausgebildeten Arm 72a. Dieser Schwinghebel 28 ist L-förmig, und seine Ecke 28a ist schwenkbar angelenkt, und ein aus einer Seite der Ecke vorstehendes oberes Ende 28d stößt gegen den Arm 72a, wie oben beschrieben und in Fig. 3 gezeigt wird. Weiterhin ist an der Spitze einer seitlich aus der Ecke 28a des Schwinghebels 28 vorstehenden Seite ein Stangenanschlag 28b ausgebildet, der gegen eine Kolbenstange 27a stößt, die in vertikaler Richtung des zweiten Luftzylinders ausfährt oder zurückfährt. Wenn daher die Kolbenstange 27a des zweiten Luftzylinders 27 ausfährt, um den Stangenanschlag 28b nach oben zu drücken, schwingt der Schwinghebel 28 um die Ecke 28a und seine gegen den Arm 72a stoßende Spitze drückt den Arm 72 gegen die Schubkraft der Torsionsfeder 118. Wenn nun der Arm 72a auf diese Weise gedrückt wird, wird die zweite Klemmplatte 72, die einstückig auf dem Arm 72a ausgebildet ist, um die Schraube 106 so gedreht, daß sie aus der Aussparung 6 gleitet. Wenn jetzt die Kolbenstange 27a des zweiten Luftzylinders 27 einfährt, kehrt die Spitze 28d des Schwinghebels 28 in ihre Anfangsposition zurück und der Arm 72a wird daher von der Torsionsfeder 118 so gedrückt, daß er sich in die Position zurückdreht, in der die zweite Klemmplatte 72 gegen die Kehlplatte 2 auf der Nähachse X stößt.
  • Wie oben beschrieben, bilden der zweite Luftzylinder 27 und der Schwinghebel 28 einen Antriebsmechanismus 26 zum Antreiben der zweiten Klemmplatte 72.
  • Bezugsziffer 8a ist ein Quetschfuß zum Einklemmen des Stoffs, der ein Arbeitsstück ist, auf der Kehlplatte 2, und dieser Quetschfuß 8a ist an der Spitze eines frei auf der Rückseite des Hauptkörpers M der Nähmaschine schwingend angelenkten Quetschschlittens 8b montiert, wobei der Quetschschlitten 8b durch Aktivierung des Luftzylinders 8c in Schwingung gebracht wird, so daß sich der Quetschfuß 8a vertikal zwischen der Stoffeinklemmposition und der Stofffreigabeposition bewegt.
  • Ferner ist eine Stofführung 9 parallel zur Nähachse X in einem bestimmten Abstand zur Nähachse X vorgesehen, die sich hinter der Zunge 5 aus der Arbeitsfläche 1a erhebt, wie in Fig. 2 gezeigt wird.
  • Auf der Rückseite der Führungsfläche dieser Stofführung ist eine Kettfaden-Schneideeinheit 10 angebracht. Diese Kettfaden-Schneideeinheit 10 weist einen Ansaugkanal auf, dessen Innenwand teilweise von der Rückseite der Stofführung 9 gebildet wird, und eine Ansaugöffnung 11a dieses Ansaugkanals 11 ist auf der Stofführung in der Nähe des rückwärtigen Endes der Kehlplatte 2 gebohrt, wobei ein erstes Schneidwerk 12 in der Nähe der Ansaugöffnung 11a installiert ist.
  • Der Ansaugkanal 11 ist mit einer (nicht dargestellten) Luftansaugquelle verbunden und ist so ausgelegt, daß der im Abschluß an den Stoff ausgebildete Kettfaden durch Einschalten dieser Luftansaugquelle in die Ansaugöffnung 11a eingesaugt wird. Dieser Ansaugkanal 11 ist ein Luftkanal, der parallel zur Nähachse X dieser Nähmaschine verläuft und an seinem Endpunkt eine Ansaugöffnung 11a aufweist, deren Öffnung in Richtung zur Überkreuzung mit der Nähachse X gewandt ist. Der Ansaugkanal hat darüberhinaus auf halber Strecke des Kanals ein Gebläserohr 13 mit kleinem Durchmesser zur Druckförderung der Luft in Richtung der Ansaugöffnung 11a.
