DE3868C - Neuerungen an rotirenden Puddelöfen - Google Patents

Neuerungen an rotirenden Puddelöfen

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DE3868C
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Germany
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SCHNEIDER & CO., Eisen- und Stahlwerke in Creuzot (Frankreich)
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C3/00Manufacture of wrought-iron or wrought-steel

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

1878.
SCHNEIDER & CO. in CREUSOT (Frankreich). Neuerungen an rotirenden Puddelöfen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Juli 1878 ab.
Der Ofen ist aus vier Theilen zusammengesetzt, und zwar:
1. dem Herd,
2. der rotirenden Kammer,
3. der Rauchkammer,
4. dem Motor-System.
i. Der Herd.
Der Herd befindet sich in einem aufrechtstehenden cylindrischen Mantel a, und die Flamme findet durch eine gleichfalls cylindrische weitere Verbindungsröhre b ihren Weg nach der rotirenden Kammer.
In der Verbindung b befindet sich die Feuerbrücke; dieselbe besteht aus einem Wasserreservoir d, welches nach der Seite des Ofens hin mit Eisenoxyd g, nach der Herdseite zu mit Backsteinen bekleidet ist.
Eine seitliche Oefmimg c, Fig. 2, gestattet, die Feuerbrücke zu repariren, ohne den Betrieb einzustellen.
Nach der Ofenseite hin geht der Herd in eine Platte e aus, welche einen Wasserkanal bildet und das Ende der über der Feuerbrücke befindlichen Wölbung/ gegen allzugrofse Hitze schützt.
Diese Wölbung ruht auf Strebepfeilern aus Metall, welche durch Wasser kühl gehalten werden und mit der Feuerbrücke und mit der Tragplatte zusammenhängen.
An der Tragplatte sitzt ein Broncering h mit Wassercirculation, welcher mit einem Stahlring i beschlagen ist. Dieser Stahlring läfst sich leicht erneuern, wenn er durch die Reibung des Endes der rotirenden Kammer abgenutzt ist.
Die Wölbung über der Feuerbrücke ist nach der Ofenseite zu geneigt und mit einem Windloche j versehen, mit Hülfe . dessen die Flamme in ihrer oxydirenden Wirkung unterstützt wird. Der Herd ist auf der entgegengesetzten Seite mit einem zweiten Windloche k versehen.
Die zu der Flamme tretende Luft wird durch eine besondere Leitung n, welche durch ein Ventil ο verschlossen ist, zugeführt und circulirt zuerst zwischen dem Gewölbe / und einem Deckel m, welcher den cylindrischen Mantel a bedeckt.
Die Luft wird durch Gebläse unterhalb des Rostes t eingetrieben. Die Leitung q, welche die Luft zuführt, ist mit einem Ventil r versehen und mündet bei α unterhalb der Feuerbrücke.
Der Aschenraum u ist mit Thüren χ versehen. Die Oeffnungj, Fig. 4, durch welche die Kohle auf den Rost aufgeschüttet wird, ist ganz neuer Anordnung und wir behalten uns das ausschliefsende Recht vor, diese Anordnung bei allen Feuerungen mit Gebläsewind zur Verwendung zu bringen.
Bei solchen Feuerungen tritt häufig der Fall ein, dafs der Druck in dem Verbrennungsraum stärker ist, als aufserhalb, was alsdann ein Zurückschlagen der Flamme oder des Rauches durch die Heizthür zur Folge hat. In diesem Falle wendet man in der Regel keinen Verschlufs an, da die Thüren der Klappen doch niemals so dicht schliefsen, dafs sie ein Zurückschlagen des Rauches verhindern, alzo eine unnöthige Zuthat zu der Anlage bilden würden. Meist begnügt man sich mit einem Trichter, welchen man mit Kohle gefüllt hält, und durch diese entweichen alsdann Rauch und Verbrennungsgase in mehr oder weniger grofser Menge in den Arbeitsraum.
Die Kohlenrutsche dl und der Trichter ζ sind beibehalten, allein letzterer wird durch eine Thür a' aus Gufseisen geschlossen und hinter dieser Thür wird durch einen Kanal, der mit dem Windraum unterhalb des Rostes in Verbindung steht, Gebläseluft eingetrieben.
Da auf diese Weise der Druck in dem Trichter stärker ist, als in dem Feuerraum, so drängt ein Theil der Luft durch die Kohlen-, schicht nach dem Feuer, so dafs niemals Rauch oder Gas durch die Fugen der Thür nach aufsen zu gelangen vermag.
Dieselbe Anordnung ist bei den Schürlöchern/1 getroffen. Der Raum hinter den Verschlufsklappen gl steht durch h^ mit der Gebläseluft in Verbindung, so dafs kein Gas rings um die Klappen herum entweichen kann.
