DE385477C - Verfahren zur Rueckgewinnung der Edelmetalle aus photographischen Fixierbaedern - Google Patents

Verfahren zur Rueckgewinnung der Edelmetalle aus photographischen Fixierbaedern

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DE385477C
DE385477C DET25938D DET0025938D DE385477C DE 385477 C DE385477 C DE 385477C DE T25938 D DET25938 D DE T25938D DE T0025938 D DET0025938 D DE T0025938D DE 385477 C DE385477 C DE 385477C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C01—INORGANIC CHEMISTRY
    • C01G—COMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G5/00—Compounds of silver

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

Die Erfindung bezweckt die Rückgewinnung der Edelmetalle, insbesondere des Silbers, aus photographischen Fixierbädern durch Ausfällung, insbesondere im Wege der bekannten Umsetzung:
Na4 Ag2 (S2 O3)s +Na2 S
= Ag3 S -+ 3 Na3 S2 O8, die zur Wiederherstellung des Fixiermittels führt.
Bei Anwendung dieses Verfahrens in Betrieb ergibt sich die Schwierigkeit, daß die Ausfällung aus der Flüssigkeit nur schwer und mit großen "Verlusten gewonnen werden kann. Da der in Berührung mit der Flüssigkeit bleibende Niederschlag kolloidal wird, setzt er sich als feiner Schlamm am Boden und an den Wänden des Gefäßes, fest, von wo er nur schwer und unvollkommen entfernt werden kann. Besonders in größeren Betrieben, wo
ao Bäder von mehreren hundert Litern zu behandeln sind, läßt sich dieser nach dem Fortschaffen der Flüssigkeit im Fällungsgefäß zurückbleibende Schlamm, 'der den größten Teil der 'Edelmetalle enthält, nur durch beschwerliche, unsaubere und zeitraubende Arbeit nutzbar machen.
Dieser Übelstand wird der vorliegenden Erfindung gemäß dadurch beseitigt, daß die zu regenerierende Flüssigkeit in dünnen, bewegten Schichten mit dem Fällungsmittel zusammengebracht und unmittelbar nach erfolgter Ausfällung im stetigen. Arbeitsgang vom Niederschlag getrennt z. B. auf ein Filter oder eine Nutsche gepumpt wird. Hierdurch bleibt der Niederschlag körnig und leicht filtrierbar, so daß es durch das Verfahren ermöglicht wird, sehr große Flüssigkeitsmengen in kurzer Zeit aufzuarbeiten und die Edelmetalle nahezu vollständig wiederzugewinnen.
An Hand der Übersichtszeichnung sei eine beispielsweise gegebene Ausführungsform des Verfahrens geschildert.
Der Behälter^ enthält die zu behandelnde Flüssigkeit, das Gefäß B das Fällungsmittel, beispielsweise Na2 S in festen Stücken. Durch das Rohr α des Behälters B fließt fortlaufen'd Wasser in entsprechend geregelter Menge zu. Das Saugrohr b der Pumpe C steht durch Leitungen c, d von geeigneten Durchmessern, die zweckmäßig mit Drosselventilen ausgestattet sind, einerseits mit dem Behälter A, anderseits
ίο mit dem Gefäß B in, Verbindung, so daß gleichzeitig die zu behandelnde Flüssigkeit und das Fällungsmittel im gewünschten Verhältnis angesaugt werden. Der sich beim Zusammentreffen der Lösungen auscheidende Niederschlag gelangt unmittelbar darauf durch das Druckrohr der Pumpe auf eine vorteilhaft unter vermindertem Druck stehende Filterkammer oder Nutsche D. Selbstverständlich kann es bei der betriebsmäßigen Ausführung
ao des Verfahrens im größeren Maßstab zweckmäßig sein, mehrere Gefäße B bzw. mehrere Nutschen D nebeneinander oder hintereinander zu schalten.
Es sind bereits Verfahren zur Wieder-
s5 gewinnung der Edelmetalle aus photographischen Rückständen bekannt; hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine rein chemische, sondern um eine elektro-chemische Ausfällung der Edelmetalle durch weniger edle Metalle. Eine solche Ausfällung erfordert jedoch, daß die reduzierende Masse (Metallspäne oder -pulver) längere Zeit auf I die edelmetallhaltige Flüssigkeit einwirken I muß. Infolgedessen darf die Flüssigkeit das Reduktionsmittel nur ganz langsam durchdringen, so daß die Leistungsfähigkeit des Apparates nur wenige Liter im Tage betragen kann, wenn man nicht zu ganz unhandlichen Abmessungen des Apparates kommen will. Ferner wird durch den Ersatz des Silbers durch das weniger edle Metall im Thiosulfatdoppelsalz ein Natrium-Metall-Thiosulfatdoppelsalz gebildet, und dieses ist nicht fähig, Brom- und Chlorsilber zu lösen. Fixierbäder, welche in dieser Art entsilbert werden, können deshalb nicht mehr in einfacher Art »regeneriert« werden. Hingegen gestattet es das vorliegende Verfahren, beliebig große Mengen
— auch mehrere tausend Liter in der Stunde
— zu verarbeiten und zu regenerieren. Überdies bietet bei den bekannten Verfahren die Entfernung des edelmetallhaltigen Schlammes aus dem Apparat alle jene Nachteile, auf \velche eingangs hingewiesen worden ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Rückgewinnung der Edelmetalle aus photographischen. Fixierbädern durch Ausfällung, dadurch gekennzeichnet, daß die zu regenerierende Flüssigkeit in dünnen, bewegten Schichten mit dem Fällungsmittel zusammengebracht und unmittelbar nach erfolgter Ausfällung in stetigem Arbeitsgang vom Niederschlag getrennt wird.
DET25938D 1920-12-07 1921-10-20 Verfahren zur Rueckgewinnung der Edelmetalle aus photographischen Fixierbaedern Expired DE385477C (de)

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DE (1) DE385477C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE935705C (de) * 1952-12-17 1955-11-24 Paul Marth Verfahren zur Entsilberung photographischer Loesungen
US5162106A (en) * 1989-10-12 1992-11-10 The Governors Of The University Of Alberta Photographic fixer regeneration

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE935705C (de) * 1952-12-17 1955-11-24 Paul Marth Verfahren zur Entsilberung photographischer Loesungen
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