  • Das erste Schneidwerk 12 besteht aus einer festen Klinge 12a, deren Schneide am unteren rückwärtigen Ende der Ansaugöffnung 11a befestigt ist, und einer beweglichen Klinge 12b, die schwenkbar beweglich außerhalb des Ansaugkanals 11 angelenkt ist und von der oberen Fläche des Ansaugkanals 11 in den Ansaugkanal eingeführt wird, wobei die bewegliche Klinge 12b so konstruiert ist, daß ihre Schneide die Schneide der festen Klinge 12a kreuzt, angetrieben durch ein mit der Spindel der Nähmaschine verbundenes Glied. Wenn also das Ende des Stoffs, an dem ein Kettfaden im Anschluß an die Säume gebildet wird, zur Rückseite bewegt wird, so daß der Kettfaden das Schneidwerk 12 kreuzt, wird der Kettfaden unter maschinenseitigem Belassen einer bestimmten Länge abgeschnitten. Hier muß der Antrieb der beweglichen Klinge 12b auch nicht immer mit dem Antrieb der Nähmaschine gekoppelt sein, und es ist z.B. auch möglich, die Anzahl der Stiche zu zählen, nachdem das Stoffende die Nadeleinstichstelle 4 passiert hat, und nach Anhalten der Nähmaschine nach Erreichen einer bestimmten Stichzahl die Klinge durch eine Magnetspule oder andere Mittel zu betätigen, oder es ist auch die Betätigung der beweglichen Klinge 12b durch Pedalantrieb möglich, sobald der Bediener die bestimmte Länge des gebildeten Kettfadens feststellt.
  • Wie in Fig. 5 gezeigt wird, ist ein Schlitz 14 parallel zur Nähachse X in die Arbeitsfläche 1a gebohrt, der schräg vor der Ansaugöffnung 11a und schräg hinter der Klemmplatte 7 liegt, und auch auf der gegenüberliegenden Seite der Zunge 5 mit Bezug zur Nähachse X, und aus dem Schlitz 14 ragt eine Düse 15a des mit der (nicht dargestellten) Luftzufuhrquelle verbundenen Gebläserohrs 15. Diese Düse 15a ist durch rechtwinkliges Biegen des Gebläserohrs, dessen Rand verschlossen ist, und durch Anbringen eines Ausblasschlitzes 15aa gebildet, der im rechten Winkel zur axialen Richtung der Röhre verläuft und sich gegen die Seite der Zunge 5 in der peripheren Wand dieser gebogenen Spitze öffnet. Die aus dem auf diese Weise geformten Ausblasschlitz 15aa geblasene Luft wird vom Ende der Düse 15a entlang der Arbeitsfläche 1a zum anderen Ende geblasen, und wird somit, wie durch Pfeil E3 in Fig. 3 dargestellt wird, schräg nach vorne, d.h. gegen die Seite der Klemmplatte 7 gerichtet.
  • Bezugsziffer 16 ist ein Gebläse, versehen an seiner Spitze mit einer Düse 16a, die aus einem Ausblasschlitz besteht, wobei das Gebläserohr 16 auf dem Hauptkörper M der Nähmaschine gehaltert wird, so daß die Luft gegen die bei Antrieb der ersten Klemmplatte 71 gebildeten Ansaugöffnung H geblasen wird.
  • Zwischen der Zunge 5 und der Klemmplatte 7 ist ein zweites Schneidwerk 30 angeordnet, das aus einer festen Klinge 30a und einer beweglichen Klinge 30b mit parallel zur Nähachse X laufenden Schneiden besteht. Dieses zweite Schneidwerk 30 befindet sich in dem Bereich zwischen dem Feld, in dem sich die die erste Klemmplatte 71 berührende Seite 72d der zweiten Klemmplatte 72 in Normalzeit bewegt, wenn die zweite Klemmplatte 72 von dem zweiten Antriebsmechanismus 26 angetrieben wird, und einem Verbindungsteil des Kettfadens mit der Nähmaschine. Die bewegliche Klinge 30b kreuzt unterdessen die feste Klinge 30a durch synchrones Schwingen mit dem Antrieb der Nähmaschine.
  • Bezugsziffer 31 ist ein Stoffühler, der feststellt, ob Stoff vorhanden ist oder fehlt.
  • Der Betriebsablauf der obigen Kettfaden-Einnähvorrichtung wird nachfolgend beschrieben.
