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Elektrische Uhrenanlage mit mehreren Nebenuhrgruppen. Die Erfindung
bezieht sich auf elektrische Uhrenanlagen, deren Uhren durch Stromimpulsie von kurzer
Dauer entweder eingestellt oder geregelt werden.
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Die Erfindung gestattet es, die Leitungsnetze elektrischer Uhrenanlagen
ganz erheblich wirtschaftlicher auszunutzen. Das Neue (Icr Erfindung liegt
darin, daß unter Verwendung eines Doppelschalters die Einzelleiter wechselweise
und unmittelbar nacheinander mit Stromstößen gleicher oder wechselnder Richtung
beschickt werden. Diese Möglichkeit besteht für alle Arten Uhrenanlagen, deren Nebenuhren
in Parallelschaltung betrieben werden. Es entstehen, z. B. durch die Kupplung von
drei Einzelleitern drei Stromkreise, deren Kont#aktschlußzeiten zueinander verschoben
sind, bei vier Einzel-]eitern werden es sechs, bei fünf Leitern zehn, bei sechs
Leitern fünfzehn Phasenstromkreise. An diese Stromkreise können Uhrenstromkreise
gelegt werden, deren Anzahl nur durch die Schaltleistung der Kontaktvorrichtung
und den Spannungsabfall begrenzt ist-Die beiliegende Zeichnung gibt ein beispiels-#vises
Bild eineer nach dem Erfindungsgedan-I ken gekuppelten Anlage mit sympathischen
\Tebenuhren. Die elektrische Kupplung der Hauptleiter 1-4 läßt die sechs Senderstromkreise
1-2, 1-3, 1-4, 2-3, :2-4 und 3-4 entstehen, an welche verschiedene,
mit dein Buchstaben it gekennzeichnete Uhrenstromkreise gelegt sind. Aus zwei bestimmten
Leitungen zweier beliebiger Uhrenstromkreise kann ferner durch eine sekundäre Kupplung
ein neuer dritter Stromkreis derartig gebildet werden, daß die Einzelleiter (ler
beiden Stromkreise für den dritten neuen Stromkreis frei von der Last ihrer im eigenen
Stromkreise liegenden Nebenuhren benutzbar sind. Dies tritt ein, wenn aus den beiden
Stromkreisen je ein solcher Leiter für den dritten neuen Stromkreis gewählt
wird, daß beide zusammen einem anderen. Sünderstromkreise angehören als die Uhrenstromkreise,
denen sie selbst zugeordnet sind. So ist der sekundär gekuppelte Stromkreis 1'-2'
der Ab-
bildung an die Leitungen i und :2 der Uhrenstromkreise it 1-4 und
11 2-3 gelegt. Das Zeitinoment seines Kontaktschlusses fällt also weder mit
der Phase 1-4 noch mit 2-3,
sondern mit demjenigen von 1-:2 zusammen,
und
die beiden Leitungen i und 2 dienen als unbelastete Speiseleiter. k' In gleicher
Weise sind die Leitungen 3 und 4 der Stromkreise it 1 -4 und lf :2-3 für
den Stromkreis 3'-4' verwendet worden. Diese mehrfache Ausnutzlin- der Leituncren
#,tattet mithin entweder eine große Dichte der Nebenuhren iiii Netz oder die 'Verwendung
-eringer LeitungSquerschnitte, oder auch einc erhebliche Ausdehnung des Netzes gegenüber
dem bisher Erreichten.