Die ganze Herdconstruction ruht auf einer gufseisernen Fundamentplatte i\ mit welcher der cylindrische Mantel α durch ein Winkeleisen verbunden ist. Auf diese Weise erhält das Ganze einen festen Halt.
Das Kühlwasser nimmt den folgenden Weg: Es fiiefst kalt durch das Rohr j'\ Fig. 5, zu und tritt bei k' in die Feuerbrücke ein, um
bei /* wieder auszutreten. Alsdann folgt es dem gebogenen Rohre m1, Fig. 2 und 5, und tritt bei η' in den Ring h ein. Bei ο' tritt es wieder aus, tritt alsdann bei / * in die Platte e, Fig. i, ein, bei ql aus derselben heraus, um endlich bei r', Fig. 5, abzufliefsen.
2. Rotirende Kammer.
Die rotirende Kammer ist von einem Doppelmantel j-', in welchem Wasser circulirt, umgeben. Im Innern ist dieselbe mit. Eisenoxyd ausgefüttert.
Eine besondere Anordnung bewerkstelligt die Circulation des Wassers in dem Wassermantel.
Rings um die rotirende Kammer läuft" eine ringförmige Rinne u1, deren Boden durch die dicht bei einander liegenden Löcher ν', Fig. 1 und 7, mit dem Wassermantel correspondirt.
In dieser Rinne liegt ein flacher Ring χ', der sich nicht dreht, sondern fest ist.
Bei der Bewegung der rotirenden Kammer gleitet die Rinne innerhalb der Ringes, welcher diese Rinne vollständig umschliefst. An seinem unteren Ende ist der Ring χ mit einer Oeffnung a 2 versehen, durch welche das Wasser unter einem gewissen Druck einströmt. Das einströmende Wasser tritt bei l>* durch die Löcher ν in den Wassermantel der rotirenden Kammer ein. Am oberen Ende befindet sich eine symmetrische Einrichtung, durch welche dem Wasser der Austritt ermöglicht wird. Hier tritt das Wasser durch die Oeffnungen ν in die Rinne zurück, strömt bei c- in den festen Kragen χ' und fliefst endlich durch das Ueberlaufrohr d2 ab.
Die Abdichtung der Fugen zwischen der Rinne und dem Kragen wird mit Hülfe einer eigenthümlichen Stopfbüchse bewirkt.
Die Rinne, welche der Ring mit nur sehr wenig seitlichem Spielräume an der Innenseite umschliefst, erweitert sich später, so dafs man in die Erweiterung feste Hanfschnüre einlegen kann. Diese Packung wird durch eine Reihe gufseiserner Segmente/-, Fig. 1 und 8, zwischen die Rinne und den Kragen eingezwängt. Jedes Segment wird in der Mitte durch einen Zapfen gehalten und an beiden Enden durch umgebogene Bolzen g2, Fig. 1, festgeklemmt.
Die Segmente bilden daher in ihrer Gesammtheit zwei Ringe 2, einen zu jeder Seite des Ringes χ'. Durch das Festklemmen werden die Segmente dem Mittelpunkt genähert und infolge dessen in ihrem Durchmesser verkleinert.
Vor dem Zusammenkleben sind die Segmente von einander getrennt. Um nun zu verhindern, dafs die Hanffasern in die Zwischenräume eindringen, werden dieselben mit kleinen Fugenleisten i~, Fig. 8, aus dünnem Blech verkleidet.
Die Segmente und die Rinne sind dort, wo sie mit der Packung in Berührung stehen, gezahnt, so dafs diese Packung trotz der Reibung - des festen Ringes in ihrer richtigen Lage bleibt.
Ein anderer nicht unwichtiger Theil der Construction ist die Art und Weise, wie die innere und die äufsere Wand des Wassermantels mit einander verbunden werden.
Die Enden der inneren Wand werden von einem runden Broncestück J2 gebildet, dessen Ränder umgebogen und derart angeordnet sind, dafs sie sich gegen die Platten der äufseren Wand anlegen. Auf diese Weise wird die Fuge i2, welche die äufsere und die innere Wand mit einander verbindet, aufserhalb des Bereiches der Flamme verlegt. Dasselbe Stück ist derart eingerichtet, dafs es einen flachen stählernen Ring /2 hält, der als Reibungskreis dient und gegen einen ähnlichen Ring k3 der Rauchkammer anliegt. Wenn derselbe abgenutzt ist, so kann er leicht erneuert werden.
Wie man sieht, ist die Oeffnung des rotirenden Ofens, welche nach der Feuerstelle hin liegt, enger wie die nach der Rauchkammer hin liegende. Durch diese Verengerung wird das Niveau der Fuge dem Beschickungsbade gegenüber gehoben und diese Fuge selbst erhält eine geringere Ausdehnung. Ferner ist sie von guter Wirkung auf den Gang der Operation, sie steht im Zusammenhang mit der der Feuerbrücke gegebenen Absenkung, sowie der Steigung des über der Feuerbrücke befindlichen Gewölbes.
Die Theilung der Ofenbeschickung in mehrere Luppen ist die charakterische Eigenthümlichkeit vorliegenden Ofens.