  • Zunächst bildet die Overlockmaschine die Säume S am Rand des Stoffs N und erzeugt einen Kettfaden Ch, der durch zweifaches Verdrehen des Fadens auf der Zunge 5 mit dem Endpunkt des Stoffs N verbunden ist, wie in Fig. 6A dargestellt ist.
  • Dieser Kettfaden Ch wird vom Stoff N unter Belassen einer bestimmten Mindestlänge maschinenseits abgeschnitten, wenn der Bediener das Ende des Stoffes N derart bewegt, daß er das Schneidwerk 12 kreuzt, wie in Fig. 6A dargestellt ist. Bei Antrieb der Nähmaschine ist die mit dem Ansaugkanal 11 verbundene Luftzufuhrquelle aktiv, und die Luft wird in Pfeilrichtung E1 in Fig. 6A in den Ansaugkanal gesaugt. Der mit den Säumen auf dem Stoff N verbundene Kettfaden wird automatisch fortlaufend in die Ansaugöffnung 11a gesaugt. Infolgedessen wird der Kettfaden unter annäherndem Belassen einer bestimmten Länge maschinenseits vom Stoff N abgeschnitten, wenn das Ende des Stoffes N hinter die Ansaugöffnung 11a bewegt wird, so daß der Kettfaden Ch das erste Schneidwerk 12 kreuzt, wie in Fig. 6A gezeigt wird. Durch Abschneiden auf diese Art wird das freie Ende des maschinenseits belassenen Kettfadens Ch in den Ansaugkanal 11 gesaugt, wobei es die Vorderseite der Ansaugöffnung 11a passiert, wo sich die feste Klinge 12a und die bewegliche Klinge 12b des ersten Schneidwerks 12 nicht kreuzen, und durch die Saugkraft wird der Kettfaden gestreckt, und sein überwiegender Teil, der sich um die Zunge 5 gewickelt hat, wird unter Belassen des unteren Endteils Ch&sub0; aus der Zunge 5 herausgezogen. Der untere Endteil Ch&sub0; bleibt dann um das Stufenteil 5b der Zunge 5 rückwärts gewickelt.
  • In dem Zustand, in dem das so abgeschnittene freie Ende des Kettfadens Ch in den Ansaugkanal 11 gesaugt wird, wird der Antrieb der Nähmaschine angehalten und der Quetschfuß 8a durch Treten des (nicht dargestellten) Pedals der Nähmaschine angehoben.
  • Dann wird der Betrieb der mit dem Ansaugkanal 11 verbundenen Luftansaugquelle angehalten und aus dem Gebläserohr 13 strömt Druckluft. Die Druckluft aus dem Gebläserohr 13 strömt in Richtung der Ansaugöffnung 11a in Pfeilrichtung E2 in Fig. 6B, doch die aus der gegen den Ansaugkanal 11 geöffneten Ansaugöffnung 11a ausgestoßene Luft strömt schräg nach vorne, weil der Ansaugkanal 11 parallel zur Nähachse X liegt. Dementsprechend wird der maschinenseits belassene und in die Ansaugöffnung 11a eingesaugte Kettfaden zur Vorderseite des Luftauslaßschlitzes 15aa geblasen, der schräg vor der Ansaugöffnung 11a liegt, wie in Fig. 6B dargestellt ist. Hier dient die aus dem Gebläserohr 13 strömende Druckluft nur dazu, das freie Ende des in der Ansaugöffnung verbleibenden Kettfadens Ch aus der Ansaugöffnung 11a auszustoßen, sie wird daher nur in kleiner Menge und nur kurzfristig benötigt. Auch hat die Druckluft aus dem Gebläserohr 13 keine Auswirkungen auf den Bediener.
  • Sobald der Kettfaden Ch aus der Ansaugöffnung 11 ausgestoßen und der Druckluftstrom aus dem Gebläserohr 13 angehalten ist, wird die Luft in der Folge aus der Düse 15a des Gebläserohrs 15 ausgeblasen, gleichzeitig wird die Kolbenstange 20a durch Aktivierung des ersten Luftzylinders 20 ausgefahren, und weiter wird auch Luft aus der Düse 16a des Gebläserohrs 16 geblasen.
