DE385754C - Einrichtung zur UEbertragung der Schwingungen einer schallerzeugenden Membran auf eine zweite Membran zum Zwecke der Weiterleitung der Schwingungen - Google Patents

Einrichtung zur UEbertragung der Schwingungen einer schallerzeugenden Membran auf eine zweite Membran zum Zwecke der Weiterleitung der Schwingungen

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DE385754C
DE385754C DES55972D DES0055972D DE385754C DE 385754 C DE385754 C DE 385754C DE S55972 D DES55972 D DE S55972D DE S0055972 D DES0055972 D DE S0055972D DE 385754 C DE385754 C DE 385754C
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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    • H04M1/02Constructional features of telephone sets

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  • Telephone Set Structure (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Übertragen der Schwingungen einer schallerzeugenden Membran auf eine zweite Membran zum Zwecke der Weiterleitung der Schwingungen. Die Übertragung der Schwingungsbewegung würde am einfachsten durch ein festes Verbindungsglied zwischen beiden Membranen erreicht werden. Derartige starre Übertragungsmittel lassen sich aber in Wirklichkeit nicht anwenden, weil durch die Anbringung der festen Übertragungseinrichtung zwischen beiden Membranen in diesen Spannungen hervorgerufen werden, die die Empfindlichkeit der Membranen beeinträchtigen. Auch handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung darum, diese Übertragungseinrichtung beispielsweise mit einem Fernhörer beliebiger Bauart zu verbinden, und zwar derart, daß man den Fernhörer auf die Übertragungseinrichtung aufsetzen und wieder abnehmen kann, ohne daß die Membranen in ihrer Stellung und Lage dadurch . beeinflußt werden. Es hat sich nun herausgestellt, daß eine mechanische Übertragung von einer Membran auf die andere dann mög-Hch ist, wenn man das Zwischenglied nachgiebig ausbildet, beispielsweise derart, daß es aus zwei unter leichter Reibung ineinander verschiebbaren Teilen gebildet wird, die unter dem Druck einer Feder sich gegen die Membrauen legen. Es ist dabei zweckmäßig, die ineinander verschiebbaren Teile aus Hartgummi, Bernstein o. dgl. Materialien herzustellen. Man kann dabei das Zwischenglied an der einen Membran befestigen, während es sich gegen die andere Membran unter dem Druck einer Feder legt. Derartige Übertragungseinrichtungen können dann bei Fernhörern, Sprechmaschinen, Relais und Schallverstärkern angewendet werden. Trotz der Nachgiebigkeit des Zwischengliedes muß man die Abmessungen und das Material so wählen, daß man die Schwingungen der einen Membran möglichst ganz ohne Verlust auf die zweite Membran überträgt.
Auf der Zeichnung zeigt
Abb. ι eine Ansicht, teilweise einen Schnitt durch einen Fernhörer und eine Übertragungseinrichtung.
Abb. 2 zeigt die Anordnung der Einrichtung bei einer Sprechmaschine.
Nach Abb. 1 ist die Aufnahmevorrichtung 1 auf einem Sockel 2 angeordnet. Diese Vorrichtung ι ist mit einem Stirnstück 3 versehen, das dazu dient, den Fernhörer 4 aufzunehmen und zu tragen. Das Stirnstück 3 hat eine mittlere Öffnung 5 und außerdem einen vorstehenden Rand 6, der in die Hörmuschel 7 des Fernhörers 4 paßt.
Das Hohlstück 8 ist mit seinem Rand 8a auf der Membran 9 befestigt. Die Öffnung 10 am vorderen Ende des Hohlstückes 8 hat einen kleineren Durchmesser als das Hohlstück, in
S85754
welchem das Führungsstück ii des zylindrischen Zapfens 12 gleitet, dessen Durchmesser derart gewählt ist, daß dieser Teil sich an der Öffnung 10 reibt. Das Ende 13 des Zapfens 12 ist 5 konvex oder von anderer beliebiger Form, um einen guten Kontakt mit der Membran 14 des Fernhörers 4 zu sichern, und zwar in allen Stellungen, welche diese Membran einnehmen kann, wenn sie unter der Wirkung der Magnete 15 des Fernhörers in Schwingungen gerät. Das Führungsstück 11 paßt sich in seinen Ausmaßen der Innenwand des Hohlstückes 8 an. Eine Feder 16, die mit einem Puffer 17 aus Filz oder anderem weichen Stoff verbunden ist, dient dazu, einen leichten federnden Druck auf , das Organ 11, 12 auszuüben, um den Kontakt zwischen dem Kopf 13 und der Membran 14 fortgesetzt aufrechtzuerhalten.