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In der beispielsweisen Darstellung einer für die Leitungskupplung
verwen(lbaren Kontakteinrichtung sollen (lie uni den Punkt iii bzw. m' drehbareii
Kontaktgeber g, h bzw. g', Y zwangläufig gekuppelt
sein. Ist der Kontakt für den Stromwechselbetrieb bestimmt, so tritt in bekannter
Weise durch eine Drehung der Kontaktgeber um i8o' ein Polwechsel an ihren voneinader
isolierten Hälften g. h sowie g', h' ein, wie es die
Abbil-(Ii-iii<x der Schallung nach andeutet, während bei der Verwen(lung (les
in einer Richtung fließenden Gleichstronies, beispielsweise für den Betrieb s\-iiclir#-)nisierter
,#el)entihreii. eine Teilung der Kontakt geber in zwei isolierte Hälften iiiini3tig
und die Batterie mit je einem Pol an die Mitte der Kontaktgeber C'elegt wird. Die
Umfangsgeschwindigkeit Z, el, der Kolitaktgeber ist so gewählt, (laß sie,
der Schaltkonstante (ler -Nebeinihren cntsprechend, mit jedem der Kontaktstücke
a bis f
bzw. a,' bis f' lange .#e g inig , Kontakt behalten.
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Die Anzahl der erforderlichen K-ontaktstücke (1 bis
f' entspricht der doppelten Stimme der zu bildenden Senderstronikreise. Der
Anschluß der Kontaktstücke a bis f' all die Hauptleiter stellt in Abhälig
igk-eit zu der Wahl der Folge der entstehenden Stromkreise, er kann (Iaher verschieden
ausgeführt sein. In dein Zeichnungsbeispiel ist die Schaltung so getroffen, (laß
die Folge der sechs Senderstromkreise (ler Ordnung der Zahlenreille 1-4 folgt, da
die Stromkreise in der Reihenfolge 1-2, 1-3, 1-4, 2-3, 2-4, 3-4 Strornschluß
erhalten. jede- andere noch mögliche Reihenfolge der Kontaktschlüsse bedingt wohl
eine andere Verbindung der Kontaktstücke iiiit den Hauptleitern, sie ist aber -auf
das Wesen des Erfindungsge - dankens ebenso ohne Einfluß, wie für (len Betrieb
der Uhren bedeutungslos. Tritt null Kontaktschluß zwischen - und a und <,leichzeitig
zwischen g' und a.' ein, so fließt der Strom vom +-Pol der Batterie über
g, a, i, u 1-:2 und gleichzeitig über den sekundaren Stromkreis
1'-2', dann weiter über 2, a'
v#I'd g' zum --Pol. Till iiächsteii -Moment
wer(-len die Kontaktstücke b und b' von den Kontaktgebern g und
g' berührt, wodurch der Phaselistromkreis 1-3 Strom erhält. In dieser
Weise werden nacheinander alle Senderstromkreise samt ihren Uillrenstramkreisen
versorgt.
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Es ist ohne weiteres möglich, die Stromkreise 1-2 und 3-4 gleichzeit-
mit Strom züi beschickeil, (la ihre Leitungen ohne Verbin-(lung und Kupplung miteinander
sind. Dasselbe gilt für (-lie Kombinationen 1-3 Und, 2-4 sowie für j.-4#
und 2-,-,. Dadurch entstellt der Vorteil, daß die sechs Seivlerstroinkreise der
#,ier Hauptleiter nebst ihren Uhrenstroillkieisen in drei Zeitphasen, anstatt in
deren sech s, mit Strom versorg 't werden.
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Die Kontaktvorrichtung kann sehr vielseitig ausgebildet sein, ohne
laß dadurch clas Wesen (ler Erfindtiii- -esthrt wird. So kann beispielsweise anstatt
einer Zugstangenkup -
1 p lung der beiden Stroingeber, deren Anordnung
auf einer gemeinsamen Welle oder Walze vorgesehen sein, ebenso ist die Verwelidung
von mehr als einer Batterie und von mehr als zwei Stromgebern möglich; die beweglichen
Teile können schwingen oder C, kreisen, es ki5nnen Schleif-, Druck- oder Kippkontakte
zur Anwendung kommen, es kann Gleichstrom, Wechselstrom oder peri-O(Iiseli gewendeter
Gleichstrom benutzt werden. Die Kontaktvorrichtung kann voll einer Uhr direkt angetrieben
oder von ihr ausgelöst werden, sie kann für kleine und iür große Stromstärken gebaut
#;ein.