  • Da die aus der Düse 15a des Gebläserohrs 15 strömende Luft die vorhandene Luft, wie oben beschrieben, gegen die Klemmplatte 7 entlang der Arbeitsfläche 1a drückt, wird das freie Ende des durch das Gebläserohr 13 zur Vorderseite der Düse 15a ausgestoßenen Kettfadens Ch wiederum durch die aus der Düse 15a strömende Luft zur Klemmplatte 7 bewegt. Die aus der Düse 15a dieses Gebläserohrs 15 strömende Luft wird von der bezüglich der Nähachse X gegenüberliegenden Seite der Zunge 5 schräg nach vorne geblasen (in der Zeichnung von der linken Seite der Nähachse X zur rechten Seite), weshalb sie nicht auf den Bediener trifft, der bei der Arbeit normalerweise links der Nähachse X sitzt.
  • Gleichzeitig dreht sich die erste Klemmplatte 71 mit dem Ausfahren der Kolbenstange 20a um die Schraube 106, so daß die Einführöffnung H auf der Bedienerseite der Nadeleinstichstelle geöffnet wird. Das freie Ende des Kettfadens Ch wird sodann durch die aus der Düse 16a nach unten geblasene Luft in die Einführöffnung H geblasen, wie in Fig. 6C dargestellt ist. Jetzt wickelt sich der untere Endteil Ch0 des Kettfadens Ch hinter dem auf der gegenüberliegenden Seite 5a der Zunge 5 um das ausgesparte Stufenteil 5b, welches, wie oben beschrieben, parallel zur Nähachse X liegt, daher greift der Kettfaden Ch während der Bewegung in das Stufenteil 5b, und der untere Endteil Ch0 bewegt sich nicht zur Position der Nadeleinstichstelle 4, obwohl er zur Bedienerseite der Nadeleinstichstelle 4 gezogen wird.
  • Wenn der Kettfaden Ch auf diese Weise in die Einführöffnung H geblasen wird, wird der Antrieb der ersten Klemmplatte 71 zum Zurückziehen der Kolbenstange 20a angehalten, so daß sich die Einführöffnung H schließt und der Kettfaden Ch somit zwischen der ersten Klemmplatte 71 und der zweiten Klemmplatte 72 eingeklemmt wird. Jetzt ist die zweite Klemmplatte 72 L-förmig entlang der Unterseite und einer Seite auf der Vorderseite der Aussparung 6 auf der Arbeitsfläche 1a geformt, so daß die erste Klemmplatte 71 in die L-förmige Ecke paßt und der Klemmpunkt P (s. Fig. 6D) des Kettfadens Ch durch die erste Klemmplatte 71 und die zweite Klemmplatte 72 dadurch genau festgelegt ist, und die Linie, die den Klemmpunkt P mit dem den entstehenden Kettfaden Ch bildenden Teil verbindet, befindet sich stets in einer stabilen Position. Dementsprechend kreuzt der am Klemmpunkt P eingeklemmte Kettfaden Ch durch Drehen der zweiten Klemmplatte 72 das Schneidwerk stets in einer bestimmten Position und wird ohne Abweichung genau abgeschnitten. Inzwischen wird der Kettfaden Ch, wie in Fig. 6D dargestellt ist, durch Einstellen einer längeren Luftausblaszeit aus der Düse 16a als die Antriebszeit des ersten Luftzylinders 20 straff eingeklemmt, so daß die Luft aus der Düse 16a vom Zeitpunkt des Zurückfahrens der Kolbenstange 20a bis zum Schließen der Einführöffnung H ausgeblasen wird. Der Kettfaden Ch wird auf der Arbeitsfläche 1a fixiert, um in der obigen Art in den nächsten Stoff eingenäht zu werden, doch der untere Endteil Ch&sub0; ist, wie oben beschrieben, vom Stufenteil 5b der Zunge 5 erfaßt, so daß er sich nicht zur Position der Nadeleinstichstelle 4 bewegt, weshalb der Kettfaden Ch auch niemals die Nadeleinstichstelle 4 überkreuzt und dort fixiert wird.
  • Hier kann ein Ansaugrohr mit einer Öffnung unter der Einführöffnung H angeordnet werden, das zusammen mit dem Gebläserohr 16 zur Sicherstellung des straffen Einklemmens des Kettfadens Ch benutzt werden kann.
  • Wenn der Kettfaden Ch wie in der Fig. 6D dargestellten obigen Weise eingeklemmt ist, wird der Quetschfuß 8a auf der Kehl platte 2 in Position zum Zusammendrücken des Stoffes gebracht.