Die Einrichtung arbeitet in der folgenden Weise:
Wenn die Telephonmembran 14 schwingt, so : schwingt das Organ 11 in Übereinstimmung mit derselben und der Zapfen 12 führt in der Öffnung 10 des Hohlzylinders 8 eine hin und ' her gehende Bewegung von bestimmter Größe ' und Frequenz aus. Infolge der zwischen dem Zapfen 12 und den Wänden der öffnung 10 bestehenden Reibung schwingt der Hohlzylinder 8 ebenfalls in entsprechender Weise und bewirkt entsprechende Schwingungen der Membran 9.
Das Hohlstück 8 ist aus Hartgummi, Ebonit oder ähnlichem Material hergestellt. Der Zapfen 12 des Organs 11 ist ebenfalls aus Ebonit gefertigt. Die Verwendung von Bernstein für den Teil 12 und von Ebonit für das Hohlstück 8 ist sehr vorteilhaft wegen der durch Versuche festgestellten hohen Empfindlichkeit für die Übertragung der Schwingungen. Die beschriebene Vorrichtung eignet sich zur Übertragung von Telephongesprächen auf einen Schallverstärker oder auf ein Mikrophon, und zu diesem Zweck hat man für den Fernhörer einen geeigneten Träger vorgesehen, der aus der Gabel oder Konsole 20 besteht, welche mit dem um das Gelenk 22 drehbaren Sprechkopf 21 verbunden ist. Der Neigungswinkel des Fernhörers wird derart gewählt, daß ein Teil seines Gewichtes ausgenutzt wird, um das Andrücken der Hörmuschel 7 gegen das Stirnstück 3 der Aufnahmevorrichtung 1 des Verstärkers zu sichern.
Der gelenkig befestigte Sprechkopf 21 ist dazu bestimmt, mit der Aufnahmevorrichtung zusammenzuarbeiten, wenn man unmittelbar in diese sprechen will. Zu diesem Zweck hat der Sprechkopf ein Mundstück 23, dessen innere öffnung nach der Membran 24 zu gerichtet ist, die ihrerseits nach Entfernen des Fernhörers und Umklappen des Sprechkopfes um das Gelenk 22 sich gegen den Zapfen 12 des Organs legt. Der Körper des Sprechkopfes 25 ist so ausgeführt, daß er sich dem Stück 3 der Aufnahmevorrichtung 1 des Schallverstärkers anpaßt. Wenn man diktiert, werden die Schallwellen auf die Membran 24 auftreffen und durch Vermittlung des Organs 11 in Verbindung mit dem Hohlstück 8 auf die Membran 9 des Mikrophons oder Schallverstärkers übertragen werden.
Abb. 2 stellt die Empfangsvorrichtung (Sprechkopf) 26 einer Diktiermaschine dar. Nach der als Ausführungsbeispiel dargestellten Form ist der Hohlzylinder 27 auf der Membran 28 dieser Vorrichtung befestigt. Der sich hin und her bewegende Stift 29 berührt die Membran 30, die den Grabstichel 32 für die Walze 33 der Diktiermaschine 31 trägt.
Wenn die Membran 28 der Empfangsvorrichtung 26 in Schwingung gerät, schwingt das" 80· Hohlstück 27 mit, und die Schwingungen werden auf das Organ 29 und durch dieses auf die Membran 30 der Diktiermaschine übertragen. Die Wiedergabe des Gesprächs oder des Diktats, welches auf der Walze aufgezeichnet ist, erfolgt in bekannter Weise.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Einrichtung zur Übertragung der Schwingungen einer schallerzeugenden Membran auf eine zweite Membran zum Zwecke der Weiterleitung der Schwingungen durch ein zwischen beide Membranen eingeschaltetes nachgiebiges Zwischenglied, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenglied in der Weise nachgiebig ausgebildet ist, daß es aus zwei unter leichter Reibung ineinander verschiebbaren Teilen aus Hartgummi, Bernstein oder ähnlichen Materialien besteht.
2. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Teil des Zwischengliedes, beispielsweise der Hohlzylinder (8), an der in Schwingungen zu versetzenden Membran (9) befestigt ist, wobei der Hohlzylinder die Feder (16) aufnimmt, welche den mit dem Führungsstift (11) versehenen Stift (12) gegen die schallerzeugende Telephonmembran (14) drückt.
3. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzylinder (27) an der Membran (28) des Sprechkopfes einer Sprechmaschine befestigt ist, während der unter Federdruck stehende Stift (29) sich gegen die Membran (30) legt, welche den Grabstichel (32) trägt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DES55972D 1916-08-23 1921-03-22 Einrichtung zur UEbertragung der Schwingungen einer schallerzeugenden Membran auf eine zweite Membran zum Zwecke der Weiterleitung der Schwingungen Expired DE385754C (de)

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