Bekanntlich ist die Gröfse der Luppen die Ursache von Schwierigkeiten bei dem mechanischen Puddeln, und man hat sich gewöhnlich für die Luppe auf ein Gewichtsmaximum von 500 kg beschränkt.
Wir bleiben ebenfalls bei diesem Gewichte stehen; allein anstatt nur eine Luppe bei jeder Beschickung zu machen, stellen wir deren zwei her, und da die Menge des hierbei zur \rerwendung kommenden Brennstoffes dadurch nicht merklich wächst, so erzielt man, wenn man mit Beschickungen von 1000 kg, anstatt mit um die Hälfte kleineren arbeitet, eine beträchtliche Ersparnifs an Brennmaterial.
Die Theilung der Beschickung wird dadurch bewirkt, dafs man eine Scheidewand quer durch das Metallbad führt. Diese Scheidewand bildet eine Art Messer, welches die Masse bei jeder Umdrehung des Ofens in zwei Hälften theilt.
Diese Scheidewand besteht aus Rothkupfer oder aus Weichstahlblech, ist hohl und mit Wasser gefüllt; sie steht mit dem Wassermantel in Verbindung.
Ihre Construction kann im übrigen eine verschiedenartige sein; so kann man z. B. die Kreissegmentform, welche wir gewählt haben, durch übereinanderliegende cylindrische Röhren oder durch einen abgeflachten Rohrstutzen ersetzen.
An Stelle eines einzigen Messers kann man auch deren zwei oder drei anwenden und auf diese Weise die Beschickung in drei oder vier Luppen theilen. Wir gedenken nicht, uns nach dieser Richtung hin irgendwie zu beschränken.
3- Bewegliche Rauchkammer.
Die Rauchkammer «2 stellt die Verbindung zwischen dem Ofenraum und dem Schornstein her und läfst sich mit Hülfe des Getriebes u'1 und · der stählernen Zahnstange mit Kolben durch hydraulischen Druck um eine aufserhalb ihres Umfanges liegende Axe drehen. x~ ist der hydraulische Cylinder aus Gufseisen und y2 die Stange, welche die Kolben mit der Zahnstange »2 verbindet.
Die Rauchkammer ist mit einem Wassermantel umgeben, und das Wasser tritt durch ein in der Verlängerung der Drehungaxe der Rauchkammer liegendes Hohlgelenk in die Rauchkammer ein und aus derselben heraus.
' Vor· seinem Eintritte in die Rauchkammer geht das Wasser durch den an der Rauchkammer sitzenden Ring/3. Das Ausströmungsrohr befindet sich an dem oberen Theile des Wassermantels, derart, dafs sich dort weder Luft noch Dampf ansammeln kann.
Die Wassercirculation in der Rauchkammer vollzieht sich folgendermaafsen: Nach seinem Eintritt in das Holzgelenk c3 fiiefst das Wasser durch das Rohr d3 seitlich in den Ring j3, tritt bei P aus diesem Ringe heraus und nimmt seinen Weg durch das Rohr /3, welches nach dem unteren Theile des Wassermantels führt. Von hier fiiefst das Wasser durch g3 h3 nach dem Hohlgelenk nieder, um dort bei P auszutreten.
Die innere Wand ist mit Laschen /2 versehen, um auf diese die Backsteinfütterung aufsetzen zu können.
Eine Schraube f- gestattet, die ganze Rauchkammer auf der Axe, welche durch das Getriebe u- hindurchgeht, zu verschieben, so dafs man die Entfernung der Büchse von dem Ofen reguliren kann. Die Arbeitsthüre a3 besteht aus zwei Theilen; b3 ist ein Beobachtungsloch.
4. Motor.
Der Ofen erhält seine rotirende Bewegung von einer zweicylindrischen Dampfmaschine I3 ohne todten Punkt. Diese Dampfmaschine wirkt durch Rädervorgelege auf ein grofses Zahnrad s3, welches rings um den Ofen läuft und in welches das Getriebe r3 eingreift.
Wir halten es für gut, eine doppelte Transmission mit Ein- und Auslösung q3 anzuordnen, derart, dafs mah die Umdrehungsgeschwindigkeit des Ofens bei gleichem Gange der Maschine gröfser oder kleiner machen kann. Die rotirende Kammer dreht sich mit ihren ringförmigen Schienen u3 auf vier Tragrädern t3 aus Gufseisen mit Stahlbandagen.
Die Lager v3 der Axen dieser Räder sind derart eingerichtet, dafs sie einem Drucke nach der Seite zu widerstehen vermögen. Zu diesem Zwecke sind die Schenkel dieser Axen mit ringförmigen Rippen versehen, mit welchen sie in entsprechenden, in den Lagerschalen angebrachten Rinnen liegen.
x3 ist der seitliche, y3 der vordere Theil der gufseisernen Fundamentplatte; z3, Fig. 3, die gufseisernen Träger der Tragräder t3.

Claims (1)

  1. Patent-AnSpruch:
    Die durch Beschreibung und Zeichnung erläuterte Anordnung des Ofens zur Theihmg der Luppen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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