  • Nachdem der (nicht dargestellte) Stoff durch Heben des Quetschfußes 8a in Lösstellung mittels Bedienung des Pedals zum Heben des Quetschfußes der Nähmaschine eingeschoben wurde, wird der Stoff mittels Senken des Quetschfußes 8a zwischen dem Quetschfuß 8a und der Kehlplatte 2 eingeklemmt, und die Nähmaschine wird in diesem Stadium zur Bildung von Säumen am Stoffrand angetrieben. Da der Kettfaden Ch in einer bestimmten Position ohne Überkreuzung der Nadeleinstichstelle 4 fixiert wird, wird er bei diesem Schritt zwischen die Säume und den Stoff ohne Überkreuzen der Nadeleinstichstelle der Nähmaschine eingenäht. Übrigens, weil die oberen Flächen der ersten Klemmplatte 71 und der zweiten Klemmplatte 72 einen Teil der Arbeitsfläche bilden, behindern diese Klemmplatten nicht die Stoffzufuhr von der Bedienerseite der Nähmaschine auf die Kehlplatte.
  • Die Auf- und Ab-Bewegung des Quetschfußes 8a kann durch Feststellen des Vorhandenseins oder Fehlens des Stoffes durch den Stoffsensor 31 und Steuerung des Luftzylinders 8c durch dieses Signal durchgeführt werden.
  • Um die Säume zu nähen wird jetzt, sobald die vordere Stoffkante die Nadeleinstichstelle 4 erreicht hat, noch einige Stiche weitergenäht und dann der erste Luftzylinder 20 zum Ausfahren der Kolbenstange 20a wieder aktiviert. Anders ausgedrückt, bei Bildung der Säume am oberen Stoffende und zu Beginn des Einnähens des freien Endes des Kettfadens Ch in die Säume wird die erste Klemmplatte 71 zum Lösen des eingeklemmten Kettfadens Ch, wie in Fig. 6E dargestellt ist, gegen die Einführöffnung bewegt. Bei Lösen des Klemmens auf diese Weise wird der Kettfaden ohne Dehnen des oberen Stoffrandes in die Säume eingenäht, wodurch ein Einrollen des Stoffendes verhindert wird. Die Anzahl der Stiche, nachdem die Stoffkante die Nadeleinstichstelle 4 erreicht hat, bis zum Lösen des eingeklemmten Kettfadens muß entsprechend der Stoffqualität festgelegt werden, z.B. müssen in einen harten Stoff relativ viele Stiche genäht werden, aber in einem zarten Gewebe, wie Spitze, können ein oder zwei Stiche ausreichend sein.
  • Wenn nach dem Antrieb der Nähmaschine zur Bildung der Säume eine bestimmte Zeit verstrichen ist, wird der erste Luftzylinder 27 unter Halten der ersten Klemmplatte 71 in Öffnungsstellung der Einführöffnung H angetrieben, so daß die Kolbenstange 27a des zweiten Luftzylinders 27 ausgefahren wird. Diese Kolbenstange 27a drückt den Stangenanschlag 28b eines Schwungarms 28 nach oben, wobei durch den Druck nach oben der Schwungarm 28 um seine Ecke 28a schwingt. Durch diese Schwingung drückt die obere Spitze 28d des Schwungarms 28 den einstückig auf der zweiten Klemmplatte 72 ausgebildeten Arm 72a gegen die Schubkraft der Torsionsfeder 118, die die zweite Klemmplatte 72 zur Berührung mit der Kehlplatte 2 drückt. Hierdurch dreht sich die zweite Klemmplatte 72 um die Schraube 106 gegen die an der Öffnungsstellung der Einführöffnung befindliche erste Klemmplatte 71, und gleichzeitig wird der Kettfaden Ch durch den Kontakt der Fläche 72d mit der ersten Klemmplatte 71 zur ersten Klemmplatte 71 gedrückt. In diesem Fall bewegt sich der Kettfaden Ch nie zur Position der Nadeleinstichstelle 4, da sein unterer Endteil Ch&sub0; in das Stufenteil 5b der Zunge 5 eingreift.
  • Der Kettfaden Ch kreuzt das zweite Schneidwerk 30 und wird zwischen die feste Klinge 30a und die bewegliche Klinge 30b geführt, bevor die zweite Klemmplatte 72, die den Kettfaden auf diese Weise wegdrückt, die erste Klemmplatte 71 in Offenstellung der Einführöffnung berührt, wie in Fig. 6F dargestellt ist, oder sich diese zweite Klemmplatte 72 nach dem Kontakt mit der ersten Klemmplatte 71 während des Stoßens weiter dreht. Da die bewegliche Klinge 30b synchron mit dem Antrieb der Nähmaschine angetrieben wird, wird der Kettfaden Ch sodann unter Belassen des in die Stoffsäume einzunähenden Teils abgeschnitten.
  • Wie aus der obigen Ausführung hervorgeht, ist die Länge des in die Stoffsäume eingenähten Kettfadens abhängig vom Zeitpunkt zum Antrieb der zweiten Klemmplatte 72. Anders ausgedrückt, die Länge des in den Stoff einzunähenden Kettfadens kann durch Verändern des Zeitraums vom Beginn des Bildens der Säume am Stoffrand bis zum Start der Aktivierung des zweiten Luftzylinders 27 eingestellt werden.
  • In der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform sind die erste Klemmplatte 71 und die zweite Klemmplatte 72 zum Rotieren um die Schraube 106 als Rotationsachse konstruiert, aber durch Gebrauch der sich linear in Richtung auf das Kreuzen mit der Nähachse X der Overlock-Nähmaschine bewegenden Klemmplatten wie die erste Klemmplatte 171 und die zweite Klemmplatte 172 gemäß Fig. 7, ist es möglich, das vollständig gleiche Verfahren wie bei der ersten Klemmplatte 71 und der zweiten Klemmplatte 72 auszuführen.
  • Die Mittel zum Einführen in die Einführöffnung des zur Bedienerseite der Nadeleinstichstelle bewegten Kettfadens betreffend, wird in der obigen Ausführung der Kettfaden mittels Ausblasen der Luft von der oberen Seite der Einführöffnung in die Einführöffnung eingeführt, es ist stattdessen aber auch möglich, den Kettfaden mittels Ansaugen der Luft von der unteren Seite der Einführöffnung in die Einführöffnung einzuführen, und es sind auch beide Mittel gleichzeitig möglich.
  • Es ist möglich, das Gebläserohr 15 wie oben beschrieben oder auch anders zu konstruieren, oder das mit dem Luftausblasschlitz ausgestattete Gebläserohr schräg vor der Einführöffnung und schräg hinter der Einführöffnung vertikal so zu bewegen, daß der Luftausblasschlitz in der Arbeitsoberfläche verborgen wird, wenn er nicht benötigt wird. Wenn der Luftausblasschlitz seitlich breit ausgebildet ist, wie in der Zeichnung dargestellt wird, ist es weiterhin möglich, die Luft in einem breit gestreuten Strom entlang der Arbeitsoberfläche auszublasen, wodurch ein sicheres Wegblasen des zur Vorderseite des Luftausblasschlitzes bewegten Kettfadens möglich ist, auch wenn er von Mal zu Mal von der Idealposition abweicht. Als Luftausblasschlitz kann aber auch eine runde Ausblasöffnung wie z.B. eine einfache Düse oder eine vertikal angeordnete Vielzahl runder Düsen von kleinem Durchmesser verwendet werden. Doch in diesem Fall ist es notwendig, den Luftausblasschlitz an sich so anzuordnen, daß er der Kettfaden-Klemmseite gegenüber liegt.

Claims (7)

1. Eine Kettfaden-Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine, zum Abschneiden des Kettfadens durch Bewegen eines maschinenseits belassenen freien Endes des Kettfadens mittels Luftdruck (E&sub2;) zur Bedienerseite der Nadeleinstichstelle (4), und zum Einnähen des auf diese Weise bewegten Kettfadens in die auf einem nächsten Stoffstück gebildeten Säume, wobei die Kettfaden-Einnähvorrichtung umfaßt:
- Kettfaden-Einführmittel (15a; 15aa; E&sub3;; 16) zum Einführen des freien Endes des Kettfadens (Ch) durch Luft in eine Einführöffnung (H);
ein Schneidwerk (30), so angeordnet, daß seine feste Klinge (30a) von seiner beweglichen Klinge (30b) in dem Bewegungsfeld des Kettfadens gekreuzt wird,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Einnähvorrichtung zum Ansaugen des im Anschluß an den von der Overlockmaschine an einem Stoffrand (N) ausgebildeten Saum (S) gebildeten Kettfadens (Ch) in eine Ansaugöffnung (11a) einer Ansaugvorrichtung (11, E&sub1;), die an einer Rückseite einer Nadeleinstichstelle (4) montiert ist, und zum Abschneiden des Kettfadens in der Einführöffnung (11a) konstruiert ist;
- daß die Einnähvorrichtung eine erste Klemmplatte (71) enthält, die Teil einer Arbeitsfläche (1a) der Nähmaschine auf der Bedienerseite der Nadeleinstichstelle (4) ist und so bewegt werden kann, daß eine Einführöffnung (H) geöffnet wird, in die das von der Ansaugöffnung (11a) bewegte freie Ende des Kettfadens auf der Arbeitsfläche (1a) eingeführt werden kann;
- daß die Einnähvorrichtung eine zweite Klemmplatte (72) enthält, die die erste Klemmplatte (71) berührt, wenn die Einführöffnung (H) nicht offen ist, oder einen Teil des Öffnungsrandes der Einführöffnung bildet, wenn die Einführöffnung offen ist, und die sich ferner, während sich die Einführöffnung öffnet, in Richtung der ersten Klemmplatte (71) zu bewegen kann und die, gleichzeitig mit ihren Bewegungen in Richtung auf die erste Klemmplatte zu, das freie Ende des Kettfadens (Ch&sub0;) in Richtung auf die erste Klemmplatte zu bewegen kann, und
- daß die Bewegung des Schneidwerks (30) durch die Bewegung der zweiten Klemmplatte zur ersten Klemmplatte bewirkt wird.
2. Eine Kettfaden-Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- daß ein Gebläserohr (13) mit einer Ansaugvorrichtung (11) verbunden ist und ein Luftausblasschlitz (15aa) auf dem Arbeitstisch (1) schräg vor der Ansaugöffnung (11a) und schräg hinter der Einführöffnung (H) angeordnet ist, so daß das freie Ende des Kettfadens (Ch&sub0;) von der Ansaugöffnung (11a) zur Bedienerseite der Nadeleinstichstelle (4) durch Ausblasen des freien Endes des Kettfadens aus der Ansaugöffnung (11a) mittels der durch das Gebläserohr (13) zugeführten Luft und Bewegen des freien Endes des Kettfadens (Ch&sub0;) zur Einführöffnung (H) mittels der aus dem Luftausblasschlitz (15aa) geblasenen Luft bewegt werden kann.
3. Eine Kettfaden-Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
- daß sich die erste Klemmplatte (71) und die zweite Klemmplatte (72) linear in Richtung zum Kreuzen mit der Nähachse (X) der Nähmaschine bewegen.
4. Eine Kettfaden-Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
- daß die erste Klemmplatte (71) und die zweite Klemmplatte (72) um eine Rotationsachse (106) drehend drehbar montiert sind.
5. Eine Kettfaden-Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine gemäß Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Säume gebildet werden durch Drehen der Fäden auf einer einstückig auf einer Kehlplatte (2) der Nähmaschine ausgebildeten Zunge (5), die einer Seitenfläche der Kehlplatte gegenüberliegt und einen sich von der Nadeleinstichstelle (4) nach rückwärts erstreckenden Schlitz (201) beidseitig einschließt;
und daß die Zunge mit einem Stufenteil (5b) zum Ergreifen des unteren Endes des Kettfadens an seinem rückwärtigen Ende und auf der gegenüberliegenden Seite (5a) zur Seitenfläche (2a) der Kehlplatte (2) versehen ist.
6. Eine Kettfaden-Einnähvorrichtung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
- daß das Kettfaden-Einführmittel zum Einführen des freien Endes des Kettfadens (Ch&sub0;) in die Einführöffnung (H) mittels Ausblasen der Luft aus einer oberen Seite der Arbeitsfläche (1a) der Nähmaschine gegen diese Einführöffnung konstruiert ist.
7. Eine Kettfaden-Einnähvorrichtung einer Overlockmaschine gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
- daß das Kettfaden-Einführmittel zum Einführen des freien Endes des Kettfadens (Ch&sub0;) in die Einführöffnung (H) mittels Ansaugen der Luft von einer unteren Seite der Arbeitsfläche (1a) der Nähmaschine konstruiert ist.
DE8888121577T 1987-12-28 1988-12-23 Kettenfaden-naehvorrichtung. Expired - Lifetime DE3879656T2 (de)

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